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15.04.2021
Stellenangebote

LAG Soziokultur Schleswig-Holstein sucht MA für Öffentlichkeitsarbeit

Die LAG Soziokultur Schleswig-Holstein e.V. sucht zum 01. Juni 2021 eine:n Mitarbeiter:in für den Bereich Öffentlichkeitsarbeit (ca. 20 Wochenstunden) Die Vergütung erfolgt in Anlehnung an TV-L 10. Soziokultur ermöglicht Begegnung, Austausch und gemeinsame Erlebnisse, sie belebt Nachbarschaften, sie gibt Raum für Vielfalt und aktiviert die Menschen, eigene Ideen und Visionen zu entwickeln und ihr gesellschaftliches Umfeld mit kreativen und künstlerischen Mitteln gemeinsam zu gestalten. Auf diese Weise fördert Soziokultur den gesellschaftlichen Zusammenhalt direkt vor Ort – auf dem Dorf genauso wie im Kiez. Wir möchten diese wichtige Arbeit soziokultureller Zentren und Initiativen in Schleswig-Holstein noch stärker sichtbar machen und suchen eine Person für den Bereich Öffentlichkeitsarbeit, die uns dabei aktiv unterstützt. Aufgabenprofil Verfassen von kurzen Mitgliederportraits und kurzen Texten zu der Arbeit unserer Mitglieder/ Blitzlichter aus der soziokulturellen Landschaft Ausbau und Redaktion unserer Social-Media-Kanäle/ Erarbeitung eigener Social Media-Beiträge Unterstützung bei der inhaltlichen und gestalterischen Weiterentwicklung unserer Webseite Einrichtung eines digitalen Journals/ Quartals-Newsletters Ausbau unserer Pressearbeit/ Entwicklung geeigneter Themenvorschläge für die verschiedenen in Schleswig-Holstein relevanten Medien Unterstützung bei der Realisierung verschiedener Print- und Online-Medien wie Faltblätter/ Handreichungen zu zentralen Themen aus der Praxis etc. Beratung der Mitgliedereinrichtungen im Bereich Veranstaltungsankündigung, Social Media und Pressearbeit Unterstützung bei Konzeption und Projektmanagement öffentlichkeitswirksamer Veranstaltungen und Aktionen Entwicklung eigener Ideen und Konzepte im Bereich Öffentlichkeitsarbeit Was wir uns wünschen Hochschulstudium in Kommunikationswissenschaften, Kulturwissenschaften oder -management, Journalismus, Medienkommunikation oder in vergleichbaren Disziplinen und/ oder einschlägige Praxiserfahrung im Bereich Öffentlichkeitsarbeit und Kulturarbeit Affinität zum soziokulturellen Arbeitsfeld/ selbstverwalteter Kultur Interesse an kultur- und gesellschaftspolitischen Themen hohe Textsicherheit/ zielgruppenorientiertes Schreiben (für Politik, Presse, Mitgliederorganisationen) Grundkenntnisse in Bildbearbeitungsprogrammen/ WordPress/ Mailchimp oder Vergleichbares Über uns Die LAG Soziokultur Schleswig-Holstein e.V. ist der Fach- und Interessenverband für die Soziokultur im Land. Unser Ziel ist es, die soziokulturelle Arbeit in Schleswig-Holstein zu sichern und weiter auszubauen. Zu diesem Zweck beraten wir die derzeit 34 Mitgliederorganisationen sowie andere Akteure der soziokulturellen Praxis zu konzeptionellen und betriebswirtschaftlichen Fragen. Wir fördern die Zusammenarbeit und den Austausch zwischen den soziokulturellen Zentren und Initiativen. Wir informieren die Öffentlichkeit über die geleistete Arbeit der Mitgliedseinrichtungen und vertreten die Interessen der Mitglieder gegenüber öffentlichen Stellen in Schleswig-Holstein (Landtag, Kommunen, Gemeinden, Behörden, Verbände usw.). Arbeitsort ist Kiel/ Arbeiten aus dem Homeoffice ist teilweise möglich, aber nicht ausschließlich Befristet bis zum 31. Mai 2022/ eine Entfristung ist angestrebt Wir freuen uns über Ihre aussagekräftigen Bewerbungsunterlagen (Motivationsschreiben, Lebenslauf, Referenzprojekte) bis zum 30. April 2021 an lag@soziokultur-sh.de Für Rückfragen stehen wir gerne jederzeit zur Verfügung. www.soziokultur-sh.de/kontakt
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12.04.2021
Aktuelles, Förderung, NEUSTART KULTUR

NEUSTART KULTUR: Eröffnung der Litprom-Literaturtage

Litprom e. V. unterstützt seit über 40 Jahren Autor*innen aus Afrika, Asien, Lateinamerika und der Arabischen Welt und verschafft ihnen, wie auch ihren Übersetzer*innen Bekanntheit im deutschsprachigen Raum. Über das Programm NEUSTART KULTUR beim Bundesverband Soziokultur im Bereich „Programm“ gefördert, präsentiert Litprom e. V. nichtsdestotrotz eine hochkarätig besetzte Veranstaltung, die online dazu beitragen soll, den Austausch zu befördern und Einsamkeit durch gemeinsames Erleben von Kultur zu minimieren. Zur Eröffnung sprechen Angela Dorn, Hessische Staatsministerin für Wissenschaft und Kunst, Juergen Boos, 1. Vorsitzender Litprom e.V., Dr. Thomas Gaens, Projektleitung NEUSTART KULTUR beim Bundesverband Soziokultur sowie die Kuratorinnen der Literaturtage, Barbara Weidle und Zoë Beck. „Global vernetzt oder jede*r für sich?“ Unter dem Motto „Global vernetzt oder jede*r für sich?“ betrachten die Literaturtage am Samstag, den 24. und am Sonntag, den 25. April, zwei Seiten einer Medaille in der globalisierten Gesellschaft: Vernetzung und Einsamkeit.  Wie verbinden wir uns miteinander in einer sich ständig im Ausnahmezustand befindlichen Welt? Wie teilen wir unsere Geschichten und Träume? Wie können wir uns überhaupt verständigen? In der Krise entstehen neue Netzwerke, im Internet und analog. Die Literaturtage bieten Gespräche, Lesungen, Diskussionen und erstmals auch „Shared Reading“, ein Format, in dem alle Beteiligten einen Teil eines gemeinsamen Textes vorlesen und anschließend über den Text sprechen. Das gemeinsame Lesen und gegenseitige Zuhören ist die Basis für einen niedrigschwelligen Austausch und ein gemeinsames Erleben und Teilen von Literaturerfahrung. Alle Veranstaltungen werden gedolmetscht. Die Autor*innen erzählen von der sich verändernden Rolle der Frauen, dem Kampf um das wirtschaftliche Überleben, Rassismus und moderner Sklaverei, Vernetzung und Unterwegssein. Sie erforschen, wie sich Gewissheiten unter dem Einfluss von Flucht und Einwanderung verändern und sich Horizonte erweitern. Wie Leid, Gewalt und Verlust der Neugier und dem Aufbruch gegenüberstehen. Dem Aufbruch in eine andere Kultur, eine neue Sprache. Beteiligte, Programm und Anmeldung Einige Veranstaltungen sind kostenfrei, für andere kann man Streamingpässe für Einzelveranstaltungen bzw. den gesamten Tag erstehen. Einen Überblick finden sich auf der Webseite von Litprom e. V.. Einen Streamingpass für das Eröffnungspanel könnt ihr hier buchen. Das Programm wird kuratiert von Barbara Weidle und Zoë Beck. Mit: Yvonne Adhiambo Owuor – Kenia Larissa Bender (Übersetzerin aus dem Arabischen) Katja Cassing (Übersetzerin aus dem Japanischen) Helon Habila – Nigeria / USA Gudrun Ingratubun – Buchkünstlerin Mieko Kawakami – Japan Intan Paramaditha – Indonesien / Australien Pilar Quintana – Kolumbien Annika Reich – Deutschland Samanta Schweblin – Argentinien / Deutschland Zukiswa Wanner – Südafrika
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11.04.2021
Aktuelles, Kulturpolitik

