Das Kulturzentrum Schlachthof e.V. sucht

Mitarbeiter (w/m/d) Presse- und Öffentlichkeitsarbeit in Teilzeit (20 Stunden)

zur Verstärkung des Teams zum nächstmöglichen Zeitpunkt.

Das Kulturzentrum Schlachthof ist Bremens größtes Kulturzentrum mit überregionaler Aus­strahlung. Die Toten Hosen hatten bei uns 1982 ihren ersten Auftritt, 2020 feierten wir unse­ren vierzigsten Geburtstag. Wir bieten ein hochwertiges und vielfältiges Kulturprogramm für unterschiedliche Zielgruppen und fördern den Nachwuchs im Musik-, Theater- und Medien­bereich. Und wir geben eine Zeitung heraus. Veranstalter*innen schätzen unsere Location, weil wir unkompliziert nahezu alles ermöglichen. Wir arbeiten autark in unseren Bereichen und steuern das Haus gemeinsam in kollegialer Selbstverwaltung.

Bisher haben wir auch die Kommunikationsarbeit in den Bereichen selbst gemacht. Dies möchten wir nun in die Hände einer neuen Kollegin/eines neuen Kollegen legen, die/der unsere Kommunikation künftig professionell steuert – als Redaktionsleitung für Website und Social Media sowie als Pressesprecher*in. Dabei geht es auch um Texte fürs Web, Pressemit­teilungen, Mediaplanung und Grafiksteuerung.

Deswegen sollte unsere neue Kollegin/unser neuer Kollege Folgendes mitbringen:

Sie fühlen sich angesprochen? Dann freuen wir uns auf Ihre Bewerbung – samt Lebenslauf und Arbeitsproben. Die Stelle soll baldmöglichst besetzt werden und ist zunächst für ein Jahr befristet mit Perspektive auf Weiterbeschäftigung. Die Bezahlung erfolgt nach dem Haustarif des Kulturzentrum Schlachthof.

Bei Interesse senden Sie Ihre Bewerbung mit Angabe des frühestmöglichen Eintrittstermins bitte an: g.goldmann@schlachthof-bremen.de. Bewerbungsschluss ist der 10. März 2021.

Wir bitten darum, Bewerbungen ausschließlich per Mail einzureichen. Die personenbezo­genen Daten werden für das Bewerbungsverfahren vom Kulturzentrum Schlachthof gespei­chert. Sie werden bei erfolgloser Bewerbung nach Abschluss des Auswahlverfahrens gelöscht.

Nachfragen zur Stellenausschreibung bitte an Gudrun Goldmann Tel. 0421-3777537 oder per Mail.

Die Unterschiede bei den Förderbedingungen für die soziokulturelle Arbeit sind zwischen den einzelnen Bundesländern zum Teil sehr groß. Die Corona-Krise hat diese Unterschiede noch einmal verdeutlicht.

Kultur gehört bekanntlich zu den freiwilligen Aufgaben kommunaler Selbstverwaltung, die deshalb auch durch die Kommunen zu finanzieren sind. Besonders in strukturschwachen Gebieten und in Problemquartieren von Großstädten reichen die kommunalen Einnahmen seit Jahrzehnten bei weitem nicht hin, um eine Grundfinanzierung der soziokulturellen Einrichtungen zu gewährleisten, die ein Mindestmaß an Planungssicherheit bietet. Während der letzten Jahre weisen die Leistungen unserer Mitgliedseinrichtungen sowohl qualitativ als auch quantitativ große Zuwächse auf. Parallel dazu hat sich beim Bund und in den Ländern das Bewusstsein vertieft, dass Soziokultur eine unverzichtbare Rolle für das demokratische Gemeinwesen spielt und mit vereinten Kräften unterstützt werden muss. Zwischen den einzelnen Ländern bestehen aber zum Teil sehr große Unterschiede. Es gab sie bereits während der „normalen“ Vor-Pandemiezeiten, und es gibt sie in den landespolitischen Reaktionen auf die aktuelle Krise. Erstmalig geben die Landesverbände einen Überblick über beides.

Teil 14: Thüringen

Auf Landesebene gibt es in Thüringen drei zentrale Förderinstrumente für soziokulturelle Einrichtungen und Initiativen: die allgemeine Projektförderung, die Investitionsförderung und die Personalförderprogramme für kulturelle Leitungskräfte und jugendkulturelle Mitarbeiter. Gefördert werden Einrichtungen und Projekte, die ein erhebliches Landesinteresse haben. Hinzu kommt der von der LAG Soziokultur verwaltete Förderfonds FEUERWEHRTOPF für kleinere Projekte und Notfälle.

