Förderung, Pressemitteilung

Forderung politischer Beschluss zur Fortsetzung Bundesprogramm „Kultur macht stark“

Der Bundesverband Soziokultur e. V. empfiehlt dringend einen politischen Beschluss zur Fortsetzung des Bundesprogramms „Kultur macht stark. Bündnisse für Bildung“ des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) noch in dieser Legislaturperiode. Das Programm verbessert nachhaltig die Teilhabechancen von Kindern und Jugendlichen und sollte 2023 ohne Unterbrechung fortgeführt werden können. Die Teilhabechancen von Kindern und Jugendlichen durch verlässliche Bildungsangebote dauerhaft zu verbessern, darüber besteht fraktionsübergreifend Konsens. Das ist ein Ergebnis des virtuellen „Parlamentarischen Abends“ zu dem die Partner*innen des Programms „Kultur macht stark“ Abgeordnete der Bundestagsausschüsse für Bildung, Kultur und Jugend sowie Expert*innen aus diesen Bereichen, am Mittwoch, den 24.03.2021 eingeladen hatten. Vertreten waren u. a. der parlamentarische Staatssekretär im BMBF Thomas Rachel (CDU/CSU), die Mitglieder des Bundestags Yvonne Magwas (CDU/CSU), Ulrike Bahr (SPD), Margit Stumpp (Bündnis 90/Die Grünen), Dr. Birke Bull-Bischoff (Die Linke) und Hartmut Ebbing (FDP). Zu den Expert*innen der zivilgesellschaftlichen Akteur*innen zählten u. a. Jutta Croll (Stiftung Digitale Chancen), Marc Grandmontagne (Deutscher Bühnenverein), Holger Hoffmann (Deutsches Kinderhilfswerk) und Prof. Dr. Susanne Keuchel (Deutscher Kulturrat). Bisher rund 30.000 Projekte für Kinder und Jugendliche Um die bildungsbezogenen Teilhabechancen von Kindern und Jugendlichen langfristig, nachhaltig und kontinuierlich zu stärken, ist es unabdingbar, das erfolgreiche Bundesprogramm „Kultur macht stark“ unmittelbar nach dem vorläufigen Ende 2022 fortzuführen. Wir beobachten, dass sich die strukturell begründete Bildungsungerechtigkeit insbesondere durch die Einschränkungen der Pandemie verschärft und die Möglichkeiten der kulturellen und gesellschaftlichen Teilhabe insbesondere von Kindern und Jugendlichen erschwert hat. Kinder und Jugendliche, die in Risikolagen und mit geringen Möglichkeiten zur kulturellen Teilhabe aufwachsen, benötigen zukünftig noch größere Unterstützung durch zusätzliche Angebote der außerschulischen kulturellen Bildung. In den bisher rund 30.000 Projekten von „Kultur macht stark“ eröffnen sich außerhalb der schulischen Bildung und des familiären Kontextes Freiräume und Experimentierfelder: Sich in diesen Kontexten ausprobieren zu können, fernab von schulischer Bewertung aus freien Stücken Lernerfahrungen zu machen und Selbstwirksamkeit zu erfahren – darin liegt die große Stärke des Programms. Solche Angebote sind durch die pandemiebedingte Bildungskrise wichtiger denn je. Nahtlose Fortführung gewährleisten Das vom Bundesverband Soziokultur sowie weiteren bundesweit tätigen zivilgesellschaftlichen Fachverbänden und Initiativen durchgeführte Förderprogramm schafft dank seiner großen Vielfalt zahlreiche Zugänge zu Kunst und Kultur und fördert gezielt die kreativen Ausdrucks- und Entwicklungsmöglichkeiten von Kindern und Jugendlichen. Für mehr Bildungsgerechtigkeit in Deutschland muss das Engagement des Bundes langfristig gesichert werden. Damit Kinder und Jugendliche kontinuierlich kulturelle Bildungsangebote wahrnehmen können, muss die nahtlose Fortsetzung des Programms „Kultur macht stark“ gewährleistet werden. Eine Unterbrechung der Förderung würde die lokal aufgebauten Netzwerke aus diversen (überwiegend ehrenamtlich geführten) Einrichtungen und Akteur*innen sowie die aufgebauten Strukturen, die den Erfolg des Programms garantieren, empfindlich schwächen und gefährden. Darum ist noch in dieser Legislaturperiode ein Beschluss des Bundestages notwendig, der dieses zentrale Bildungsziel bildungspolitisch verbindlich fixiert und entsprechend finanzielle Mittel dafür in Aussicht stellt. Margret Staal, Vorstandsvorsitzende des Bundesverbandes Soziokultur e. V. und der LAG Soziokultur & Kulturpädagogik Rheinland-Pfalz e. V., spricht sich explizit für einen politischen Beschluss zur Forstschreibung des Förderprogramms vor der nächsten Bundestagswahl aus: „Das Jahr 2017 markierte das Ende der ersten Förderperiode ‚Kultur macht stark. Bündnisse für Bildung‘. Damals gab es eine massive Lücke bis die Förderungen erneut auf lokaler Ebene umgesetzt werden konnten. Das ist für die Adressat*innen des Programms schwer erträglich – Beziehungsarbeit, Kontinuität und Verlässlichkeit sind für die teilnehmenden Kinder und Jugendlichen wichtig. Genauso essentiell ist die nahtlose Fortschreibung für die Akteur*innen in den soziokulturellen Einrichtungen, die die Projekte oftmals ehrenamtlich stemmen. Gerade jetzt und in der Folgezeit der Pandemie sind stabile Kontakte und verlässliche Fortsetzungen der Projekte notwendig, um die Kinder und Jugendlichen weiterhin zu erreichen. Wenn jetzt ein politischer Beschluss erfolgt, gibt es die Chance, dass sich die Unterbrechung aus 2018 nicht wiederholt.“ Prof.in Dr.in Susanne Keuchel, Vorsitzende des Deutschen Kulturrates: „Die fraktionsübergreifend große Unterstützung für das Programm ‚Kultur macht stark‘ ist enorm wichtig, da es das explizite Ziel verfolgt, Teilhabe von Kindern und Jugendlichen zu stärken, die aufgrund ihrer sozialen Lage kaum von außerschulischen kulturellen Bildungsangeboten erreicht werden. Da die Pandemie Bildungsungleichheiten noch einmal verschärft hat, ist es für die betroffenen Kinder und Jugendlichen wichtig, die Fortsetzung des Programms bereits jetzt verbindlich zu regeln, so dass keine Förderlücken entstehen. Ziel einer dritten Förderphase sollte es sein, die Projekte noch stärker innerhalb der lokalen Bildungslandschaften zu verankern, um langfristige Synergieeffekte zu ermöglichen. Als neue Programmatik sollte das Ziel verfolgt werden, mehr milieuübergreifende Begegnungen im Sinne des gesellschaftlichen Zusammenhalts zu ermöglichen und das Programm zugleich auch für Kinder und Jugendliche mit Beeinträchtigungen im Sinne der UN-Behindertenrechtskonvention zu öffnen.“ "Jugend ins Zentrum!" des BV - Förderung für rund 8.000 Kinder und Jugendliche Die 29 Programmpartner*innen der aktuellen Förderphase haben sich in einem Positionspapier für die Entwicklung einer dritten Förderphase „Kultur macht stark“ ausgesprochen und ihre Forderungen an den politischen Raum gerichtet. Hier können Sie das Positionspapier und die Forderungen nachlesen. Der Bundesverband Soziokultur e. V. fördert mit dem Programm „Jugend ins Zentrum!“ im Rahmen von „Kultur macht stark. Bündnisse für Bildung“ seit 2013 über 500 Projekte Kultureller Bildung und konnte so bereits rund 8.000 Kinder und Jugendliche mit erschwerten Zugängen zu Kunst und Kultur erreichen. ________________________________________________________ Die Pressemeldung steht hier zum Download bereit. ________________________________________________________ Weitere Informationen und Kontakt: Bundesverband Soziokultur e. V. Katrin Jahn | Projektleitung „Jugend ins Zentrum!“ Lehrter Str. 49 HH |10557 Berlin Katrin.Jahn@soziokultur.de www.jugend-ins-zentrum.de | Facebook @jugendinszentrum
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Aktuelles, Förderung, Kulturpolitik

