Aktuelles, Förderung, Kulturpolitik

Weitere Milliarde für NEUSTART KULTUR

Eine weitere Milliarde Euro für das Förderprogramm NEUSTART KULTUR

Am Mittwoch, den 03. Februar 2021, einigte sich der Koalitionsausschuss auf ein Anschlussprogramm von NEUSTART KULTUR und damit weitere Fördergelder für Kulturschaffende.

Der Deutsche Kulturrat gab eine Eilmeldung dazu heraus. Darin bedankt sich Olaf Zimmermann, Geschäftsführer des Deutschen Kulturrates, bei den Teilnehmenden des Koalitionsausschusses. Nachzulesen hier.

Wir freuen uns über diesen wichtigen Schritt und halten Sie und euch auf dem Laufenden!

Bitte beachten: Das gerade beschlossene Anschlussprogramm für NEUSTART KULTUR enthält KEINE Aufstockung der Fördermittel in den bereits vom Bundesverband Soziokultur durchgeführten Fördermaßnahmen „Zentren“ und „Programm“.

Wie die Mittel im Anschlussprogramm ausgereicht werden, organisiert die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien derzeit. Dann wird auch klar sein, ob und ggf. in welcher Form der Bundesverband Soziokultur wieder an der Ausreichung von Mitteln durch entsprechende Fördermaßnahmen beteiligt sein wird.

Die aktuellen Projektteams des Bundesverbandes können noch keine Auskunft dazu geben.

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Zeitschrift SOZIOkultur

Häuser – Aktuelle Ausgabe SOZIOkultur

Häuser, in denen man sich treffen, lachen, tanzen, Kunst erleben und kreativ sein kann, sind gerade jetzt im Lockdown Sehnsuchtsorte. Ihnen, der bewährten Basis und Hülle soziokultureller Arbeit, widmet sich die aktuelle Ausgabe der SOZIOkultur.

Dass die Orte der Soziokultur Knotenpunkte in kommunalen Netzwerken bilden, umreißt Georg Halupczok. Als sogenannte Dritte Orte und „Facility Manager der zivilgesellschaftlichen Debatte“ sind sie für das Klima der Demokratie wichtig – gerade auch in der Pandemie. Christine Steiner und Thomas Putz beschreiben die unterschiedliche Entstehungsgeschichte der Häuser in Ost und West und zeigen, wie sie sich in der Arbeit der Landesverbände in Baden-Württemberg und Thüringen niederschlägt.

Orte kultureller Selbstbestimmung

Viele soziokulturelle Zentren sind in Gebäuden beheimatet, die nicht für kulturelle Zwecke erbaut wurden: in Fabriken und Speichern, E-Werken und Schlachthöfen, Kirchen und Profanbauten. Ihrer Funktion enthoben werden sie – erträumt, erstritten und mit großem Engagement erarbeitet – zu Orten kultureller Selbstbestimmung. Ob in Trägerschaft der Kommune, als Vorhaben eines Vereins oder als private Initiative, immer wirken dabei Teams zusammen: Künstler*innen und Bauleute, Profis und Ehrenamtler*innen schaffen authentische Orte mit hohem Identifikationspotenzial.

So lenken Britta Velhagen und Team mit dem Tollhaus einen „Tanker“ in Karlsruhe und haben bei laufendem Veranstaltungsbetrieb über Jahre komplexe Bauvorhaben geschultert. Auch in Offenbach und Saarburg, Strodehne und Greifswald, Hamburg, Göppingen und unzähligen anderen Orten sind soziokulturelle Hotspots entstanden, die tagein, tagaus unterhalten und bewirtschaftet werden. Einmal mehr wird klar, dass die Aktiven Allrounder sind und sich mit großer Verantwortung in ihren Häusern auch den Herausforderungen der Architektur und Denkmalpflege, Instandsetzung und Modernisierung, Technik und Sicherheit stellen.

Die Gemeinde Schüttorf nutzt die Energie und Kompetenz der Soziokultur für die Gestaltung kommunaler Prozesse. Sie will ein Sanierungsgebiet entwickeln und zeigt mit dem Neubau eines soziokulturellen Zentrums, wie dieses als Impulsgeber wirken kann.

Förderprogramme des Bundesverbands

Das Anliegen mehrerer Bundesprogramme, die aktuell durch den Bundesverband Soziokultur umgesetzt werden, ist es ebenfalls, den Fortbestand soziokultureller Zentren und anderer Kultureinrichtungen zu sichern, die Ausstattung zu verbessern und die Programmarbeit zu gewährleisten. Die Zeitschrift belegt in Analysen und Zwischenbilanzen eindrucksvoll, was in den Häusern umgesetzt wird – Grund genug für einen zuversichtlichen Blick in eine Zukunft, in der wir uns hoffentlich bald wieder vor Ort treffen können!

Ihre Ute Fürstenberg und die Redaktion SOZIOkultur
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Die Printversion können Sie hier bestellen.

Bild: Theater der Nacht, Northeim © TdN

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Aktuelles, Kulturpolitik, Stellungnahme

Künstlersozialabgabe 2021 bleibt stabil

Vor Kurzem kündigte das Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) eine Erhöhung der Künstlersozialabgabe auf 4,4 % für 2021 an. Nun bleibt der Abgabesatz im kommenden Jahr doch stabil bei 4,2 Prozent. Dies ist durch zusätzliche Bundesmittel in Höhe von 32,5 Millionen Euro möglich, wie im Verordnungsentwurf nachzulesen ist.

Wir freuen uns über den stabilen Abgabesatz. Der Verzicht einer Erhöhung steht ganz im Sinne unserer Forderung.

