Vorhang auf, Bühne frei … so heißt es nicht nur in Opernhäusern und großen Theatern, sondern auch in soziokulturellen Einrichtungen. Da in den Kulturzentren die Szenenflächen oft eher kleiner sind, auf denen die unzähligen Veranstaltungen stattfinden, stellt der Gesetzgeber auch hier einige Anforderungen an die Sicherheit. Regelmäßig bietet der Bundesverband Soziokultur Seminare zur Sicherheit von/bei Veranstaltungen in soziokulturellen Zentren an.

Im Seminar von 25. – 27. Januar 2022 im Kulturzentrum Alte Feuerwache e.V. in Köln/ Nordrhein gibt es noch wenige freie Plätze.

SEMINARINHALT

REFERENT

Thomas Schiffmann ist Meister für Veranstaltungstechnik und technischer Betriebswirt. Nach Tätigkeiten für verschiedene Veranstaltungstechnik-Firmen und den Bayerischen Rundfunk hat er zwischen 2004 und 2011 die Abteilung Veranstaltungstechnik im Kulturzentrum E-Werk (Erlangen) geleitet. Mittlerweile ist er dort in der Verwaltung tätig, kümmert sich aber weiterhin u. a. um den organisatorischen Brandschutz, Fragen rund um die Besuchersicherheit und die Planung der Notfallorganisation.

ZIELGRUPPE

Das Seminar ist konzipiert für Mitarbeiter*innen von soziokulturellen Zentren, die mit der (technischen) Durchführung von Veranstaltungen betraut sind. Sinnvoll ist die Teilnahme auch für Mitarbeiter*innen in der Verwaltung und Leitung, die für die Personalauswahl für Veranstaltungen verantwortlich sind.

Weitere Informationen hier.

Am 03.09.2021 fand die erste von drei Videokonferenzen zur Antragsberatung im Rahmen der zweiten Ausschreibungsrunde NEUSTART KULTUR – Programm statt. Über 100 Teilnehmer*innen nutzten die Veranstaltung, um sich bei dieser Gelegenheit einen Überblick über die Rahmenbedingungen des Förderprogramms zu verschaffen und Fragen an unser Team zu stellen.

Die Aufzeichnung steht ab sofort hier zur Verfügung

Das Video ist in 4 Kapitel unterteilt:

Teil 1: Vorstellung des Programms
Teil 2: Kosten- und Finanzierungsplan
Teil 3: Antragsportal
Teil 4: Antworten auf Fragen

In Teil 4 beantwortet das Team von NEUSTART KULTUR – Programm 2 Fragen wie

Weitere Videokonferenz zur Antragsberatung

Es folgt ein weiterer Termin zur öffentlichen Antragsberatung, zu dem wir herzlich einladen:

Dienstag, 14.09.2021, 14-16 Uhr via ZOOM

Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Die Videokonferenz wird voraussichtlich aufgezeichnet.

Weitere Informationen unter www.soziokultur.neustartkultur.de/programm2

_____________________________________________________

Achtung: Durch Klick auf Video-Links oder Screenshots werden Sie zu YouTube.com weitergeleitet. Dort gelten die Regeln und Richtlinien von YouTube.

Das Bundesnetzwerk Bürgerschaftliches Engagement (BBE) veröffentlicht regelmäßig Dossiers zu Themen, die in der Zivilgesellschaft besonders diskutiert werden. Die Dossiers geben einen Einblick in die Entwicklung der jeweiligen Diskurse und sollen die weiteren fachlichen, engagement- und demokratiepolitischen Diskussionen zu dem jeweiligen Thema vertiefen und voranbringen.

Soziokultur langfristig absichern

Das aktuelle Dossier „Zivilgesellschaft und Bundestagswahl 2021“ dokumentiert engagement- und demokratiepolitische Positionierungen und Forderungen zur Bundestagswahl 2021 aus der Zivilgesellschaft. Der Bundesverband Soziokultur verweist in seinem Beitrag „Soziokultur langfristig absichern“ darauf, wie die Zukunft (sozio-)kultureller Praxis gestärkt werden kann und muss: Die finanzielle Handlungsfähigkeit der Kommunen muss sichergestellt werden, ein Ausbau der strukturellen Förderung ist dringend notwendig sowie ein Bürokratieabbau und eine Reform des Zuwendungsrechts.

Der Beitrag für das Dossier wurde verfasst von Georg Halupczok, Vorstandsmitglied, und Barbara Bichler, Leitung Öffentlichkeitsarbeit des Bundesverband Soziokultur.