Transparenzregistergesetz: Offener Brief an Olaf Scholz

Aktuell versendet der Bundesanzeiger Verlag Gebührenbescheide an Vereine für die Auflistung im bundesweiten Transparenzregister. Mit dem Hinweis auf das Geldwäschegesetz wird von allen Vereinen die Entrichtung einer Gebühr rückwirkend für die letzten vier Jahre gefordert. Eine Gebührenbefreiung ist für gemeinnützige Organisationen zwar möglich, aber äußerst aufwändig. Zudem kann die Befreiung nicht rückwirkend beantragt werden und jede Aktualisierung muss aktiv an das Transparenzregister gemeldet werden. Gerade für Vereine, deren Jahreseinnahmen weniger als 10.000 € ausmachen und die über keine hauptamtlich besetzte Geschäftsstelle verfügen - das sind immerhin die Hälfte aller Vereine in Deutschland! - bedeutet es einen Mehraufwand verbunden mit einer Mehrbelastung. Einer unnötigen, wie wir finden. Der Gesetzesentwurf zum Transparenz-Finanzinformationsgesetz Geldwäsche (Drs. 19/28164) wird am Mittwoch, 14. April 20121, in erster Lesung im Bundestag behandelt und an die Ausschüsse verwiesen. Der Bundesverband Soziokultur e. V. hat deshalb einen offenen Brief an Bundesfinanzminister Olaf Scholz mitunterzeichnet, der fordert, die derzeit laufenden Gebührenbescheide zu stoppen und den aktuellen Gesetzentwurf zum Transparenzregister- und Finanzinformationsgesetz anzupassen. Die Forderungen in dem offenen Brief: Den aktuellen Versand von Gebührenbescheiden zu stoppen und bereits gezahlte Gebühren zu erstatten. Keine neuen eigenständigen Meldepflichten für gemeinnützige Vereine einzuführen. (Die im Entwurf des Transparenz-Finanzinformationsgesetz Geldwäsche (TraFinGw) geplanten zusätzlichen Meldepflichten erhöhen die bürokratische Mehrbelastung und gehen, da auf wirtschaftliche Aktivitäten abzielend, an der Realität gemeinnütziger Vereine vorbei. Denn die Vereine sind mit ihren rechtlichen Vertreter*innen im Vereinsregister bereits eingetragen und die Einnahmen und Ausgaben werden mindestens alle drei Jahre vom Finanzamt geprüft.) Die automatische Gebührenbefreiung für Vereine, deren Gemeinnützigkeit vom Finanzamt anerkannt wurde, ohne gesonderten Antrag umzusetzen. Auch die Bundesländer setzen sich im Bundesrat für die Gebührenbefreiung von gemeinnützigen Vereinen ein (Drs. 133/21). Auch laufende Gesetzgebungsverfahren, wie z. B. das TraFinGw, auf ihre Bürokratiebelastung für das bürgerschaftliche Engagement zu überprüfen und anzupassen. Darüber hinaus soll zukünftig im Sinne einer Engagementverträglickeitsprüfung die Bürokratiebelastung für rein ehrenamtlich getragene Strukturen systematisch abgebaut und in laufenden Gesetzgebungsverfahren geprüft werden.   Wir danken den Initiator*innen - Bündnis für Gemeinnützigkeit, Deutscher Olympischer Sportbund, Deutscher Kulturrat, Dachverband der Kulturfördervereine, Zivilgesellschaft in Zahlen, Bundesarbeitsgemeinschaft der Freiwilligenagenturen, Bundesnetzwerk Bürgerschaftliches Engagement, Deutscher Bundesjugendring, Deutscher Naturschutzring sowie den Mitunterzeichnenden. Hier zum Nachlesen: Den offenen Brief an Bundesfinanzminister Olaf Scholz. Hier zum Nachlesen: Gesetzentwurf zur europäischen Vernetzung der Transparenzregister und zur Umsetzung der Richtlinie 2019/1153 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 20. Juni 2019 zur Nutzung von Finanzinformationen für die Bekämpfung von Geldwäsche, Terrorismusfinanzierung und sonstigen schweren Straftaten (Transparenzregister- und Finanzinformationsgesetz).
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07.04.2021
Aktuelles, Arbeitshilfen

Bis 14. April: GEMA Erstattungsanträge für 2020

Die GEMA weist darauf hin, dass Gutschriften/ Erstattungen für behördlich veranlasste Schließungszeiträume im Jahr 2020 nur noch bis einschließlich Mittwoch, 14. April 2021, beantragt werden können. Danach entfällt die Möglichkeit, Gutschriften für das zurückliegende Jahr 2020 zu erhalten. Der Antrag muss über die GEMA-Internetseite gestellt und dort unter „Meine Corona-Schließungszeiten“ die entsprechenden Tage angegeben werden. Hier finden sich dazu weitere Informationen. Auch 2021 leistet die GEMA bei den Lockdown-Maßnahmen vorerst weiter Unterstützung und erteilt für behördlich angeordnete Schließzeiten (Zeitraum ab 1. Januar 2021) auf Antrag Gutschriften auf Dauernutzungen von Musik (Monats-, Quartals- und Jahresverträge).
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31.03.2021
Förderung, Pressemitteilung

