Die LAG Soziokultur Schleswig-Holstein e.V. sucht zum 01. Juni 2021

eine:n Mitarbeiter:in für den Bereich Öffentlichkeitsarbeit (ca. 20 Wochenstunden)

Die Vergütung erfolgt in Anlehnung an TV-L 10.
Soziokultur ermöglicht Begegnung, Austausch und gemeinsame Erlebnisse, sie belebt Nachbarschaften, sie gibt Raum für Vielfalt und aktiviert die Menschen, eigene Ideen und Visionen zu entwickeln und ihr gesellschaftliches Umfeld mit kreativen und künstlerischen Mitteln gemeinsam zu gestalten. Auf diese Weise fördert Soziokultur den gesellschaftlichen Zusammenhalt direkt vor Ort – auf dem Dorf genauso wie im Kiez.
Wir möchten diese wichtige Arbeit soziokultureller Zentren und Initiativen in Schleswig-Holstein noch stärker sichtbar machen und suchen eine Person für den Bereich Öffentlichkeitsarbeit, die uns dabei aktiv unterstützt.

Aufgabenprofil

  • Verfassen von kurzen Mitgliederportraits und kurzen Texten zu der Arbeit unserer Mitglieder/ Blitzlichter aus der soziokulturellen Landschaft
  • Ausbau und Redaktion unserer Social-Media-Kanäle/ Erarbeitung eigener Social Media-Beiträge
  • Unterstützung bei der inhaltlichen und gestalterischen Weiterentwicklung unserer Webseite
  • Einrichtung eines digitalen Journals/ Quartals-Newsletters
  • Ausbau unserer Pressearbeit/ Entwicklung geeigneter Themenvorschläge für die verschiedenen in Schleswig-Holstein relevanten Medien
  • Unterstützung bei der Realisierung verschiedener Print- und Online-Medien wie Faltblätter/ Handreichungen zu zentralen Themen aus der Praxis etc.
  • Beratung der Mitgliedereinrichtungen im Bereich Veranstaltungsankündigung, Social Media und Pressearbeit
  • Unterstützung bei Konzeption und Projektmanagement öffentlichkeitswirksamer Veranstaltungen und Aktionen
  • Entwicklung eigener Ideen und Konzepte im Bereich Öffentlichkeitsarbeit

Was wir uns wünschen

  • Hochschulstudium in Kommunikationswissenschaften, Kulturwissenschaften oder -management, Journalismus, Medienkommunikation oder in vergleichbaren Disziplinen und/ oder einschlägige Praxiserfahrung im Bereich Öffentlichkeitsarbeit und Kulturarbeit
  • Affinität zum soziokulturellen Arbeitsfeld/ selbstverwalteter Kultur
  • Interesse an kultur- und gesellschaftspolitischen Themen
  • hohe Textsicherheit/ zielgruppenorientiertes Schreiben (für Politik, Presse, Mitgliederorganisationen)
  • Grundkenntnisse in Bildbearbeitungsprogrammen/ WordPress/ Mailchimp oder Vergleichbares

Über uns

Die LAG Soziokultur Schleswig-Holstein e.V. ist der Fach- und Interessenverband für die Soziokultur im Land. Unser Ziel ist es, die soziokulturelle Arbeit in Schleswig-Holstein zu sichern und weiter auszubauen. Zu diesem Zweck beraten wir die derzeit 34 Mitgliederorganisationen sowie andere Akteure der soziokulturellen Praxis zu konzeptionellen und betriebswirtschaftlichen Fragen. Wir fördern die Zusammenarbeit und den Austausch zwischen den soziokulturellen Zentren und Initiativen. Wir informieren die Öffentlichkeit über die geleistete Arbeit der Mitgliedseinrichtungen und vertreten die Interessen der Mitglieder gegenüber öffentlichen Stellen in Schleswig-Holstein (Landtag, Kommunen, Gemeinden, Behörden, Verbände usw.).

Arbeitsort ist Kiel/ Arbeiten aus dem Homeoffice ist teilweise möglich, aber nicht ausschließlich
Befristet bis zum 31. Mai 2022/ eine Entfristung ist angestrebt

Wir freuen uns über Ihre aussagekräftigen Bewerbungsunterlagen (Motivationsschreiben, Lebenslauf, Referenzprojekte) bis zum 30. April 2021 an lag@soziokultur-sh.de

Für Rückfragen stehen wir gerne jederzeit zur Verfügung.

www.soziokultur-sh.de/kontakt

Seit ihren Anfängen in den 1970er Jahren erobert sich die Soziokultur die Räumlichkeiten, in denen sie ihre Aktivitäten entfalten kann, oft erst. Heute finden soziokulturelle Aktivitäten vielerorts in Gebäuden statt, die nicht als kulturelle Bauten geplant wurden. Wir haben uns umgesehen und stellen exemplarische Häuser vor.