Mitte November 2020 haben wir dem BMAS folgende Stellungnahme übermittelt:

Der Entwurf zur Künstlersozialabgabe-Verordnung 2021 des Bundesministeriums weist eine Erhöhung des Abgabesatzes für die Künstlersozialkasse von bisher 4,2 % auf geplante 4,4 % im Jahr 2021 aus. Diese Erhöhung um 0,2 % ist durch eine Aufstockung des Bundeszuschusses an die Künstlersozialkasse möglich. Nach der vorliegenden Berechnungsgrundlage der Künstlersozialkasse hätte die Erhöhung deutlich über 0,2 % liegen können und müssen. Ohne den einberechneten Überschuss läge der Satz bei 5,26 %, anstatt den von der Künstlersozialkasse kalkulierten 4,7 %.

Unter normalen Bedingungen hielten wir eine solch moderate Erhöhung für akzeptabel. Doch durch die Pandemie, deren Auswirkungen wir im Jahr 2021 weiterhin spüren werden, stellt eine Erhöhung des Abgabesatzes – so moderat sie auch sei – eine zusätzliche Belastung dar. Wir möchten daher ausdrücklich darum bitten, auf eine Erhöhung ganz zu verzichten.

Erhöhung des Bundeszuschusses

Generell schlagen wir vor, dass der Bundeszuschuss nicht lediglich um die geplanten 2 % erhöht wird, sondern um 5 % auf den ehemaligen Stand von 25 %. Statt der geplanten 23 Mio. Euro wäre das eine Erhöhung um 50 Mio. Euro. Dies wünschen wir uns nicht nur einmalig, sondern dauerhaft. Nur so kann die Künstlersozialkasse einen möglichen höheren Bedarf abfedern. Auch wenn einerseits die gemeldeten Beiträge der Versicherten niedriger ausfallen mögen, werden andererseits auch die gemeldeten Honorarsummen der Abgabepflichtigen drastisch nach unten gehen.

Für 2021 wird mit Honorarsummen in Höhe von 6,2 Mrd. gerechnet. Daraus leitet sich ein Abgabesatz von 4,35 % ab. Das beinhaltet auch den Überschuss von 56 Mio. Euro, der den Bedarf an Künstlersozialabgabe entsprechend reduziert. Mit der Pandemie geht auch einher, dass von einem Überschuss in dieser Höhe bei Weitem nicht auszugehen ist.

Unsere Forderungen

Wir sprechen uns für eine nachhaltige Lösung aus und fordern, den Anteil des Bundes an der Künstlersozialabgabe generell wieder auf 25 % zu erhöhen, um Planungssicherheit für die Abgabepflichtigen für die nächsten Jahre zu gewährleisten.

In den vergangenen Jahren haben wir dafür plädiert, dass die Rücklagen der Künstlersozialabgaben ausgeweitet werden müssen, um mögliche zukünftige Schwankungen aufzufangen. Aus diesem Hintergrund halten wir generell und langfristig ein Abgabesatz zwischen 4 und 4,5 % für sinnvoll. Für das Jahr 2021 jedoch sollte auf eine Erhöhung des Abgabesatzes aufgrund der außergewöhnlichen Belastung der Abgabepflichtigen vollständig verzichtet werden.

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NEUSTART, Pressemitteilung

Zwischenbilanz zum Pilotprogramm NEUSTART

Der Bundesverband Soziokultur hat seit Mai über 1.200 Corona-bedingte Investitionen der Bundesbeauftragten für Kultur und Medien gefördert.

In einem Pilotprojekt des milliardenschweren NEUSTART KULTUR-Programms wurden seit Mai insgesamt 1.226 Anträge bewilligt. Damit wurden 27,5 Millionen Euro an gemeinnützige und überwiegend öffentliche geförderte Kultureinrichtungen ausgereicht.

Kulturstaatsministerin Monika Grütters erklärt dazu: „Das früh aufgelegte und spartenübergreifende Pilotprogramm NEUSTART des Bundesverbands Soziokultur hat wichtige Pionierarbeit für die Gestaltung unserer weiteren Hilfsprogramme geleistet. Ich danke dem Bundesverband Soziokultur für die beherzte und schnelle Umsetzung. Damit hat er die von den Corona-Schließungen hart getroffenen Kultureinrichtungen wirkungsvoll dabei unterstützt, intelligente Öffnungsszenarien zu entwickeln.“

Bereits Anfang Mai 2020 hatte der Bundesverband Soziokultur ein Antragsportal für Museen, Ausstellungshallen, Gedenkstätten, Veranstaltungsorte für Konzerte, Tanz- und Theateraufführungen sowie für soziokulturelle Zentren und Kulturhäuser geöffnet. Angesichts der drastischen Notlage agierte er als Interessensverband spartenübergreifend und unterstützte damit solidarisch die Wiedereröffnung der Kultureinrichtungen.

Innerhalb weniger Tage war das NEUSTART Sofortprogramm aus Mitteln der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM) mit einem ursprünglichen Fördervolumen von 10 Millionen Euro überzeichnet. Schnell und unbürokratisch stockte Kulturstaatsministerin Prof. Monika Grütters auf 30 Millionen auf und ermöglichte so eine Zuwendung für alle förderfähigen Anträge.

NEUSTART – und zwar bitte sofort!

Schon zwei Wochen nach Portalöffnung wurden die ersten Einrichtungen befähigt, über den sogenannten vorzeitigen Maßnahmenbeginn Investitionen über NEUSTART zu tätigen. Gerade den Antragsstellenden mit hoher Antragsnummer ermöglichte dieses Vorgehen ein schnelles Agieren. Bis Ende Oktober wurden 854 Genehmigungen zum vorzeitigen Maßnahmenbeginn erteilt.