Hier den Beitrag „Soziokultur langfristig absichern“ des Bundesverbandes lesen.

Das gesamte Dossier steht auf der Webseite des BBE zum Download bereit.

Der Kulturbereich wurde tief von der Corona-Pandemie getroffen. Er leidet unter extremen Einschränkungen durch die Schutzmaßnahmen. Viele Kultureinrichtungen waren und sind vollständig oder teilweise geschlossen. Besonders die freiberuflich arbeitenden Künstlerinnen und Künstler sind in Existenznot geraten. Doch wie hat sich die Lage in den verschiedenen Kulturbereichen seit Beginn der Pandemie entwickelt? Welche kurz- und mittelfristigen Auswirkungen gibt es? Welche Hilfsmaßnahmen wurden bereits umgesetzt, um den Kultursektor zu unterstützen? Welche politischen und gesellschaftlichen Forderungen bestehen?

Corona-Chroniken

Die Publikation „Die Corona-Chroniken Teil 1 – Corona vs. Kultur in Deutschland“ des Deutschen Kulturrates fasst in acht Kapiteln Statements und Einschätzungen von über 120 Autorinnen und Autoren aus Kultur, Medien und Politik zusammen. Gemeinsam ist ihnen allen der Blick auf die letzten anderthalb Jahre Corona vs. Kultur. Ein wichtiges Stück Zeitgeschehen ist in den Chroniken festgehalten. Und ein Ausblick gegeben: Teil 2 soll im Laufe des Jahres folgen.

Der Bundesverband Soziokultur ist in den Corona-Chroniken vertreten durch den Beitrag „Soziokultur arbeitsfähig halten!“ der Geschäftsführerin Ellen Ahbe. Der Beitrag ist im April 2020 erschienen in der Zeitung des Deutschen Kulturrates Politik & Kultur 04/2020.

Soziokultur arbeitsfähig halten!

Die Bundesregierung und auch Landesregierungen reagieren mit einer Vielzahl von Hilfsprogrammen auf die Corona-Krise.

Wie den Unternehmen des Handels, der Gastronomie und des Tourismus zieht das Veranstaltungs- und Kontaktverbot auch der Soziokultur den Boden unter den Füßen weg. Dies unter der prekären Bedingung, dass die Akteure der Soziokultur sich bereits seit Jahrzehnten selbst ausbeuten. Nicht profit- sondern ideell und gemeinnützig orientiert, sind sie zudem gesetzlich an der Bildung von Rücklagen gehindert und sie müssen einen Großteil ihrer selbst erwirtschafteten Eigenmittel für Grundkosten aufbringen. Sie sind also besonders hart betroffen.

Soziokultur wird jetzt dringender den je gebraucht

Die Leistungen der soziokulturellen Zentren als Role Models und Energiequellen einer offenen, demokratischen Gesellschaft sind unverzichtbar. Ob in den Problemquartieren der Großstädte oder in strukturschwachen ländlichen Gebieten: Nach der Krise werden sie von den Menschen, die deren Folgen bewältigen und wieder Fuß fassen wollen, als Orte der Kultur und Kommunikation dringender denn je gebraucht.

Bislang erhalten sie aber aus keinem der Hilfsprogramme und keiner der sonstigen Maßnahmen ausreichend Hilfe in ihrer Not. Diese muss jetzt sehr schnell und unbürokratisch erfolgen.

Sowohl unsere Datenerhebung aus 2019 als auch eine aktuelle Umfrage, an der sich fast alle unserer 566 Mitgliedseinrichtungen beteiligten, zeigen: Die Lage ist äußerst ernst. Mehr als ein Drittel der Zentren sieht seine Existenz unmittelbar bedroht. Erste Einrichtungen haben bereits ihre Schließung angekündigt.

Ergebnisse der COVID-19 Blitzumfrage und der Statistik 2019

Die folgenden Ergebnisse beziehen sich auf den Zeitraum von einem Monat ab dem 15. März 2020. Sie zeigen, dass der landesweite Shutdown fundamental die kaum vorhandenen Reserven der soziokulturellen Zentren und Initiativen angreift. Als unmittelbare Auswirkung von Covid-19 sind mindestens 8000, wahrscheinlicher aber nahe 13.500 Veranstaltungen von Absagen betroffen.