Weitere Milliarde für NEUSTART KULTUR

Eine weitere Milliarde Euro für das Förderprogramm NEUSTART KULTUR - Der Koalitionsausschuss einigte sich auf ein Anschlussprogramm von NEUSTART KULTUR und damit weitere Fördergelder für Kulturschaffende. Wir freuen uns über diesen wichtigen Schritt!
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Zeitschrift SOZIOkultur

Häuser – Aktuelle Ausgabe SOZIOkultur

Häuser, in denen man sich treffen, lachen, tanzen, Kunst erleben und kreativ sein kann, sind gerade jetzt im Lockdown Sehnsuchtsorte. Ihnen, der bewährten Basis und Hülle soziokultureller Arbeit, widmet sich die aktuelle Ausgabe der SOZIOkultur.
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Aktuelles, Kulturpolitik, Stellungnahme

Künstlersozialabgabe 2021 bleibt stabil

Das Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) hat eine Erhöhung der Künstlersozialabgabe angekündigt. Wir sprechen uns gegen eine solche Erhöhung aus und haben dem BMAS unsere Stellungnahme dazu übermittelt.
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NEUSTART, Pressemitteilung

Zwischenbilanz zum Pilotprogramm NEUSTART

Zwischenbilanz zum Pilotprogramm NEUSTART - Der Bundesverband Soziokultur hat seit Mai über 1.200 Corona-bedingte Investitionen der Bundesbeauftragten für Kultur und Medien gefördert.
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Gemeinnützigkeitsrecht, Pressemitteilung

Änderung des Gemeinnützigkeitsrechts

Der Bundesverband Soziokultur e. V. fordert den Deutschen Bundestag dazu auf, die Reform des Gemeinnützigkeitsrechts vorzunehmen und dabei insbesondere sicherzustellen, dass sich die politische Betätigung gemein-nütziger Organisationen nicht negativ auf ihren Status der Gemeinnützigkeit auswirken darf.
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Aktuelles, Kultur und Politik