Insgesamt prüfte das 20-köpfige NEUSTART-Team 1.500 Anträge. Der erste Zuwendungsvertrag wurde knapp zwei Monate nach Portalöffnung Anfang Juli verschickt. Ihm folgten innerhalb von nur vier Monaten 1.225 weitere Verträge. Die Herausforderung lag aufgrund der Dringlichkeit und hohen Antragsdichte in der schnellstmöglichen Prüfung. Zugleich musste in der Krisensituation sehr sorgfältig vorgegangen werden, um in enger Beratung mit dem potentiellen Zuwendungsempfänger*innen etwaige Rückzahlungen zu vermeiden.

Konsolidierung nach dem ersten Schock

Im Zentrum der beantragten Maßnahmen stand die Wiedereröffnung und Aufrechterhaltung des Kulturbetriebs während der Pandemie. Darunter fielen nicht nur Schutzmasken und Desinfektionsspender, sondern auch Umbaumaßnahmen zur Besucher*innensteuerung oder Ticketing-Systeme zur Gewährleistung einer vertretbaren Anzahl an Besucher*innen. Viele Einrichtungen bemühten sich, Teile ihres Programms ins Digitale zu verlegen. Konzerthallen oder Theater erwarben Streaming-Equipment, um fortan künstlerische Darbietungen online zu zeigen. Museen entwickelten Konzepte, die nicht mehr das physische Erleben vor Ort in den Mittelpunkt stellen, sondern mit räumlichem Abstand. Auch durch die Nutzung mobiler Endgeräte wurden Ausstellungsinhalte erfahrbar gemacht. Viele Kultureinrichtungen entwickelten Ideen, wie sie kulturelles Leben zu Besucher*innen transportieren können, die während der Pandemie weniger mobil sind. Ebenso zählte die Ausstattung mit Home-Office-Equipment zur Aufrechterhaltung des Betriebs zu den häufigsten Anschaffungen.

Besondere Schwierigkeiten ergaben sich für die Kultureinrichtungen durch überlastete Handwerksbetriebe und IT-Dienstleister*innen sowie unberechenbare Lieferzeiten und -engpässe. Zudem stellte die Sicherung der personellen Kapazitäten zur grundsätzlichen Aufrechterhaltung des eigenen Betriebs und zur Umsetzung der beantragten Projekte eine große Herausforderung dar.

Schon in dieser ersten Konsolidierungsphase fällt auf, wie sehr sich die Einrichtungen durch sorgfältige Recherche, Kreativität und Vernetzung um nachhaltige Lösungen bemühten.

Im kommenden Jahr wird das NEUSTART Sofortprogramm ausgewertet. Ziel ist die Sicherung relevanter Erkenntnisse sowie ihre zukunftsgerichtete Analyse.

Aktuelle Einsichten und Best Practice Beispiele teilen wir unter www.neustartkultur.de/sofort und auf Facebook.

Die Pressemeldung können Sie hier herunterladen.

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Gemeinnützigkeitsrecht, Pressemitteilung

Änderung des Gemeinnutzigkeitsrechts

Wir fordern den Deutschen Bundestag dazu auf, die Reform des Gemeinnützigkeitsrechts vorzunehmen und dabei insbesondere sicherzustellen, dass sich die politische Betätigung gemeinnütziger Organisationen nicht negativ auf ihren Status der Gemeinnützigkeit auswirken darf.

Der Bundesverband Soziokultur e. V. ist der Dachverband von mehr als 600 soziokulturellen Zentren und Initiativen in Deutschland, die in ihrer überwiegenden Mehrzahl als gemeinnützige Körperschaften organisiert sind. Wir sind von daher an einer zeitgemäßen, an den Anforderungen an zivilgesellschaftliche Organisationen orientierten Rechtsgrundlage interessiert.

In der Vergangenheit hat sich herausgestellt, dass das bestehende Gemeinnützigkeitsrecht nicht mehr den Erfordernissen des zivilgesellschaftlichen Engagements gerecht wird. Insbesondere die politische Tätigkeit von zivilgesellschaftlichen Organisationen stellt zunehmend ein Problem dar, den gemeinnützigen Status weiter beibehalten zu können und führte in diversen Fällen zu Aberkennungen dieses Status.

In den allermeisten Fällen sind Zuschüsse der öffentlichen Hand an die Gemeinnützigkeit einer Organisation gebunden. Ein Wegfall solcher Zuschüsse würde eine existenzielle Bedrohung für sehr viele soziokulturelle Zentren darstellen.

Zudem ist mit der Feststellung der Gemeinnützigkeit nicht nur die Befreiung von der Körperschaftssteuer, sondern insbesondere die Möglichkeit verbunden, Spendenbescheinigungen auszustellen. Die Annahme von Spenden und die damit verbundene Ausstellung einer entsprechenden steuerbegünstigenden Bescheinigung stellt für viele Körperschaften nicht nur eine nicht zu unterschätzende Finanzierungsquelle ihrer gemeinnützigen Arbeit dar, sondern ist gleichzeitig eine vielfältige – über die eigene Mitgliedschaft hinausgehende – Verbindung in die Zivilgesellschaft. Über die steuerbefreiende Wirkung hinaus besteht für Spenderinnen und Spender die Möglichkeit, sich für konkrete zivilgesellschaftliche Projekte auch finanziell zu engagieren.