Unter anderem je nach Dauer der Kontaktsperre lassen sich voraussichtlich nur zwischen 2300 und 4800 Veranstaltungen und kontinuierliche Angebote wie Kurse und Workshops verschieben. Dabei haben größere Zentren auch die größeren Chancen, Veranstaltungen später nachzuholen. Die durch die kleineren Zentren geleistete Nachbarschaftsarbeit entfällt hingegen meist ersatzlos.

Mehr als zwei Drittel der befragten soziokulturellen Zentren verfügen für den Fall von Betriebsschließungen auf behördliche Anordnung über keine Versicherung. Sie müssen den finanziellen Verlust selbst tragen. Je Einrichtung wird er sich auf durchschnittlich 20.500 Euro, insgesamt auf mehr als 8 Millionen Euro belaufen.

Die Verluste entstehen hauptsächlich aus fehlenden Eintrittsgeldern und Kursgebühren, aber auch aus entfallenden Mieteinnahmen.

Beinahe zwei von drei Zentren bangen zudem um ihre Projektförderungen. Es handelt sich hier um ein Gesamtvolumen von fast 19 Millionen Euro.

Wir plädieren für die Einrichtung des Nothilfefonds »GAP« für die Soziokultur

Der Gesamtbetrag der Betriebs-, Gemein- und Personalkosten beläuft sich laut „Statistik 2019“ auf jährlich 150 Millionen Euro. Das sind fast drei Viertel der Gesamtausgaben. Nur ca. 70 Millionen Euro davon sind über institutionelle Förderung gedeckt.

Das heißt: 80 Millionen Euro müssen über Eigenmittel bzw. Projektmittel gestemmt werden. Für jeden Monat bedeutet das Kosten in Höhe von ca. 6,7 Millionen Euro. Wegen der finanziellen Einbußen fehlt also vor allem für Betriebs-, Gemein- und Personalkosten die Deckung. Der Mittelwert der Unterdeckung liegt bei knapp 13.000 Euro pro Einrichtung, die Gesamtsumme voraussichtlich bei nahezu knapp 5 Millionen.

Das führt zu Rupturen in der Beschäftigungssituation. In soziokulturellen Zentren sind nur 10 Prozent der Akteure versicherungspflichtig angestellt, davon wiederum nur ein Viertel mit Vollzeitstellen und die anderen mit Teilzeitstellen in Mini- und Midijobs oder im Ausbildungsverhältnis. Das Kurzarbeitergeld greift hier entweder gar nicht oder nicht existenzsichernd, denn 75 Prozent der Stellen werden mangels ausreichender finanzieller Mittel nicht tariflich vergütet.

In der jetzt akuten Situation behelfen sich Zentren mit weiteren Stundenkürzungen und mit der Anordnung von Urlaub. 33 Einrichtungen müssen bereits zum jetzigen Stand Entlassungen vornehmen. Nur 27 Einrichtungen können das Modell der Kurzarbeit nutzen. Aufgrund der gegebenen prekären Ausgangslage müssen die betroffenen Mitarbeiterinnen zusätzlich Transferleistungen beantragen.

Sofortmaßnahmen werden benötigt

Um die für die Soziokultur mit Sicherheit ernst bleibende Lage wenigstens abzumildern plädieren wir vor allem für folgende Sofortmaßnahmen: Bereits bewilligte bzw. in Aussicht gestellte Projektförderungen werden – bei entsprechenden Modifizierungen der Förderbedingungen und Kompensationsmaßnahmen durch die Antragsteller*innen – in voller Höhe ausgezahlt. Zur Aufrechterhaltung der Strukturen wird ein Nothilfefonds „GAP“ eingerichtet, mit dem subsidiär zu allen anderen Hilfsprogrammen der Länder und Kommunen die Bedarfe für Grundkosten, aktivitätsbezogene Kosten und Personalkosten abgefangen werden können.

Werden diese beiden Empfehlungen nicht aufgegriffen, bedeutet das einen soziokulturellen Kahlschlag.

***

Die Corona-Chroniken – Corona vs. Kultur in Deutschland
Aus Politik & Kultur 18
Hg. v. Olaf Zimmermann und Theo Geißler
978-3-947308-32-3, 483 Seiten, 20,80 Euro

Am 26. September 2021 wird der 20. Deutsche Bundestag gewählt.

