Der Förderverein Historischer Kornspeicher Freiburg/Elbe e.V. sucht zum 15. Juni 2021 eine neue

Geschäftsleitung (m/w/d)

Es handelt sich um eine unbefristete Vollzeitstelle.

Unser seit 2003 gewachsenes, soziokulturelles Zentrum in einem sanierten Getreidespeicher liegt in Freiburg an der Elbe. Aus dem anfänglich komplett ehrenamtlich mit viel Herzblut aufgebauten Kulturprogramm hat sich ein soziokulturelles Zentrum entwickelt, wie es in dieser Größenordnung und mit dieser Programmvielfalt für den ländlichen Raum in Niedersachsen ziemlich einzigartig ist.

Die Stelle als Geschäftsleiter*in hat einen Umfang von 40 Wochenarbeitsstunden, ist abhängig von öffentlichen Fördermitteln und umfasst

folgende Aufgaben:

 

Sie haben eine Ausbildung zum/zur Veranstaltungskaufmann/-frau absolviert oder gerade Ihr Studium
im Bereich Kulturmanagement abgeschlossen und schon etwas berufliche Erfahrung gesammelt? Oder
Sie haben als Quereinsteiger/in auf einem anderen Wege Verantwortung für Events,
Kulturveranstaltungen und Personalführung übernommen? Sie planen und organisieren gern? Sie
zeigen Präsenz, sind Networker und haben Verhandlungsgeschick? Dann melden Sie sich bei uns!

Wir wünschen uns von Ihnen:

 

Unser bewährtes Programm sollte Ihnen genauso am Herzen liegen wie der Mut, Neues zu wagen. Die Herausforderungen des Kulturalltages mit all seinen Unwägbarkeiten und auch Arbeitseinsätze am Abend und am Wochenende dürfen Sie nicht schrecken. Wir sind daran interessiert, diese Stelle langfristig zu besetzen.

Wenn Ihr Herz dann noch für den hohen Norden und seine Menschen schlägt, dann sind Sie bei uns richtig.

Ihre vollständigen Bewerbungsunterlagen senden Sie bitte in elektronischer Form (PDF-Datei) bis zum 15.05.2021 an:
Historischer Kornspeicher
Elbstraße 2
21729 Freiburg (Elbe)
info@kornspeicher-freiburg.de
www.kornspeicher-freiburg.de

Für Rückfragen steht Ihnen unsere Geschäftsleiterin Catharina Seebeck unter Tel. 04779-8994474 gern zur Verfügung.

Vor Kurzem empfahl der Bundesverband Soziokultur dringend einen politischen Beschluss zur Fortsetzung des Bundesprogramms „Kultur macht stark. Bündnisse für Bildung“ des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) noch in dieser Legislaturperiode. Wir sprachen uns für eine nahtose Fortführung des Programms im Jahr 2023 aus, um nachhaltig die Teilhabechancen von Kindern und Jugendlichen aufrechtzuerhalten, die das Programm verbessert.

Am Mittwoch, den 21. April, erklärte Bundesbildungsministerin Anja Karliczek dazu: Das Förderprogramm „Kultur macht stark. Bündnisse für Bildung“ soll ab 2023 für weitere fünf Jahre fortgesetzt werden. Bereits für Sommer 2021 ist die Erarbeitung/Veröffentlichung einer Förderrichtlinie geplant.

Hier die Pressemeldung von Bundesbildungsministerin Anja Karliczek nachlesen.

Die Empfehlung des Bundesverbands Soziokultur zur Fortführung des Programms ist hier nachzulesen.

In einem Streifzug durch die Republik zu exemplarischen Orten wird klar: Seit ihren Anfängen in den 1970er Jahren bis heute muss (und will) sich die Soziokultur die Räumlichkeiten, in denen sie ihre Aktivitäten entfalten kann, oft erst suchen und erobern. Heute finden soziokulturelle Aktivitäten vielerorts in Gebäuden statt, die nicht als kulturelle Bauten geplant wurden. Teils jahrelang werden ehemalige Kirchen- und Klostergebäude, alte Fabrikhallen und Elektrizitätswerke, Scheunen, Lagerstätten oder Höfe mit viel persönlichem Engagement und körperlichem Einsatz, mit Knowhow und Liebe zum Detail für die spartenübergreifende Nutzung ertüchtigt. Wir haben uns umgesehen und stellen exemplarische Häuser vor.

MECKLENBURG-VORPOMMERN: Kornhaus, Bad Doberan

Das Kornhaus ist ein Profanbau aus dem 13. Jahrhundert. Nach wechselvoller Nutzung, zuletzt als Pionierhaus, drohten in der Nachwendezeit Leerstand und Verfall. Daher gründete sich 1992 der Kornhaus e.V., der schrittweise ein soziokulturelles Zentrum, eine Umweltbegegnungsstätte, eine Jugendkunstschule sowie Klosterherberge und Café aufbaute. Nach langem Ringen um umfangreiche Sanierungsmaßnahmen erhielt das Kornhaus 2011 die heutige Gestalt.

Lage und Gestalt des Hauses prägen die Arbeit darin: Architektur und Atmosphäre unterscheiden es von den Wohn- und Arbeits- beziehungsweise Lernorten der Besucher*innen. Dies trägt dazu bei, dass hier andere Regeln gelten, dass experimentiert und geträumt wird. Auf dem Klostergelände liegt es abseits der Alltagswelt. Doch es ist profan und unterliegt nicht den Regeln des Sakralen.

