Das Kulturzentrum E-Werk in Erlangen sucht zum nächstmöglichen Zeitpunkt eine

Abteilungsleitung (w/m/d) für das Projektbüro

Das Projektbüro ist das Bindeglied zwischen der Erlanger Stadtgesellschaft und den Ressourcen und Möglichkeiten des Kulturzentrums E-Werk. In Kooperation mit Akteur*innen aus den verschiedensten Bereichen der Stadt und Metropolregion entstehen Veranstaltungen sowie soziokulturelle Projekte und Aktionen, die zu einem vielfältigen kulturellen Bildungsangebot in der Stadt beitragen. Aufgabe und Ziel des Projektbüros im E-Werk ist es u.a., niedrigschwellige Veranstaltungs-, Beratungs- und Treff-Angebote zu schaffen, die eine möglichst breite Zielgruppe erreichen. Das Projektbüro unterstützt dabei ehrenamtliche Initiativen, Organisationen und Vereine bei ihren Aktivitäten und betreut zudem die ehrenamtlich tätigen Gruppen des E-Werks. Darüber hinaus werden über das Projektbüro auch große (Kultur) Veranstaltungen im Auftrag bzw. in Kooperation mit der Stadt Erlangen und anderen Akteur*innen entwickelt, geplant und durchführt.

Ihr Aufgabengebiet umfasst insbesondere:

• Die Leitung der Abteilung Projektbüro mit derzeit zwei Angestellten sowie einer Azubi-/ und einer FSJ-Stelle, sowie Ausbildung und Anleitung von Azubis sowie FSJ-Kultur
• die Konzipierung, Organisation und Durchführung von Veranstaltungen, Projekten und Aktionen
• Die behördliche Beantragung von Genehmigungen und Begleitung der Abstimmungsprozesse
• die Akquise von neuen Projekten sowie die Weiterentwicklung von bereits existierenden Projekten und Kooperationen
• die Koordination aller dabei beteiligten externen und internen Akteur*innen
• Pflege und Ausbau von Netzwerken
• die Beratung, Förderung und Begleitung von Initiativen und Gruppen
• die Akquise und Verhandlungsführung mit Künstler*innen bzw. Agenturen
• Einholung von Angeboten, Verhandlung und Beauftragung von Dienstleister*innen, Projektpartner*innen etc.
• Überwachung des Abteilungsbudgets und Aufstellung der zukünftigen Jahresplanung der Abteilung

Wir erwarten:

• Ein abgeschlossenes Studium als z.B. Kultur-/Eventmanager*in bzw. in einer für das Aufgabengebiet relevanten Fachrichtung oder vergleichbare langjährige Erfahrungen und Kompetenzen
• Eine mehrjährige Erfahrung in der Organisation und Durchführung von Kulturprojekten und Festivals inkl. Genehmigungs- und Antragsverfahren für Großveranstaltungen im öffentlichen Raum, Auswahl geeigneter Dienstleister / Projektpartner inkl. Verhandlungsführung, und Erfahrung in der Mitarbeiterführung
• Ein hohes Maß an Organisationsgeschick sowie Belastbarkeit, Kommunikationsfähigkeit, Durchsetzungsvermögen und Verantwortungsbewusstsein
• Identifikation mit Soziokultur und der inhaltlichen Ausrichtung des Kulturzentrum E-Werk
• kulturelles Interesse und Wertschätzung von Ehrenamt, Diversität und Niederschwelligkeit, auch über die eigenen Vorlieben hinausgehend
• Kenntnisse im Veranstaltungs-, Vertrags- und Abgabenrecht, sowie Fachwissen und sicherer Umgang mit Kalkulationen, Kostenrechnung und Controlling (Excel)
• zeitliche Flexibilität und die Bereitschaft zu Arbeit an Wochenenden und in der Nacht

Wir bieten:

• flache Hierarchien, Gleitzeit und flexible Arbeitszeitgestaltung
• Anlehnung an den TVöD, Fortbildungen
• Kostenlosen Besuch von Kulturveranstaltungen

Stellenumfang: 38,5 Stunden (Vollzeit). Die Stelle ist zunächst für 2 Jahre befristet. Bewerbungsfrist: bis 30. Oktober 2021.