Der Bundesverband Soziokultur dankt den Parteien für die Zusammenarbeit in der vergangenen Legislaturperiode, vor allem für die sehr hilfreiche Unterstützung im gemeinsamen Ringen gegen die Folgen der Pandemie. Wir wollten von den kulturpolitischen Sprecher*innen der demokratischen Fraktionen wissen, wie ihre Zwischenbilanz ausfällt und fragten:

1. Was halten Sie im Blick auf Soziokultur für Ihren größten Erfolg während der vergangenen vier Jahre?

2. Welches ist in der kommenden Wahlperiode das wichtigste Ziel, das Sie für weitere Fortschritte in der Soziokultur erreichen wollen?

Geantwortet haben ELISABETH MOTSCHMANN, Medienpolitische Sprecherin der CDU-Bundestagsfraktion | MARTIN RABANUS, Sprecher für Kultur und Medien der SPD-Bundestagsfraktion | SIMONE BARRIENTOS, Kulturpolitische Sprecherin der Bundestagsfraktion DIE LINKE | ERHARD GRUNDL, Sprecher für Kulturpolitik der Bundestagsfraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN und Obmann im Kulturausschuss

Nachlesen hier und in der aktuellen Ausgabe der SOZIOkultur zum Thema KOMMUNE.

Zum achtzehnten Mal wurde 2021 der HAMBURGER STADTTEILKULTURPREIS verliehen: Das Projekt DULSBERG LATE NIGHT der Kulturagenten Hamburg wurde im Rahmen der Online-Preisverleihung mit dem größten Preis der Stadtteilkultur ausgezeichnet. Mit diesem Preis werden wegweisende Projekte und Programme der lokalen Kultur in Hamburg gewürdigt.

Schulleiter als Showmaster

Die Kulturagenten starteten im ersten Lockdown eine Woche nach der Schulschließung damit, aus der leeren Aula der Stadtteilschule Alter Teichweg täglich die Late-Night-Show DULSBERG LATE NIGHT zu senden. Der Schulleiter wurde zum Showmaster, telefonierte mit Eltern, Schüler*innen und Expert*innen, empfing Studiogäste und rief die Schüler*innen zu kreativen Mitmachaktionen auf. Die Show brachte es auf gut 30 Folgen und hielt so die Schulgemeinschaft im Lockdown zusammen.

Kultur unterstützt Schule als emotionaler Anker

In der Begründung für die Entscheidung heißt es: „Die Jury sieht das Projekt DULSBERG LATE NIGHT als besonders preiswürdig an, weil es als gelungene Kooperation zwischen den Kulturagenten und der Stadtteilschule Alter Teichweg zeigt, wie Kultur Schule dabei unterstützt, ein emotionaler Anker in Krisenzeiten zu sein und dabei die Familien und schließlich den ganzen Stadtteil einbezieht. Gerade in den schwierigen Zeiten der Pandemie, in der Schulen wie Familien oft überfordert sind und Schüler*innen beim Homeschooling häufig isoliert, alleingelassen und ohne echte Anregungen bleiben, holt DULSBERG LATE NIGHT die Schüler*innen und Familien aus ihrer Passivität und schafft niedrigschwellig Anlässe für Kreativität und Partizipation. Den Akteur*innen rund um Kulturagenten und Schulleitung gelingt es, mithilfe einer offenen Mitmach-Struktur und der gebündelten Professionalität der Künstler*innen und der Schulleitung, kulturelle Teilhabe zu den Familien und in den Stadtteil zu bringen. Bei aller Offenheit erzeugen sie einen geschützten Raum, in dem die Teilnehmenden aus Schule und Stadtteil ein hohes kreatives Potential entfalten. Dabei steht das digitale Medium trotz seiner Unverzichtbarkeit in Zeiten von sozialer Distanz niemals im Vordergrund. Als digitales Mitmach-Fernsehen erreicht DULSBERG LATE NIGHT ein breites Publikum unterschiedlichster Milieus und macht scheinbar beiläufig kulturelle Vielfalt sichtbar.“

Bundesverband Soziokultur in der Jury vertreten

Der mit 12 000 Euro dotierte Preis wurde vom Senator für Kultur und Medien, Dr. Carsten Brosda, im Rahmen einer feierlichen Online-Zeremonie übergeben. Von November 2020 bis Januar 2021 konnten sich freie Träger der Kulturarbeit und Einzelpersonen, die sich in der Stadtteilkulturarbeit in Hamburg engagieren, für den Preis bewerben. Eine unabhängige Jury – bestehend aus der ehemaligen Direktorin der Bücherhallen Hamburg, Hella Schwemer-Martienßen, der Geschäftsführerin der Klaus und Lore Rating Stiftung, Caroline Sassmannshausen, und Jennifer Tharr vom Bundesverband Soziokultur – ermittelte den Preisträger aus einer Vorauswahl der Preisstifter*innen.