Forderung politischer Beschluss zur Fortsetzung Bundesprogramm „Kultur macht stark“

Der Bundesverband Soziokultur e. V. empfiehlt dringend einen politischen Beschluss zur Fortsetzung des Bundesprogramms „Kultur macht stark. Bündnisse für Bildung“ des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) noch in dieser Legislaturperiode. Das Programm verbessert nachhaltig die Teilhabechancen von Kindern und Jugendlichen und sollte 2023 ohne Unterbrechung fortgeführt werden können. Die Teilhabechancen von Kindern und Jugendlichen durch verlässliche Bildungsangebote dauerhaft zu verbessern, darüber besteht fraktionsübergreifend Konsens. Das ist ein Ergebnis des virtuellen „Parlamentarischen Abends“ zu dem die Partner*innen des Programms „Kultur macht stark“ Abgeordnete der Bundestagsausschüsse für Bildung, Kultur und Jugend sowie Expert*innen aus diesen Bereichen, am Mittwoch, den 24.03.2021 eingeladen hatten. Vertreten waren u. a. der parlamentarische Staatssekretär im BMBF Thomas Rachel (CDU/CSU), die Mitglieder des Bundestags Yvonne Magwas (CDU/CSU), Ulrike Bahr (SPD), Margit Stumpp (Bündnis 90/Die Grünen), Dr. Birke Bull-Bischoff (Die Linke) und Hartmut Ebbing (FDP). Zu den Expert*innen der zivilgesellschaftlichen Akteur*innen zählten u. a. Jutta Croll (Stiftung Digitale Chancen), Marc Grandmontagne (Deutscher Bühnenverein), Holger Hoffmann (Deutsches Kinderhilfswerk) und Prof. Dr. Susanne Keuchel (Deutscher Kulturrat). Bisher rund 30.000 Projekte für Kinder und Jugendliche Um die bildungsbezogenen Teilhabechancen von Kindern und Jugendlichen langfristig, nachhaltig und kontinuierlich zu stärken, ist es unabdingbar, das erfolgreiche Bundesprogramm „Kultur macht stark“ unmittelbar nach dem vorläufigen Ende 2022 fortzuführen. Wir beobachten, dass sich die strukturell begründete Bildungsungerechtigkeit insbesondere durch die Einschränkungen der Pandemie verschärft und die Möglichkeiten der kulturellen und gesellschaftlichen Teilhabe insbesondere von Kindern und Jugendlichen erschwert hat. Kinder und Jugendliche, die in Risikolagen und mit geringen Möglichkeiten zur kulturellen Teilhabe aufwachsen, benötigen zukünftig noch größere Unterstützung durch zusätzliche Angebote der außerschulischen kulturellen Bildung. In den bisher rund 30.000 Projekten von „Kultur macht stark“ eröffnen sich außerhalb der schulischen Bildung und des familiären Kontextes Freiräume und Experimentierfelder: Sich in diesen Kontexten ausprobieren zu können, fernab von schulischer Bewertung aus freien Stücken Lernerfahrungen zu machen und Selbstwirksamkeit zu erfahren – darin liegt die große Stärke des Programms. Solche Angebote sind durch die pandemiebedingte Bildungskrise wichtiger denn je. Nahtlose Fortführung gewährleisten Das vom Bundesverband Soziokultur sowie weiteren bundesweit tätigen zivilgesellschaftlichen Fachverbänden und Initiativen durchgeführte Förderprogramm schafft dank seiner großen Vielfalt zahlreiche Zugänge zu Kunst und Kultur und fördert gezielt die kreativen Ausdrucks- und Entwicklungsmöglichkeiten von Kindern und Jugendlichen. Für mehr Bildungsgerechtigkeit in Deutschland muss das Engagement des Bundes langfristig gesichert werden. Damit Kinder und Jugendliche kontinuierlich kulturelle Bildungsangebote wahrnehmen können, muss die nahtlose Fortsetzung des Programms „Kultur macht stark“ gewährleistet werden. Eine Unterbrechung der Förderung würde die lokal aufgebauten Netzwerke aus diversen (überwiegend ehrenamtlich geführten) Einrichtungen und Akteur*innen sowie die aufgebauten Strukturen, die den Erfolg des Programms garantieren, empfindlich schwächen und gefährden. Darum ist noch in dieser Legislaturperiode ein Beschluss des Bundestages notwendig, der dieses zentrale Bildungsziel bildungspolitisch verbindlich fixiert und entsprechend finanzielle Mittel dafür in Aussicht stellt. Margret Staal, Vorstandsvorsitzende des Bundesverbandes Soziokultur e. V. und der LAG Soziokultur & Kulturpädagogik Rheinland-Pfalz e. V., spricht sich explizit für einen politischen Beschluss zur Forstschreibung des Förderprogramms vor der nächsten Bundestagswahl aus: „Das Jahr 2017 markierte das Ende der ersten Förderperiode ‚Kultur macht stark. Bündnisse für Bildung‘. Damals gab es eine massive Lücke bis die Förderungen erneut auf lokaler Ebene umgesetzt werden konnten. Das ist für die Adressat*innen des Programms schwer erträglich – Beziehungsarbeit, Kontinuität und Verlässlichkeit sind für die teilnehmenden Kinder und Jugendlichen wichtig. Genauso essentiell ist die nahtlose Fortschreibung für die Akteur*innen in den soziokulturellen Einrichtungen, die die Projekte oftmals ehrenamtlich stemmen. Gerade jetzt und in der Folgezeit der Pandemie sind stabile Kontakte und verlässliche Fortsetzungen der Projekte notwendig, um die Kinder und Jugendlichen weiterhin zu erreichen. Wenn jetzt ein politischer Beschluss erfolgt, gibt es die Chance, dass sich die Unterbrechung aus 2018 nicht wiederholt.“ Prof.in Dr.in Susanne Keuchel, Vorsitzende des Deutschen Kulturrates: „Die fraktionsübergreifend große Unterstützung für das Programm ‚Kultur macht stark‘ ist enorm wichtig, da es das explizite Ziel verfolgt, Teilhabe von Kindern und Jugendlichen zu stärken, die aufgrund ihrer sozialen Lage kaum von außerschulischen kulturellen Bildungsangeboten erreicht werden. Da die Pandemie Bildungsungleichheiten noch einmal verschärft hat, ist es für die betroffenen Kinder und Jugendlichen wichtig, die Fortsetzung des Programms bereits jetzt verbindlich zu regeln, so dass keine Förderlücken entstehen. Ziel einer dritten Förderphase sollte es sein, die Projekte noch stärker innerhalb der lokalen Bildungslandschaften zu verankern, um langfristige Synergieeffekte zu ermöglichen. Als neue Programmatik sollte das Ziel verfolgt werden, mehr milieuübergreifende Begegnungen im Sinne des gesellschaftlichen Zusammenhalts zu ermöglichen und das Programm zugleich auch für Kinder und Jugendliche mit Beeinträchtigungen im Sinne der UN-Behindertenrechtskonvention zu öffnen.“ "Jugend ins Zentrum!" des BV - Förderung für rund 8.000 Kinder und Jugendliche Die 29 Programmpartner*innen der aktuellen Förderphase haben sich in einem Positionspapier für die Entwicklung einer dritten Förderphase „Kultur macht stark“ ausgesprochen und ihre Forderungen an den politischen Raum gerichtet. Hier können Sie das Positionspapier und die Forderungen nachlesen. Der Bundesverband Soziokultur e. V. fördert mit dem Programm „Jugend ins Zentrum!“ im Rahmen von „Kultur macht stark. Bündnisse für Bildung“ seit 2013 über 500 Projekte Kultureller Bildung und konnte so bereits rund 8.000 Kinder und Jugendliche mit erschwerten Zugängen zu Kunst und Kultur erreichen. ________________________________________________________ Die Pressemeldung steht hier zum Download bereit. ________________________________________________________ Weitere Informationen und Kontakt: Bundesverband Soziokultur e. V. Katrin Jahn | Projektleitung „Jugend ins Zentrum!“ Lehrter Str. 49 HH |10557 Berlin Katrin.Jahn@soziokultur.de www.jugend-ins-zentrum.de | Facebook @jugendinszentrum
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17.03.2021
Zeitschrift SOZIOkultur