HESSEN: Hafen 2, Offenbach

Das Kulturzentrum Hafen 2 begann als Zwischennutzung eines Lokschuppens der Hafenbahn. Als der Abriss dieses Gebäudes bevorstand, ermöglichte eine Spendenkampagne, die von der Stadt Offenbach verlangte Mietkostenvorauszahlung für ein neu zu errichtendes Gebäude aufzubringen. Das neue Haus ist weniger „Haus“ als vielmehr Blechgebäude, ermöglicht aber einen komfortableren Kulturbetrieb. Zudem kommt zum Tragen, dass der Hafen 2 schon immer seinen Schwerpunkt auf Open-Air-Veranstaltungen hatte. Dafür ist das neue Gelände überaus attraktiv: Kinoleinwand und Konzertbühne haben den Fluss im Hintergrund und das Publikum schmiegt sich in eine Art Amphitheater. Das neue Gebäude hat eine Veranstaltungshalle und ein kleines Café, jedoch keine ausreichenden Nebenräume für Büro, Backstage, Garderobe, Personal, Werkstatt, Lager et cetera, deshalb wurden einige Container und Zirkuswagen hinzugefügt.

Text: Alex Braun

www.hafen2.net  – Hafen 2 auf Facebook

Der Artikel erschien in der Zeitschrift SOZIOkultur zur Thema HÄUSER. Hier die Ausgabe zum Download.

Der Speicher Husum e. V. sucht zum 01. Juli 2021 eine

Geschäftsführung (m/w/d) (Vollzeit)

Der Speicher Husum ist das sozio-kulturelle Zentrum an der Westküste von Schleswig-Holstein. Seit 1982 bietet es auf der Basis von ehrenamtlichem Engagement ein vielfältiges, anspruchsvolles und generationsübergreifendes Kulturprogramm, das zu gesellschaftlicher Auseinandersetzung einladen möchte. Darüber hinaus bereichern verschiedene Initiativen das Programm, politische Gruppen nutzen das Haus als Treffpunkt.

Ihre Aufgaben:

Wir bieten:

 

Wir wünschen uns eine Geschäftsführung mit Erfahrung im Kulturbetrieb und besonderem Interesse an Live-Musik.

Wenn Sie bei der Vielfalt der Aufgaben gut den Überblick behalten und Lust haben auf eine abwechslungsreiche Tätigkeit mit über 50 Ehrenamtlichen, dann freuen wir uns über Ihre Bewerbung mit Angabe Ihrer Gehaltsvorstellung an Speicher Husum e.V., Hafenstr. 17, 25813 Husum oder an info@speicher-husum.de.

Bewerbungsschluss ist der 31. März 2021. Weitere Informationen zur ausgeschriebenen Stelle erhalten Sie bei unserer kommissarischen Geschäftsführerin Hanna Lossau, Telefon 04841-65000/ Mail info@speicher-husum.de.

In einem Streifzug durch die Republik zu exemplarischen Orten wird klar: Soziokulturelle Aktivitäten finden vielerorts in Gebäuden statt, die nicht als kulturelle Bauten geplant wurden. Wir haben uns umgesehen und stellen exemplarische Häuser vor.

THÜRINGEN: Kunstpavillon Eisenach

Der Verein Zentrum für Gegenwartskunst fördert zeitgenössische Kunst und Kultur, Bildung sowie Denkmalschutz und -pflege durch die Erhaltung des ehemaligen Ausstellungspavillons des Automobilwerkes Eisenach und dessen sinnvolle und regelmäßige Nutzung. Nach der Rettung vor dem Abriss und der Gebäudesicherung treibt der Verein derzeit eine denkmalgerechte Sanierung des inzwischen als Kulturdenkmal eingetragenen und seit 2018 als national bedeutend eingestuften Gebäudes voran. Sein Baustil wird in der Nachfolge der Bauhaus-Architektur mit Bezügen zu Bauten von Mies van der Rohe bewertet.

