Nachdem durch das Soforthilfeprogramm NEUSTART bereits viele in Not geratene Einrichtungen der hiesigen Kulturlandschaft unterstützt werden konnten, ist mit NEUSTART KULTUR ein weiteres Förderprogramm angelaufen, das zum Erhalt der bundesweiten Kulturlandschaft beitragen soll. Der Bundesverband Soziokultur ist eine der mittelausreichenden Stellen.

Die Covid-19-Pandemie und die mit ihr einhergehenden Einschränkungen im öffentlichen Leben stellen viele Kultureinrichtungen vor existenzielle Probleme. Die ohnehin schon häufig wackelige Finanzierungsgrundlage zahlreicher Häuser und Initiativen ist durch die entstandenen (und vorerst andauernden) Einnahmeverluste so stark ins Wanken geraten, dass sie vielerorts droht, unter den Füßen der Akteur*innen wegzubrechen und jahre-, wenn nicht gar jahrzehntelange Kulturarbeit mit in die Tiefe zu reißen. Eine Milliarde Euro aus dem am 3. Juni 2020 von der Bundesregierung beschlossenen Konjunktur- und Krisenbewältigungspaket sollen einen solchen kulturellen Kahlschlag verhindern und die Kultureinrichtungen zur Wiedereröffnung ihrer Häuser und zur Wiederaufnahme ihrer Programme und Aktivitäten befähigen sowie ihren Weiterbetrieb sichern.

Zur Umsetzung dieses Ziels hat die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM) Monika Grütters das Rettungspaket NEUSTART KULTUR aufgelegt – ein vierteiliges Förderprogramm, das Kultureinrichtungen und -akteur*innen, die ihre Mittel überwiegend selbst erwirtschaften, dabei unterstützen soll, eine Perspektive für den Kulturbetrieb unter Pandemiebedingungen zu entwickeln.Der Bundesverband Soziokultur ist im Rahmen von NEUSTART KULTUR an zwei Programmbereichen als mittelausgebende Stelle beteiligt.

Investitionen in Schutzmaßnahmen

Im Bereich „Zentren“ des Programmteils „Pandemiebedingte Investitionen in Kultureinrichtungen“ stehen einmalig Mittel in Höhe von bis zu 25 Millionen Euro zur Verfügung. Hier besteht für Kulturzentren, Literaturhäuser, soziokulturelle Zentren und Initiativen die Möglichkeit, eine Förderung für Investitionen in Schutzmaßnahmen zu erhalten, die die Ansteckungsgefahr für Mitarbeitende und Besucher*innen vor Ort reduzieren, etwa für die Beschaffung von Reinigungs- und Infektionsschutzausstattung oder für den Einbau von Belüftungssystemen.

Auch weitere zukunftsgerichtete Investitionen zur Stärkung der Attraktivität der Kultureinrichtungen bei Wiedereröffnung und Weiterbetrieb, beispielsweise eine Ausstattung für Open-Air-Formate oder die Veränderung von Nutz­flächen, die – je nach Situation – auch unter Pandemiebedingungen den (eingeschränkten) Betrieb ermög­lichen, sind förderfähig. Bei der Umsetzung der Maßnahmen sind die geförderten Einrichtungen nicht nur angehalten, wirtschaftlich zu handeln, sondern – ganz im Sinne soziokultureller Werte – auch ökologische und soziale Aspekte zu berücksichtigen.

Bereits in den ersten Tagen wurden mehr als sieben Millio­nen Euro beantragt. Die Nachfrage reißt nicht ab. Täglich gehen weitere Anträge auf Förderung aus allen Bundesländern ein. Nach den Erfahrungen mit dem Soforthilfeprogramm NEUSTART, welches von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien zweimal aufgestockt werden musste, hat sich der Bundesverband Soziokultur erfolgreich für die Bereitstellung von ausreichend finan­ziellen Mitteln in diesem Förderprogramm stark gemacht.