Deutsche Nachhaltigkeitsstrategie – Weiterentwicklung 2021

Zum Verständnis Wie andere Kulturakteure auch befasst sich Soziokultur mit der Pflege und Förderung künstlerischer Genres und deren einzigartig effektiven Möglichkeiten der Weltwahrnehmung und des Selbstausdrucks. Ihr Ziel besteht darin, in den Nahbereichen der Menschen Räume zu schaffen, in denen sie sich kulturell und kreativ entfalten und gemeinsam Antworten auf die zentrale Frage der Kultur entwickeln können: Wie wollen wir miteinander leben? Deshalb wendet sich Soziokultur mit Veranstaltungen auch an Publikum, wesentlich jedoch an Teilnehmer*innen und Engagierte. Sie hält es für den falschen Umgang mit Konflikten, unterschiedliche Interessen auf dem schnellsten Wege gegeneinander zu entscheiden. Vielmehr sieht sie ihre Aufgabe darin, aus den vielfältigen Kompetenzen, Erfahrungen und Interessen der Menschen Synergien für neue Lösungen zu gewinnen. Künstlerische Annäherungen an offene oder umstrittene Probleme hält sie dabei auf allen Levels von der amateur- bzw. laienhaften bis zur meisterlichen Beherrschung für unverzichtbar. Soziokultur will als Energiequelle und Role Model einer Demokratie wirken, die auch und gerade in Krisen ihre Potenziale nutzen kann und erstarkt. Das bestimmt den Blick des Bundesverbands auf die Deutsche Nachhaltigkeitsstrategie. Position des Bundesverbands Soziokultur Uns ist sehr wichtig, dass die Deutsche Bundesregierung komplexe Anstrengungen für ihre Nachhaltigkeitsstrategie unternimmt und damit auch die Ziele des Pariser Klimaabkommens verfolgt, dass sie sich engagiert, um der besonderen globalen Verantwortung Deutschlands – als eine der alten Industrienationen und großem Verursacher von Klimaschäden – gerecht zu werden. Wir haben Respekt vor der Vielzahl von Expert*innen und Akteur*innen, die ihr Wissen und ihre Arbeit in den vorliegenden Entwurf eingebracht haben und wir begrüßen die bereits praktizierte Absicht, breite Bevölkerungsgruppen in die Erarbeitung und Realisierung der Nachhaltigkeitsstrategie einzubeziehen. Wir würdigen, dass die Notwendigkeit ökologischer, sozialer und ökonomischer Transformationen als ganzheitliche Herausforderung behandelt und dass die Kultur dabei als maßgeblicher Einflussfaktor erkannt wird. Dass die Fragen von Governance, Operationalisierung und Monitoring breiten Raum einnehmen, halten wir für zielführend und für unsere eigenen Anstrengungen für hilfreich. NEUSTART KULTUR schätzen wir als Überlebenshilfe der Bundesregierung für den Kulturbereich in Zeiten der Pandemie hoch. Das Programm hilft uns dabei, Teile des in Jahren angehäuften Investitionsstaus abzubauen und wird nachhaltige Wirkungen für die beteiligten Einrichtungen haben. Wir danken der Beauftragten für Kultur und Medien für ihren engagierten Einsatz. Für eine weitere nachhaltige Lösung der sozialen Situation der selbständigen Künstler*innen, Honorarkräfte und Unternehmer*innen im Kulturbereich bieten wir unsere Mitwirkung an. Wir freuen uns, dass der Kulturbereich ausdrücklich zu den wichtigen gesellschaftlichen Akteuren gezählt wird. Besonders im Blick auf die Mitgliedseinrichtungen des Bundesverbands Soziokultur denken wir allerdings, dass es zu einseitig ist, seine Wirksamkeit hauptsächlich auf Innovation und Kreativität festzulegen. Für das Gelingen von Zukunft halten wir die gemeinsame Entwicklung und die Vermittlung von Werten sowie die Konfliktfähigkeit der Gesellschaft für ebenso entscheidend. Für beides leisten die Akteur*innen der Soziokultur unverzichtbare Beiträge. Wir regen an, dies in der Nachhaltigkeitsstrategie zu berücksichtigen. Begründung: Seit der Gründung der ersten soziokulturellen Zentren vor mehr als einem halben Jahrhundert spielen Fragen der Umwelt und der Nachhaltigkeit in den Mitgliedseinrichtungen des Verbands eine wichtige Rolle. Mehrere Jahrzehnte lang haben wir das Thema zwar immer wieder bearbeitet, konnten aber die entsprechenden realen Ergebnisse schwer oder kaum erfassen und beurteilen. Gemeinsam mit dem Institut für Kulturpolitik der Universität Hildesheim haben wir im Projekt „Jetzt in Zukunft“ – unter anderem durch die gemeinsame Definition von Indikatoren und Festlegung konkreter Verantwortlichkeiten – Voraussetzungen für ein effektives Monitoring geschaffen. Dies fußte auf der Arbeit, die der Rat für Nachhaltige Entwicklung in einen breit anwendbaren Deutschen Nachhaltigkeitskodex investiert hat. Den ersten Datensatz über den entsprechenden aktuellen Ist-Zustand haben wir bereits erhoben und ausgewertet. Die Ergebnisse wurden im statistischen Bericht „Was braucht’s? Soziokulturelle Zentren in Zahlen 2019“ veröffentlicht und stehen zum Download zur Verfügung. Für künftige Erhebungen ist Vergleichbarkeit gewährleistet. Wir werden uns in den kommenden Jahren weiter konzentriert mit dem Thema Nachhaltigkeit bzw. Zukunftsfähigkeit befassen. Die Bedingungen dafür haben sich während der letzten Zeit stark verändert. Zum einen drängen die immer drastischer ausfallenden Folgen des Klimawandels zu immer größerer Eile. Zum anderen führt der durch die Digitalisierung bewirkte und durch die Pandemie noch beschleunigte Strukturwandel in allen Bereichen zu Verwerfungen und Disruptionen, die unsere Akteur*innen vor Ort hautnah spüren. Ängste, Unsicherheiten und Konflikte bis hin zu Polarisierungen nehmen zu, während die Konfliktfähigkeit der Gesellschaft seit langem abnimmt. Vor diesem Hintergrund bildet der Übergang zur zukunftsfähigen Gestaltung unserer eigenen Arbeitsprozesse nur einen Teil unseres Engagements. Vor allem geht es in den Mitgliedseinrichtungen des Verbands darum, sich aus der Komfortzone der Gleich- oder Ähnlich-Gesinnten in den gewohnten Netzwerken hinaus zu bewegen. Wir streben danach, in neuen Formaten mit Laborcharakter die an den jeweiligen Orten vorhandenen unterschiedlichen Kompetenzen, Erfahrungen und Interessen der Menschen zusammen zu bringen, Synergien für beste Lösungen zu entwickeln, Konflikte nicht nur diskursiv, sondern auch mit künstlerischen Mitteln zu artikulieren und sie so emotional verhandelbar zu machen. Darin sehen wir eine wesentliche Aufgabe der Soziokultur.
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Artikel

