Interview von Radio Lotte, Weimar, mit unserem Vorstandsmitglied Georg Halupczok.

In der Sendung vom Samstag, den 26. Juni 2021, bei Radio Lotte, drehte sich alles um das Thema Soziokultur. Der Bundesverband war für ein Interview angefragt. Unser Vorstandsmitglied Georg Halupczok gab Antworten auf Fragen wie

Georg Halupczok stellt die Perspektiven der Soziokultur und ihre gesellschaftliche Wichtigkeit gerade in Zeiten einer Pandemie dar. Er unterstreicht, wie wichtig und richtig die Förderung der großen Hilfspakete NEUSTART Sofortprogramm und NEUSTART KULTUR für das Aufrechterhalten der soziokulturellen Strukturen, insbesondere auch in ländlichen Gegenden, war und ist. Mit Blick in die Zukunft warnt er aber davor, die soziokulturellen Zentren mit ihrer so wichtigen Arbeit ab sofort alleine zu lassen. Sie brauchen langfristige Unterstützung und sichere Zukunftsaussichten.

Nachzuhören ist das Interview von Michelle Werner hier. Vielen Dank an Radio Lotte für den Mitschnitt.

Seit Monaten wird er herbeigesehnt – der Neustart. Aus dem ganzen Land erreichten das NEUSTART Sofortprogramm ab Mai vergangenen Jahres Förderanträge. Auf fatale Weise traf die Pandemie alle Kultureinrichtungen gleichermaßen. Verschieden waren jedoch die Voraussetzungen, um ihr zu begegnen. Abhängig von der Organisationsstruktur, den Räumlichkeiten und dem geografischen Raum, in welchem die Kulturinstitutionen beheimatet sind, standen sie vor ganz unterschiedlichen Herausforderungen. Besonders im ländlichen Raum waren die meist kleineren Kulturbetriebe mit einer Extremsituation konfrontiert, die die oft ehrenamtlichen Schultern, auf denen sie ruhen, zu überlasten drohte.

NEUSTART weit über die Soziokultur hinaus

Der ländliche Raum birgt wegen der grundsätzlich dünnen Besiedelung Freiräume für Kulturschaffende. Im Gegensatz zur verdichteten Großstadt findet sich vielfach Leerstand, der besetzt werden kann. Kulturorte verfügen hier oft über größere Außenbereiche oder zumindest über einen unmittelbaren Zugang zur Natur. Das birgt Vorteile, wenn es um Abstandsregeln und die Vermeidung von erhöhten Aerosolkonzentrationen geht. Solange das Wetter mitspielt, kann hier kurzfristig in den eigenen Garten oder auf die angrenzende Weide ausgewichen werden, schildert Alina Wander von WaWiTo in Mecklenburg-Vorpommern. WaWiTo steht für „Wald“, „Wiese“ und die „Tollense“, den örtlichen Fluss. Die Natur spielt für das soziokulturelle Zentrum mit seinem Kunst- und Bildungsangebot eine übergeordnete Rolle. Dank dem NEUSTART Sofortprogramm sind die Akteur*innen in Tückhude nun auch mit Kamera, Aufnahmegeräten, Computern und Beamer ausgestattet und können dies für ihre Kulturarbeit mit Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen einsetzen. Alina Wander ist optimistisch: „Wir schaffen den Neustart! Dank digitaler Professionalisierung“.

Den Artikel ganz lesen: Weitere Momentaufnahmen aus Kultureinrichtungen im ländlichen Raum während des zweiten Lockdowns hier zum Nachlesen.

Der Artikel ist erschienen in der Zeitschrift SOZIOkultur zum Thema LAND.