Zwar hat die rot-rot-grüne Landesregierung in der vergangenen Legislatur einiges unternommen, um den Kulturbereich zu stärken – für die Soziokultur hat sich jedoch wenig verbessert. Drei Hauptprobleme lassen sich in der derzeitigen Förderpraxis ausmachen:

(1) Sie stützt sich maßgeblich auf Projektförderung und wird so der Dauerhaftigkeit des soziokulturellen Engagements nicht gerecht. Notwendig ist daneben eine variabel einsetzbare Grundförderung, wie sie in anderen Bundesländern praktiziert wird.

(2) Viele Kommunen ziehen sich aufgrund schwieriger Haushaltslagen weiter aus der finanziellen Kulturförderung zurück. Soziokulturelle Einrichtungen sind so auf die Landesförderung angewiesen, die aber nicht für alle greift.

(3) Die Personalförderprogramme des Landes können den tatsächlichen Bedarf der freien Kultureinrichtungen
nicht decken. Die Programme müssen neu ausgerichtet werden. Das hat zur Folge, dass die Soziokultur trotz ihrer auch in Thüringen gestiegenen gesellschaftlichen Bedeutung seit Jahren unterfinanziert ist. (Siehe das Forderungspapier „ES REICHT – NICHT!“ der LAG Soziokultur zur Thüringer Landtagswahl 2019 unter www.soziokultur-thueringen.de)

Nach Ausbruch der Corona-Pandemie leitete die Landesregierung sehr schnell Unterstützungsmaßnahmen ein. Neben dem Soforthilfeprogramm für Unternehmen und Solo-Selbstständige richtete sie am 15. April auch ein Soforthilfeprogramm für gemeinnützige Organisationen ein, in dem Kulturvereine und soziokulturelle Zentren Anträge auf nicht-rückzahlbare Zuschüsse stellen konnten. Auch hinsichtlich der Landesförderungen kündigte das Land einen flexiblen und kulanten Umgang an, der mit einem weitgehenden Verzicht auf Rückforderungen verbunden sein soll.

Auch die LAG Soziokultur reagierte schnell auf die ersten Veranstaltungsabsagen. Ab dem 11. März stellte sie auf ihrer Website fortlaufend aktualisierte Informationen und Handlungsempfehlungen für Kultureinrichtungen und Kulturschaffende bereit. In der Auswertung der Mitgliederbefragung des Bundesverbandes Soziokultur verwies die LAG am 20. März auf die dramatischen Auswirkungen auf die freie Kulturszene in Thüringen und forderte schnelle und unbürokratische Unterstützung. Parallel dazu erfolgte eine permanente Abstimmung mit der Politik und Verwaltung auf Landesebene. Die LAG kommunizierte Bedarfe und Probleme und führte mehrere Mitgliederabfragen dazu durch. Bei den Verhandlungen zum Soforthilfeprogramm für gemeinnützige Organisationen war sie intensiv eingebunden.

Die Corona-Pandemie zeigt deutlich, wie fragil die Finanzierungsstrukturen der soziokulturellen Einrichtungen in Thüringen sind. Hauptsächlich von Veranstaltungseinnahmen, Ehrenamt und Projektförderungen abhängig, fehlt den meisten Einrichtungen eine strukturelle Grundförderung. 58 Prozent der LAG-Mitglieder schätzen die gegenwärtige Situation als existenzbedrohend für sich ein. Eine stärkere finanzielle Beteiligung der Kommunen wird durch die Corona-Folgen eher unwahrscheinlicher. Es gilt nun, die Soforthilfen in eine langfristige strukturelle Unterstützung übergehen zu lassen. Dafür will der Freistaat aus dem Sondervermögen 35 Millionen Euro einsetzen. 2,7 Millionen Euro davon sind für die Soziokultur eingeplant. Das ist mehr als das Vierfache des bisherigen Landesetats für soziokulturelle Projekte und Investitionen!

Eine weitere Milliarde Euro für das Förderprogramm NEUSTART KULTUR

Am Mittwoch, den 03. Februar 2021, einigte sich der Koalitionsausschuss auf ein Anschlussprogramm von NEUSTART KULTUR und damit weitere Fördergelder für Kulturschaffende.

Der Deutsche Kulturrat gab eine Eilmeldung dazu heraus. Darin bedankt sich Olaf Zimmermann, Geschäftsführer des Deutschen Kulturrates, bei den Teilnehmenden des Koalitionsausschusses. Nachzulesen hier.

Wir freuen uns über diesen wichtigen Schritt und halten Sie und euch auf dem Laufenden!

Bitte beachten: Das gerade beschlossene Anschlussprogramm für NEUSTART KULTUR enthält KEINE Aufstockung der Fördermittel in den bereits vom Bundesverband Soziokultur durchgeführten Fördermaßnahmen „Zentren“ und „Programm“.