12.04.2021
Aktuelles, Förderung, NEUSTART KULTUR

NEUSTART KULTUR: Eröffnung der Litprom-Literaturtage

Litprom e. V. unterstützt seit über 40 Jahren Autor*innen aus Afrika, Asien, Lateinamerika und der Arabischen Welt und verschafft ihnen, wie auch ihren Übersetzer*innen Bekanntheit im deutschsprachigen Raum. Die jährlich auf der Frankfurter Buchmesse stattfindenen Litprom-LITERATURTAGE konnten wie so viele Kulturveranstaltungen aufgrund der Corona-Pandemie nicht stattfinden. Über das Programm NEUSTART KULTUR beim Bundesverband Soziokultur im Bereich „Programm“ gefördert, präsentiert Litprom e. V. nichtsdestotrotz eine hochkarätig besetzte Veranstaltung, die online dazu beitragen soll, den Austausch zu befördern und Einsamkeit durch gemeinsames Erleben von Kultur zu minimieren. Zur Eröffnung sprechen Angela Dorn, Hessische Staatsministerin für Wissenschaft und Kunst, Juergen Boos, 1. Vorsitzender Litprom e.V., Dr. Thomas Gaens, Projektleitung NEUSTART KULTUR beim Bundesverband Soziokultur sowie die Kuratorinnen der Literaturtage, Barbara Weidle und Zoë Beck. „Global vernetzt oder jede*r für sich?“ Unter dem Motto „Global vernetzt oder jede*r für sich?“ betrachten die Literaturtage am Samstag, den 24. und am Sonntag, den 25. April, zwei Seiten einer Medaille in der globalisierten Gesellschaft: Vernetzung und Einsamkeit.  Wie verbinden wir uns miteinander in einer sich ständig im Ausnahmezustand befindlichen Welt? Wie teilen wir unsere Geschichten und Träume? Wie können wir uns überhaupt verständigen? In der Krise entstehen neue Netzwerke, im Internet und analog. Die Literaturtage bieten Gespräche, Lesungen, Diskussionen und erstmals auch „Shared Reading“, ein Format, in dem alle Beteiligten einen Teil eines gemeinsamen Textes vorlesen und anschließend über den Text sprechen. Das gemeinsame Lesen und gegenseitige Zuhören ist die Basis für einen niedrigschwelligen Austausch und ein gemeinsames Erleben und Teilen von Literaturerfahrung. Alle Veranstaltungen werden gedolmetscht. Die Autor*innen erzählen von der sich verändernden Rolle der Frauen, dem Kampf um das wirtschaftliche Überleben, Rassismus und moderner Sklaverei, Vernetzung und Unterwegssein. Sie erforschen, wie sich Gewissheiten unter dem Einfluss von Flucht und Einwanderung verändern und sich Horizonte erweitern. Wie Leid, Gewalt und Verlust der Neugier und dem Aufbruch gegenüberstehen. Dem Aufbruch in eine andere Kultur, eine neue Sprache. Beteiligte, Programm und Anmeldung Einige Veranstaltungen sind kostenfrei, für andere kann man Streamingpässe für Einzelveranstaltungen bzw. den gesamten Tag erstehen. Einen Überblick finden sich auf der Webseite von Litprom e. V.. Einen Streamingpass für das Eröffnungspanel könnt ihr hier buchen. Das Programm wird kuratiert von Barbara Weidle und Zoë Beck. Mit: Yvonne Adhiambo Owuor – Kenia Larissa Bender (Übersetzerin aus dem Arabischen) Katja Cassing (Übersetzerin aus dem Japanischen) Helon Habila – Nigeria / USA Gudrun Ingratubun – Buchkünstlerin Mieko Kawakami – Japan Intan Paramaditha – Indonesien / Australien Pilar Quintana – Kolumbien Annika Reich – Deutschland Samanta Schweblin – Argentinien / Deutschland Zukiswa Wanner – Südafrika
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12.04.2021
Aktuelles, Kulturpolitik