MECKLENBURG-VORPOMMERN: Kornhaus, Bad Doberan

In einem Streifzug durch die Republik zu exemplarischen Orten wird klar: Seit ihren Anfängen in den 1970er Jahren bis heute muss (und will) sich die Soziokultur die Räumlichkeiten, in denen sie ihre Aktivitäten entfalten kann, oft erst suchen und erobern. Heute finden soziokulturelle Aktivitäten vielerorts in Gebäuden statt, die nicht als kulturelle Bauten geplant wurden. Teils jahrelang werden ehemalige Kirchen- und Klostergebäude, alte Fabrikhallen und Elektrizitätswerke, Scheunen, Lagerstätten oder Höfe mit viel persönlichem Engagement und körperlichem Einsatz, mit Knowhow und Liebe zum Detail für die spartenübergreifende Nutzung ertüchtigt. Wir haben uns umgesehen und stellen exemplarische Häuser vor. MECKLENBURG-VORPOMMERN: Kornhaus, Bad Doberan Das Kornhaus ist ein Profanbau aus dem 13. Jahrhundert. Nach wechselvoller Nutzung, zuletzt als Pionierhaus, drohten in der Nachwendezeit Leerstand und Verfall. Daher gründete sich 1992 der Kornhaus e.V., der schrittweise ein soziokulturelles Zentrum, eine Umweltbegegnungsstätte, eine Jugendkunstschule sowie Klosterherberge und Café aufbaute. Nach langem Ringen um umfangreiche Sanierungsmaßnahmen erhielt das Kornhaus 2011 die heutige Gestalt. Lage und Gestalt des Hauses prägen die Arbeit darin: Architektur und Atmosphäre unterscheiden es von den Wohn- und Arbeits- beziehungsweise Lernorten der Besucher*innen. Dies trägt dazu bei, dass hier andere Regeln gelten, dass experimentiert und geträumt wird. Auf dem Klostergelände liegt es abseits der Alltagswelt. Doch es ist profan und unterliegt nicht den Regeln des Sakralen. Die größte aktuelle Herausforderung ist die Abstandsregel. Unter Pandemiebedingungen sind die Räume für nahezu alle Angebote zu klein. Unser Ziel ist die Verlagerung ins Freie, ins Proprofane. Die Investitionsmaßnahme ist beantragt. Text: Ronald Richardt www.kornhaus-doberan.de - Kornhaus Doberan auf Facebook  Der Artikel erschien in der Zeitschrift SOZIOkultur zur Thema HÄUSER. Hier die Ausgabe zum Download.
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16.03.2021
Zeitschrift SOZIOkultur

HESSEN: Hafen 2, Offenbach

Seit ihren Anfängen in den 1970er Jahren erobert sich die Soziokultur die Räumlichkeiten, in denen sie ihre Aktivitäten entfalten kann, oft erst. Heute finden soziokulturelle Aktivitäten vielerorts in Gebäuden statt, die nicht als kulturelle Bauten geplant wurden. Wir haben uns umgesehen und stellen exemplarische Häuser vor. HESSEN: Hafen 2, Offenbach Das Kulturzentrum Hafen 2 begann als Zwischennutzung eines Lokschuppens der Hafenbahn. Als der Abriss dieses Gebäudes bevorstand, ermöglichte eine Spendenkampagne, die von der Stadt Offenbach verlangte Mietkostenvorauszahlung für ein neu zu errichtendes Gebäude aufzubringen. Das neue Haus ist weniger „Haus“ als vielmehr Blechgebäude, ermöglicht aber einen komfortableren Kulturbetrieb. Zudem kommt zum Tragen, dass der Hafen 2 schon immer seinen Schwerpunkt auf Open-Air-Veranstaltungen hatte. Dafür ist das neue Gelände überaus attraktiv: Kinoleinwand und Konzertbühne haben den Fluss im Hintergrund und das Publikum schmiegt sich in eine Art Amphitheater. Das neue Gebäude hat eine Veranstaltungshalle und ein kleines Café, jedoch keine ausreichenden Nebenräume für Büro, Backstage, Garderobe, Personal, Werkstatt, Lager et cetera, deshalb wurden einige Container und Zirkuswagen hinzugefügt. Text: Alex Braun www.hafen2.net  - Hafen 2 auf Facebook Der Artikel erschien in der Zeitschrift SOZIOkultur zur Thema HÄUSER. Hier die Ausgabe zum Download.
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15.03.2021
Stellenangebote

Geschäftsführung von Speicher Husum e. V.