Wenn wir Ihr Interesse geweckt haben, freuen wir uns auf Ihre Bewerbung an die E-Werk Kulturzentrum GmbH, z.Hd. Jan-Peter Dinger, Fuchsenwiese 1, 91054 Erlangen. Bitte senden Sie Ihre aussagekräftige Bewerbung ausschließlich per E-Mail unter Betreff „Leitung Projektbüro“ mittels nur einer PDF-Datei an: jobs@e-werk.de oder jan.dinger@e-werk.de.

Für Fragen steht Ihnen Herr Dinger unter 09131-800 50 zur Verfügung.

Das Kulturzentrum E-Werk in Erlangen ist seit 1982 ein wichtiger regionaler und überregionaler Taktgeber in der Kulturszene und gehört mit einer Gesamtkapazität von rund 2.300 Besuchern, 4 Veranstaltungsräumen, einem Kino und einem Biergarten mit Open-Air-Bühne zu einem der größten soziokulturellen Zentren in Deutschland. Etwa 240.000 Besucher erleben bei uns jedes Jahr ein abwechslungsreiches Kulturprogramm von Live-Konzerten über Partys bis zu Lesungen, Theater-vorstellungen und Tagungen. Zudem bietet das E-Werk Selbsthilfewerkstätten, Beratungsangebote, kulturelle Nachwuchsförderung und vielfältige soziokulturelle Projekte.

www.e-werk.de

Vorhang auf, Bühne frei … so heißt es nicht nur in Opernhäusern und großen Theatern, sondern auch in soziokulturellen Einrichtungen. Da in den Kulturzentren die Szenenflächen oft eher kleiner sind, auf denen die unzähligen Veranstaltungen stattfinden, stellt der Gesetzgeber auch hier einige Anforderungen an die Sicherheit. Regelmäßig bietet der Bundesverband Soziokultur Seminare zur Sicherheit von/bei Veranstaltungen in soziokulturellen Zentren an.

Im Seminar von 25. – 27. Januar 2022 im Kulturzentrum Alte Feuerwache e.V. in Köln/ Nordrhein gibt es noch wenige freie Plätze.

SEMINARINHALT

REFERENT

Thomas Schiffmann ist Meister für Veranstaltungstechnik und technischer Betriebswirt. Nach Tätigkeiten für verschiedene Veranstaltungstechnik-Firmen und den Bayerischen Rundfunk hat er zwischen 2004 und 2011 die Abteilung Veranstaltungstechnik im Kulturzentrum E-Werk (Erlangen) geleitet. Mittlerweile ist er dort in der Verwaltung tätig, kümmert sich aber weiterhin u. a. um den organisatorischen Brandschutz, Fragen rund um die Besuchersicherheit und die Planung der Notfallorganisation.

ZIELGRUPPE

Das Seminar ist konzipiert für Mitarbeiter*innen von soziokulturellen Zentren, die mit der (technischen) Durchführung von Veranstaltungen betraut sind. Sinnvoll ist die Teilnahme auch für Mitarbeiter*innen in der Verwaltung und Leitung, die für die Personalauswahl für Veranstaltungen verantwortlich sind.

Weitere Informationen hier.

Vorhang auf, Bühne frei … so heißt es nicht nur in Opernhäusern und großen Theatern, sondern auch in soziokulturellen Einrichtungen. Da in den Kulturzentren die Szenenflächen oft eher kleiner sind, auf denen die unzähligen Veranstaltungen stattfinden, stellt der Gesetzgeber auch hier einige Anforderungen an die Sicherheit. Regelmäßig bietet der Bundesverband Soziokultur Seminare zur Sicherheit von/bei Veranstaltungen in soziokulturellen Zentren an.