Infrastruktur erhalten, Kulturproduktion wieder aufnehmen

Neben der Förderung von Investitionen kann beim Bundesverband auch die Förderung von Programmarbeit beantragt werden. In der Einzelmaßnahme „Programm“ stehen für Kulturzentren und soziokulturelle Zentren sowie weitere Einrichtungen und Initiativen, die einen kulturellen Schwerpunkt aufweisen und deren Aktivitätsprofil dem eines Kulturzentrums oder soziokulturellen Zentrums entspricht, bis zu 15 Millionen Euro Fördermittel aus dem Gesamtfördervolumen des Programmteils „Erhaltung und Stärkung der Kulturinfrastruktur“ zur Verfügung.

Die obersten Ziele dieses Programmteils sind die Erhaltung und Stärkung der Kulturinfrastruktur sowie der Wiederbeginn örtlicher Kulturproduktion. Eine funktionierende Infrastruktur und Kulturproduktion in Kulturzentren vor Ort sind für ein gelingendes Zusammenleben fundamental. Die Teilhabe und die Begegnung breiter, teilweise fragiler Zielgruppen und künstlerischer Akteur*innen, die über wenig Ressourcen und Resilienz in Krisenzeiten verfügen, sind wichtige Stützpfeiler des soziokulturellen Anspruchs, ästhetische, politische und kulturelle Bildung zu vermitteln und „Kultur von allen für alle“ zu schaffen. Diese Teilhabe- und Begegnungsformen gilt es zu erhalten.

Ziel ist die Erhaltung und Stärkung der Kulturinfrastruktur und der Wiederbeginn der Kulturproduktion.

Viele Kulturzentren, soziokulturelle Zentren und Initiativen weisen prekäre Strukturen auf, die nach der aktuellen Krise akut wegzubrechen drohen. Wegen ihres signifikanten Beitrags zur demokratischen Charakter- und Meinungsbildung im Allgemeinen und nicht zuletzt auch wegen ihrer hohen Bedeutung für ländliche, strukturschwache Räume und städtische Problemquartiere im Besonderen gilt es, diese Einrichtungen in ihrem Bestreben zu unterstützen, ihren Fortbestand zu sichern. Diese Kultureinrichtungen sollen auch in Zeiten der Krise ihren kulturellen Auftrag erfüllen können und als Orte der Begegnung und Teilhabe mit künstlerischen und kulturellen Mitteln zur Verbesserung der Lebensbedingungen der Menschen beitragen.

Mit der Einzelmaßnahme „Programm“ sollen die antragsberechtigten Kultureinrichtungen dabei unterstützt werden, in Zeiten der Covid-19-Pandemie und der mit ihr verbundenen Regelungen und Auflagen ihre Programmarbeit wieder aufnehmen zu können.

Zur Programmarbeit zählen sowohl einzelne Veranstaltungen als auch kontinuier­liche Angebote wie Kurse, Workshops und offene Treffs. Sämtliche kulturellen Angebote erfordern aufgrund der pandemiebedingten Regelungen und Auflagen gründlich ausgearbeitete Konzepte, die modellhaft entwickelt und erprobt werden müssen.

Der Bundesverband Soziokultur begrüßt das mit der Bereitstellung der „Kulturmilliarde“ verknüpfte Bekenntnis der Bundesregierung, dass Kultur auch in Krisenzeiten kein Luxus ist, sondern unverzichtbare Voraussetzung für gesellschaftlichen Zusammenhalt und demokratische Teilhabe. Der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien ist es zu danken, dass die zentrale Rolle der Soziokultur in diesem Zusammenhang anerkannt und es dem Bundesverband im Rahmen von NEUSTART KULTUR ermöglicht wird, den Einrichtungen der Soziokultur, aber auch den uns verbundenen Einrichtungen der Kulturzentren und Literaturhäuser in diesen schwierigen Zeiten beratend zur Seite zu stehen und unser Know-how in ihrem Sinne einzusetzen. Wir freuen uns sehr, dass wir alle gemeinsam zukunfts- und lösungsorientiert daran arbeiten, dass die (Sozio-) Kultur auch diese Krise übersteht und nach dem Neustart mit voller Kraft ihre Arbeit wieder aufnehmen kann.