Der Speicher Husum e. V. sucht zum 01. Juli 2021 eine Geschäftsführung (m/w/d) (Vollzeit) Der Speicher Husum ist das sozio-kulturelle Zentrum an der Westküste von Schleswig-Holstein. Seit 1982 bietet es auf der Basis von ehrenamtlichem Engagement ein vielfältiges, anspruchsvolles und generationsübergreifendes Kulturprogramm, das zu gesellschaftlicher Auseinandersetzung einladen möchte. Darüber hinaus bereichern verschiedene Initiativen das Programm, politische Gruppen nutzen das Haus als Treffpunkt. Ihre Aufgaben: Veranstaltungsplanung und -organisation (Künstlerbuchung, Gagenverhandlungen, Vertrags-abschlüsse, Hotelbuchungen usw.)  Betreuung der ehrenamtlichen Struktur (Vor- und Nachbereitung sowie Moderation des Plenums, der Vorstandssitzungen und der Jahreshauptversammlungen) Finanzverantwortung (Beantragung von Fördermitteln, Erstellen von Verwendungsnachweisen und Geschäftsberichten) Einteilung des Personals (Reinigungs- und Bürokräfte, TechnikerInnen) Presse- und Öffentlichkeitsarbeit (u.a. Verfassen des monatlichen Programmheftes, Social-Media etc.) Bürotätigkeiten Vertretung des Vereins in politischen Gremien, bei Verbänden und KooperationspartnerInnen Wir bieten: einen unbefristeten Arbeitsplatz mit langfristiger Perspektive eine hochinteressante Tätigkeit angemessene Bezahlung flexible Arbeitszeiten Förderung von Weiterbildung die Möglichkeit zur Verwirklichung eigener Ideen   Wir wünschen uns eine Geschäftsführung mit Erfahrung im Kulturbetrieb und besonderem Interesse an Live-Musik. Wenn Sie bei der Vielfalt der Aufgaben gut den Überblick behalten und Lust haben auf eine abwechslungsreiche Tätigkeit mit über 50 Ehrenamtlichen, dann freuen wir uns über Ihre Bewerbung mit Angabe Ihrer Gehaltsvorstellung an Speicher Husum e.V., Hafenstr. 17, 25813 Husum oder an info@speicher-husum.de. Bewerbungsschluss ist der 31. März 2021. Weitere Informationen zur ausgeschriebenen Stelle erhalten Sie bei unserer kommissarischen Geschäftsführerin Hanna Lossau, Telefon 04841-65000/ Mail info@speicher-husum.de.
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14.03.2021
Zeitschrift SOZIOkultur

THÜRINGEN: Kunstpavillon Eisenach

In einem Streifzug durch die Republik zu exemplarischen Orten wird klar: Soziokulturelle Aktivitäten finden vielerorts in Gebäuden statt, die nicht als kulturelle Bauten geplant wurden. Wir haben uns umgesehen und stellen exemplarische Häuser vor. THÜRINGEN: Kunstpavillon Eisenach Der Verein Zentrum für Gegenwartskunst fördert zeitgenössische Kunst und Kultur, Bildung sowie Denkmalschutz und -pflege durch die Erhaltung des ehemaligen Ausstellungspavillons des Automobilwerkes Eisenach und dessen sinnvolle und regelmäßige Nutzung. Nach der Rettung vor dem Abriss und der Gebäudesicherung treibt der Verein derzeit eine denkmalgerechte Sanierung des inzwischen als Kulturdenkmal eingetragenen und seit 2018 als national bedeutend eingestuften Gebäudes voran. Sein Baustil wird in der Nachfolge der Bauhaus-Architektur mit Bezügen zu Bauten von Mies van der Rohe bewertet. Seit 2007 werden regelmäßig Angebote der Kunst, der Soziokultur und der Bildung geschaffen, die bis dato in dieser Form in Eisenach nicht zu finden waren - von Kunstausstellungen und -auktionen und Nächten der Kunst über Workshops mit Schüler*innen, die offene „Bühne FREI“ und Poetry Slams bis zu Live-Konzerten, Lesungen und Film-, Theater- und Kabarettaufführungen. Als Zentrum der Begegnung und als Raum zur freien Meinungsbildung lädt der KUNSTPavillon zum Verweilen, Genießen und Feiern ein. Text: Peter Schäfer www.kunstpavillon.info - Kunstpavillon auf Facebook Der Artikel erschien in der Zeitschrift SOZIOkultur zur Thema HÄUSER. Hier die Ausgabe zum Download.
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12.03.2021
Netzwerk Soziokultur, Zeitschrift SOZIOkultur

SCHLESWIG-HOLSTEIN: Planet Alsen

In einem Streifzug durch die Republik stellen wir exemplarisch Häuser der Soziokultur vor. Planet Alsen in Schleswig-Holstein Das Projekt „Planet Alsen“ ist eine Keimzelle für die Entwicklung des Alsen-Geländes in Itzehoe. Bis 1982 war hier eine Zementfabrik angesiedelt. Das Unternehmen war 1863 von Gustav Alsen gegründet worden. Heute wandelt sich das Gelände von einer Industriebrache zur Kulturlandschaft. Ziel ist es, ein Kulturzentrum und einen Kommunikationsraum für Kunst, Bildung und Industriegeschichte zu schaffen. Durch die großzügigen räumlichen Gegebenheiten sowie das außergewöhnliche Ambiente entsteht für Künstler*innen aller Couleur die für den Raum Südholstein einmalige Möglichkeit und Chance, ihre Kunst auch im Zusammenspiel von Events, Freizeitangeboten, Ausstellungen und Gastronomie generationsübergreifend zu präsentieren. Es ist beabsichtigt, das ehemalige Industriegelände mit der Stadt Itzehoe zu einem Ganzen zu entwickeln. „Planet Alsen“ möchte den industriekulturellen Teil der Stadtgeschichte bewahren und ihn den Bürger*innen und Besucher*innen zugänglich machen. Durch Projekte und Veranstaltungen unterschiedlichster Art soll ein kreativer Raum entstehen. Text: Setus Studt www.planet-alsen.de - Förderverein Planet Alsen auf Facebook Der Artikel erschien in der Zeitschrift SOZIOkultur zur Thema HÄUSER. Hier die Ausgabe zum Download.
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10.03.2021
Zeitschrift SOZIOkultur