Die Aberkennung der Gemeinnützigkeit lässt vor diesem Hintergrund in der Öffentlichkeit das falsche Bild entstehen, die bisherige steuerbegünstigte Körperschaft habe etwas Verbotenes oder Unrechtes getan.

Zivilgesellschaftliche Organisationen – insbesondere die von uns vertretenen soziokulturellen Zentren und Initiativen – sind neben ihrer eigentlichen gemeinnützigen Zielsetzung hinaus Orte der Begegnung, der politischen Bildung, der Diskussion und des Diskurses. Sie sind Orte, an denen gemeinsam die gesellschaftspolitische Situation reflektiert und aus diesen Überlegungen heraus aktiv gestaltet wird. Diese politische Tätigkeit von der eigentlichen gemeinnützigen Zweckbestimmung der Organisationen trennen zu wollen, widerspricht unseres Erachtens den Zielen einer lebendigen demokratischen Gesellschaft. Von daher bedarf es unter diesem Gesichtspunkt dringend einer Reform des Gemeinnützigkeitsrechts.

Mit der Vorlage des Jahressteuergesetzes soll auch eine Präzisierung des Gemeinnützigkeitsrechts vorgenommen werden. Neben der Aufnahme weiterer steuerbegünstigter Zwecke in die Abgabenordnung sah die zentrale Empfehlung der Ausschüsse des Bundestages, darunter der Finanzausschuss, vor, die politische Tätigkeit von zivilgesellschaftlichen Organisationen ausdrücklich zu erlauben.

Der entsprechende Passus lautet:
„Elementare Bestandteile einer lebendigen Demokratie sind eine kritische Zivilgesellschaft und starke Organisationen, die politische Entscheidungsprozesse aktiv begleiten, sich einmischen und Stellung beziehen. Die selbstlose Beteiligung an der öffentlichen Meinungsbildung sowie der politischen Willensbildung sind Kennzeichen des zivilgesellschaftlichen Engagements und ein unverzichtbarer Bestandteil unseres Gemeinwesens. Zivilgesellschaftliche Organisationen leisten aufgrund gewandelter gesellschaftlicher Strukturen einen immer größeren Beitrag zur gesellschaftlich-demokratischen Debatte. (…)“
(Bundesrat Drucksache 503/1/20, S. 154).

Der Bundesrat hat bei seiner Beratung am 9. Oktober 2020 diesen Passus leider abgelehnt.

Der Bundesverband Soziokultur e. V. fordert die Abgeordneten des Deutschen Bundestags inständig dazu auf, diesen Passus wieder in die Beratung und den Beschluss des Jahressteuergesetzes aufzunehmen, um damit die gesellschaftspolitischen Aktivitäten der vielen zivilgesellschaftlichen Akteure auf eine sichere Rechtsgrundlage zu stellen.

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Aktuelles, Kultur und Politik

Deutsche Nachhaltigkeitsstrategie – Weiterentwicklung 2021

Zum Verständnis

Wie andere Kulturakteure auch befasst sich Soziokultur mit der Pflege und Förderung künstlerischer Genres und deren einzigartig effektiven Möglichkeiten der Weltwahrnehmung und des Selbstausdrucks. Ihr Ziel besteht darin, in den Nahbereichen der Menschen Räume zu schaffen, in denen sie sich kulturell und kreativ entfalten und gemeinsam Antworten auf die zentrale Frage der Kultur entwickeln können: Wie wollen wir miteinander leben?

Deshalb wendet sich Soziokultur mit Veranstaltungen auch an Publikum, wesentlich jedoch an Teilnehmer*innen und Engagierte. Sie hält es für den falschen Umgang mit Konflikten, unterschiedliche Interessen auf dem schnellsten Wege gegeneinander zu entscheiden. Vielmehr sieht sie ihre Aufgabe darin, aus den vielfältigen Kompetenzen, Erfahrungen und Interessen der Menschen Synergien für neue Lösungen zu gewinnen. Künstlerische Annäherungen an offene oder umstrittene Probleme hält sie dabei auf allen Levels von der amateur- bzw. laienhaften bis zur meisterlichen Beherrschung für unverzichtbar. Soziokultur will als Energiequelle und Role Model einer Demokratie wirken, die auch und gerade in Krisen ihre Potenziale nutzen kann und erstarkt.

Das bestimmt den Blick des Bundesverbands auf die Deutsche Nachhaltigkeitsstrategie.

Position des Bundesverbands Soziokultur

Uns ist sehr wichtig, dass die Deutsche Bundesregierung komplexe Anstrengungen für ihre Nachhaltigkeitsstrategie unternimmt und damit auch die Ziele des Pariser Klimaabkommens verfolgt, dass sie sich engagiert, um der besonderen globalen Verantwortung Deutschlands – als eine der alten Industrienationen und großem Verursacher von Klimaschäden – gerecht zu werden.

Wir haben Respekt vor der Vielzahl von Expert*innen und Akteur*innen, die ihr Wissen und ihre Arbeit in den vorliegenden Entwurf eingebracht haben und wir begrüßen die bereits praktizierte Absicht, breite Bevölkerungsgruppen in die Erarbeitung und Realisierung der Nachhaltigkeitsstrategie einzubeziehen.

Wir würdigen, dass die Notwendigkeit ökologischer, sozialer und ökonomischer Transformationen als ganzheitliche Herausforderung behandelt und dass die Kultur dabei als maßgeblicher Einflussfaktor erkannt wird. Dass die Fragen von Governance, Operationalisierung und Monitoring breiten Raum einnehmen, halten wir für zielführend und für unsere eigenen Anstrengungen für hilfreich.