Im Seminar von 9. November bis 11. November 2021 im Kulturzentrum Kreuz e.V. in Fulda gibt es noch wenige freie Plätze.

SEMINARINHALT

REFERENT

Thomas Schiffmann ist Meister für Veranstaltungstechnik und technischer Betriebswirt. Nach Tätigkeiten für verschiedene Veranstaltungstechnik-Firmen und den Bayerischen Rundfunk hat er zwischen 2004 und 2011 die Abteilung Veranstaltungstechnik im Kulturzentrum E-Werk (Erlangen) geleitet. Mittlerweile ist er dort in der Verwaltung tätig, kümmert sich aber weiterhin u. a. um den organisatorischen Brandschutz, Fragen rund um die Besuchersicherheit und die Planung der Notfallorganisation.

ZIELGRUPPE

Das Seminar ist konzipiert für Mitarbeiter*innen von soziokulturellen Zentren, die mit der (technischen) Durchführung von Veranstaltungen betraut sind. Sinnvoll ist die Teilnahme auch für Mitarbeiter*innen in der Verwaltung und Leitung, die für die Personalauswahl für Veranstaltungen verantwortlich sind.

Weitere Informationen hier.

Ich habe bei NEUSTART KULTUR in der Vergangenheit einen Antrag gestellt und bereits eine Förderung erhalten.

Kann ich trotzdem einen Antrag bei NEUSTART KULTUR – Programm 2 stellen?

Ja, sie sind bei NEUSTART KULTUR – Programm 2 antragsberechtigt, auch wenn Sie bereits eine Förderung über NEUSTART KULTUR in den Fördermaßnahmen Programm oder Zentren erhalten haben.

Muss ich noch einmal alle Nachweise einreichen?

Sofern Sie bereits einen Zuwendungsvertrag mit dem Bundesverband Soziokultur e. V. in der ersten Ausschreibungsrunde von NEUSTART KULTUR geschlossen haben, ist eine erneute Einreichung weiterhin gültiger Nachweise eventuell nicht notwendig. Detaillierte Hinweise sind dem Antragsportal zu entnehmen.

Diese und weitere Fragen beantworten wir in dem kurzen Clip, in der Videokonferenz via Zoom am morgigen 14.09.2021 14-16 Uhr sowie auf unserer Webseite unter „Häufige Fragen„.

Bitte beachten: Die Antragstellung endet, wenn alle Mittel vergeben sind, spätestens aber am 15. Oktober 2021.

Zudem helfen wir gerne per E-Mail oder Telefon weiter:
programm2@neustartkultur.de
030 / 235 93 05 – 55

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Jetzt informieren: soziokultur.neustartkultur.de/programm2
Antrag stellen: 15.09.-15.10.2021

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Achtung: Durch Klick auf Video-Links oder Screenshots werden Sie zu YouTube.com weitergeleitet. Dort gelten die Regeln und Richtlinien von YouTube.

Am 03.09.2021 fand die erste von drei Videokonferenzen zur Antragsberatung im Rahmen der zweiten Ausschreibungsrunde NEUSTART KULTUR – Programm statt. Über 100 Teilnehmer*innen nutzten die Veranstaltung, um sich bei dieser Gelegenheit einen Überblick über die Rahmenbedingungen des Förderprogramms zu verschaffen und Fragen an unser Team zu stellen.

Die Aufzeichnung steht ab sofort hier zur Verfügung

Das Video ist in 4 Kapitel unterteilt:

Teil 1: Vorstellung des Programms
Teil 2: Kosten- und Finanzierungsplan
Teil 3: Antragsportal
Teil 4: Antworten auf Fragen

In Teil 4 beantwortet das Team von NEUSTART KULTUR – Programm 2 Fragen wie

Weitere Videokonferenz zur Antragsberatung

Es folgt ein weiterer Termin zur öffentlichen Antragsberatung, zu dem wir herzlich einladen:

Dienstag, 14.09.2021, 14-16 Uhr via ZOOM

Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Die Videokonferenz wird voraussichtlich aufgezeichnet.