Sowohl im Bereich „Zentren“ als auch im Bereich „Programm“ ist es noch bis spätestens 31.10.2020 möglich, einen Antrag auf Förderung zu stellen. Die Antragsfrist endet vorzeitig, wenn die Mittel erschöpft sind.

Dr. Thomas Gaens ist Projektleiter von NEUSTART KULTUR.

Weitere Informationen inklusive der FAQ zu beiden Bereichen, die Fördergrundsätze zum Programmteil „Pandemiebedingte Investitionen in Kultureinrichtungen“ und die Ausschreibung zur Maßnahme „Programm“ finden sich auf der Projektwebsite www.neustartkultur.de, über die auch die Antragstellung möglich ist. Das Team von NEUSTART KULTUR beim Bundesverband Soziokultur e. V. berät interessierte Kultureinrichtungen gerne per Telefon oder E-Mail und ist zu erreichen unter 030.2 35 93 05-80 und soziokultur@neustartkultur.de (Bereich „Zentren“) bzw. unter 030.2 35 93 05-70 und programm@neustartkultur.de (Bereich „Programm“). | www.neustartkultur.de

Der Verein 23 e.V. zur Förderung intermedialen Kulturaustausches e.V. sucht zum nächstmöglichen Zeitpunkt eine*n

Geschäftsführer*in für den Güterbahnhof Bremen – Areal für Kunst und Kultur (32 Wochenstunden)

Der gemeinnützige Verein 23 ist Generalmieter des 36.000 qm großen Kunst- und Kulturprojekts Güterbahnhof Bremen. Seit Beginn der künstlerisch-kulturellen Bewirtschaftung des Geländes durch den Verein 23 hat sich die spartenübergreifende Produktions-, Probe- und Arbeitsstätte als zentraler Standort der freien Bremer Kunst- und Kulturszene etabliert. Aktuell wird der Güterbahnhof von mehr als 200 Künstler*innen / Kreativen genutzt, die hier ihren Arbeitsmittelpunkt oder Produktionsbereich haben. Kontinuierlich finden Kunst- und Kulturprojekte wie Ausstellungen, Performances, Theateraufführungen, Workshops, Tagungen und Konzerte statt.

Aufgaben:

 

Fachliche Anforderungen:

Bei uns erwartet die neue Geschäftsführung (w/m/d)

Ein ausgeprägtes Interesse für das Gesamtprojekt setzten wir selbstverständlich voraus.

Die Bewerbungsfrist endet am Freitag, 09. Oktober 2020. Wir bitten, die Bewerbung mit Nennung der Honorar- bzw. Gehaltsvorstellung an folgende Email-Adresse zu senden.

Der Verein 23 strebt eine Erhöhung des Anteils weiblicher / diverser Angestellten an. Besonders Frauen und diverse Personen sind gebeten, sich zu bewerben.

Wir weisen darauf hin, dass der Arbeitsplatz nicht barrierefrei ist.

Die personenbezogenen Daten werden für dieses Bewerbungsverfahren im System des Verein 23 e.V. gespeichert. Ein Widerruf der Einwilligung zur Speicherung der Daten ist jederzeit möglich. Nach Abschluss dieses Verfahrens werden die Daten gelöscht.

Wir machen darauf aufmerksam, dass im Rahmen des Auswahlverfahrens entstandene Reisekosten leider nicht erstattet werden können.

Kontakt:

Für telefonische Auskünfte steht Thomas Hartmann (Geschäftsführer) unter der Telefonnummer 0421/168 99 0 92 zur Verfügung.

Kontakt per Email

Verein 23 zur Förderung intermedialen Kulturaustausches e.V.
Künstlerhaus Güterbahnhof
Beim Handelsmuseum 9
28195 Bremen

Die Stellenanzeige als pdf: Ausschreibung GF-Stelle

Die Landesarbeitsgemeinschaft Soziokultur & Kulturpädagogik in Rheinland-Pfalz (LAG) sucht ab 1. Januar 2021 oder früher zur Verstärkung ihres Teams

eine*n Kulturberater*in Teilzeit oder Vollzeit.

