Der Bund Deutscher Amateurtheater e.V. (BDAT) schreibt mit Besetzung zum 01.05.2021 folgende Stelle aus:

Projektmanagement / Sachbearbeitung und Veranstaltungsorganisation w / m / d

(insgesamt 75% = 29,75 h / Woche) am Arbeitsort Berlin. Die Stelle wird als Vertretung für Mutterschutz und Elternzeit ausgeschrieben und ist bis voraussichtlich 30.09.2022 befristet. Bei Interesse kann für 2021 eine Aufstockung auf Vollzeit (39 h) durch Mitarbeit in einem anderen Projekt des BDAT erfolgen.

Tätigkeitsprofil:

Wir erwarten:

Wir bieten:

Es erwartet Sie ein interessanter Arbeitsplatz mit einem engagierten und kollegialen Team in einem bundesweiten, diversitäts- und inklusionsbewussten Kulturverband mit Sitz in Berlin. Die Vergütung dieser Stelle erfolgt analog zum TVÖD Entgeltgruppe 8. Der BDAT bietet ein Gleitarbeitszeitmodell für die bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf an.

Der Arbeitsort ist zentral gelegen und gut erreichbar, in einer attraktiven Büroetage im „Haus am Lützowplatz“ in Berlin-Tiergarten.

Die Gesundheit und das Wohlergehen aller Angestellten sind uns ein großes Anliegen. Pandemiebedingt arbeiten die 14 Mitarbeiter*innen deshalb zurzeit auch im Homeoffice und nur tageweise in verringerter Besetzung und mit Infektionsschutzmaßnahmen in der Geschäftsstelle.

Diversität spielt in der Personalbesetzung für unser Team eine wichtige Rolle, wir möchten die Vielfältigkeit unserer Gesellschaft besser abbilden und leben. Deshalb freuen wir uns beson-ders über Bewerbungen von Menschen unabhängig von ihrer Herkunft, Geschlecht, Alter und Nationalität.

Für Nachfragen kontaktieren Sie bitte die Geschäftsführerin Irene Ostertag per E-Mail: ostertag@bdat.info
Bewerbungsunterlagen bitte per E-Mail bis spätestens 19. März 2021 an:
Irene Ostertag, Geschäftsführerin
ostertag@bdat.info
www.bdat.info

Die Vorstellungsgespräche finden voraussichtlich als Videokonferenz am 24./26. März statt.

Über den BDAT

Der Bund Deutscher Amateurtheater e.V. (BDAT) wurde 1892 gegründet und ist einer der größten Interessenverbände für die Darstellenden Künste in Europa. Die Förderung der Kulturellen Bildung und das Freiwillige Engagement sind zentrale Themen des Verbandes. Als Dachverband vertritt er das deutsche Amateurtheater auf nationaler und internationaler Ebene in Kunst, Kultur, Politik und Gesellschaft. Der BDAT initiiert Projekte und Festivals, fördert nationale und internationale Spielbegegnungen und gestaltet ein systematisches Fortbildungsprogramm für Spieler*innen im Amateurtheater. Rund 2.500 Theatervereine, darunter Kinder-, Jugend- und Senior*innentheaterensembles, sind über 18 Mitgliedsverbände im BDAT organisiert. Der BDAT ist Zentralstelle für den deutsch-französischen und den deutsch-russischen Jugendaustausch sowie seit 2012 Träger des Bundesfreiwilligendienstes.

Der Verband wird gefördert durch die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien und erhält Projektmittel vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend sowie dem Bundesministerium für Landwirtschaft und Ernährung und dem Auswärtigen Amt.

Soziokulturelle Aktivitäten finden vielerorts in Gebäuden statt, die nicht als kulturelle Bauten geplant wurden. Wir haben uns umgesehen und stellen in einem Streifzug durch die Republik exemplarische Häuser vor.

NIEDERSACHSEN: Theater der Nacht, Northeim

Wir, Heiko und Ruth Brockhausen, waren mit dem Theater der Nacht seit 1988 als Tourneetheater unterwegs. Da fiel uns 1994 die leerstehende Northeimer Feuerwache ins Auge. Der Standort in den Wallanlagen neben der alten Stadtkirche schien uns optimal. Wir überlegten, wie das Haus aussehen sollte. Aber unsere Vorstellungen wurden mit Skepsis betrachtet. Von „Wolkenkuckucksheim“ war die Rede oder „aufgeregter Architektur“. Die Denkmalpflege erhob Einwände wegen der Nähe zur denkmalgeschützten Kirche.

Nach vier Jahren Überzeugungsarbeit und harten Verhandlungen bekamen wir im Mai 1999 doch noch eine Finanzierung beisammen und konnten mit dem Umbau beginnen. Am 11.8.2001 haben wir mit einem rauschenden Fest die Eröffnung gefeiert. Wir haben seither unser Angebot stetig erweitert, 2014 noch einmal Werkstatträume angebaut. Die Vorstellungen, Kurse und Projekte werden gut angenommen – beziehungsweise wurden. Seit März 2020 sind wir ja durch die pandemiebedingten Schließungen extrem betroffen und wissen nicht, wie wir das Jahr überleben werden.