NEUSTART KULTUR schätzen wir als Überlebenshilfe der Bundesregierung für den Kulturbereich in Zeiten der Pandemie hoch. Das Programm hilft uns dabei, Teile des in Jahren angehäuften Investitionsstaus abzubauen und wird nachhaltige Wirkungen für die beteiligten Einrichtungen haben. Wir danken der Beauftragten für Kultur und Medien für ihren engagierten Einsatz. Für eine weitere nachhaltige Lösung der sozialen Situation der selbständigen Künstler*innen, Honorarkräfte und Unternehmer*innen im Kulturbereich bieten wir unsere Mitwirkung an.

Wir freuen uns, dass der Kulturbereich ausdrücklich zu den wichtigen gesellschaftlichen Akteuren gezählt wird. Besonders im Blick auf die Mitgliedseinrichtungen des Bundesverbands Soziokultur denken wir allerdings, dass es zu einseitig ist, seine Wirksamkeit hauptsächlich auf Innovation und Kreativität festzulegen. Für das Gelingen von Zukunft halten wir die gemeinsame Entwicklung und die Vermittlung von Werten sowie die Konfliktfähigkeit der Gesellschaft für ebenso entscheidend. Für beides leisten die Akteur*innen der Soziokultur unverzichtbare Beiträge.

Wir regen an, dies in der Nachhaltigkeitsstrategie zu berücksichtigen.

Begründung:

Seit der Gründung der ersten soziokulturellen Zentren vor mehr als einem halben Jahrhundert spielen Fragen der Umwelt und der Nachhaltigkeit in den Mitgliedseinrichtungen des Verbands eine wichtige Rolle. Mehrere Jahrzehnte lang haben wir das Thema zwar immer wieder bearbeitet, konnten aber die entsprechenden realen Ergebnisse schwer oder kaum erfassen und beurteilen.

Gemeinsam mit dem Institut für Kulturpolitik der Universität Hildesheim haben wir im Projekt „Jetzt in Zukunft“ – unter anderem durch die gemeinsame Definition von Indikatoren und Festlegung konkreter Verantwortlichkeiten – Voraussetzungen für ein effektives Monitoring geschaffen. Dies fußte auf der Arbeit, die der Rat für Nachhaltige Entwicklung in einen breit anwendbaren Deutschen Nachhaltigkeitskodex investiert hat. Den ersten Datensatz über den entsprechenden aktuellen Ist-Zustand haben wir bereits erhoben und ausgewertet. Die Ergebnisse wurden im statistischen Bericht „Was braucht’s? Soziokulturelle Zentren in Zahlen 2019“ veröffentlicht und stehen zum Download zur Verfügung. Für künftige Erhebungen ist Vergleichbarkeit gewährleistet.

Wir werden uns in den kommenden Jahren weiter konzentriert mit dem Thema Nachhaltigkeit bzw. Zukunftsfähigkeit befassen. Die Bedingungen dafür haben sich während der letzten Zeit stark verändert. Zum einen drängen die immer drastischer ausfallenden Folgen des Klimawandels zu immer größerer Eile. Zum anderen führt der durch die Digitalisierung bewirkte und durch die Pandemie noch beschleunigte Strukturwandel in allen Bereichen zu Verwerfungen und Disruptionen, die unsere Akteur*innen vor Ort hautnah spüren. Ängste, Unsicherheiten und Konflikte bis hin zu Polarisierungen nehmen zu, während die Konfliktfähigkeit der Gesellschaft seit langem abnimmt.

Vor diesem Hintergrund bildet der Übergang zur zukunftsfähigen Gestaltung unserer eigenen Arbeitsprozesse nur einen Teil unseres Engagements.

Vor allem geht es in den Mitgliedseinrichtungen des Verbands darum, sich aus der Komfortzone der Gleich- oder Ähnlich-Gesinnten in den gewohnten Netzwerken hinaus zu bewegen. Wir streben danach, in neuen Formaten mit Laborcharakter die an den jeweiligen Orten vorhandenen unterschiedlichen Kompetenzen, Erfahrungen und Interessen der Menschen zusammen zu bringen, Synergien für beste Lösungen zu entwickeln, Konflikte nicht nur diskursiv, sondern auch mit künstlerischen Mitteln zu artikulieren und sie so emotional verhandelbar zu machen.

Darin sehen wir eine wesentliche Aufgabe der Soziokultur.

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Artikel

26.02.2021
Zeitschrift SOZIOkultur

HAMBURG: Zinnschmelze

In einem Streifzug durch die Republik zu exemplarischen Orten wird klar: Seit ihren Anfängen in den 1970er Jahren bis heute muss (und will) sich die Soziokultur die Räumlichkeiten, in denen sie ihre Aktivitäten entfalten kann, oft erst suchen und erobern. Heute finden soziokulturelle Aktivitäten vielerorts in Gebäuden statt, die nicht als kulturelle Bauten geplant wurden. Teils jahrelang werden ehemalige Kirchen- und Klostergebäude, alte Fabrikhallen und Elektrizitätswerke, Scheunen, Lagerstätten oder Höfe mit viel persönlichem Engagement und körperlichem Einsatz, mit Knowhow und Liebe zum Detail für die spartenübergreifende Nutzung ertüchtigt. Wir haben uns umgesehen und stellen exemplarische Häuser vor.