HESSEN: Theater Altes Hallenbad, Friedberg

In einem Streifzug durch die Republik zu exemplarischen Orten stellen wir Häuser der Soziokultur vor. HESSEN: Theater Altes Hallenbad, Friedberg Das Jugendstilbad in Friedberg/Wetterau wurde 1909 auf Betreiben und mit maßgeblicher Finanzierung durch Friedberger Bürger*innen erbaut. Anstöße dafür waren das wachsende Interesse an Freizeitgestaltung und das steigende Hygienebedürfnis. Nach jahrzehntelanger Nutzung durch Bürger*innen, Vereine und Schulen wurde das Bad 1980 geschlossen und der denkmalgeschützte Bau versank in einen 27 Jahre währenden Dornröschenschlaf. 2007 waren es wiederum Friedberger Bürger*innen, die den Verein Gesellschaft der Freunde Theater Altes Hallenbad e.V. gründeten und sich die Erhaltung und Umwidmung in ein Kulturzentrum zur Aufgabe machten. Ein Prinzip, das der baulichen Entwicklung und dem Bekanntheitsgrad des Vorhabens sehr gut tat, war die parallele Begleitung der Baufortschritte durch kulturelle Aufführungen. Mit dem Programm „Kulturtaucher“ veranstaltet der Verein im Jahr zirka 50 Events, von Lesung, Theater, Musik, Kabarett bis zur Oper. Eigenmittel werden durch die Vermietung und Verpachtung von Räumlichkeiten erwirtschaftet. Text: Wolfgang Diny www.aha-friedberg.info - Altes Hallenbad auf Facebook Der Artikel erschien in der Zeitschrift SOZIOkultur zur Thema HÄUSER. Hier die Ausgabe zum Download.
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08.03.2021
Aktuelles, Kultur und Politik

Landtagswahlen am kommenden Wochenende

Am Sonntag, den 14. März 2021 finden in Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg Landtagswahlen statt. Wie sind die Positionen der Parteien zur Soziokultur? Wie sieht eine Kulturpolitik für die Zukunft aus? Wir haben nachgefragt In einem Interview mit Siegfried Dittler, Geschäftsführer der LAKS Baden-Württemberg, spricht Petra Olschowski über das Erreichte und die Ziele in der Kulturpolitik ihres Landes. Petra Olschowski ist Staatssekretärin im Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg. Hier gehts zum Interview. Wie positionieren sich die Vertreter*innen der großen Parteien in Rheinland-Pfalz zur Soziokultur? Giorgina Kazungu-Hass, Kulturpolitische Sprecherin der SPD-Landtagsfraktion, Katharina Binz, Sprecherin für Integrations- und Asylpolitik, Hochschule, Wissenschaft, Forschung, Weiterbildung und Kultur, Verbraucherschutz, Gesundheit, Pflege und Drogenpolitik von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN, Marion Schneid, Kulturpolitische Sprecherin und stellvertretende Vorsitzende der CDU-Landtagsfraktion und Thomas Roth, Kulturpolitischer Sprecher der FDP im Landtag, haben uns ihre Vision der Soziokultur in kurzen Statements erläutert. Hier finden Sie die Positionen. Wir fordern alle Wahlberechtigten auf, sich an der Wahl zu beteiligen und sind gespannt auf die Ergebnisse! Die Artikel erschienen in der Zeitschrift SOZIOkultur zur Thema HÄUSER. Hier die Ausgabe zum Download.  
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06.03.2021
Zeitschrift SOZIOkultur

MECKLENBURG-VORPOMMERN: St. Spiritus, Greifswald

Soziokulturelle Aktivitäten finden vielerorts in Gebäuden statt, die nicht als kulturelle Bauten geplant wurden. Wir haben uns umgesehen und stellen exemplarische Häuser vor. MECKLENBURG-VORPOMMERN: St. Spiritus, Greifswald Das soziokulturelle Zentrum St. Spiritus wurde 1990 gegründet. Das Gebäude wurde bereits zu DDR-Zeiten für Kulturarbeit genutzt und nach der Wende zum soziokulturellen Zentrum in städtischer Trägerschaft umfunktioniert. Für das bauliche Ensemble war diese Nutzung die Rettung. Der Gebäudekomplex – seit dem Mittelalter Hospital und Wohnstatt für Alte und Kranke – besteht aus einem Innenhof mit mittelalterlicher Budenbebauung, einem zweistöckigen Haus aus dem Jahr 1740 auf mittelalterlichen Grundmauern und einem ehemaligen Kirchenbau mit Ursprüngen aus dem 13. Jahrhundert. Von 2000 bis 2008 wurden die Gebäudeteile durch die Stadt mithilfe von Fördermitteln saniert. Es war ein Spagat, Denkmalpflege und die Nutzung als Veranstaltungsort in Einklang zu bringen, der aber sehr gut gelang. Nun wird die ehemalige Kapelle als Veranstaltungssaal genutzt, in den Hofbuden sind künstlerische Werkstätten untergebracht, der Lagerboden wurde Ausstellungsraum. Gerade die wunderschönen historischen Details machen den besonderen Charme des Ortes aus. Text: Imke Freiberg www.kulturzentrum.greifswald.de - St.Spiritus auf Facebook Der Artikel erschien in der Zeitschrift SOZIOkultur zur Thema HÄUSER. Hier die Ausgabe zum Download.
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05.03.2021
Zeitschrift SOZIOkultur

RHEINLAND-PFALZ: KulturGießerei Saarburg

In einem Streifzug durch die Republik zu exemplarischen Orten wird klar: Soziokulturelle Aktivitäten finden vielerorts in Gebäuden statt, die nicht als kulturelle Bauten geplant wurden. Wir haben uns umgesehen und stellen exemplarische Häuser vor. RHEINLAND-PFALZ: KulturGießerei Saarburg Als die Glockengießerei Mabilon Ende 2002 ihre Produktion aus Altersgründen aufgeben musste, verblieb ein Gebäudekomplex von großer kulturhistorischer Bedeutung, der im denkmalgeschützten Altstadtbereich der Stadt Saarburg seit 1770 ansässig ist. Bis zu fünf Tonnen schwere Glocken fanden ihren Weg von hier aus quer durch Europa in die ganze Welt. Doch was sollte mit dem anerkannten Denkmal passieren? Eine Nutzung als Museum und Veranstaltungsstätte lag nahe in einer Region, für die Kultur und Tourismus enorme Bedeutung haben. Mit weiteren Standbeinen im Bereich der sozialen Arbeit und der Bildung entwickelte der Trägerverein, KulturGießerei Saarburg – Lokales Bündnis für Familie e.V., ein soziokulturelles Gesamtkonzept. Es beruht auf einer kompletten inhaltlichen Vernetzung – ganz im Sinne des Leitbildes „Wir machen uns stark für Familien“ und ist auf Vielfalt, bürgerschaftliches Engagement und demokratisches Miteinander ausgerichtet. Der Erfolg beruht auf der hohen Identifikation der Menschen mit dem Ort, langem Atem, großer Akzeptanz auch bei Entscheidungsträgern sowie der Anbindung an kommunale Strukturen. Text: Dr. Anette Barth KulturGießerei in Saarburg heute. Foto © KulturGießerei www.kulturgiesserei-saarburg.de - Kulturgießerei auf Facebook Der Artikel erschien in der Zeitschrift SOZIOkultur zur Thema HÄUSER. Hier die Ausgabe zum Download.
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04.03.2021
Stellenangebote

Projektmanagement / Sachbearbeitung und Veranstaltungsorganisation w / m / d bei BDAT e.V.