Wie die Mittel im Anschlussprogramm ausgereicht werden, organisiert die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien derzeit. Dann wird auch klar sein, ob und ggf. in welcher Form der Bundesverband Soziokultur wieder an der Ausreichung von Mitteln durch entsprechende Fördermaßnahmen beteiligt sein wird.

Die aktuellen Projektteams des Bundesverbandes können noch keine Auskunft dazu geben.

Die Gastronomie Kneipe im Bahnhof Langendreer ist ab sofort zu pachten.

Der Bahnhof Langendreer ist ein soziokulturelles Zentrum, wird als gemeinnütziger Verein betrieben, von der Stadt Bochum öffentlich gefördert und bietet ca. 250 Veranstaltungenpro Jahr. Das angeschlossene endstation.kino mit 86 Plätzen bietet zusätzlich 2-3 Vorstellungen pro Tag.

Verpachtet wird eine vollständig eingerichtete Gastronomie mit Kücheneinrichtung inkl. Detailausstattung. Die Gastronomie existiert seit 1986 und war bis 31.12.2020 konzessioniert.

Nähere Informationen finden Sie hier.

Kontakt unter: gastro@bahnhof-langendreer.de

www.bahnhof-langendreer.de

www.bahnhof-langendreer.de

Die Unterschiede bei den Förderbedingungen für die soziokulturelle Arbeit sind zwischen den einzelnen Bundesländern zum Teil sehr groß. Die Corona-Krise hat diese Unterschiede noch einmal verdeutlicht.

Kultur gehört bekanntlich zu den freiwilligen Aufgaben kommunaler Selbstverwaltung, die deshalb auch durch die Kommunen zu finanzieren sind. Besonders in strukturschwachen Gebieten und in Problemquartieren von Großstädten reichen die kommunalen Einnahmen seit Jahrzehnten bei weitem nicht hin, um eine Grundfinanzierung der soziokulturellen Einrichtungen zu gewährleisten, die ein Mindestmaß an Planungssicherheit bietet. Während der letzten Jahre weisen die Leistungen unserer Mitgliedseinrichtungen sowohl qualitativ als auch quantitativ große Zuwächse auf. Parallel dazu hat sich beim Bund und in den Ländern das Bewusstsein vertieft, dass Soziokultur eine unverzichtbare Rolle für das demokratische Gemeinwesen spielt und mit vereinten Kräften unterstützt werden muss. Zwischen den einzelnen Ländern bestehen aber zum Teil sehr große Unterschiede. Es gab sie bereits während der „normalen“ Vor-Pandemiezeiten, und es gibt sie in den landespolitischen Reaktionen auf die aktuelle Krise. Erstmalig geben die Landesverbände einen Überblick über beides.

Teil 12: Sachsen-Anhalt

Die Soziokultur ist im Land Sachsen-Anhalt bisher nie so ganz angekommen. Die Kenia-Koalition aus CDU, SPD und Bündnis 90/Die Grünen hat zwar zwei Komponenten (SPD und Bündnis 90/Die Grünen), die mit ihr ein wenig affin sind, für den größten Koalitionspartner CDU stellt sie aber eine eher unnötige Kulturform dar. Das hatte sich in den vergangenen Jahren etwas aufgeweicht. So hat die Landesarbeitsgemeinschaft soziokultureller Zentren im Land Sachsen-Anhalt e.V. (LASSA) für die Staatskanzlei eine kleine Definition von Soziokultur erarbeitet und für das Landesverwaltungsamt einige Anträge für soziokulturelle Projekte im Land begutachtet. Unter ihrem damaligen Geschäftsführer Axel Schneider war zuvor die Landesvereinigung kulturelle Kinder- und Jugendbildung Sachsen-Anhalt e. V. der Hauptansprechpartner gewesen. Nach einem Wechsel in der Geschäftsführung und einer momentanen Vakanz dieser Stelle hat die LASSA zwar ein wenig an Einfluss gewonnen, aber die Kontakte zur CDU sind immer noch eher sporadisch.