Text: Ruth Brockhausen

www.theater-der-nacht.de  – Theater der Nacht auf Facebook

Der Artikel erschien in der Zeitschrift SOZIOkultur zur Thema HÄUSER. Hier die Ausgabe zum Download.

In einem Streifzug durch die Republik zu exemplarischen Orten wird klar: Seit ihren Anfängen in den 1970er Jahren bis heute muss (und will) sich die Soziokultur die Räumlichkeiten, in denen sie ihre Aktivitäten entfalten kann, oft erst suchen und erobern. Heute finden soziokulturelle Aktivitäten vielerorts in Gebäuden statt, die nicht als kulturelle Bauten geplant wurden. Teils jahrelang werden ehemalige Kirchen- und Klostergebäude, alte Fabrikhallen und Elektrizitätswerke, Scheunen, Lagerstätten oder Höfe mit viel persönlichem Engagement und körperlichem Einsatz, mit Knowhow und Liebe zum Detail für die spartenübergreifende Nutzung ertüchtigt. Wir haben uns umgesehen und stellen exemplarische Häuser vor.

HAMBURG – Zinnschmelze

Die ehemalige Zinnschmelze einer Gummiwarenfabrik wurde Ende der 1980er Jahre umgebaut und wird seitdem vom Trägerverein Zinnschmelze – Barmbeker Verein für Kultur und Arbeit e.V. als Kulturzentrum betrieben, zunächst mit Musik- und Tanzveranstaltungen in zwei Räumen auf insgesamt 270 Quadratmetern, ergänzt durch ein eigenständiges Kinder- und Jugendtheater und ein vereinseigenes Café. 2007 begannen die Konzeptstudien für einen Erweiterungsbau. Die Zinnschmelze wurde Bestandteil des Sanierungsverfahrens im Stadtteil und mit öffentlichen Mitteln und durch private Spenden saniert und erweitert. Nach 18-monatiger Bauzeit 2015 wiedereröffnet, trägt sie heute dazu bei, Attraktivität und Lebensqualität vor Ort zu verbessern. In zwei Räumen von 42 und 120 Quadratmetern finden bis zu 150 Besucher*innen Platz. Das Theaterdeck als Mieter und eine verpachtete Gastronomie nutzen die anderen zwei Drittel des Gebäudes. Das Angebot umfasst Veranstaltungen, Kurse und vielfältige Projekte. Künstlerische Qualität, Mitgestaltung und politische Themen leiten das Team in der Umsetzung.

Text: Dorothée Puschmann

www.zinnschmelze.deZinnschmelze auf Facebook

Der Artikel erschien in der Zeitschrift SOZIOkultur zur Thema HÄUSER. Hier die Ausgabe zum Download.

In einem Streifzug durch die Republik zu exemplarischen Orten wird klar: Seit ihren Anfängen in den 1970er Jahren bis heute muss (und will) sich die Soziokultur die Räumlichkeiten, in denen sie ihre Aktivitäten entfalten kann, oft erst suchen und erobern. Heute finden soziokulturelle Aktivitäten vielerorts in Gebäuden statt, die nicht als kulturelle Bauten geplant wurden. Teils jahrelang werden ehemalige Kirchen- und Klostergebäude, alte Fabrikhallen und Elektrizitätswerke, Scheunen, Lagerstätten oder Höfe mit viel persönlichem Engagement und körperlichem Einsatz, mit Knowhow und Liebe zum Detail für die spartenübergreifende Nutzung ertüchtigt. Wir haben uns umgesehen und stellen exemplarische Häuser vor.

BADEN-WÜRTTEMBERG – Chapel, Göppingen

Seit die Fabrik für Kunst und Kultur e.V. im Jahr 1998 die alte Soldier Chapel von der Stadt Göppingen als Veranstaltungsort und Heimstatt für den Verein erhielt, hörten die Arbeiten am Haus eigentlich nie auf: erst Renovierungsarbeiten, dann die Instandsetzung der Fassade, kontinuierliche Optimierungen an der technischen Ausstattung bis zur großen Sanierung durch die Stadt Göppingen, zu der die Vereinsmitglieder weit über normales ehrenamtliches Engagement hinaus Hunderte von Stunden an Eigenleistung beitrugen.

Das Konzept des Umbaus ermöglicht eine große Wandelbarkeit der Location – ob für Ausstellungen, Konzerte, Theater, Filmdrehs, Festivals, Parties oder als Ort der Begegnung. Die Chapel verfügt über zwei Veranstaltungsräume, CHAPEL und KRYPTA für 700 beziehungsweise 200 Personen, sowie Vereinsraum, Mini-Kino, Werkstatt, Tonstudio, Proberäume, Vereinsbüro und Außenanlagen. Aktuell wird schon wieder gebaut: Der große Kirchenraum bekommt eine Bühne und eigene Technik. In naher Zukunft sollen dort auch kleine Veranstaltungen mit Abstand ohne Mehraufwand durchgeführt werden.

www.fabrikev.deDie Chapel auf Facebook

Text: Amyna E. Wolf
Foto © Heiko Herrmann

Der Artikel erschien in der Zeitschrift SOZIOkultur zur Thema HÄUSER. Hier die Ausgabe zum Download.