Bund Deutscher Amateurtheater e.V. (BDAT) sucht eine Person für Projektmanagement / Sachbearbeitung und Veranstaltungsorganisation (w / m / d) am Arbeitsort Berlin. Bewerbung bis bis spätestens 19. März 2021. Die Stelle wird als Vertretung für Mutterschutz und Elternzeit ausgeschrieben und ist bis voraussichtlich 30.09.2022 befristet. Bei Interesse kann für 2021 eine Aufstockung auf Vollzeit (39 h) durch Mitarbeit in einem anderen Projekt des BDAT erfolgen.
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03.03.2021
Zeitschrift SOZIOkultur

NIEDERSACHSEN: Theater der Nacht, Northeim

Soziokulturelle Aktivitäten finden vielerorts in Gebäuden statt, die nicht als kulturelle Bauten geplant wurden. Wir haben uns umgesehen und stellen in einem Streifzug durch die Republik exemplarische Häuser vor. NIEDERSACHSEN: Theater der Nacht, Northeim Wir, Heiko und Ruth Brockhausen, waren mit dem Theater der Nacht seit 1988 als Tourneetheater unterwegs. Da fiel uns 1994 die leerstehende Northeimer Feuerwache ins Auge. Der Standort in den Wallanlagen neben der alten Stadtkirche schien uns optimal. Wir überlegten, wie das Haus aussehen sollte. Aber unsere Vorstellungen wurden mit Skepsis betrachtet. Von „Wolkenkuckucksheim“ war die Rede oder „aufgeregter Architektur“. Die Denkmalpflege erhob Einwände wegen der Nähe zur denkmalgeschützten Kirche. Nach vier Jahren Überzeugungsarbeit und harten Verhandlungen bekamen wir im Mai 1999 doch noch eine Finanzierung beisammen und konnten mit dem Umbau beginnen. Am 11.8.2001 haben wir mit einem rauschenden Fest die Eröffnung gefeiert. Wir haben seither unser Angebot stetig erweitert, 2014 noch einmal Werkstatträume angebaut. Die Vorstellungen, Kurse und Projekte werden gut angenommen – beziehungsweise wurden. Seit März 2020 sind wir ja durch die pandemiebedingten Schließungen extrem betroffen und wissen nicht, wie wir das Jahr überleben werden. Text: Ruth Brockhausen www.theater-der-nacht.de  - Theater der Nacht auf Facebook Der Artikel erschien in der Zeitschrift SOZIOkultur zur Thema HÄUSER. Hier die Ausgabe zum Download.
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01.03.2021
Zeitschrift SOZIOkultur

BRANDENBURG: Kunsthaus Strodehne

Soziokulturelle Aktivitäten finden vielerorts in Gebäuden statt, die nicht als kulturelle Bauten geplant wurden. Wir haben uns umgesehen und stellen in einem Streifzug durch die Republik exemplarische Häuser vor. BRANDENBURG: Kunsthaus Strodehne Die Geschichte des Vereins Kunsthaus Strodehne e.V. begann zu DDR-Zeiten, als die Stadt Rhinow einer Gruppe junger Potsdamer Künstler*innen ein Haus in Strodehne im Havelland zur Verfügung stellte. Das erste „Sommerseminar für Bildende Künste“ fand 1988 statt. Erst 1991 wurde der Verein gegründet, der seinen Sitz in Potsdam hat, wo er auch das soziokulturelle Zentrum Waschhaus mit aufbaute. Das Kunsthaus in Strodehne übernahm der Verein ab 2004 von der Stadt Rhinow langfristig in Erbbaupacht. In den 1990er Jahren war es mit viel Engagement der Vereinsmitglieder umfassend saniert und die Hofscheune zum Atelier umgebaut worden. Bis heute finden hier sowohl professionelle Künstler*innen als auch Kinder- und Jugendgruppen ideale Bedingungen für die künstlerische Produktion. Darüber hinaus hat der Verein einen Skulpturenpfad am Rande des umliegenden Naturschutzgebiets geschaffen, er veranstaltet seit 1995 eine Konzertreihe in der Strodehner Dorfkirche und ist Träger des Projekts „Schulhausroman“ in Brandenburg. Seine Arbeit leistet er fast ausschließlich ehrenamtlich. Text: Michael Wegener www.kunsthaus-strodehne.de  - Kunsthaus Strodehne auf Facebook Der Artikel erschien in der Zeitschrift SOZIOkultur zur Thema HÄUSER. Hier die Ausgabe zum Download.
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26.02.2021
Zeitschrift SOZIOkultur

HAMBURG: Zinnschmelze

In einem Streifzug durch die Republik zu exemplarischen Orten wird klar: Seit ihren Anfängen in den 1970er Jahren bis heute muss (und will) sich die Soziokultur die Räumlichkeiten, in denen sie ihre Aktivitäten entfalten kann, oft erst suchen und erobern. Heute finden soziokulturelle Aktivitäten vielerorts in Gebäuden statt, die nicht als kulturelle Bauten geplant wurden. Teils jahrelang werden ehemalige Kirchen- und Klostergebäude, alte Fabrikhallen und Elektrizitätswerke, Scheunen, Lagerstätten oder Höfe mit viel persönlichem Engagement und körperlichem Einsatz, mit Knowhow und Liebe zum Detail für die spartenübergreifende Nutzung ertüchtigt. Wir haben uns umgesehen und stellen exemplarische Häuser vor. HAMBURG - Zinnschmelze Die ehemalige Zinnschmelze einer Gummiwarenfabrik wurde Ende der 1980er Jahre umgebaut und wird seitdem vom Trägerverein Zinnschmelze – Barmbeker Verein für Kultur und Arbeit e.V. als Kulturzentrum betrieben, zunächst mit Musik- und Tanzveranstaltungen in zwei Räumen auf insgesamt 270 Quadratmetern, ergänzt durch ein eigenständiges Kinder- und Jugendtheater und ein vereinseigenes Café. 2007 begannen die Konzeptstudien für einen Erweiterungsbau. Die Zinnschmelze wurde Bestandteil des Sanierungsverfahrens im Stadtteil und mit öffentlichen Mitteln und durch private Spenden saniert und erweitert. Nach 18-monatiger Bauzeit 2015 wiedereröffnet, trägt sie heute dazu bei, Attraktivität und Lebensqualität vor Ort zu verbessern. In zwei Räumen von 42 und 120 Quadratmetern finden bis zu 150 Besucher*innen Platz. Das Theaterdeck als Mieter und eine verpachtete Gastronomie nutzen die anderen zwei Drittel des Gebäudes. Das Angebot umfasst Veranstaltungen, Kurse und vielfältige Projekte. Künstlerische Qualität, Mitgestaltung und politische Themen leiten das Team in der Umsetzung. Text: Dorothée Puschmann www.zinnschmelze.de - Zinnschmelze auf Facebook Der Artikel erschien in der Zeitschrift SOZIOkultur zur Thema HÄUSER. Hier die Ausgabe zum Download.
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25.02.2021
Förderung, UTOPOLIS