Die größte aktuelle Herausforderung ist die Abstandsregel. Unter Pandemiebedingungen sind die Räume für nahezu alle Angebote zu klein. Unser Ziel ist die Verlagerung ins Freie, ins Proprofane. Die Investitionsmaßnahme ist beantragt.

Text: Ronald Richardt

www.kornhaus-doberan.deKornhaus Doberan auf Facebook 

Der Artikel erschien in der Zeitschrift SOZIOkultur zur Thema HÄUSER. Hier die Ausgabe zum Download.

Der Speicher Husum e. V. sucht zum 01. Juli 2021 eine

Geschäftsführung (m/w/d) (Vollzeit)

Der Speicher Husum ist das sozio-kulturelle Zentrum an der Westküste von Schleswig-Holstein. Seit 1982 bietet es auf der Basis von ehrenamtlichem Engagement ein vielfältiges, anspruchsvolles und generationsübergreifendes Kulturprogramm, das zu gesellschaftlicher Auseinandersetzung einladen möchte. Darüber hinaus bereichern verschiedene Initiativen das Programm, politische Gruppen nutzen das Haus als Treffpunkt.

Ihre Aufgaben:

Wir bieten:

 

Wir wünschen uns eine Geschäftsführung mit Erfahrung im Kulturbetrieb und besonderem Interesse an Live-Musik.

Wenn Sie bei der Vielfalt der Aufgaben gut den Überblick behalten und Lust haben auf eine abwechslungsreiche Tätigkeit mit über 50 Ehrenamtlichen, dann freuen wir uns über Ihre Bewerbung mit Angabe Ihrer Gehaltsvorstellung an Speicher Husum e.V., Hafenstr. 17, 25813 Husum oder an info@speicher-husum.de.

Bewerbungsschluss ist der 31. März 2021. Weitere Informationen zur ausgeschriebenen Stelle erhalten Sie bei unserer kommissarischen Geschäftsführerin Hanna Lossau, Telefon 04841-65000/ Mail info@speicher-husum.de.

Häuser, in denen man sich treffen, lachen, tanzen, Kunst erleben und kreativ sein kann, sind gerade jetzt im Lockdown Sehnsuchtsorte. Ihnen, der bewährten Basis und Hülle soziokultureller Arbeit, widmet sich die aktuelle Ausgabe der SOZIOkultur.

Dass die Orte der Soziokultur Knotenpunkte in kommunalen Netzwerken bilden, umreißt Georg Halupczok. Als sogenannte Dritte Orte und „Facility Manager der zivilgesellschaftlichen Debatte“ sind sie für das Klima der Demokratie wichtig – gerade auch in der Pandemie. Christine Steiner und Thomas Putz beschreiben die unterschiedliche Entstehungsgeschichte der Häuser in Ost und West und zeigen, wie sie sich in der Arbeit der Landesverbände in Baden-Württemberg und Thüringen niederschlägt.

Orte kultureller Selbstbestimmung

Viele soziokulturelle Zentren sind in Gebäuden beheimatet, die nicht für kulturelle Zwecke erbaut wurden: in Fabriken und Speichern, E-Werken und Schlachthöfen, Kirchen und Profanbauten. Ihrer Funktion enthoben werden sie – erträumt, erstritten und mit großem Engagement erarbeitet – zu Orten kultureller Selbstbestimmung. Ob in Trägerschaft der Kommune, als Vorhaben eines Vereins oder als private Initiative, immer wirken dabei Teams zusammen: Künstler*innen und Bauleute, Profis und Ehrenamtler*innen schaffen authentische Orte mit hohem Identifikationspotenzial.

So lenken Britta Velhagen und Team mit dem Tollhaus einen „Tanker“ in Karlsruhe und haben bei laufendem Veranstaltungsbetrieb über Jahre komplexe Bauvorhaben geschultert. Auch in Offenbach und Saarburg, Strodehne und Greifswald, Hamburg, Göppingen und unzähligen anderen Orten sind soziokulturelle Hotspots entstanden, die tagein, tagaus unterhalten und bewirtschaftet werden. Einmal mehr wird klar, dass die Aktiven Allrounder sind und sich mit großer Verantwortung in ihren Häusern auch den Herausforderungen der Architektur und Denkmalpflege, Instandsetzung und Modernisierung, Technik und Sicherheit stellen.

Die Gemeinde Schüttorf nutzt die Energie und Kompetenz der Soziokultur für die Gestaltung kommunaler Prozesse. Sie will ein Sanierungsgebiet entwickeln und zeigt mit dem Neubau eines soziokulturellen Zentrums, wie dieses als Impulsgeber wirken kann.

Förderprogramme des Bundesverbands

Das Anliegen mehrerer Bundesprogramme, die aktuell durch den Bundesverband Soziokultur umgesetzt werden, ist es ebenfalls, den Fortbestand soziokultureller Zentren und anderer Kultureinrichtungen zu sichern, die Ausstattung zu verbessern und die Programmarbeit zu gewährleisten. Die Zeitschrift belegt in Analysen und Zwischenbilanzen eindrucksvoll, was in den Häusern umgesetzt wird – Grund genug für einen zuversichtlichen Blick in eine Zukunft, in der wir uns hoffentlich bald wieder vor Ort treffen können!

Ihre Ute Fürstenberg und die Redaktion SOZIOkultur
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Zum Download hier die Ausgabe der SOZIOkultur zum Thema „HÄUSER“.

Die Printversion können Sie hier bestellen.

Bild: Theater der Nacht, Northeim © TdN