HAMBURG – Zinnschmelze

Die ehemalige Zinnschmelze einer Gummiwarenfabrik wurde Ende der 1980er Jahre umgebaut und wird seitdem vom Trägerverein Zinnschmelze – Barmbeker Verein für Kultur und Arbeit e.V. als Kulturzentrum betrieben, zunächst mit Musik- und Tanzveranstaltungen in zwei Räumen auf insgesamt 270 Quadratmetern, ergänzt durch ein eigenständiges Kinder- und Jugendtheater und ein vereinseigenes Café. 2007 begannen die Konzeptstudien für einen Erweiterungsbau. Die Zinnschmelze wurde Bestandteil des Sanierungsverfahrens im Stadtteil und mit öffentlichen Mitteln und durch private Spenden saniert und erweitert. Nach 18-monatiger Bauzeit 2015 wiedereröffnet, trägt sie heute dazu bei, Attraktivität und Lebensqualität vor Ort zu verbessern. In zwei Räumen von 42 und 120 Quadratmetern finden bis zu 150 Besucher*innen Platz. Das Theaterdeck als Mieter und eine verpachtete Gastronomie nutzen die anderen zwei Drittel des Gebäudes. Das Angebot umfasst Veranstaltungen, Kurse und vielfältige Projekte. Künstlerische Qualität, Mitgestaltung und politische Themen leiten das Team in der Umsetzung.

Text: Dorothée Puschmann

www.zinnschmelze.deZinnschmelze auf Facebook

Der Artikel erschien in der Zeitschrift SOZIOkultur zur Thema HÄUSER. Hier die Ausgabe zum Download.

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25.02.2021
Förderung, UTOPOLIS

Kabinettsbericht ressortübergreifende Strategie Soziale Stadt beschlossen

Die Bundesregierung hat den Kabinettsbericht zur ressortübergreifenden Strategie „Soziale Stadt – Nachbarschaften stärken, miteinander im Quartier“ beschlossen. Mit dem Bericht werden u.a. auch die kreativen Methoden und vor allen Dingen die Ergebnisse der Zwischenevaluation des Modellprogramms „UTOPOLIS – Soziokultur im Quartier“ kommuniziert. Damit bildet der Bericht eine wichtige Weichenstellung für die Fortführung der ressortübergreifenden Strategie in der sozialen Stadtentwicklung.

Den Bericht findet ihr in voller Länge HIER.

Mikrofestival Bremen. Foto © Jan Meier

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25.02.2021
NEUSTART KULTUR, Zeitschrift SOZIOkultur

Frischer Wind in soziokulturellen Zentren

Mit dem milliardenschweren Förderprogramm NEUSTART KULTUR werden unter anderem dringend benötigte Investitionen in Kultureinrichtungen für den Weiterbetrieb unter Pandemiebedingungen unterstützt. Eine Analyse der eingegangenen Anträge zeigt, wo die Bedarfe besonders groß sind und was die Zentren tun, um auch in der Krise handlungsfähig zu bleiben.

Kleine Veranstaltungsräume, schlechte Luftverhältnisse und in die Jahre gekommene Sanitäranlagen: Soziokulturelle Zentren werden durch die aktuelle Situation vor besondere Herausforderungen gestellt. Die Maßnahmen zur Einschränkung des Infektionsgeschehens führen ohne entsprechende Investitionen für viele soziokulturelle Zentren wie für Kulturzentren zu enormen wirtschaftlichen Einbußen, sodass eine Öffnung der Häuser unter den gegebenen Umständen für viele aussichtslos erscheint. „Kein Abstand zur Kultur, aber Kultur mit Abstand zueinander“ – das fordern daher die Akteur*innen der (sozio-)kulturellen Szene.

Fördervolumen 25 Mio. Euro

Das Förderprogramm NEUSTARTKULTUR der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien unterstützt diese Forderung mit dem Programmteil „Pandemiebedingte Investitionen in Kultureinrichtungen zur Erhaltung und Stärkung der bundesweit bedeutenden Kulturlandschaft“. Vom Gesamtvolumen des Programmteils im Umfang von maximal 250 Millionen Euro stehen soziokulturellen Zentren, Kulturzentren und Literaturhäusern im Bereich 1d) („Zentren“) bis zu 25 Millionen Euro zur Verfügung, um ihren Weiterbetrieb und somit den Erhalt der vielfältigen (sozio-)kulturellen Landschaft zu gewährleisten.

Der Bedarf an Investitionen ist groß!

Dies wird schon durch den Ansturm auf das Förderprogramm deutlich. So schloss das Antragsportal für den Bereich „Zentren“ bereits am 28. Oktober 2020 wegen Überzeichnung, drei Tage vor dem spätesten Fristende. Insgesamt 626 Anträge mit Gesamtkosten in Höhe von rund 31 Millionen Euro sind beim Bundesverband Soziokultur, der mittelausreichenden Stelle für soziokulturelle Zentren, Kulturzentren und Literaturhäuser, eingegangen. Das Fördervolumen von 25 Millionen Euro ist damit voraussichtlich ausgeschöpft.

Den Anträgen lässt sich entnehmen, dass die Ausgangslage in den (sozio-)kulturellen Zentren und Literaturhäusern in Bezug auf die Corona-Maßnahmen nicht optimal ist. Lüftungsanlagen zur Aufrechterhaltung einer ausreichenden Lufthygiene sind dort entweder in veraltetem Zustand oder gar nicht erst vorhanden. Die Lüftung über Fenster und Türen bedeutet eine Zumutung für die Gäste, gerade in der kälteren Jahreszeit. Bei Einhaltung der Abstandsregelungen und der Lufthygienevorschriften können Veranstaltungen also derzeit nicht oder nur mit einer stark reduzierten Besucher*innenzahl stattfinden.