Transparenzregistergesetz: Offener Brief an Olaf Scholz

Aktuell versendet der Bundesanzeiger Verlag Gebührenbescheide an Vereine für die Auflistung im bundesweiten Transparenzregister. Mit dem Hinweis auf das Geldwäschegesetz wird von allen Vereinen die Entrichtung einer Gebühr rückwirkend für die letzten vier Jahre gefordert. Eine Gebührenbefreiung ist für gemeinnützige Organisationen zwar möglich, aber äußerst aufwändig. Zudem kann die Befreiung nicht rückwirkend beantragt werden und jede Aktualisierung muss aktiv an das Transparenzregister gemeldet werden. Gerade für Vereine, deren Jahreseinnahmen weniger als 10.000 € ausmachen und die über keine hauptamtlich besetzte Geschäftsstelle verfügen - das sind immerhin die Hälfte aller Vereine in Deutschland! - bedeutet es einen Mehraufwand verbunden mit einer Mehrbelastung. Einer unnötigen, wie wir finden. Der Gesetzesentwurf zum Transparenz-Finanzinformationsgesetz Geldwäsche (Drs. 19/28164) wird am Mittwoch, 14. April 20121, in erster Lesung im Bundestag behandelt und an die Ausschüsse verwiesen. Der Bundesverband Soziokultur e. V. hat deshalb einen offenen Brief an Bundesfinanzminister Olaf Scholz mitunterzeichnet, der fordert, die derzeit laufenden Gebührenbescheide zu stoppen und den aktuellen Gesetzentwurf zum Transparenzregister- und Finanzinformationsgesetz anzupassen. Die Forderungen in dem offenen Brief: Den aktuellen Versand von Gebührenbescheiden zu stoppen und bereits gezahlte Gebühren zu erstatten. Keine neuen eigenständigen Meldepflichten für gemeinnützige Vereine einzuführen. (Die im Entwurf des Transparenz-Finanzinformationsgesetz Geldwäsche (TraFinGw) geplanten zusätzlichen Meldepflichten erhöhen die bürokratische Mehrbelastung und gehen, da auf wirtschaftliche Aktivitäten abzielend, an der Realität gemeinnütziger Vereine vorbei. Denn die Vereine sind mit ihren rechtlichen Vertreter*innen im Vereinsregister bereits eingetragen und die Einnahmen und Ausgaben werden mindestens alle drei Jahre vom Finanzamt geprüft.) Die automatische Gebührenbefreiung für Vereine, deren Gemeinnützigkeit vom Finanzamt anerkannt wurde, ohne gesonderten Antrag umzusetzen. Auch die Bundesländer setzen sich im Bundesrat für die Gebührenbefreiung von gemeinnützigen Vereinen ein (Drs. 133/21). Auch laufende Gesetzgebungsverfahren, wie z. B. das TraFinGw, auf ihre Bürokratiebelastung für das bürgerschaftliche Engagement zu überprüfen und anzupassen. Darüber hinaus soll zukünftig im Sinne einer Engagementverträglickeitsprüfung die Bürokratiebelastung für rein ehrenamtlich getragene Strukturen systematisch abgebaut und in laufenden Gesetzgebungsverfahren geprüft werden.   Wir danken den Initiator*innen - Bündnis für Gemeinnützigkeit, Deutscher Olympischer Sportbund, Deutscher Kulturrat, Dachverband der Kulturfördervereine, Zivilgesellschaft in Zahlen, Bundesarbeitsgemeinschaft der Freiwilligenagenturen, Bundesnetzwerk Bürgerschaftliches Engagement, Deutscher Bundesjugendring, Deutscher Naturschutzring sowie den Mitunterzeichnenden. Hier zum Nachlesen: Den offenen Brief an Bundesfinanzminister Olaf Scholz. Hier zum Nachlesen: Gesetzentwurf zur europäischen Vernetzung der Transparenzregister und zur Umsetzung der Richtlinie 2019/1153 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 20. Juni 2019 zur Nutzung von Finanzinformationen für die Bekämpfung von Geldwäsche, Terrorismusfinanzierung und sonstigen schweren Straftaten (Transparenzregister- und Finanzinformationsgesetz).
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07.04.2021
Aktuelles, Arbeitshilfen

Bis 14. April: GEMA Erstattungsanträge für 2020

Die GEMA weist darauf hin, dass Gutschriften/ Erstattungen für behördlich veranlasste Schließungszeiträume im Jahr 2020 nur noch bis einschließlich Mittwoch, 14. April 2021, beantragt werden können. Danach entfällt die Möglichkeit, Gutschriften für das zurückliegende Jahr 2020 zu erhalten. Der Antrag muss über die GEMA-Internetseite gestellt und dort unter „Meine Corona-Schließungszeiten“ die entsprechenden Tage angegeben werden. Hier finden sich dazu weitere Informationen. Auch 2021 leistet die GEMA bei den Lockdown-Maßnahmen vorerst weiter Unterstützung und erteilt für behördlich angeordnete Schließzeiten (Zeitraum ab 1. Januar 2021) auf Antrag Gutschriften auf Dauernutzungen von Musik (Monats-, Quartals- und Jahresverträge).
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31.03.2021
Förderung, Pressemitteilung

Forderung politischer Beschluss zur Fortsetzung Bundesprogramm „Kultur macht stark“