Preisstifter*innen und Unterstützer*innen des Stadtteilkulturpreises sind die Hamburgische Kulturstiftung, die Gabriele Fink Stiftung, die Patriotische Gesellschaft von 1765 und die Behörde für Kultur und Medien Hamburg. Die Alfred Toepfer Stiftung F.V.S. unterstützt die Umsetzung. STADTKULTUR HAMBURG, der Dachverband für Lokale Kultur und Kulturelle Bildung und Mitglied des Bundesverbandes Soziokultur e.V., ist als Experte und Szenekenner für Konzeption und Durchführung des Wettbewerbs zuständig.

Der Artikel von Heiko Gerken nachzulesen hier und in der aktuellen SOZIOkultur zum Thema KOMMUNE.

www.stadtkultur-hh.de

Zwischenbilanz in Hamburg und Greiz: Das Hamburger Kindermuseum Kl!ck und die Alte Papierfabrik Greiz e.V. sind für die dort beheimateten Menschen wichtige Orte des kulturellen Erlebens und des Austausches. Mit der Förderung durch das NEUSTART Sofortprogramm haben sie sich auf die Fortsetzung ihrer kulturellen Arbeit vorbereitet. Für die Zukunft wünschen sie sich die Stärkung von Kinderrechten und Ehrenamt sowie die Förderung von pandemiebedingten Mehrkosten.

Bereit für eine pandemiegerechte Öffnung

Das Hygienekonzept des Kindermuseums berücksichtigt die Erfordernisse eines Museums, bei dem das persönliche Erleben und Ausprobieren für die Wissensvermittlung zentral ist. Mehrmals täglich erfolgt eine Reinigung aller Gegenstände, Griffe und Toiletten. Am Eingang sind vier neu erworbene Desinfektionsspender auf verschiedene Höhen eingestellt, damit eine Familie sie gleichzeitig nutzen kann. Die Ausstellungsbereiche wurden voneinander getrennt, ein System lässt nur eine bestimmte Anzahl an Menschen zu. Dann zeigt die Ampel rot und signalisiert, dass kein Eintritt mehr möglich ist.

Da jede Ausstellung für sich abgegrenzt ist, kann auf weniger frequentierte Räume ausgewichen werden. „Eltern und Erzieher*innen, die dies bislang nutzen konnten, waren sehr angetan. Die Kinder finden die Besucherzählung toll und rennen gerne hin und her, um den Farbeffekt zu beobachten. Wir können jederzeit wiedereröffnen, das Haus ist bereit“, erläutert Reinig. Mit Blick auf den bevorstehenden Sommer plant sie, zunächst den weiträumigen Außenbereich zu öffnen.

Wie machen die das?

Wie haben es das Kindermuseum Kl!ck in Hamburg und die Alte Papierfabrik in Greiz geschafft, einen pandemiegerechten Betrieb gewährleisten zu können? Wie werden sie mit ihrer Arbeit auch in Zukunft zur kulturellen Vielfalt beitragen? Das erläutern SVEN ROSENBERGER, Förderreferent und Mitarbeiter für Öffentlichkeitsarbeit, und CAROLIN VIKTORIN, Projektkoordination und Öffentlichkeitsarbeit beim NEUSTART Sofortprogramm des Bundesverbandes Soziokultur e.V., in ihrem Beitrag in der neuen SOZIOkultur zum Thema KOMMUNE.

Hier den ganzen Beitrag lesen.

Finanzierungsvielfalt im Programm NEUSTART KULTUR – Eine Analyse der Drittmittel im Förderprogramm NEUSTART KULTUR beim Bundesverband Soziokultur zeigt: Querfinanzierungen haben für Kultureinrichtungen eine große Relevanz. Mit Hilfe von Drittmitteln aus diversen Quellen entstehen Finanzierungsmodelle, die die Spielräume für Kultureinrichtungen im Rahmen bestehender Förderprogramme erweitern. Dabei spielt die kommunale Kulturförderung eine wichtige Rolle.