Maßnahmen gegen die Aerosol­belastung

Für insgesamt rund sechs Millionen Euro¹ beabsichtigen knapp 40 Prozent der Antragstellenden den Einbau, die Aufrüstung oder Anschaffung von Klima- und Belüftungssystemen mit einem Durchschnittswert von rund 25000 Euro. Laut RKI erhöht der längere Aufenthalt in kleinen und schlecht bis nicht belüfteten Räumen die Wahrscheinlichkeit einer Übertragung des Virus durch Aerosole auch über eine größere Distanz als anderthalb Meter. Neben der Einhaltung des Mindestabstandes ist also auch die Innenraumlufthygiene von immenser Wichtigkeit, um das Infektionsrisiko durch das SARS-CoV-2-Virus zu minimieren. Frische Luft zuzuführen und vorhandene Luft zu filtern sind Hauptaufgaben der raumlufttechnischen Anlagen. Ein reiner Umluftbetrieb sollte daher möglichst vermieden und stattdessen eine hohe Luftwechselrate durch Frischluft angestrebt werden.

Die Anträge beinhalten neben dem Einbau und der Reparatur von Frischluftanlagen auch die Anschaffung unterstützender Luftfiltersysteme. Laut Bundesregierung sind dabei HEPA-Filter (H13 und H14) generell zu bevorzugen. Die Antragstellenden sind angehalten, bei der Anschaffung oder Aufrüstung ihrer RLT-Anlagen vor allem den Gesundheitsschutz der Nutzenden, die technischen Möglichkeiten, die Art und Weise der Raumnutzung sowie das Verhalten der Nutzenden zu berücksichtigen, um ein optimales Ergebnis zu erzielen.

Lieber draußen statt drinnen

Wichtiger noch als die Aufrüstung der Innenräume ist für die Einrichtungen allerdings die Nutzbarmachung des Außenraums. Dies macht eine Analyse der eingegangenen Anträge deutlich. Laut RKI ist bei Wahrung des Mindestabstandes die Übertragungswahrscheinlichkeit im Außenbereich aufgrund der Luftbewegung sehr gering. Die kulturelle Arbeit soll entsprechend in den Außenbereich verlegt werden, besonders da, wo Innenräume mit den Vorgaben der Corona-Maßnahmen nicht mehr bespielbar sind. Knapp 4,5 Millionen Euro werden von den Antragstellenden für Maßnahmen zur Nutzbarmachung und Erweiterung der vorhandenen Nutzflächen benötigt. Dabei setzen die Antragstellenden auf kreative Lösungen wie den Ausbau von Dächern, aber auch auf die Erschließung von bisher brachliegendem Gelände.

Mit einem Antragsvolumen von über sieben Millionen Euro liegt der Schwerpunkt der Antragstellenden klar auf Ausstattungen für Open-Air Veranstaltungen. Gefragt sind sowohl mobile Bühnensysteme für das Außengelände als auch Licht- und Tontechnik. Wetterbefestigungen wie Pavillons, Zelte oder Überdachungen sowie Anschaffungen von Außenmobiliar, Stühlen und Tischen ergänzen die Anträge.

Kulturveranstaltungen, die normalerweise im Innenraum stattfinden, können mit der neuen Technik in den Außenraum verlagert werden. Dies entzerrt die Besucher*innenmassen und gewährleistet die gemeinsame Teilnahme an Veranstaltungen unter Einhaltung des Mindestabstandes und unter optimalen Luftverhältnissen.

Von Bad bis Büro: Modernisierungen machen die Zentren arbeits-­ und zukunftsfähig

Weitere Maßnahmen, deren bereits bestehende Dringlichkeit durch die Corona-Pandemie erneut hervorgehoben wurden, werden ebenfalls mithilfe des Förderprogramms angegangen. 26 Prozent der Antragstellenden planen die Modernisierung ihrer Sanitäranlagen, den Einbau barrierefreier Toiletten mit kontaktlosen Spülungen und Armaturen sowie adäquate Seifen- und Desinfektionsmittelspender mit Gesamtkosten von rund 2,5 Millionen Euro. Dies sorgt zum einen für die Einhaltung der erforderlichen Hygieneregeln, dient aber auch dem Wohlbefinden und dem gestiegenen Hygienebedürfnis der Gäste.

Die (sozio-)kulturellen Zentren werden mit entsprechenden Investitionen nicht nur für die aktuelle Situation gewappnet, sondern darüber hinaus zukunftsfähig ausgestattet. 44 Prozent der Antragstellenden nutzen das Programm mit dem Ziel, die eigene IT-Infrastruktur auszubauen, Streaming-Dienste einzurichten und technische Geräte anzuschaffen. So können Programme durch digitale Formate erweitert und kulturelle Angebote risikoarm genutzt werden. Workshops können gleichzeitig vor Ort und in den Wohnzimmern der Teilnehmenden stattfinden. Dies bedeutet einerseits eine Entzerrung der Gruppengrößen, befördert darüber hinaus aber auch in Zukunft die Zugänglichkeit zu kulturellen Angeboten und die kulturelle Teilhabe – ein erklärtes Ziel (sozio-)kultureller Arbeit.

Und nicht zuletzt kommt das Programm auch den Mitarbeitenden (sozio-)kultureller Zentren zugute. Digitale Aufrüstungen für Büroräume und die Einrichtung von Arbeitsplätzen im Homeoffice werden von den Antragstellenden beantragt, damit auch hier eine Entzerrung stattfinden kann.