Der Bundesverband Soziokultur e. V. empfiehlt dringend einen politischen Beschluss zur Fortsetzung des Bundesprogramms „Kultur macht stark. Bündnisse für Bildung“ des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) noch in dieser Legislaturperiode. Das Programm verbessert nachhaltig die Teilhabechancen von Kindern und Jugendlichen und sollte 2023 ohne Unterbrechung fortgeführt werden können. Die Teilhabechancen von Kindern und Jugendlichen durch verlässliche Bildungsangebote dauerhaft zu verbessern, darüber besteht fraktionsübergreifend Konsens. Das ist ein Ergebnis des virtuellen „Parlamentarischen Abends“ zu dem die Partner*innen des Programms „Kultur macht stark“ Abgeordnete der Bundestagsausschüsse für Bildung, Kultur und Jugend sowie Expert*innen aus diesen Bereichen, am Mittwoch, den 24.03.2021 eingeladen hatten. Vertreten waren u. a. der parlamentarische Staatssekretär im BMBF Thomas Rachel (CDU/CSU), die Mitglieder des Bundestags Yvonne Magwas (CDU/CSU), Ulrike Bahr (SPD), Margit Stumpp (Bündnis 90/Die Grünen), Dr. Birke Bull-Bischoff (Die Linke) und Hartmut Ebbing (FDP). Zu den Expert*innen der zivilgesellschaftlichen Akteur*innen zählten u. a. Jutta Croll (Stiftung Digitale Chancen), Marc Grandmontagne (Deutscher Bühnenverein), Holger Hoffmann (Deutsches Kinderhilfswerk) und Prof. Dr. Susanne Keuchel (Deutscher Kulturrat). Bisher rund 30.000 Projekte für Kinder und Jugendliche Um die bildungsbezogenen Teilhabechancen von Kindern und Jugendlichen langfristig, nachhaltig und kontinuierlich zu stärken, ist es unabdingbar, das erfolgreiche Bundesprogramm „Kultur macht stark“ unmittelbar nach dem vorläufigen Ende 2022 fortzuführen. Wir beobachten, dass sich die strukturell begründete Bildungsungerechtigkeit insbesondere durch die Einschränkungen der Pandemie verschärft und die Möglichkeiten der kulturellen und gesellschaftlichen Teilhabe insbesondere von Kindern und Jugendlichen erschwert hat. Kinder und Jugendliche, die in Risikolagen und mit geringen Möglichkeiten zur kulturellen Teilhabe aufwachsen, benötigen zukünftig noch größere Unterstützung durch zusätzliche Angebote der außerschulischen kulturellen Bildung. In den bisher rund 30.000 Projekten von „Kultur macht stark“ eröffnen sich außerhalb der schulischen Bildung und des familiären Kontextes Freiräume und Experimentierfelder: Sich in diesen Kontexten ausprobieren zu können, fernab von schulischer Bewertung aus freien Stücken Lernerfahrungen zu machen und Selbstwirksamkeit zu erfahren – darin liegt die große Stärke des Programms. Solche Angebote sind durch die pandemiebedingte Bildungskrise wichtiger denn je. Nahtlose Fortführung gewährleisten Das vom Bundesverband Soziokultur sowie weiteren bundesweit tätigen zivilgesellschaftlichen Fachverbänden und Initiativen durchgeführte Förderprogramm schafft dank seiner großen Vielfalt zahlreiche Zugänge zu Kunst und Kultur und fördert gezielt die kreativen Ausdrucks- und Entwicklungsmöglichkeiten von Kindern und Jugendlichen. Für mehr Bildungsgerechtigkeit in Deutschland muss das Engagement des Bundes langfristig gesichert werden. Damit Kinder und Jugendliche kontinuierlich kulturelle Bildungsangebote wahrnehmen können, muss die nahtlose Fortsetzung des Programms „Kultur macht stark“ gewährleistet werden. Eine Unterbrechung der Förderung würde die lokal aufgebauten Netzwerke aus diversen (überwiegend ehrenamtlich geführten) Einrichtungen und Akteur*innen sowie die aufgebauten Strukturen, die den Erfolg des Programms garantieren, empfindlich schwächen und gefährden. Darum ist noch in dieser Legislaturperiode ein Beschluss des Bundestages notwendig, der dieses zentrale Bildungsziel bildungspolitisch verbindlich fixiert und entsprechend finanzielle Mittel dafür in Aussicht stellt. Margret Staal, Vorstandsvorsitzende des Bundesverbandes Soziokultur e. V. und der LAG Soziokultur & Kulturpädagogik Rheinland-Pfalz e. V., spricht sich explizit für einen politischen Beschluss zur Forstschreibung des Förderprogramms vor der nächsten Bundestagswahl aus: „Das Jahr 2017 markierte das Ende der ersten Förderperiode ‚Kultur macht stark. Bündnisse für Bildung‘. Damals gab es eine massive Lücke bis die Förderungen erneut auf lokaler Ebene umgesetzt werden konnten. Das ist für die Adressat*innen des Programms schwer erträglich – Beziehungsarbeit, Kontinuität und Verlässlichkeit sind für die teilnehmenden Kinder und Jugendlichen wichtig. Genauso essentiell ist die nahtlose Fortschreibung für die Akteur*innen in den soziokulturellen Einrichtungen, die die Projekte oftmals ehrenamtlich stemmen. Gerade jetzt und in der Folgezeit der Pandemie sind stabile Kontakte und verlässliche Fortsetzungen der Projekte notwendig, um die Kinder und Jugendlichen weiterhin zu erreichen. Wenn jetzt ein politischer Beschluss erfolgt, gibt es die Chance, dass sich die Unterbrechung aus 2018 nicht wiederholt.“ Prof.in Dr.in Susanne Keuchel, Vorsitzende des Deutschen Kulturrates: „Die fraktionsübergreifend große Unterstützung für das Programm ‚Kultur macht stark‘ ist enorm wichtig, da es das explizite Ziel verfolgt, Teilhabe von Kindern und Jugendlichen zu stärken, die aufgrund ihrer sozialen Lage kaum von außerschulischen kulturellen Bildungsangeboten erreicht werden. Da die Pandemie Bildungsungleichheiten noch einmal verschärft hat, ist es für die betroffenen Kinder und Jugendlichen wichtig, die Fortsetzung des Programms bereits jetzt verbindlich zu regeln, so dass keine Förderlücken entstehen. Ziel einer dritten Förderphase sollte es sein, die Projekte noch stärker innerhalb der lokalen Bildungslandschaften zu verankern, um langfristige Synergieeffekte zu ermöglichen. Als neue Programmatik sollte das Ziel verfolgt werden, mehr milieuübergreifende Begegnungen im Sinne des gesellschaftlichen Zusammenhalts zu ermöglichen und das Programm zugleich auch für Kinder und Jugendliche mit Beeinträchtigungen im Sinne der UN-Behindertenrechtskonvention zu öffnen.“ "Jugend ins Zentrum!" des BV - Förderung für rund 8.000 Kinder und Jugendliche Die 29 Programmpartner*innen der aktuellen Förderphase haben sich in einem Positionspapier für die Entwicklung einer dritten Förderphase „Kultur macht stark“ ausgesprochen und ihre Forderungen an den politischen Raum gerichtet. Hier können Sie das Positionspapier und die Forderungen nachlesen. Der Bundesverband Soziokultur e. V. fördert mit dem Programm „Jugend ins Zentrum!“ im Rahmen von „Kultur macht stark. Bündnisse für Bildung“ seit 2013 über 500 Projekte Kultureller Bildung und konnte so bereits rund 8.000 Kinder und Jugendliche mit erschwerten Zugängen zu Kunst und Kultur erreichen. ________________________________________________________ Die Pressemeldung steht hier zum Download bereit. ________________________________________________________ Weitere Informationen und Kontakt: Bundesverband Soziokultur e. V. Katrin Jahn | Projektleitung „Jugend ins Zentrum!“ Lehrter Str. 49 HH |10557 Berlin Katrin.Jahn@soziokultur.de www.jugend-ins-zentrum.de | Facebook @jugendinszentrum
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17.03.2021
Zeitschrift SOZIOkultur