Weitere Informationen unter www.soziokultur.neustartkultur.de/programm2

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Wie hoch ist die Fördersumme, die ich beim Förderprogramm NEUSTART KULTUR – Programm 2 beantragen kann? Wo finde ich dazu Informationen?
Bis zu 50.000 Euro kann jede Kultureinrichtung bzw. jede*r Kulturakteur*in beantragen.

Jetzt informieren: soziokultur.neustartkultur.de/programm2

Förderantrag stellen ab 15.09. bis spätestens 15.10.

Das Team NEUSTART KULTUR – Programm 2 des Bundesverbands Soziokultur e. V. unterstützt die Antragstellung durch Beratung per E-Mail und Telefon.
Tel.: 030 / 2359305 – 55
E-Mail: programm2@neustartkultur.de

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Heute hat der Bundesverband Soziokultur die Ausschreibung von NEUSTART KULTUR in der Fördermaßnahme Programm 2 veröffentlicht. Die Antragstellung für NEUSTART KULTUR – Programm 2 ist ab dem 15.09.2021 möglich. Im Vorfeld bietet der Bundesverband öffentliche Videokonferenzen zur Antragsberatung an und hilft bei Fragen zur Antragstellung per E-Mail und Telefon weiter. Die Ausschreibung sowie weitere Informationen zu NEUSTART KULTUR – Programm 2 gibt es unter soziokultur.neustartkultur.de/programm2.

Bundesgeschäftsführerin Ellen Ahbe erwartet großes Interesse: „Die erneute Ausschreibung bildet voraussichtlich die letzte Möglichkeit für finanzielle Unterstützung der Programmarbeit im Jahr 2022 durch unseren Verband. Ich hoffe, dass diesmal auch kleinere Einrichtungen die Entwicklung neuer, pandemiegerechter Formate und die Anpassung bestehender Angebote über NEUSTART KULTUR fördern lassen. Gerade in überwiegend ehrenamtlich geführten Organisationen erfordern die interne Abstimmung und die Beratung zu förderrechtlichen Bestimmungen seitens unseres Verbandes zeitlichen Vorlauf, den wir diesmal einräumen konnten.“

Programm 2 ist die Neuauflage der im vergangenen Jahr vom Bundesverband Soziokultur durchgeführten NEUSTART KULTUR Förderung zur Stärkung kultureller und soziokultureller Programmarbeit unter Pandemiebedingungen. Die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM) stellt dafür erneut 15 Millionen Euro zur Verfügung.

Antragsberechtigt sind Kulturzentren, soziokulturelle Zentren und weitere Einrichtungen und Initiativen mit kulturellem Schwerpunkt und entsprechendem Aktivitätsprofil – auch dezentrale Träger. Einzelunternehmer*innen, die eine entsprechende Kultureinrichtung betreiben, können ebenfalls einen Antrag stellen. Die Förderung der Programmarbeit umfasst einzelne Veranstaltungen sowie kontinuierliche Angebote wie Kurse, Workshops und offene Treffs. Dabei werden Grundkosten, aktivitätsbezogene Kosten und Personalkosten für die Planung, Vorbereitung, Durchführung und Nachbereitung von Programmarbeit unter Pandemiebedingungen gefördert. Einrichtungen, die bereits eine NEUSTART KULTUR Förderung erhalten haben, können erneut eine Förderung ihrer Programmarbeit beantragen.

Termine öffentliche Videokonferenzen
•    Freitag, 03.09.2021 | 10-12 Uhr (Zoom)
•    Dienstag, 07.09.2021 | 14-16 Uhr (Zoom)
•    Dienstag, 14.09.2021 | 14-16 Uhr (Zoom)

Beratungstelefon
•     030 235 93 05 – 55

Beratung per E-Mail
•    programm2@neustartkultur.de

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Die Pressemitteilung steht hier zum Download bereit.
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Das Bundesnetzwerk Bürgerschaftliches Engagement (BBE) veröffentlicht regelmäßig Dossiers zu Themen, die in der Zivilgesellschaft besonders diskutiert werden. Die Dossiers geben einen Einblick in die Entwicklung der jeweiligen Diskurse und sollen die weiteren fachlichen, engagement- und demokratiepolitischen Diskussionen zu dem jeweiligen Thema vertiefen und voranbringen.