Das hat natürlich Auswirkungen auf die Behandlung der Soziokultur nicht nur in den Zeiten der Krise. So wurden schon im vergangenen Jahr einige Jugendzentren im finanziell angeschlagenen Salzlandkreis geschlossen, weil dieser die Kosten nicht mehr aufbringen konnte, das Land aber Soziokultur nicht flächendeckend fördert. Gerade im ländlichen Bereich, und Sachsen-Anhalt ist ein Agrarland, wäre das aufgrund der angespannten Finanzsituation in den Kreisen aber unerlässlich. Nach der Zwangsschließung durch die Pandemie hat sich die Situation weiter verschärft. Es gibt kein ernsthaftes landesweites Hilfsprogramm für die freie Kultur. Das bedeutet, dass Solo-Selbstständige aus dem Kulturbereich insgesamt eine Einmalzahlung von 400 Euro erhalten konnten, so sie Mitglied in der Künstlersozialkasse (KSK) sind. Bundesweite Erhebungen aber haben ergeben, dass nur circa 50 Prozent der betroffenen Künstler*innen dort Mitglied sind. Dazu gibt es bei der Landesinvestitionsbank die Möglichkeit, per Einmalzahlung Mittel zu beantragen, die aber nicht für den Lebensunterhalt wie Miete, Versicherungen, Krankenkasse, Kleidung, Nahrung etc. genutzt werden können.

Auch hier gilt, dass die gesamte Soziokultur nur beim Bund die dort ausgehandelten Programme für Hilfsmaßnahmen aufrufen kann. Zumindest vorläufig sind auch keine weiteren Landesfördermittel für die freie Kultur geplant beziehungsweise wurden entsprechende Anträge von SPD und Grünen von der CDU abgewiesen. Immerhin stellt beispielsweise die Stadt Magdeburg, auch angesichts der Bewerbung für die Europäische Kulturhauptstadt 2025, für freie Kulturschaffende eine Summe von insgesamt 150.000 Euro zur Verfügung, die seit dem 15. Mai beantragt werden können. Die Kommune übernimmt damit eigentlich Landesaufgaben.

Nun steht zu befürchten, dass durch die Steuerausfälle in den kreisfreien Städten und vor allem den Landkreisen zukünftig die Mittel für freie Kultur und Soziokultur noch weiter schrumpfen werden und dadurch mit empfindlichen Einschnitten auch und gerade im ländlichen Raum zu rechnen ist. Dadurch ist tatsächlich die Gesamtstruktur massiv gefährdet. Gerade weil die flächendeckende Schließung von Kulturstätten und Treffpunkten für prekär aufgestellte Gruppen, für welche ohnehin soziokultureller Betreuungsbedarf besteht, zwangsläufig zu einem erhöhten Bedarf nach der Krise führen muss, ist diese Entwicklung fatal. Ein rechtzeitiges Gegensteuern vonseiten des Landes ist dabei aber nicht erkennbar.

Tontalente e.V. sucht zum 1.5.2021 oder früher eine*n

Online-Redakteur*in im Bereich Kommunikation &
Fundraising (Lübeck)

mit einem Umfang von 20 Wochenstunden.

Über uns:

In kreativen Musikprojekten bringen wir sehr unterschiedliche Menschen zusammen. Dabei greifen wir die großen Themen unserer Zeit auf, wie Teilhabe, Vielfalt, Demokratie, Klima und Anti-Rassismus. Wir überschreiten Grenzen und wagen Neues. Unsere Projekte und Veranstaltungen mit jährlich 100 Teilnehmenden aller Altersstufen finden vor allem in Lübeck statt und zunehmend auch international. Zur Zeit arbeiten fünf fest angestellte Teilzeitkräfte und rund 10 selbständige Musikpädagog*innen bei Tontalente. Wir entwickeln verstärkt digitale Projekte und positionieren uns im digitalen Raum – mit internationalen Musikprojekten und Music Digital Actions.

Als zukünftige Online-Redakteur*in verantwortest und gestaltest du den Bereich Kommunikation und Spendenfundraising und sorgst dafür, dass unsere Projekte und Veranstaltungen von den passenden Zielgruppen gefunden werden.

Hier brauchen wir dich:

• Du erarbeitest unsere Social Media Strategie und entwickelst sie permanent weiter.
• Du planst neue, crossmediale Fundraising-Aktionen und – Maßnahmen und setzt sie um.
• Du agierst als zentrale Anlauf- und Schnittstelle in der digitalen Kommunikation und hilfst, unsere Prozesse zu optimieren.
• Du produzierst in Zusammenarbeit mit den Teams aus unseren Projekten hochwertigen Content für die jeweiligen Social Media-Kanäle.
• Du übernimmst die redaktionelle Aufbereitung von Tontalente Inhalten für alle Online-Kanäle.
• Du unterstützt das Community Management beziehungsweise übernimmst selbst den Dialog mit unseren verschiedenen Zielgruppen (Teilnehmende, Zuschauer*innen, Spender*innen).
• Du entwickelst Methoden für die Erfolgsmessung.