Wichtig: Kommunale Kulturförderung

JANA MIESSNER, stellvertretende Projektleiterin, und TOBIAS VOIGT, Mitarbeiter für Öffentlichkeitsarbeit im Programm NEUSTART KULTUR beim Bundesverband Soziokultur e.V., zeigen, wie Drittmittel Synergien herstellen können. Insbesondere bei Festbetragsfinanzierung ist dies der Fall. Und so können sie die Handlungsspielräume für Kultureinrichtungen und Initiativen im Rahmen bestehender Förderprogramme deutlich erweitern. Kommunale Kulturförderung spielt in diesem Zusammenhang eine wichtige Rolle und empfiehlt sich durch die oft leichte Zugänglichkeit und Bekanntheit. Gerade wenn Kommunen die Bedeutung der Kulturarbeit erkennen und bereits in der Vergangenheit eine enge Zusammenarbeit stattgefunden hat, ergeben sich neue Finanzierungsmodelle, die auch kleinen Kultureinrichtungen mit geringen Eigenmitteln die Umsetzung großer Vorhaben ermöglichen können.

Deutlich wird dies an einem konkreten Beispiel, dem soziokulturellen Zentrum Lagerhalle e.V. in Osnabrück.

Nachlesen hier und in der Zeitschrift SOZIOkultur zum Thema KOMMUNE.

Hans Hüller, Bürgermeister der Gemeinde Witzin, schätzt die Dorfentwicklung im Interview positiv ein: „Et löpt“

Witzin – „ein Dorf zum Verweilen, ein Dorf zum Bleiben“, so empfängt das Ortsschild Gäste. Und das Motto wirkt. Seit Jahren verzeichnet die Gemeinde guten Zuwachs. Durch Erfindungsreichtum, unkonventionelle Ideen und ein vielfältiges Vereinsleben hat sich das Dorf einen Namen gemacht. Witzin war „Neulandgewinner“-Projekt, belegte den 3. Platz im Landeswettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ und wurde von der Ehrenamtsstiftung Mecklenburg-Vorpommern für den „Engagementpreis 2021“ vorgeschlagen. Im letzten Jahr hat Witzin eine Förderung durch LAND INTAKT erhalten.https://www.soziokultur.de/ueber-dorfentwic…g-in-mecklenburg/

Was ist das Erfolgsgeheimnis der Dorfentwicklung in Witzin?

Was zieht die Menschen nach Witzin? Ist gesellschaftliches Engagement ansteckend? Wie sieht das Dorf in Zukunft aus und welche Unterstützung braucht eine positive Dorfentwicklung? Diese Fragen stellen Lina Lindenbacher und Claudia Ballschuh vom Team LAND INTAKT dem Bürgermeister Hans Hüller.

 

Das Interview ist nachzulesen hier und in der Zeitschrift SOZIOkultur zum Thema KOMMUNE.

Partizipative Kulturarbeit in der Coronazeit ist paradox: Die Abstandsgebote sollen Menschen voneinander fernhalten, gleichzeitig gewinnen der ewig währende Kooperationsimperativ und der Einbezug von möglichst vielen gerade jetzt an besonderer Bedeutung. Mit projektübergreifenden Kooperationen ist aber nur der erste Schritt getan. Wichtig wird die Frage: Wie erreichen wir die Menschen, bei denen die Aktionen und Angebote ankommen sollen? Um zu aktivieren, Menschen und Stimmen zu stärken und Ideen in Umlauf zu bringen, braucht die Soziokultur darüber hinaus neue oder zumindest frisch polierte Werkzeuge, die genau das auch auf kontaktlosem Wege leisten können.

Die Freiraumkarte in Kassel

Das zeigt die Kooperation zwischen dem Kasseler Umwelt- und Gartenamt und dem Nachbarschafts-Kunstprojekt „Hier im Quartier“ des Kulturzentrums Schlachthof in Kassel. Sie wurde im Rahmen der Entwicklung eines gesamtstädtischen Freiraumkonzepts ins Leben gerufen. […]

 

GERRIT RETTERATH, Projektleiter von „Hier im Quartier“ im Kulturzentrum Schlachthof Kassel, und LOUISE LECONTE, Projektleiterin des Freiraumkonzeptes „Kasseler Stadtgrün“ beim Umwelt- und Gartenamt der Stadt Kassel, berichten.

Der Artikel aus der aktuellen SOZIOkultur zum Thema KOMMUNE ist nachzulesen hier.

Das Projekt „Hier im Quartier“ wird gefördert durch das Programm UTOPOLIS – Soziokultur im Quartier des Bundesverbandes Soziokultur e.V.