Soziokultur langfristig absichern

Das aktuelle Dossier „Zivilgesellschaft und Bundestagswahl 2021“ dokumentiert engagement- und demokratiepolitische Positionierungen und Forderungen zur Bundestagswahl 2021 aus der Zivilgesellschaft. Der Bundesverband Soziokultur verweist in seinem Beitrag „Soziokultur langfristig absichern“ darauf, wie die Zukunft (sozio-)kultureller Praxis gestärkt werden kann und muss: Die finanzielle Handlungsfähigkeit der Kommunen muss sichergestellt werden, ein Ausbau der strukturellen Förderung ist dringend notwendig sowie ein Bürokratieabbau und eine Reform des Zuwendungsrechts.

Der Beitrag für das Dossier wurde verfasst von Georg Halupczok, Vorstandsmitglied, und Barbara Bichler, Leitung Öffentlichkeitsarbeit des Bundesverband Soziokultur.

Hier den Beitrag „Soziokultur langfristig absichern“ des Bundesverbandes lesen.

Das gesamte Dossier steht auf der Webseite des BBE zum Download bereit.

Der Bundesverband Soziokultur e.V. nimmt derzeit keine Anträge für NEUSTART KULTUR entgegen. Eine zweite Ausschreibungsrunde ist für September und November 2021 geplant.

Anträge bei einzelnen Förderprogrammen anderer Verbände aus dem Rettungspaket von NEUSTART KULTUR sind ggf. noch möglich. Eine Übersicht der Förderprogramme nach Sparten finden sich auf der Seite der Staatsministerin für Kultur und Medien. Weitere Informationen finden Sie auf den Seiten des Deutschen Kulturrats oder direkt auf den Webseiten der Mittel ausreichenden Verbände.

Ausschreibung NEUSTART KULTUR 2 im September und November

Mit den Fördermaßnahmen „Programm 2“ und „Zentren 2“ des Programms NEUSTART KULTUR der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien wird der Bundesverband Soziokultur erneut Maßnahmen für die Erhaltung und Stärkung von Kulturzentren, Literaturhäusern, soziokulturellen Zentren und kultureller Initiativen fördern. Die Umsetzung ist für das Jahr 2022 vorgesehen:

Programm 2: Kulturelle und soziokulturelle Programmarbeit

Veröffentlichung der Ausschreibung/ Beginn der Antragsberatung: 01.09.2021
Antragstellung: 15.09. – 15.10.2021

Zentren 2: Corona-bedingte Investitionen

Veröffentlichung der Ausschreibung/ Beginn der Antragsberatung: 01.11.2021
Antragstellung: 15.11. – 30.11.2021

Bitte beachten Sie: Die Ausschreibungen NEUSTART KULTUR 2 werden von neuen Teams ab 01. September 2021 bzw. ab 01. November 2021 betreut. Das aktuelle NEUSTART KULTUR-Team kann KEINE Auskunft zu den künftigen Fördermaßnahmen geben.

Weitere Informationen ab September 2021 sowie unter www.soziokultur.neustartkultur.de 

Der Kulturbereich wurde tief von der Corona-Pandemie getroffen. Er leidet unter extremen Einschränkungen durch die Schutzmaßnahmen. Viele Kultureinrichtungen waren und sind vollständig oder teilweise geschlossen. Besonders die freiberuflich arbeitenden Künstlerinnen und Künstler sind in Existenznot geraten. Doch wie hat sich die Lage in den verschiedenen Kulturbereichen seit Beginn der Pandemie entwickelt? Welche kurz- und mittelfristigen Auswirkungen gibt es? Welche Hilfsmaßnahmen wurden bereits umgesetzt, um den Kultursektor zu unterstützen? Welche politischen und gesellschaftlichen Forderungen bestehen?