Das bringst du mit:

• Idealerweise ein Studium im Bereich Online-Marketing, digitale Medien- oder Kommunikationswissenschaft oder eine Ausbildung im Bereich Online-Marketing, -Fundraising oder -Medien
• Erfahrungen in der Konzeption und Umsetzung von Fundraising-Aktionen und Online-Marketing-Kampagnen
• Fachliche – und Methodenkompetenz für den Social-Media-Alltag
• Du möchtest mit deiner Arbeit unsere Gesellschaft positiv gestalten. Idealerweise hast du schon einen Einblick in einen Kulturverein, die Soziokultur oder eine NGO gewonnen.
• Du kannst Menschen begeistern und sehr gut schriftlich und mündlich kommunizieren – gerne in mehreren Sprachen.
• Du bist eine herzliche und engagierte „Anpacker*in“, die gerne im Team arbeitet und gute Ideen hat.

Die Tontalente arbeiten in einer Bürogemeinschaft in Lübeck. Eine teilweise Arbeit im Homeoffice ist möglich. Wir gestalten unsere Arbeitszeiten flexibel und bei Bedarf familienfreundlich.

Das Gehalt ist angelehnt an TVöD 10. Wir bieten 30 Tage Jahresurlaub und berufliche Fortbildungsmöglichkeiten.

Weitere Informationen über die Stelle: www.tontalente.de oder wende dich an Ann-Kristin Kröger, a.kroeger@tontalente.de

Sende Deine Bewerbung (ohne Foto) als eine pdf mit max. 5 MB bitte bis zum 15. Februar 2021 an a.kroeger@tontalente.de

Wir möchten, dass sich die gesellschaftliche Vielfalt in unserem Team widerspiegelt und setzen uns für mehr Chancengerechtigkeit ein. Wenn du dir unsicher bist, ob die Stelle für Dich geeignet ist, sprich uns gerne an.

Die Unterschiede bei den Förderbedingungen für die soziokulturelle Arbeit sind zwischen den einzelnen Bundesländern zum Teil sehr groß. Die Corona-Krise hat diese Unterschiede noch einmal verdeutlicht.

Kultur gehört bekanntlich zu den freiwilligen Aufgaben kommunaler Selbstverwaltung, die deshalb auch durch die Kommunen zu finanzieren sind. Besonders in strukturschwachen Gebieten und in Problemquartieren von Großstädten reichen die kommunalen Einnahmen seit Jahrzehnten bei weitem nicht hin, um eine Grundfinanzierung der soziokulturellen Einrichtungen zu gewährleisten, die ein Mindestmaß an Planungssicherheit bietet. Während der letzten Jahre weisen die Leistungen unserer Mitgliedseinrichtungen sowohl qualitativ als auch quantitativ große Zuwächse auf. Parallel dazu hat sich beim Bund und in den Ländern das Bewusstsein vertieft, dass Soziokultur eine unverzichtbare Rolle für das demokratische Gemeinwesen spielt und mit vereinten Kräften unterstützt werden muss. Zwischen den einzelnen Ländern bestehen aber zum Teil sehr große Unterschiede. Es gab sie bereits während der „normalen“ Vor-Pandemiezeiten, und es gibt sie in den landespolitischen Reaktionen auf die aktuelle Krise. Erstmalig geben die Landesverbände einen Überblick über beides.

Teil 11: Saarland

Sehr unterschiedliche Gegebenheiten
Bei den soziokulturellen Zentren im Saarland sieht es mit der Finanzierung sehr unterschiedlich aus. Es gibt rein ehrenamtlich tätige Vereine, die keine Unterstützung bekommen, jedoch auch keine oder nur niedrige finanzielle Verpflichtungen während des Ausfalls haben. Im Gegensatz dazu stehen zum Beispiel die Kunstschulen, die laufende Kosten zu bestreiten haben und deren Weiterbestehen von der Entwicklung in den nächsten Tagen und Wochen abhängt und davon, ob die Richtlinien für die Landesförderung an die Situation angepasst werden. Darüber hinaus haben die Zentren und Initiativen in den jeweiligen Kommunen oft weitere spezifische Rahmenbedingungen. So wird die Villa Fuchs in Merzig als wichtiger Partner von Stadt und Landkreis auch weiterhin finanziert. Das ist zumindest der aktuelle Stand, da diese Art der Förderung ja auch immer abhängig von der Haushaltslage der Städte und Kommunen ist.