Seit 2007 werden regelmäßig Angebote der Kunst, der Soziokultur und der Bildung geschaffen, die bis dato in dieser Form in Eisenach nicht zu finden waren – von Kunstausstellungen und -auktionen und Nächten der Kunst über Workshops mit Schüler*innen, die offene „Bühne FREI“ und Poetry Slams bis zu Live-Konzerten, Lesungen und Film-, Theater- und Kabarettaufführungen. Als Zentrum der Begegnung und als Raum zur freien Meinungsbildung lädt der KUNSTPavillon zum Verweilen, Genießen und Feiern ein.

Text: Peter Schäfer

www.kunstpavillon.infoKunstpavillon auf Facebook

Der Artikel erschien in der Zeitschrift SOZIOkultur zur Thema HÄUSER. Hier die Ausgabe zum Download.

In einem Streifzug durch die Republik zu exemplarischen Orten stellen wir Häuser der Soziokultur vor.

HESSEN: Theater Altes Hallenbad, Friedberg

Das Jugendstilbad in Friedberg/Wetterau wurde 1909 auf Betreiben und mit maßgeblicher Finanzierung durch Friedberger Bürger*innen erbaut. Anstöße dafür waren das wachsende Interesse an Freizeitgestaltung und das steigende Hygienebedürfnis. Nach jahrzehntelanger Nutzung durch Bürger*innen, Vereine und Schulen wurde das Bad 1980 geschlossen und der denkmalgeschützte Bau versank in einen 27 Jahre währenden Dornröschenschlaf. 2007 waren es wiederum Friedberger Bürger*innen, die den Verein Gesellschaft der Freunde Theater Altes Hallenbad e.V. gründeten und sich die Erhaltung und Umwidmung in ein Kulturzentrum zur Aufgabe machten. Ein Prinzip, das der baulichen Entwicklung und dem Bekanntheitsgrad des Vorhabens sehr gut tat, war die parallele Begleitung der Baufortschritte durch kulturelle Aufführungen. Mit dem Programm „Kulturtaucher“ veranstaltet der Verein im Jahr zirka 50 Events, von Lesung, Theater, Musik, Kabarett bis zur Oper. Eigenmittel werden durch die Vermietung und Verpachtung von Räumlichkeiten erwirtschaftet.

Text: Wolfgang Diny

www.aha-friedberg.infoAltes Hallenbad auf Facebook

Der Artikel erschien in der Zeitschrift SOZIOkultur zur Thema HÄUSER. Hier die Ausgabe zum Download.

Soziokulturelle Aktivitäten finden vielerorts in Gebäuden statt, die nicht als kulturelle Bauten geplant wurden. Wir haben uns umgesehen und stellen exemplarische Häuser vor.

MECKLENBURG-VORPOMMERN: St. Spiritus, Greifswald

Das soziokulturelle Zentrum St. Spiritus wurde 1990 gegründet. Das Gebäude wurde bereits zu DDR-Zeiten für Kulturarbeit genutzt und nach der Wende zum soziokulturellen Zentrum in städtischer Trägerschaft umfunktioniert. Für das bauliche Ensemble war diese Nutzung die Rettung. Der Gebäudekomplex – seit dem Mittelalter Hospital und Wohnstatt für Alte und Kranke – besteht aus einem Innenhof mit mittelalterlicher Budenbebauung, einem zweistöckigen Haus aus dem Jahr 1740 auf mittelalterlichen Grundmauern und einem ehemaligen Kirchenbau mit Ursprüngen aus dem 13. Jahrhundert. Von 2000 bis 2008 wurden die Gebäudeteile durch die Stadt mithilfe von Fördermitteln saniert. Es war ein Spagat, Denkmalpflege und die Nutzung als Veranstaltungsort in Einklang zu bringen, der aber sehr gut gelang. Nun wird die ehemalige Kapelle als Veranstaltungssaal genutzt, in den Hofbuden sind künstlerische Werkstätten untergebracht, der Lagerboden wurde Ausstellungsraum. Gerade die wunderschönen historischen Details machen den besonderen Charme des Ortes aus.

Text: Imke Freiberg

www.kulturzentrum.greifswald.deSt.Spiritus auf Facebook

Der Artikel erschien in der Zeitschrift SOZIOkultur zur Thema HÄUSER. Hier die Ausgabe zum Download.

In einem Streifzug durch die Republik zu exemplarischen Orten wird klar: Soziokulturelle Aktivitäten finden vielerorts in Gebäuden statt, die nicht als kulturelle Bauten geplant wurden. Wir haben uns umgesehen und stellen exemplarische Häuser vor.