MECKLENBURG-VORPOMMERN: Kornhaus, Bad Doberan

In einem Streifzug durch die Republik zu exemplarischen Orten wird klar: Seit ihren Anfängen in den 1970er Jahren bis heute muss (und will) sich die Soziokultur die Räumlichkeiten, in denen sie ihre Aktivitäten entfalten kann, oft erst suchen und erobern. Heute finden soziokulturelle Aktivitäten vielerorts in Gebäuden statt, die nicht als kulturelle Bauten geplant wurden. Teils jahrelang werden ehemalige Kirchen- und Klostergebäude, alte Fabrikhallen und Elektrizitätswerke, Scheunen, Lagerstätten oder Höfe mit viel persönlichem Engagement und körperlichem Einsatz, mit Knowhow und Liebe zum Detail für die spartenübergreifende Nutzung ertüchtigt. Wir haben uns umgesehen und stellen exemplarische Häuser vor. MECKLENBURG-VORPOMMERN: Kornhaus, Bad Doberan Das Kornhaus ist ein Profanbau aus dem 13. Jahrhundert. Nach wechselvoller Nutzung, zuletzt als Pionierhaus, drohten in der Nachwendezeit Leerstand und Verfall. Daher gründete sich 1992 der Kornhaus e.V., der schrittweise ein soziokulturelles Zentrum, eine Umweltbegegnungsstätte, eine Jugendkunstschule sowie Klosterherberge und Café aufbaute. Nach langem Ringen um umfangreiche Sanierungsmaßnahmen erhielt das Kornhaus 2011 die heutige Gestalt. Lage und Gestalt des Hauses prägen die Arbeit darin: Architektur und Atmosphäre unterscheiden es von den Wohn- und Arbeits- beziehungsweise Lernorten der Besucher*innen. Dies trägt dazu bei, dass hier andere Regeln gelten, dass experimentiert und geträumt wird. Auf dem Klostergelände liegt es abseits der Alltagswelt. Doch es ist profan und unterliegt nicht den Regeln des Sakralen. Die größte aktuelle Herausforderung ist die Abstandsregel. Unter Pandemiebedingungen sind die Räume für nahezu alle Angebote zu klein. Unser Ziel ist die Verlagerung ins Freie, ins Proprofane. Die Investitionsmaßnahme ist beantragt. Text: Ronald Richardt www.kornhaus-doberan.de - Kornhaus Doberan auf Facebook  Der Artikel erschien in der Zeitschrift SOZIOkultur zur Thema HÄUSER. Hier die Ausgabe zum Download.
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16.03.2021
Zeitschrift SOZIOkultur