Aktiver Umgang mit der Situation
Auch um Umgang mit dem Shutdown gibt es unterschiedliche Herangehensweisen: In der rein ehrenamtlich betriebenen Kultgiesserei e.V. in Saarbrücken finden vorläufig keine Veranstaltungen statt, Juz United, der Verband der Saarländischen Jugendzentren mit Sitz ebenfalls in Saarbrücken, bietet weiterhin (telefonische) Beratung an. Er kann jedoch durch unterschiedliche Strukturen seiner einzelnen kleinen Mitgliedszentren kein gemeinsames Onlineprogramm erstellen. Auch das Adolf-Bender-Zentrum in St. Wendel und die 2. Chance Saarland e.V. – Akademie für Kultur & Integration in Saarbrücken erarbeiten Onlineangebote. Die Villa Fuchs bietet kostenlos Konzerte aus der Stadthalle Merzig im Livestream oder als Aufzeichnung an, zum Beispiel die Band dr3iklang! oder die Künstler Martin Herrmann oder Michael Friesel. Mit dem Puppentheater von Gabi Kusani wurde auch an die Kinder gedacht. Mit Unterstützungstickets können die Einrichtungen finanziell unterstützt werden.

Das Kutscherhaus in Neunkirchen hat einen Aufruf zu einem „Corona Tagebuch“ mit Gedichten, Texten, Bildern und Videos in deutscher oder arabischer Sprache gestartet. Von Montag bis Freitag werden Gutenachtgeschichten auf YouTube erzählt – wechselweise auf Deutsch und Arabisch.

Der PopRat, der Künstler*innen und Veranstalter*innen für Musik, Kunst und Tanz in der Region vertritt, bietet kostenlose Webinare zu Gestaltungsmöglichkeiten im Internet an. Die Kunstschulen tun sich schwer mit digitalen Angeboten, da Personal und technische Ausstattung fehlen. Die bisherige Überlassung von Veranstaltungsräumen durch die Kommune steht auf dem Spiel und wird mit Schwierigkeiten bei den Hygieneregeln begründet, obwohl ein ausreichendes Konzept eingereicht wurde.

Die Kunstschule Kassiopeia hat in Ergänzung ihrer Onlineangebote Kindern und Jugendlichen „analoge“ Pakete mit Anregungen zum künstlerischen Gestalten geschickt und Materialien wie Farben, Papiere, Stoffe und Wolle gleich mitgeliefert. Beratung und Gespräche sind telefonisch möglich. Und wenn Kinder und Jugendliche im Zuge der schrittweisen Schulöffnung gerade nicht in die Schule dürfen, können sie in der Kunstschule auch am Vormittag in vielen Techniken kreativ werden und die Natur in der Umgebung erkunden.

Keine Landesförderung in Sicht
So gibt es bereits sehr viele kreative Ideen, die noch im Aufbau sind oder bereits umgesetzt werden. Eine spezielle Förderung der soziokulturellen Zentren im Saarland gibt es jedoch noch nicht. Das Land setzt aktuell die vom Bund beschlossenen Maßnahmen für finanzielle Hilfen um. Die Ministerin für Bildung und Kultur Christine Streichert-Clivot hat ein Schreiben mit den Soforthilfeangeboten an alle Kulturschaffenden versendet. Seit Anfang Mai gibt es ein landesweites Stipendienprogramm in Höhe von 2,5 Millionen Euro, bei dem Solo-Selbstständige im Kulturbereich bis zu 3.000 Euro beantragen können und Kunstwerke im Wert von 100.000 Euro angekauft werden.

Häuser, in denen man sich treffen, lachen, tanzen, Kunst erleben und kreativ sein kann, sind gerade jetzt im Lockdown Sehnsuchtsorte. Ihnen, der bewährten Basis und Hülle soziokultureller Arbeit, widmet sich die aktuelle Ausgabe der SOZIOkultur.

Dass die Orte der Soziokultur Knotenpunkte in kommunalen Netzwerken bilden, umreißt Georg Halupczok. Als sogenannte Dritte Orte und „Facility Manager der zivilgesellschaftlichen Debatte“ sind sie für das Klima der Demokratie wichtig – gerade auch in der Pandemie. Christine Steiner und Thomas Putz beschreiben die unterschiedliche Entstehungsgeschichte der Häuser in Ost und West und zeigen, wie sie sich in der Arbeit der Landesverbände in Baden-Württemberg und Thüringen niederschlägt.

Orte kultureller Selbstbestimmung

Viele soziokulturelle Zentren sind in Gebäuden beheimatet, die nicht für kulturelle Zwecke erbaut wurden: in Fabriken und Speichern, E-Werken und Schlachthöfen, Kirchen und Profanbauten. Ihrer Funktion enthoben werden sie – erträumt, erstritten und mit großem Engagement erarbeitet – zu Orten kultureller Selbstbestimmung. Ob in Trägerschaft der Kommune, als Vorhaben eines Vereins oder als private Initiative, immer wirken dabei Teams zusammen: Künstler*innen und Bauleute, Profis und Ehrenamtler*innen schaffen authentische Orte mit hohem Identifikationspotenzial.