Corona-Chroniken

Die Publikation „Die Corona-Chroniken Teil 1 – Corona vs. Kultur in Deutschland“ des Deutschen Kulturrates fasst in acht Kapiteln Statements und Einschätzungen von über 120 Autorinnen und Autoren aus Kultur, Medien und Politik zusammen. Gemeinsam ist ihnen allen der Blick auf die letzten anderthalb Jahre Corona vs. Kultur. Ein wichtiges Stück Zeitgeschehen ist in den Chroniken festgehalten. Und ein Ausblick gegeben: Teil 2 soll im Laufe des Jahres folgen.

Der Bundesverband Soziokultur ist in den Corona-Chroniken vertreten durch den Beitrag „Soziokultur arbeitsfähig halten!“ der Geschäftsführerin Ellen Ahbe. Der Beitrag ist im April 2020 erschienen in der Zeitung des Deutschen Kulturrates Politik & Kultur 04/2020.

Soziokultur arbeitsfähig halten!

Die Bundesregierung und auch Landesregierungen reagieren mit einer Vielzahl von Hilfsprogrammen auf die Corona-Krise.

Wie den Unternehmen des Handels, der Gastronomie und des Tourismus zieht das Veranstaltungs- und Kontaktverbot auch der Soziokultur den Boden unter den Füßen weg. Dies unter der prekären Bedingung, dass die Akteure der Soziokultur sich bereits seit Jahrzehnten selbst ausbeuten. Nicht profit- sondern ideell und gemeinnützig orientiert, sind sie zudem gesetzlich an der Bildung von Rücklagen gehindert und sie müssen einen Großteil ihrer selbst erwirtschafteten Eigenmittel für Grundkosten aufbringen. Sie sind also besonders hart betroffen.

Soziokultur wird jetzt dringender den je gebraucht

Die Leistungen der soziokulturellen Zentren als Role Models und Energiequellen einer offenen, demokratischen Gesellschaft sind unverzichtbar. Ob in den Problemquartieren der Großstädte oder in strukturschwachen ländlichen Gebieten: Nach der Krise werden sie von den Menschen, die deren Folgen bewältigen und wieder Fuß fassen wollen, als Orte der Kultur und Kommunikation dringender denn je gebraucht.

Bislang erhalten sie aber aus keinem der Hilfsprogramme und keiner der sonstigen Maßnahmen ausreichend Hilfe in ihrer Not. Diese muss jetzt sehr schnell und unbürokratisch erfolgen.

Sowohl unsere Datenerhebung aus 2019 als auch eine aktuelle Umfrage, an der sich fast alle unserer 566 Mitgliedseinrichtungen beteiligten, zeigen: Die Lage ist äußerst ernst. Mehr als ein Drittel der Zentren sieht seine Existenz unmittelbar bedroht. Erste Einrichtungen haben bereits ihre Schließung angekündigt.

Ergebnisse der COVID-19 Blitzumfrage und der Statistik 2019

Die folgenden Ergebnisse beziehen sich auf den Zeitraum von einem Monat ab dem 15. März 2020. Sie zeigen, dass der landesweite Shutdown fundamental die kaum vorhandenen Reserven der soziokulturellen Zentren und Initiativen angreift. Als unmittelbare Auswirkung von Covid-19 sind mindestens 8000, wahrscheinlicher aber nahe 13.500 Veranstaltungen von Absagen betroffen.

Unter anderem je nach Dauer der Kontaktsperre lassen sich voraussichtlich nur zwischen 2300 und 4800 Veranstaltungen und kontinuierliche Angebote wie Kurse und Workshops verschieben. Dabei haben größere Zentren auch die größeren Chancen, Veranstaltungen später nachzuholen. Die durch die kleineren Zentren geleistete Nachbarschaftsarbeit entfällt hingegen meist ersatzlos.