HESSEN: Hafen 2, Offenbach

Seit ihren Anfängen in den 1970er Jahren erobert sich die Soziokultur die Räumlichkeiten, in denen sie ihre Aktivitäten entfalten kann, oft erst. Heute finden soziokulturelle Aktivitäten vielerorts in Gebäuden statt, die nicht als kulturelle Bauten geplant wurden. Wir haben uns umgesehen und stellen exemplarische Häuser vor. HESSEN: Hafen 2, Offenbach Das Kulturzentrum Hafen 2 begann als Zwischennutzung eines Lokschuppens der Hafenbahn. Als der Abriss dieses Gebäudes bevorstand, ermöglichte eine Spendenkampagne, die von der Stadt Offenbach verlangte Mietkostenvorauszahlung für ein neu zu errichtendes Gebäude aufzubringen. Das neue Haus ist weniger „Haus“ als vielmehr Blechgebäude, ermöglicht aber einen komfortableren Kulturbetrieb. Zudem kommt zum Tragen, dass der Hafen 2 schon immer seinen Schwerpunkt auf Open-Air-Veranstaltungen hatte. Dafür ist das neue Gelände überaus attraktiv: Kinoleinwand und Konzertbühne haben den Fluss im Hintergrund und das Publikum schmiegt sich in eine Art Amphitheater. Das neue Gebäude hat eine Veranstaltungshalle und ein kleines Café, jedoch keine ausreichenden Nebenräume für Büro, Backstage, Garderobe, Personal, Werkstatt, Lager et cetera, deshalb wurden einige Container und Zirkuswagen hinzugefügt. Text: Alex Braun www.hafen2.net  - Hafen 2 auf Facebook Der Artikel erschien in der Zeitschrift SOZIOkultur zur Thema HÄUSER. Hier die Ausgabe zum Download.
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Veranstaltungen

 

27. Apr -

29. Apr

AfP-Seminar in der Brunsviga/Braunschweig

ACHTUNG: AUFGRUND DER DERZEITIGEN CORONA-LAGE MUSS DAS SEMINAR LEIDER VERSCHOBEN WERDEN. WIR INFORMIEREN SO BALD WIE MÖGLICH ÜBER DEN NEUEN TERMIN.
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22. Jun -

24. Jun

AfP-Seminar in der Zinnschmelze/Hamburg

Seminar zur Sicherheit von/bei Veranstaltungen in soziokulturellen Zentren in der Zinnschmelze - Barmbeker Verein für Kultur und Arbeit, Maurienstr.19, Hamburg.
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17. Aug -

19. Aug

AfP-Seminar im Kulturzentrum Schlachthof, Bremen

Seminar zur Sicherheit von/bei Veranstaltungen in soziokulturellen Zentren im Kulturzentrum Schlachthof e.V. Findorffstr. 51, 28215 Bremen.
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Publikationen

Programme des Bundesverbandes

NEUSTART. Sofort­programm für Corona-bedingte Investitionen in Kultur­einrichtungen

Das Programm richtet sich an Museen, Ausstellungshallen, Gedenkstätten, Veranstaltungs­orten für Konzert, Tanz- und Theateraufführungen sowie soziokulturellen Zentren und Kulturhäuser. In Zeiten der Corona-Krise sollten vor allem kleinere und mittlere Kultureinrichtungen unterstützt werden, die Zugänglichkeit von Kultureinrichtungen und deren Vermittlungsangebote zu sichern und die Wiedereröffnung zu ermöglichen. Eine Antragsstellung ist nicht mehr möglich.

 

NEUSTART KULTUR

Der Bundesverband Soziokultur verantwortet als einer von mehreren Fachverbänden einen Teil des Förderprogramms von NEUSTART KULTUR (Programmteil 1d) „Zentren“ und Einzelmaßnahme 3.5d) „Programm“).
Mit NEUSTART KULTUR wurde ein umfassendes Rettungs- und Zukunftsprogramm für den Kultur- und Medienbereich geschaffen, das mit Mitteln in Höhe von einer Milliarde Euro hilft, den Kulturbetrieb und die kulturelle Infrastruktur dauerhaft zu erhalten.

 

Jugend ins Zentrum!

Unser Förderprogramm im Rahmen des Bundesprojekts „Kultur macht stark. Bündnisse für Bildung“ (BMBF) für Kunst- und Kulturprojekte mit Kindern und Jugendlichen.

 

UTOPOLIS - Soziokultur im Quartier

Zur Aktivierung der Nachbarschaft erproben ausgewählte soziokulturelle Zentren künstlerische Beteiligungsformate in ihren Stadtteilen.

 

LAND INTAKT - Soforthilfe­programm Kultur­zentren

Mit diesem Projekt werden Investitionen für Kulturzentren in ländlichen Räumen gefördert und damit ihr Betrieb und ihre Weiterentwicklung gestärkt.

 

START - Create Cultural Change

START - Create Cultural Change war ein Fortbildungs- und Stipendienprogramm für aufstrebende Kulturmanager in Griechenland. Das Programm unterstützte junge Kreative dabei, Kulturinitiativen zu starten, die den sozialen Zusammenhalt in ihrem lokalen Umfeld stärken. Ziel von START war es, durch die Förderung von Austausch und Entwicklung im Bereich der Soziokultur neue Perspektiven für Berufseinsteiger in Griechenland zu schaffen und den sozialen Zusammenhalt in Europa zu stärken.