So lenken Britta Velhagen und Team mit dem Tollhaus einen „Tanker“ in Karlsruhe und haben bei laufendem Veranstaltungsbetrieb über Jahre komplexe Bauvorhaben geschultert. Auch in Offenbach und Saarburg, Strodehne und Greifswald, Hamburg, Göppingen und unzähligen anderen Orten sind soziokulturelle Hotspots entstanden, die tagein, tagaus unterhalten und bewirtschaftet werden. Einmal mehr wird klar, dass die Aktiven Allrounder sind und sich mit großer Verantwortung in ihren Häusern auch den Herausforderungen der Architektur und Denkmalpflege, Instandsetzung und Modernisierung, Technik und Sicherheit stellen.

Die Gemeinde Schüttorf nutzt die Energie und Kompetenz der Soziokultur für die Gestaltung kommunaler Prozesse. Sie will ein Sanierungsgebiet entwickeln und zeigt mit dem Neubau eines soziokulturellen Zentrums, wie dieses als Impulsgeber wirken kann.

Förderprogramme des Bundesverbands

Das Anliegen mehrerer Bundesprogramme, die aktuell durch den Bundesverband Soziokultur umgesetzt werden, ist es ebenfalls, den Fortbestand soziokultureller Zentren und anderer Kultureinrichtungen zu sichern, die Ausstattung zu verbessern und die Programmarbeit zu gewährleisten. Die Zeitschrift belegt in Analysen und Zwischenbilanzen eindrucksvoll, was in den Häusern umgesetzt wird – Grund genug für einen zuversichtlichen Blick in eine Zukunft, in der wir uns hoffentlich bald wieder vor Ort treffen können!

Ihre Ute Fürstenberg und die Redaktion SOZIOkultur
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Die Printversion können Sie hier bestellen.

Die Unterschiede bei den Förderbedingungen für die soziokulturelle Arbeit sind zwischen den einzelnen Bundesländern zum Teil sehr groß. Die Corona-Krise hat diese Unterschiede noch einmal verdeutlicht.

Kultur gehört bekanntlich zu den freiwilligen Aufgaben kommunaler Selbstverwaltung, die deshalb auch durch die Kommunen zu finanzieren sind. Besonders in strukturschwachen Gebieten und in Problemquartieren von Großstädten reichen die kommunalen Einnahmen seit Jahrzehnten bei weitem nicht hin, um eine Grundfinanzierung der soziokulturellen Einrichtungen zu gewährleisten, die ein Mindestmaß an Planungssicherheit bietet. Während der letzten Jahre weisen die Leistungen unserer Mitgliedseinrichtungen sowohl qualitativ als auch quantitativ große Zuwächse auf. Parallel dazu hat sich beim Bund und in den Ländern das Bewusstsein vertieft, dass Soziokultur eine unverzichtbare Rolle für das demokratische Gemeinwesen spielt und mit vereinten Kräften unterstützt werden muss. Zwischen den einzelnen Ländern bestehen aber zum Teil sehr große Unterschiede. Es gab sie bereits während der „normalen“ Vor-Pandemiezeiten, und es gibt sie in den landespolitischen Reaktionen auf die aktuelle Krise. Erstmalig geben die Landesverbände einen Überblick über beides.

Teil 10: Rheinland-Pfalz

Das Land ist vielerorts ein wichtiger Partner
Rheinland-Pfalz wechselt sich mit Blick auf die „rote Laterne für geringe Pro-Kopf-Kulturausgaben“ immer wieder mit dem Saarland ab. Das bedeutet für die freie Kulturszene, also auch für die Soziokultur und kulturpädagogischen Einrichtungen, dass schon in normalen Zeiten die Bäume nicht in den Himmel wachsen. Obwohl in Rheinland-Pfalz die soziokulturelle Bewegung in Form eines Landesverbandes erst spät sichtbar wurde (nur das Saarland war später), übernahm das Land in den vergangenen Jahren einen wichtigen Teil der Finanzierung. Zwar nicht in größtem Maße, aber so konnte die Szene kontinuierlich soziokulturelle Angebote aufbauen. Somit ist das Land in vielen Orten ein existenziell wichtiger Partner der Einrichtungen. Deshalb war es von großer Bedeutung, als der Minister für Wissenschaft, Weiterbildung und Kultur, Prof. Dr. Konrad Wolf, nach dem Shutdown am 13. März zusicherte, dass beantragte Projektmittel sehr schnell in voller Höhe bewilligt werden und Projekte bis Ende des Jahres verschoben werden können. Bei Ausfall der Projekte können zumindest schon entstandene Kosten finanziert werden. Institutionelle Förderungen werden normal ausgezahlt. Das betrifft neben der LAG Soziokultur & Kulturpädagogik allerdings nur zwei Einrichtungen im Verband. Viele der Mitgliedseinrichtungen sind neben den jährlichen Projektförderungen auf mindestens 50 Prozent Eigeneinnahmen angewiesen. Sie bekamen nach dem ersten Schock nun die Möglichkeit zum Luftholen und für neue Planungen.