RHEINLAND-PFALZ: KulturGießerei Saarburg

Als die Glockengießerei Mabilon Ende 2002 ihre Produktion aus Altersgründen aufgeben musste, verblieb ein Gebäudekomplex von großer kulturhistorischer Bedeutung, der im denkmalgeschützten Altstadtbereich der Stadt Saarburg seit 1770 ansässig ist. Bis zu fünf Tonnen schwere Glocken fanden ihren Weg von hier aus quer durch Europa in die ganze Welt. Doch was sollte mit dem anerkannten Denkmal passieren?

Eine Nutzung als Museum und Veranstaltungsstätte lag nahe in einer Region, für die Kultur und Tourismus enorme Bedeutung haben. Mit weiteren Standbeinen im Bereich der sozialen Arbeit und der Bildung entwickelte der Trägerverein, KulturGießerei Saarburg – Lokales Bündnis für Familie e.V., ein soziokulturelles Gesamtkonzept. Es beruht auf einer kompletten inhaltlichen Vernetzung – ganz im Sinne des Leitbildes „Wir machen uns stark für Familien“ und ist auf Vielfalt, bürgerschaftliches Engagement und demokratisches Miteinander ausgerichtet. Der Erfolg beruht auf der hohen Identifikation der Menschen mit dem Ort, langem Atem, großer Akzeptanz auch bei Entscheidungsträgern sowie der Anbindung an kommunale Strukturen.

Text: Dr. Anette Barth
KulturGießerei in Saarburg heute. Foto © KulturGießerei

www.kulturgiesserei-saarburg.deKulturgießerei auf Facebook

Der Artikel erschien in der Zeitschrift SOZIOkultur zur Thema HÄUSER. Hier die Ausgabe zum Download.

Der Bund Deutscher Amateurtheater e.V. (BDAT) schreibt mit Besetzung zum 01.05.2021 folgende Stelle aus:

Projektmanagement / Sachbearbeitung und Veranstaltungsorganisation w / m / d

(insgesamt 75% = 29,75 h / Woche) am Arbeitsort Berlin. Die Stelle wird als Vertretung für Mutterschutz und Elternzeit ausgeschrieben und ist bis voraussichtlich 30.09.2022 befristet. Bei Interesse kann für 2021 eine Aufstockung auf Vollzeit (39 h) durch Mitarbeit in einem anderen Projekt des BDAT erfolgen.

Tätigkeitsprofil:

Wir erwarten:

Wir bieten:

Es erwartet Sie ein interessanter Arbeitsplatz mit einem engagierten und kollegialen Team in einem bundesweiten, diversitäts- und inklusionsbewussten Kulturverband mit Sitz in Berlin. Die Vergütung dieser Stelle erfolgt analog zum TVÖD Entgeltgruppe 8. Der BDAT bietet ein Gleitarbeitszeitmodell für die bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf an.

Der Arbeitsort ist zentral gelegen und gut erreichbar, in einer attraktiven Büroetage im „Haus am Lützowplatz“ in Berlin-Tiergarten.

Die Gesundheit und das Wohlergehen aller Angestellten sind uns ein großes Anliegen. Pandemiebedingt arbeiten die 14 Mitarbeiter*innen deshalb zurzeit auch im Homeoffice und nur tageweise in verringerter Besetzung und mit Infektionsschutzmaßnahmen in der Geschäftsstelle.

Diversität spielt in der Personalbesetzung für unser Team eine wichtige Rolle, wir möchten die Vielfältigkeit unserer Gesellschaft besser abbilden und leben. Deshalb freuen wir uns beson-ders über Bewerbungen von Menschen unabhängig von ihrer Herkunft, Geschlecht, Alter und Nationalität.

Für Nachfragen kontaktieren Sie bitte die Geschäftsführerin Irene Ostertag per E-Mail: ostertag@bdat.info
Bewerbungsunterlagen bitte per E-Mail bis spätestens 19. März 2021 an:
Irene Ostertag, Geschäftsführerin
ostertag@bdat.info
www.bdat.info

Die Vorstellungsgespräche finden voraussichtlich als Videokonferenz am 24./26. März statt.