Die LAG ist der Dachverband soziokultureller Zentren und kulturpädagogischer Einrichtungen in Rheinland-Pfalz. Als Fachverband vertritt die LAG diesen Kulturbereich auf vielen Ebenen in ganz Rheinland-Pfalz. Über das von der LAG gegründete Kulturbüro Rheinland-Pfalz ist sie darüber hinaus bestens in die Kulturszene des Landes vernetzt.

Die Stelle der Kulturberatung der LAG steht Einzelpersonen, Vereinen, Initiativen und Einrichtungen insbesondere der freien Kulturszene zur Verfügung und umfasst insbesondere finanzielle sowie weitere Fragen der Kulturarbeit: inhaltliche, konzeptionelle, organisatorische, technische und politisch-administrative. Gefördert wird die Stelle mit Mitteln des Ministeriums für Wissenschaft, Weiterbildung und Kultur des Landes Rheinland-Pfalz mit dem Ziel, mithilfe professioneller Beratung und Begleitung Kulturträger bei der Bewältigung zukunftsrelevanter Aufgaben zu unterstützen.

Zum Aufgabenspektrum der* Berater*in gehört es, kulturelle Einrichtungen und Kulturschaffende zum Beispiel bei der Beantragung von Fördermitteln und bei der Suche nach geeigneten Förder-programmen zu unterstützen und sie mit anderen Kulturakteuren insbesondere im ländlichen Raum zu vernetzen. Die* Berater*in der LAG begleitet und berät Kulturschaffende und Organisationen schwerpunktmäßig im nördlichen Rheinland-Pfalz und in allen kulturellen Sparten. Darüber hinaus arbeitet die* Kulturberater*in eng mit der Geschäftsführung, dem Vorstand und den Mitgliedern der LAG Soziokultur & Kulturpädagogik sowie den weiteren Berater*innen des Landes Rheinland-Pfalz und dem Ministerium für Wissenschaft, Weiterbildung und Kultur zusammen.

Wir suchen eine Person mit guter Kenntnis der insbesondere freien Kulturszene sowie umfassenden Fachkenntnissen im Bereich Kulturmanagement, fundierter Erfahrung in der praktischen Kulturarbeit, ihrer Organisation und Finanzierung, mit ausgeprägten kommunikativen Fähigkeiten sowie einer wissenschaftlichen Ausbildung in kulturnahen Fächern oder einer vergleichbaren Qualifikation. Gewünscht sind eine einschlägige Beratungskompetenz zu den skizzierten und weiteren Themenfeldern sowie entsprechende Kenntnisse in der Organisationentwicklung, Arbeitsorganisation und Mitarbeiterführung. Eine entsprechende Ausbildung und erste berufliche Praxis als Berater*in/Coach*in sind ebenso vorteilhaft wie politisches Gespür und praktische Erfahrung sowie Wissen über die Zusammenarbeit von Haupt- und Ehrenamt.

Wir erwarten die Bereitschaft, Verantwortung für die kontinuierliche und selbstständige Begleitung von Beratungskund*innen zu übernehmen und in Ergänzung der eigenen fachlichen Schwerpunkte auch die spezifischen fachlichen Kompetenzen externer Expert*innen einzusetzen.

Wir bieten ein interessantes, abwechslungsreiches Arbeitsfeld, außerdem ein erfahrenes Team, das sich mit Neugier auf eine* neue* Kolleg*in einlässt und eine Bezahlung nach TV-L 11. Dienstsitz ist am wunderschönen Rhein in Lahnstein.

Wir können uns vorstellen, die Vollzeitstelle auch in zwei Teilzeitstellen zu 50% aufzuteilen. Geben Sie bei Ihrer Bewerbung also bitte an, welche Variante für Sie in Frage kommt.

Wir freuen uns auf aussagekräftige Bewerbungen bis zum 9. Oktober 2020. Senden Sie Ihre Bewerbungen bitte per E-Mail an Lukas Nübling: nuebling@kulturbuero-rlp.de. Bei Rückfragen zur Stelle wenden Sie sich gerne an Lukas Nübling unter 02621 / 62315-10.