Große Not und viele Fragen
Zur Situation der Künstler*innen, Kulturschaffenden und Kultureinrichtungen im Lande äußerte sich der Minister am 19. März in einem Interview mit dem SWR. Darin verwies er auf das Soforthilfeprogramm des Bundes und betonte, dass man die Künstler*innen und Kulturschaffenden im Blick habe und sie an dem 50-Milliarden-Programm des Bundes partizipieren könnten. Für den Lebensunterhalt der Solo-Selbstständigen wies er auf die von ihm als „Corona-Grundsicherung“ bezeichnete ALG-2-Grundsicherung hin, die unter vereinfachten Bedingungen beantragt werden könne. Leider wurde nach einem langen Hin und Her erst Mitte Mai entschieden, dass gemeinnützige Vereine ohne wirtschaftlichen Geschäftsbetrieb (zum Beispiel einer Gastronomie) das Soforthilfeprogramm des Bundes nicht in Anspruch nehmen können.

Speziell entwickelte Programme
Aufgrund der großen Not vor allem der Solo-Selbstständigen und der Schwierigkeiten mit dem Bundesprogramm gab es viele Eingaben an das Ministerium und einen nicht endenden Strom an Fragen und Hilferufen an die drei Kulturberater*innen im Lande. Deshalb bot Minister Wolf gemeinsam mit den Berater*innen Telefon- und Videotermine an, bei denen Künstler*innen und Kulturschaffende ihn persönlich sprechen konnten. Um die problematische Lage der Einzelkünstler*innen zu lindern und auch den kleinen Vereinen zu helfen, die durch alle Hilferaster fielen, installierte das Land Anfang Mai, also vergleichsweise recht spät, mit IM FOKUS – 6 PUNKTE FÜR DIE KULTUR ein spezielles Förderprogramm für Künstler*innen und Kulturschaffende sowie für rein gemeinnützig tätige (Kultur-) Vereine. Künstler*innen können somit Projektstipendien in Höhe von 2.000 Euro erhalten, die nicht auf die Grundsicherung angerechnet werden. Dies gilt aber zunächst nur für diejenigen, die Mitglied in der Künstlersozialkasse sind. Die Förderung für gemeinnützige Vereine wird in Form von Zuschüssen gewährt, ähnlich dem Soforthilfeprogramm des Bundes. Das Programm ist leider subsidiär angelegt, das heißt Antragsteller*innen müssen zunächst alle eigenen Möglichkeiten ausschöpfen, also etwaige Ansparungen oder Rücklagen zur Bewältigung der Krise vollständig verbrauchen. Weiterhin legte das Land ein Programm zur Unterstützung der Programmkinos, ein Investitionsprogramm für digitale Infrastruktur und ein Förderprogramm zur Wiederaufnahme von Veranstaltungen unter Corona-Bedingungen auf. Es bleibt abzuwarten, inwieweit sie den Nöten entgegenwirken können.

Ab sofort :

4 x Projektleitung und Assistenz für kulturelle Teilhabe und kulturelle Bildung

in kurzer Projektlaufzeit von mehreren Wochen (m / w / d)

Im KulturBahnhof Viktoria sind neue Konzepte und Projektideen für Menschen mit und ohne Handicap entwickelt in Formaten, die der Corona-Situation Rechnung tragen. Ein digitales Strategie-Konzept liegt vor, das trotz Corona künftige Projekte der Medienpädagogik und Inklusion im KulturBahnhof möglich macht.

Unterstützt werden in 2021 vier Maßnahmen der kulturellen Bildung und Vermittlung von Medien- und Partizipationskompetenz aus Mitteln der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM) Monika Grütters. Hierfür sind engagierte Kräfte gesucht – jeweils befristet auf mehrere Wochen.

Die Themenbereiche sind

(1) Gutes Leben in der Stadt : ZoomLabor

(2) Medienkompetenz : Grundlagenvermittlung

(3) Medienanwendung : HipHop

(4) Mediengestaltung : VirtualReality vs. Literatur

Gesucht werden

Mitarbeiter*innen in leitender Funktion mit nachweisbarer Erfahrung in der Entwicklung von Kompetenzvermittlung in partizipativen, künstlerischen, gestalterischen, interaktiven und digitalen Prozessen.

Bitte direkt bewerben per Email unter  info@kuba-viktoria.de
Nicht vergessen: Aussagekräftige Dokumente und Gehaltsvorstellung anfügen!

www.kuba-viktoria.de