Mehr als zwei Drittel der befragten soziokulturellen Zentren verfügen für den Fall von Betriebsschließungen auf behördliche Anordnung über keine Versicherung. Sie müssen den finanziellen Verlust selbst tragen. Je Einrichtung wird er sich auf durchschnittlich 20.500 Euro, insgesamt auf mehr als 8 Millionen Euro belaufen.

Die Verluste entstehen hauptsächlich aus fehlenden Eintrittsgeldern und Kursgebühren, aber auch aus entfallenden Mieteinnahmen.

Beinahe zwei von drei Zentren bangen zudem um ihre Projektförderungen. Es handelt sich hier um ein Gesamtvolumen von fast 19 Millionen Euro.

Wir plädieren für die Einrichtung des Nothilfefonds »GAP« für die Soziokultur

Der Gesamtbetrag der Betriebs-, Gemein- und Personalkosten beläuft sich laut „Statistik 2019“ auf jährlich 150 Millionen Euro. Das sind fast drei Viertel der Gesamtausgaben. Nur ca. 70 Millionen Euro davon sind über institutionelle Förderung gedeckt.

Das heißt: 80 Millionen Euro müssen über Eigenmittel bzw. Projektmittel gestemmt werden. Für jeden Monat bedeutet das Kosten in Höhe von ca. 6,7 Millionen Euro. Wegen der finanziellen Einbußen fehlt also vor allem für Betriebs-, Gemein- und Personalkosten die Deckung. Der Mittelwert der Unterdeckung liegt bei knapp 13.000 Euro pro Einrichtung, die Gesamtsumme voraussichtlich bei nahezu knapp 5 Millionen.

Das führt zu Rupturen in der Beschäftigungssituation. In soziokulturellen Zentren sind nur 10 Prozent der Akteure versicherungspflichtig angestellt, davon wiederum nur ein Viertel mit Vollzeitstellen und die anderen mit Teilzeitstellen in Mini- und Midijobs oder im Ausbildungsverhältnis. Das Kurzarbeitergeld greift hier entweder gar nicht oder nicht existenzsichernd, denn 75 Prozent der Stellen werden mangels ausreichender finanzieller Mittel nicht tariflich vergütet.

In der jetzt akuten Situation behelfen sich Zentren mit weiteren Stundenkürzungen und mit der Anordnung von Urlaub. 33 Einrichtungen müssen bereits zum jetzigen Stand Entlassungen vornehmen. Nur 27 Einrichtungen können das Modell der Kurzarbeit nutzen. Aufgrund der gegebenen prekären Ausgangslage müssen die betroffenen Mitarbeiterinnen zusätzlich Transferleistungen beantragen.

Sofortmaßnahmen werden benötigt

Um die für die Soziokultur mit Sicherheit ernst bleibende Lage wenigstens abzumildern plädieren wir vor allem für folgende Sofortmaßnahmen: Bereits bewilligte bzw. in Aussicht gestellte Projektförderungen werden – bei entsprechenden Modifizierungen der Förderbedingungen und Kompensationsmaßnahmen durch die Antragsteller*innen – in voller Höhe ausgezahlt. Zur Aufrechterhaltung der Strukturen wird ein Nothilfefonds „GAP“ eingerichtet, mit dem subsidiär zu allen anderen Hilfsprogrammen der Länder und Kommunen die Bedarfe für Grundkosten, aktivitätsbezogene Kosten und Personalkosten abgefangen werden können.

Werden diese beiden Empfehlungen nicht aufgegriffen, bedeutet das einen soziokulturellen Kahlschlag.

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Die Corona-Chroniken – Corona vs. Kultur in Deutschland
Aus Politik & Kultur 18
Hg. v. Olaf Zimmermann und Theo Geißler
978-3-947308-32-3, 483 Seiten, 20,80 Euro