Die Stellenanzeige als pdf: Stellenausschreibung-Kulturberatung

Mit bis zu 25 Millionen Euro unterstützt die Bundesregierung ab sofort Kulturzentren, Literaturhäuser und soziokulturelle Zentren bei notwendigen Investitionen, damit sie ihren Betrieb während der Corona-Krise wieder aufnehmen können. Gefördert werden unter anderem Schutzmaßnahmen im Kassen- und Sanitärbereich oder der Einbau von Lüftungsanlagen. Pro Einrichtung kann mit bis zu 100.000 Euro geholfen werden. Die Förderlinie ist Teil des großen Konjunkturprogramms NEUSTART KULTUR.

Das von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien verantwortete NEUSTART KULTUR-Programm für Corona-bedingte Umbaumaßnahmen zielt auf einen Neubeginn des kulturellen Lebens in Deutschland in Zeiten von Corona und danach. Kultureinrichtungen in ganz Deutschland sollen bei der Wiedereröffnung ihrer Häuser und Wiederaufnahme ihrer Programme und Aktivitäten unterstützt werden. Dadurch soll neben der dringend notwendigen Wiedergewinnung eines vielfältigen Kulturangebots auch wieder eine Beschäftigungs- und Erwerbsperspektive für Kulturschaffende entstehen.

Kulturstaatsministerin Monika Grütters: „Oft sind es gerade die kleinen und mittelgroßen Einrichtungen, die noch für ein kulturelles Angebot direkt vor Ort sorgen, insbesondere im ländlichen Raum. Als Orte der Begegnung bringen Kulturzentren, Literaturhäuser oder soziokulturelle Zentren ganz unterschiedliche Bevölkerungsgruppen zusammen. Damit stärken sie neben dem nachbarschaftlichen vor allem auch den gesellschaftlichen Zusammenhalt eines Stadtteils oder einer Kommune. Diese wichtige kulturelle Basisarbeit darf nicht durch die Corona-Pandemie verloren gehen. Deshalb unterstützen wir sie dabei, ihren Betrieb unter den veränderten Bedingungen fortzusetzen und so auch Arbeitsplätze zu sichern.“

Die Fördergrundsätze und Antragsformulare stehen ab sofort auf der Programm-Webseite zur Verfügung. Die Anträge werden entsprechend der Reihenfolge ihres Eingangs bearbeitet. Die Antragstellung erfolgt über ein Online-Antragsportal. Zur Information finden Sie die Antragsinhalte als pdf-Musterformular hier

Weitere Informationen zum Konjunkturprogramm NEUSTART KULTUR finden Sie unter www.kulturstaatsministerin.de/neustartkultur

Lesen Sie hier die Pressemitteilung der BKM, Prof. Monika Grütters, als pdf-Datei: CDR_20-09-01 PM NEUSTART Soziokultur

Die Auf Carl gGmbH in Essen sucht zum nächstmöglichen Termin eine*n

Geschäftsführer*in (m/w/d)

für das soziokulturelle Zentrum Zeche Carl in Essen.

  

Das Zentrum

Die Zeche Carl versteht sich seit 1978 als soziokulturelles Zentrum – ein Ort der Begegnung, der Kultur, des Selbermachens, der Kommunikation, der Information und der Teilhabe. Dabei steht die Förderung von Kunst und Kultur sowie der Jugend und Bildung im Vordergrund. Durch ihre industrielle Geschichte und vorbildliche nach-industrielle Nutzung ist CARL. fest im Stadtteil und Essener Norden verwurzelt bei gleichzeitig weitreichender überregionaler Ausstrahlung. Die zahlreichen Partner aus Kultur und Bildung sowie sozialen Einrichtungen und Organisationen, Vereinen und Gruppen haben Einfluss auf die Entwicklung der Zeche Carl. Das Zentrum befindet sich im ehemaligen Casino-gebäude des denkmalgeschützten Zechenensembles, welches im Besitz der Stadt Essen ist.

