14.10.2021
Veranstaltung

Deutscher Jazzpreis 2022 Bewerbungsphase gestartet

Am 11. Oktober ist die Bewerbungsphase für den Deutschen Jazzpreis 2022 gestartet. Der Deutsche Jazzpreis prämiert seit 2021 herausragende künstlerische Leistungen der nationalen und internationalen Jazzszene in 31 Kategorien. Realisiert wird er von der Initiative Musik mit Projektmitteln der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien. Das Konzept des Deutschen Jazzpreises wurde gemeinsam mit einem von Kulturstaatsministerin Prof. Monika Grütters berufenen Beirat, der sich aus Vertreter*innen der Jazzszene zusammensetzt, entwickelt.

Bewerbungen einreichen

Bis zum 30. November 2021 können auf der Webseite des Deutschen Jazzpreises Bewerbungen in elf Kategorien eingereicht werden, zum Beispiel für nationale wie internationale Alben des Jahres Instrumental oder Vokal sowie für Debüt-Alben. Darüber hinaus sind Einreichungen für Rundfunkproduktionen, das Festival des Jahres, die besten Kompositionen sowie Arrangements und besondere journalistische Leistungen möglich. Zur Einreichung berechtigt sind Künstler*innen, die an der Produktion beteiligt sind, genauso wie Labels, Verlage, Rundfunkanstalten, Managements und Promoter*innen sowie Komponist:innen, Arrangeur*innen und Autor*innen journalistischer Beiträge.

Tina Sikorski, Geschäftsführerin Initiative Musik: »Mit dem Deutschen Jazzpreis werden seit 2021 nicht nur die herausragendsten nationalen und internationalen Musiker*innen ins Rampenlicht gerückt, es geht auch darum, der gesamten Jazzszene ein Podium zu geben. Bei der jetzt beginnenden Vorauswahl setzen wir auf zwei unterschiedliche Ansätze, um die besondere Vielfalt im Jazz bestmöglich abzubilden. Daher ist in insgesamt elf Kategorien eine Bewerbung möglich. Die Vorschläge für die weiteren Nominierungen erfolgen durch die jeweiligen Fachjurys.«

Eingereicht werden können künstlerische Leistungen, die im Zeitraum vom 11. Januar 2021 bis 30. November 2021 erbracht wurden bzw. noch erbracht werden.

Preisverleihung

In 31 Kategorien werden beim Deutschen Jazzpreis besondere nationale wie internationale künstlerische Leistungen im Jazz prämiert. Im Mittelpunkt stehen dabei die Musiker*innen, für die es in der Hauptkategorie 1: Künstlerinnen und Künstler insgesamt 17 Auszeichnungen geben wird. Darüber hinaus werden in vier weiteren Hauptkategorien 14 Auszeichnungen für Aufnahme/Produktion, Live, Komposition/Arrangement sowie drei Sonderpreise verliehen. Die Auszeichnungen sind mit 10.000 Euro dotiert.

Der Deutsche Jazzpreis 2022 wird in der Freien Hansestadt Bremen verliehen. Die Preisverleihung findet am Mittwoch, dem 27. April 2022 am Vorabend der jazzahead! statt. Die größte Jazz-Fachmesse der Welt mit über 3.400 Fachgästen aus über 60 Ländern gilt als weltgrößter Branchentreff des Jazz.

weiterentwickeltes Konzept

Nach der erfolgreichen Premiere des Deutschen Jazzpreises wurde das Konzept evaluiert und auf Empfehlung des Beirates weiterentwickelt. So werden beispielsweise die Kategorien „Künstler:in des Jahres“ und „Künstler:in des Jahres international“ stärker hervorgehoben. Dazu kommen Verfahrensverbesserungen und Klarstellungen unter anderem für die Kategorien „Komposition des Jahres“, „Arrangement des Jahres“ und „Club des Jahres“. Die letztgenannte Kategorie wurde zum einen in „Spielstätte des Jahres“ umbenannt und zum anderen werden zukünftig die Nominierungen, zu denen neuerdings auch Jazzreihen zählen können, auf Vorschlag der Jurymitglieder ermittelt. Im Anschluss erfolgt eine Wahl durch die Mitglieder der Deutschen Jazzunion. Auch zukünftig soll der Preis fortlaufend evaluiert werden. Darüber hinaus werden weiter Rückmeldungen und Vorschläge aus dem steten Dialog mit der Jazzszene in die kontinuierliche Weiterentwicklung des Deutschen Jazzpreises einfließen.

Neu im Beirat

Für den Deutschen Jazzpreis wurde von Kulturstaatsministerin Monika Grütters ein 13-köpfiger Fachbeirat berufen, der an der Weiterentwicklung des Konzeptes, der Besetzung der Fach- und Hauptjury und Durchführung des Deutschen Jazzpreises mitwirkt. Neu in den Beirat berufen werden die Musikerin und Kulturmanagerin Lisa Tuyala und der Musikwissenschaftler und Dozent Dr. Harald Kisiedu.

Weiterführende Informationen

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