10.09.2020
Stellenangebote

Kulturberater*in in Rheinland-Pfalz gesucht (Teilzeit oder Vollzeit)

Von:  Redaktion Stellenangebote

Die Landesarbeitsgemeinschaft Soziokultur & Kulturpädagogik in Rheinland-Pfalz (LAG) sucht ab 1. Januar 2021 oder früher zur Verstärkung ihres Teams

eine*n Kulturberater*in Teilzeit oder Vollzeit.

Die LAG ist der Dachverband soziokultureller Zentren und kulturpädagogischer Einrichtungen in Rheinland-Pfalz. Als Fachverband vertritt die LAG diesen Kulturbereich auf vielen Ebenen in ganz Rheinland-Pfalz. Über das von der LAG gegründete Kulturbüro Rheinland-Pfalz ist sie darüber hinaus bestens in die Kulturszene des Landes vernetzt.

Die Stelle der Kulturberatung der LAG steht Einzelpersonen, Vereinen, Initiativen und Einrichtungen insbesondere der freien Kulturszene zur Verfügung und umfasst insbesondere finanzielle sowie weitere Fragen der Kulturarbeit: inhaltliche, konzeptionelle, organisatorische, technische und politisch-administrative. Gefördert wird die Stelle mit Mitteln des Ministeriums für Wissenschaft, Weiterbildung und Kultur des Landes Rheinland-Pfalz mit dem Ziel, mithilfe professioneller Beratung und Begleitung Kulturträger bei der Bewältigung zukunftsrelevanter Aufgaben zu unterstützen.

Zum Aufgabenspektrum der* Berater*in gehört es, kulturelle Einrichtungen und Kulturschaffende zum Beispiel bei der Beantragung von Fördermitteln und bei der Suche nach geeigneten Förder-programmen zu unterstützen und sie mit anderen Kulturakteuren insbesondere im ländlichen Raum zu vernetzen. Die* Berater*in der LAG begleitet und berät Kulturschaffende und Organisationen schwerpunktmäßig im nördlichen Rheinland-Pfalz und in allen kulturellen Sparten. Darüber hinaus arbeitet die* Kulturberater*in eng mit der Geschäftsführung, dem Vorstand und den Mitgliedern der LAG Soziokultur & Kulturpädagogik sowie den weiteren Berater*innen des Landes Rheinland-Pfalz und dem Ministerium für Wissenschaft, Weiterbildung und Kultur zusammen.

Wir suchen eine Person mit guter Kenntnis der insbesondere freien Kulturszene sowie umfassenden Fachkenntnissen im Bereich Kulturmanagement, fundierter Erfahrung in der praktischen Kulturarbeit, ihrer Organisation und Finanzierung, mit ausgeprägten kommunikativen Fähigkeiten sowie einer wissenschaftlichen Ausbildung in kulturnahen Fächern oder einer vergleichbaren Qualifikation. Gewünscht sind eine einschlägige Beratungskompetenz zu den skizzierten und weiteren Themenfeldern sowie entsprechende Kenntnisse in der Organisationentwicklung, Arbeitsorganisation und Mitarbeiterführung. Eine entsprechende Ausbildung und erste berufliche Praxis als Berater*in/Coach*in sind ebenso vorteilhaft wie politisches Gespür und praktische Erfahrung sowie Wissen über die Zusammenarbeit von Haupt- und Ehrenamt.

Wir erwarten die Bereitschaft, Verantwortung für die kontinuierliche und selbstständige Begleitung von Beratungskund*innen zu übernehmen und in Ergänzung der eigenen fachlichen Schwerpunkte auch die spezifischen fachlichen Kompetenzen externer Expert*innen einzusetzen.

Wir bieten ein interessantes, abwechslungsreiches Arbeitsfeld, außerdem ein erfahrenes Team, das sich mit Neugier auf eine* neue* Kolleg*in einlässt und eine Bezahlung nach TV-L 11. Dienstsitz ist am wunderschönen Rhein in Lahnstein.

Wir können uns vorstellen, die Vollzeitstelle auch in zwei Teilzeitstellen zu 50% aufzuteilen. Geben Sie bei Ihrer Bewerbung also bitte an, welche Variante für Sie in Frage kommt.

Wir freuen uns auf aussagekräftige Bewerbungen bis zum 9. Oktober 2020. Senden Sie Ihre Bewerbungen bitte per E-Mail an Lukas Nübling: nuebling@kulturbuero-rlp.de. Bei Rückfragen zur Stelle wenden Sie sich gerne an Lukas Nübling unter 02621 / 62315-10.

Die Stellenanzeige als pdf: Stellenausschreibung-Kulturberatung

Weitere Artikel

05.03.2021
Zeitschrift SOZIOkultur

RHEINLAND-PFALZ: KulturGießerei Saarburg

In einem Streifzug durch die Republik zu exemplarischen Orten wird klar: Soziokulturelle Aktivitäten finden vielerorts in Gebäuden statt, die nicht als kulturelle Bauten geplant wurden. Wir haben uns umgesehen und stellen exemplarische Häuser vor.

RHEINLAND-PFALZ: KulturGießerei Saarburg

Als die Glockengießerei Mabilon Ende 2002 ihre Produktion aus Altersgründen aufgeben musste, verblieb ein Gebäudekomplex von großer kulturhistorischer Bedeutung, der im denkmalgeschützten Altstadtbereich der Stadt Saarburg seit 1770 ansässig ist. Bis zu fünf Tonnen schwere Glocken fanden ihren Weg von hier aus quer durch Europa in die ganze Welt. Doch was sollte mit dem anerkannten Denkmal passieren?