Programmatisch verfolgt CARL. drei Arbeitsbereiche, die oftmals ineinander greifen: ein mehrspartiges Bühnenprogramm, eine vielfältige Angebotsstruktur für und mit dem Essener Norden (Stadtteilarbeit) sowie eine umfangreiche kulturelle Projektarbeit in den Bereichen der Vermittlung, Partizipation und kulturellen Bildung. Alle Arbeitsbereiche richten sich grundsätzlich an Menschen aller sozialen Schichten, Generationen und Nationalitäten und sollen möglichst niederschwellig sein. Insgesamt finden jährlich ca. 300 Veranstaltungen (in 2019 mit ca. 100.000 Besucher*innen/ Nutzer*innen) sowie wöchentlich im Schnitt 20 Kurse, Workshops, Runde Tische, Tagungen, Sonderprojekte u.v.m. in der Zeche Carl statt.

Seit 2009 ist die Auf Carl gGmbH Träger des Zentrums mit zurzeit 12 Hauptamtlichen in Voll- und Teilzeit, einer Auszubildenden sowie ca. 20 Minijobber*innen. Die Finanzierung erfolgt durch eigenerwirtschaftete Mittel, Projektgelder sowie einen jährlichen Betriebskostenzuschuss durch die Kulturbehörde der Stadt Essen.

  

Ihre Aufgaben:

 

Ihr Profil:

Wir erwarten von Ihnen:

 

Wir bieten Ihnen:

 

Die Vergütung orientiert sich an branchenüblichen Gehältern.

Der/Die Geschäftsführer*in wird zunächst für fünf Jahre bestellt.

 

Wir freuen uns auf Ihre Bewerbung! Diese bitte mit aussagefähigen Unterlagen sowie Nennung Ihres frühestmöglichen Einstiegstermins ausschließlich elektronisch (bitte in einer PDF mit einer maximalen Größe von 5 MB) an den Vorstand des Gesellschaftervereins: vorstand@zechecarl.de

 

Bewerbungsfrist: 20. September 2020

 

Die Stellenausschreibung als pdf mit allen relevanten Kontaktdaten: 2020_Stellenausschreibung_Geschaeftsfuehrung_Zeche-Carl

 

 Hinweis zum Datenschutz Mit Ihrer Bewerbung erklären Sie sich einverstanden, dass Ihre personenbezogenen Daten vorübergehend gespeichert und zur Abwicklung des Bewerbungs- und ggf. eines Einstellungsverfahrens gespeichert werden. Wir behandeln diese Daten mit größter Sorgfalt nach den gesetzlichen Bestimmungen zum Datenschutz.

GEMEINSAME PRESSEMITTEILUNG

Live-Musikspielstätten und soziokulturelle Einrichtungen sind ein integraler Bestandteil des kulturellen Lebens in Städten und Gemeinden. Als wichtige Experimentier-, Bildung-und Begegnungsräume in der Gemeinde sind sie ein elementarer Bestandteil gesellschaftlichen Lebens. In den wachsenden, sich zunehmend verdichteten Ballungsräumen führt aber die heranrückende Wohnbebauung zunehmend zu Konflikten, die letztendlich zwischen den Betreibern der Musikspielstätten und soziokulturellen Einrichtungen und den Anwohnern ausgetragen werden.

Die Bundesstiftung Baukultur, der Bundesverband deutscher Wohnungs-und Immobilienunternehmen (GdW), der LiveMusikKommission Verband der Musikspielstätten in Deutschland e.V. und der Bundesverband Soziokultur e.V. haben in einem gemeinsamen Positionspapier Handlungsempfehlungen formuliert, mit dem Ziel, die rechtlichen Rahmenbedingungen dahingehend zu verändern, dass sowohl die Interessen der Betreiber der Kultureinrichtungen als auch die der Anwohnerinnen und Anwohner angemessen berücksichtigt werden.

Das Positionspapier als pdf-Download: 200828_Positionspapier-WohnenArbeitenKultur

Die Pressemitteilung als pdf-Download: 200828_PM-WohnenArbeitenKultur