Über den BDAT

Der Bund Deutscher Amateurtheater e.V. (BDAT) wurde 1892 gegründet und ist einer der größten Interessenverbände für die Darstellenden Künste in Europa. Die Förderung der Kulturellen Bildung und das Freiwillige Engagement sind zentrale Themen des Verbandes. Als Dachverband vertritt er das deutsche Amateurtheater auf nationaler und internationaler Ebene in Kunst, Kultur, Politik und Gesellschaft. Der BDAT initiiert Projekte und Festivals, fördert nationale und internationale Spielbegegnungen und gestaltet ein systematisches Fortbildungsprogramm für Spieler*innen im Amateurtheater. Rund 2.500 Theatervereine, darunter Kinder-, Jugend- und Senior*innentheaterensembles, sind über 18 Mitgliedsverbände im BDAT organisiert. Der BDAT ist Zentralstelle für den deutsch-französischen und den deutsch-russischen Jugendaustausch sowie seit 2012 Träger des Bundesfreiwilligendienstes.

Der Verband wird gefördert durch die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien und erhält Projektmittel vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend sowie dem Bundesministerium für Landwirtschaft und Ernährung und dem Auswärtigen Amt.

Soziokulturelle Aktivitäten finden vielerorts in Gebäuden statt, die nicht als kulturelle Bauten geplant wurden. Wir haben uns umgesehen und stellen in einem Streifzug durch die Republik exemplarische Häuser vor.

NIEDERSACHSEN: Theater der Nacht, Northeim

Wir, Heiko und Ruth Brockhausen, waren mit dem Theater der Nacht seit 1988 als Tourneetheater unterwegs. Da fiel uns 1994 die leerstehende Northeimer Feuerwache ins Auge. Der Standort in den Wallanlagen neben der alten Stadtkirche schien uns optimal. Wir überlegten, wie das Haus aussehen sollte. Aber unsere Vorstellungen wurden mit Skepsis betrachtet. Von „Wolkenkuckucksheim“ war die Rede oder „aufgeregter Architektur“. Die Denkmalpflege erhob Einwände wegen der Nähe zur denkmalgeschützten Kirche.

Nach vier Jahren Überzeugungsarbeit und harten Verhandlungen bekamen wir im Mai 1999 doch noch eine Finanzierung beisammen und konnten mit dem Umbau beginnen. Am 11.8.2001 haben wir mit einem rauschenden Fest die Eröffnung gefeiert. Wir haben seither unser Angebot stetig erweitert, 2014 noch einmal Werkstatträume angebaut. Die Vorstellungen, Kurse und Projekte werden gut angenommen – beziehungsweise wurden. Seit März 2020 sind wir ja durch die pandemiebedingten Schließungen extrem betroffen und wissen nicht, wie wir das Jahr überleben werden.

Text: Ruth Brockhausen

www.theater-der-nacht.de  – Theater der Nacht auf Facebook

Der Artikel erschien in der Zeitschrift SOZIOkultur zur Thema HÄUSER. Hier die Ausgabe zum Download.

Soziokulturelle Aktivitäten finden vielerorts in Gebäuden statt, die nicht als kulturelle Bauten geplant wurden. Wir haben uns umgesehen und stellen in einem Streifzug durch die Republik exemplarische Häuser vor.

BRANDENBURG: Kunsthaus Strodehne

Die Geschichte des Vereins Kunsthaus Strodehne e.V. begann zu DDR-Zeiten, als die Stadt Rhinow einer Gruppe junger Potsdamer Künstler*innen ein Haus in Strodehne im Havelland zur Verfügung stellte. Das erste „Sommerseminar für Bildende Künste“ fand 1988 statt. Erst 1991 wurde der Verein gegründet, der seinen Sitz in Potsdam hat, wo er auch das soziokulturelle Zentrum Waschhaus mit aufbaute.

Das Kunsthaus in Strodehne übernahm der Verein ab 2004 von der Stadt Rhinow langfristig in Erbbaupacht. In den 1990er Jahren war es mit viel Engagement der Vereinsmitglieder umfassend saniert und die Hofscheune zum Atelier umgebaut worden. Bis heute finden hier sowohl professionelle Künstler*innen als auch Kinder- und Jugendgruppen ideale Bedingungen für die künstlerische Produktion. Darüber hinaus hat der Verein einen Skulpturenpfad am Rande des umliegenden Naturschutzgebiets geschaffen, er veranstaltet seit 1995 eine Konzertreihe in der Strodehner Dorfkirche und ist Träger des Projekts „Schulhausroman“ in Brandenburg. Seine Arbeit leistet er fast ausschließlich ehrenamtlich.

Text: Michael Wegener

www.kunsthaus-strodehne.de  – Kunsthaus Strodehne auf Facebook

Der Artikel erschien in der Zeitschrift SOZIOkultur zur Thema HÄUSER. Hier die Ausgabe zum Download.