31.10.2022

#NACHBARSCHAFTEN, Pressemitteilung, Zeitschrift SOZIOkultur

Zeitschrift SOZIOkultur zum Thema NACHBARSCHAFTEN erschienen

Von: Redaktion

Berlin, 31.10.22: Nachbarschaften sind ein zentrales Wirkungsfeld der Soziokultur – in der Stadt und auf dem Land. Sie bilden in der soziokulturellen Arbeit wichtige Räume, die einen unmittelbaren Zugang zu den Menschen ermöglichen. Zivilgesellschaftliche Aktivierung und Beteiligung ist hier oftmals das erklärte Hauptziel. In und mit den Nachbarschaften können lokale Bedürfnisse und Herausforderungen durch kulturelle Teilhabe angegangen werden. Zielgruppen, die sonst nicht von den traditionellen Kulturangeboten erreicht werden, können hier direkt angesprochen werden.

Nachbarschaften sind überall – Soziokultur ist mittendrin. Die aktuelle Ausgabe der SOZIOkultur widmet sich diesem wichtigen Bezugspunkt, beleuchtet die fruchtbaren Schnittstellen, wie etwa zur Stadtentwicklung, und nimmt auch die aktuelle Situation in den Blick: Viele Menschen können sich die Teilnahme an kulturellen Veranstaltungen nicht mehr leisten oder fühlen sich in größeren Menschenansammlungen nicht mehr wohl. Das veränderte Publikumsverhalten ist auch für die Soziokultur deutlich spürbar. Die Pandemie wirkt weiter. Wie erreicht man also die Menschen vor Ort, vor allem diejenigen, die nicht das Gefühl haben, sie hätten Gestaltungsmacht, sondern schon genug mit dem Überleben im Alltag zu tun haben?

Kristina Rahe, Leiterin des Modellprojekts UTOPOLIS – Soziokultur im Quartier, berichtet im Gespräch mit Matti Kunstek, Leiter des Nürnberger KUF im südpunkt, über die Arbeit in benachteiligten Quartieren, wo der Ausgangspunkt immer die Begegnung auf Augenhöhe ist – das Thema niedrigschwelliger Partizipation könnte hier grundlegender nicht sein.

Der Schnittstelle Stadtplanung und -entwicklung wird in zwei Gesprächen mit Stadtplaner Ralf Ebert und Matthias Rauch, Leiter des Bereichs Kulturelle Stadtentwicklung & Kultur- und Kreativwirtschaft bei NEXT Mannheim gegeben. Rauch ist der Überzeugung: „Soziokultur sollte eine zentrale Akteurin bei der Transformation von Städten sein.“

Birgit Mandel, Professorin für Kulturvermittlung und Kulturmanagement, reflektiert, inwiefern soziokulturelle Einrichtungen als guter Nachbar, Community Builder und Trainingsfeld für globale Herausforderungen funktionieren können.

Das Portrait widmet sich dieses Mal QUARTIER Bremen, das mit Kunst, Kultur und Bildung den Fliehkräften globaler Krisen und ökonomischer Entwicklungen lebendige Nachbarschaften entgegensetzen.

Mittlerweile unterstützen auch digitale Tools und Netzwerkprojekte Begegnungen mit und in der Nachbarschaft. Carolin Viktorin, Referentin für Digitalisierung und Wissensmanagement, und Medienpädagogin Constanze König stellen einige für die Praxis anwendbare Beispiele vor.

Das und noch mehr lesen Sie in der aktuellen SOZIOkultur.

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