Eine Nutzung als Museum und Veranstaltungsstätte lag nahe in einer Region, für die Kultur und Tourismus enorme Bedeutung haben. Mit weiteren Standbeinen im Bereich der sozialen Arbeit und der Bildung entwickelte der Trägerverein, KulturGießerei Saarburg – Lokales Bündnis für Familie e.V., ein soziokulturelles Gesamtkonzept. Es beruht auf einer kompletten inhaltlichen Vernetzung – ganz im Sinne des Leitbildes „Wir machen uns stark für Familien“ und ist auf Vielfalt, bürgerschaftliches Engagement und demokratisches Miteinander ausgerichtet. Der Erfolg beruht auf der hohen Identifikation der Menschen mit dem Ort, langem Atem, großer Akzeptanz auch bei Entscheidungsträgern sowie der Anbindung an kommunale Strukturen.

Text: Dr. Anette Barth
KulturGießerei in Saarburg heute. Foto © KulturGießerei

www.kulturgiesserei-saarburg.deKulturgießerei auf Facebook

Der Artikel erschien in der Zeitschrift SOZIOkultur zur Thema HÄUSER. Hier die Ausgabe zum Download.

Mehr lesen
04.03.2021
Stellenangebote

Projektmanagement / Sachbearbeitung und Veranstaltungsorganisation w / m / d bei BDAT e.V.

Bund Deutscher Amateurtheater e.V. (BDAT) sucht eine Person für Projektmanagement / Sachbearbeitung und Veranstaltungsorganisation (w / m / d) am Arbeitsort Berlin. Bewerbung bis bis spätestens 19. März 2021. Die Stelle wird als Vertretung für Mutterschutz und Elternzeit ausgeschrieben und ist bis voraussichtlich 30.09.2022 befristet. Bei Interesse kann für 2021 eine Aufstockung auf Vollzeit (39 h) durch Mitarbeit in einem anderen Projekt des BDAT erfolgen.
Mehr lesen
03.03.2021
Zeitschrift SOZIOkultur

NIEDERSACHSEN: Theater der Nacht, Northeim

Soziokulturelle Aktivitäten finden vielerorts in Gebäuden statt, die nicht als kulturelle Bauten geplant wurden. Wir haben uns umgesehen und stellen in einem Streifzug durch die Republik exemplarische Häuser vor.

NIEDERSACHSEN: Theater der Nacht, Northeim

Wir, Heiko und Ruth Brockhausen, waren mit dem Theater der Nacht seit 1988 als Tourneetheater unterwegs. Da fiel uns 1994 die leerstehende Northeimer Feuerwache ins Auge. Der Standort in den Wallanlagen neben der alten Stadtkirche schien uns optimal. Wir überlegten, wie das Haus aussehen sollte. Aber unsere Vorstellungen wurden mit Skepsis betrachtet. Von „Wolkenkuckucksheim“ war die Rede oder „aufgeregter Architektur“. Die Denkmalpflege erhob Einwände wegen der Nähe zur denkmalgeschützten Kirche.

Nach vier Jahren Überzeugungsarbeit und harten Verhandlungen bekamen wir im Mai 1999 doch noch eine Finanzierung beisammen und konnten mit dem Umbau beginnen. Am 11.8.2001 haben wir mit einem rauschenden Fest die Eröffnung gefeiert. Wir haben seither unser Angebot stetig erweitert, 2014 noch einmal Werkstatträume angebaut. Die Vorstellungen, Kurse und Projekte werden gut angenommen – beziehungsweise wurden. Seit März 2020 sind wir ja durch die pandemiebedingten Schließungen extrem betroffen und wissen nicht, wie wir das Jahr überleben werden.

Text: Ruth Brockhausen

www.theater-der-nacht.de  – Theater der Nacht auf Facebook

Der Artikel erschien in der Zeitschrift SOZIOkultur zur Thema HÄUSER. Hier die Ausgabe zum Download.

Mehr lesen
01.03.2021
Zeitschrift SOZIOkultur

BRANDENBURG: Kunsthaus Strodehne

Soziokulturelle Aktivitäten finden vielerorts in Gebäuden statt, die nicht als kulturelle Bauten geplant wurden. Wir haben uns umgesehen und stellen in einem Streifzug durch die Republik exemplarische Häuser vor.

BRANDENBURG: Kunsthaus Strodehne

Die Geschichte des Vereins Kunsthaus Strodehne e.V. begann zu DDR-Zeiten, als die Stadt Rhinow einer Gruppe junger Potsdamer Künstler*innen ein Haus in Strodehne im Havelland zur Verfügung stellte. Das erste „Sommerseminar für Bildende Künste“ fand 1988 statt. Erst 1991 wurde der Verein gegründet, der seinen Sitz in Potsdam hat, wo er auch das soziokulturelle Zentrum Waschhaus mit aufbaute.

Das Kunsthaus in Strodehne übernahm der Verein ab 2004 von der Stadt Rhinow langfristig in Erbbaupacht. In den 1990er Jahren war es mit viel Engagement der Vereinsmitglieder umfassend saniert und die Hofscheune zum Atelier umgebaut worden. Bis heute finden hier sowohl professionelle Künstler*innen als auch Kinder- und Jugendgruppen ideale Bedingungen für die künstlerische Produktion. Darüber hinaus hat der Verein einen Skulpturenpfad am Rande des umliegenden Naturschutzgebiets geschaffen, er veranstaltet seit 1995 eine Konzertreihe in der Strodehner Dorfkirche und ist Träger des Projekts „Schulhausroman“ in Brandenburg. Seine Arbeit leistet er fast ausschließlich ehrenamtlich.

Text: Michael Wegener

www.kunsthaus-strodehne.de  – Kunsthaus Strodehne auf Facebook

Der Artikel erschien in der Zeitschrift SOZIOkultur zur Thema HÄUSER. Hier die Ausgabe zum Download.

Mehr lesen