Kabinettsbericht ressortübergreifende Strategie Soziale Stadt beschlossen

Die Bundesregierung hat den Kabinettsbericht zur ressortübergreifenden Strategie „Soziale Stadt – Nachbarschaften stärken, miteinander im Quartier“ beschlossen. Mit dem Bericht werden u.a. auch die kreativen Methoden und vor allen Dingen die Ergebnisse der Zwischenevaluation des Modellprogramms „UTOPOLIS – Soziokultur im Quartier“ kommuniziert. Damit bildet der Bericht eine wichtige Weichenstellung für die Fortführung der ressortübergreifenden Strategie in der sozialen Stadtentwicklung. Den Bericht findet ihr in voller Länge HIER. Mikrofestival Bremen. Foto © Jan Meier
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25.02.2021
NEUSTART KULTUR

Frischer Wind in soziokulturellen Zentren

Das milliardenschwere Förderprogramm NEUSTART KULTUR unterstützt dringend benötigte Investitionen in Kultureinrichtungen für den Weiterbetrieb unter Pandemiebedingungen. Eine Analyse der eingegangenen Anträge zeigt: Wo sind die Bedarfe besonders groß? Was tun die Zentren, um auch in der Krise handlungsfähig zu bleiben?
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24.02.2021
Zeitschrift SOZIOkultur

BADEN WÜRTTEMBERG: Chapel, Göppingen

In einem Streifzug durch die Republik zu exemplarischen Orten wird klar: Seit ihren Anfängen in den 1970er Jahren bis heute muss (und will) sich die Soziokultur die Räumlichkeiten, in denen sie ihre Aktivitäten entfalten kann, oft erst suchen und erobern. Heute finden soziokulturelle Aktivitäten vielerorts in Gebäuden statt, die nicht als kulturelle Bauten geplant wurden. Teils jahrelang werden ehemalige Kirchen- und Klostergebäude, alte Fabrikhallen und Elektrizitätswerke, Scheunen, Lagerstätten oder Höfe mit viel persönlichem Engagement und körperlichem Einsatz, mit Knowhow und Liebe zum Detail für die spartenübergreifende Nutzung ertüchtigt. Wir haben uns umgesehen und stellen exemplarische Häuser vor. BADEN-WÜRTTEMBERG - Chapel, Göppingen Seit die Fabrik für Kunst und Kultur e.V. im Jahr 1998 die alte Soldier Chapel von der Stadt Göppingen als Veranstaltungsort und Heimstatt für den Verein erhielt, hörten die Arbeiten am Haus eigentlich nie auf: erst Renovierungsarbeiten, dann die Instandsetzung der Fassade, kontinuierliche Optimierungen an der technischen Ausstattung bis zur großen Sanierung durch die Stadt Göppingen, zu der die Vereinsmitglieder weit über normales ehrenamtliches Engagement hinaus Hunderte von Stunden an Eigenleistung beitrugen. Das Konzept des Umbaus ermöglicht eine große Wandelbarkeit der Location – ob für Ausstellungen, Konzerte, Theater, Filmdrehs, Festivals, Parties oder als Ort der Begegnung. Die Chapel verfügt über zwei Veranstaltungsräume, CHAPEL und KRYPTA für 700 beziehungsweise 200 Personen, sowie Vereinsraum, Mini-Kino, Werkstatt, Tonstudio, Proberäume, Vereinsbüro und Außenanlagen. Aktuell wird schon wieder gebaut: Der große Kirchenraum bekommt eine Bühne und eigene Technik. In naher Zukunft sollen dort auch kleine Veranstaltungen mit Abstand ohne Mehraufwand durchgeführt werden. www.fabrikev.de - Die Chapel auf Facebook Text: Amyna E. Wolf Foto © Heiko Herrmann Der Artikel erschien in der Zeitschrift SOZIOkultur zur Thema HÄUSER. Hier die Ausgabe zum Download.
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24.02.2021
Kulturpolitik, Zeitschrift SOZIOkultur

Kultur wählen – Landtagswahlen Rheinland-Pfalz

Am Sonntag, den 14. März 2021, finden in Rheinland-Pfalz Landtagswahlen statt. Wie sind die Positionen der Parteien zur Soziokultur? Wir haben nachgefragt: Welche Rolle spielt die Soziokultur in Ihren politischen Planungen?
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17.02.2021
UTOPOLIS, Zeitschrift SOZIOkultur

Das Foyer – Ein Begegnungsraum im Quartier

„Das Foyer“ als Projektbaustein des UTOPOLIS-Projektes „Social Body Building“: Verbindendes Element ist der Ansatz, unmittelbar auf aktuelle Problemlagen und Bedarfe einzugehen. Die Projektidee, die hinter „Das Foyer“ steckt, greift auf die Funktion des Foyers in Theatern und Museen zurück: Es ist bestenfalls ein Ort der Begegnung, des Austauschs über das Gesehene, ein Ort des Ankommens und Verweilens, ein Ort der Kommunikation. Wie muss solch ein Raum gestaltet sein, damit er diesen Ansprüchen gerecht wird? Wo fühlt man sich wohl, eingeladen, dazugehörend?
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16.02.2021
LAND INTAKT, Zeitschrift SOZIOkultur

Land in Sicht! – Investitionen zur richtigen Zeit

LAND INTAKT verzeichnete nach seinem Start am 15. April 2020 innerhalb weniger Wochen eine überaus große Nachfrage bei Akteur*innen aus dem ganzen Bundesgebiet. Das Portal für die Antragstellung musste vorzeitig geschlossen werden. Die Mittel für das Programm wurden daraufhin zweimal durch Kulturstaatsministerin Monika Grütters aufgestockt. Alle förderfähigen Vorhaben konnten ermöglicht werden. Insgesamt werden durch LAND INTAKT fast 150 Projekte in ländlichen Räumen gefördert. Diese sind so vielfältig wie das Wirken und die Arbeit der einzelnen Kulturzentren.
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