„Kultur auf Abstand – aber kein Abstand zur Kultur“

Das Programm NEUSTART KULTUR wird einer Vielzahl soziokultureller Zentren, Kulturzentren und Literaturhäuser den Weiterbetrieb in Zeiten der Corona-Pandemie, aber auch darüber hinaus ermöglichen. Bis zu 15 Millionen Euro kommen soziokulturellen Zentren und Initiativen darüber hinaus in der Fördersäule „Programm“ zur Unterstützung ihrer Programmarbeit zugute.

Der Artikel erschien in der Zeitschrift SOZIOkultur zur Thema HÄUSER. Hier die Ausgabe zum Download.

Wie greifen die Förderungen? Was wird mit den Geldern umgesetzt? Erfahren Sie mehr auf www.neustartkultur.de.

Grafik © Johanna Götz

¹ Bei den Teilmengen handelt es sich um die Gesamtkosten der Maßnahmen, das heißt die Fördersumme plus den Eigenanteil.

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24.02.2021
Zeitschrift SOZIOkultur

BADEN WÜRTTEMBERG: Chapel, Göppingen

In einem Streifzug durch die Republik zu exemplarischen Orten wird klar: Seit ihren Anfängen in den 1970er Jahren bis heute muss (und will) sich die Soziokultur die Räumlichkeiten, in denen sie ihre Aktivitäten entfalten kann, oft erst suchen und erobern. Heute finden soziokulturelle Aktivitäten vielerorts in Gebäuden statt, die nicht als kulturelle Bauten geplant wurden. Teils jahrelang werden ehemalige Kirchen- und Klostergebäude, alte Fabrikhallen und Elektrizitätswerke, Scheunen, Lagerstätten oder Höfe mit viel persönlichem Engagement und körperlichem Einsatz, mit Knowhow und Liebe zum Detail für die spartenübergreifende Nutzung ertüchtigt. Wir haben uns umgesehen und stellen exemplarische Häuser vor.

BADEN-WÜRTTEMBERG – Chapel, Göppingen

Seit die Fabrik für Kunst und Kultur e.V. im Jahr 1998 die alte Soldier Chapel von der Stadt Göppingen als Veranstaltungsort und Heimstatt für den Verein erhielt, hörten die Arbeiten am Haus eigentlich nie auf: erst Renovierungsarbeiten, dann die Instandsetzung der Fassade, kontinuierliche Optimierungen an der technischen Ausstattung bis zur großen Sanierung durch die Stadt Göppingen, zu der die Vereinsmitglieder weit über normales ehrenamtliches Engagement hinaus Hunderte von Stunden an Eigenleistung beitrugen.

Das Konzept des Umbaus ermöglicht eine große Wandelbarkeit der Location – ob für Ausstellungen, Konzerte, Theater, Filmdrehs, Festivals, Parties oder als Ort der Begegnung. Die Chapel verfügt über zwei Veranstaltungsräume, CHAPEL und KRYPTA für 700 beziehungsweise 200 Personen, sowie Vereinsraum, Mini-Kino, Werkstatt, Tonstudio, Proberäume, Vereinsbüro und Außenanlagen. Aktuell wird schon wieder gebaut: Der große Kirchenraum bekommt eine Bühne und eigene Technik. In naher Zukunft sollen dort auch kleine Veranstaltungen mit Abstand ohne Mehraufwand durchgeführt werden.

www.fabrikev.deDie Chapel auf Facebook

Text: Amyna E. Wolf
Foto © Heiko Herrmann

Der Artikel erschien in der Zeitschrift SOZIOkultur zur Thema HÄUSER. Hier die Ausgabe zum Download.

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24.02.2021
Kulturpolitik, Zeitschrift SOZIOkultur

Kultur wählen – Landtagswahlen Rheinland-Pfalz

In etwa zwei Wochen, am Sonntag, den 14. März 2021, finden in Rheinland-Pfalz Landtagswahlen statt. Wie sind die Positionen der Parteien zur Soziokultur? Wir haben nachgefragt: Welche Rolle spielt die Soziokultur in Ihren politischen Planungen?

GIORGINA KAZUNGU-­HASS, MdL (SPD)

Kulturpolitische Sprecherin der SPD-Landtagsfraktion Rheinland-Pfalz
Für uns Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten ist die Soziokultur ein zentrales Handlungsfeld unserer Kulturpolitik. Wir wollen Kultur so fördern, dass sie breit in die Fläche wirkt und alle gesellschaftlichen Gruppen partizipieren lässt. In den vergangenen fünf Jahren haben wir deswegen die Mittel im Bereich der Soziokultur deutlich erhöht. Als neues Instrument der Kulturförderung wollen wir in der kommenden Legislaturperiode einen landesweiten Kulturentwicklungsplan erarbeiten. Dabei kommt der koordinierenden Kraft der Akteure der Soziokultur eine wichtige Aufgabe zu. Als nicht kommerzialisierte „Dritte Orte“ dienen soziokulturelle Zentren der Entfaltung des Einzelnen und dem gesellschaftlichen Zusammenhalt. In ihrer Vielfalt wollen wir sie weiter unterstützen und fördern.

MARION SCHNEID, MdL (CDU)

Kulturpolitische Sprecherin und stellvertretende Vorsitzende der CDU-Landtagsfraktion Rheinland-Pfalz
Neben den klassischen Kulturbereichen leistet die Soziokultur einen wertvollen Beitrag zur Vielfalt des kulturellen Angebots in unserem Land, vor allem auch im Hinblick auf Kinder und Jugendliche wie auch im interkulturellen Bereich. So sind zum Beispiel Jugendkunstschulen ein idealer Ort, um Heranwachsende in ihrer Kreativität durch künstlerisch-gestaltende Angebote zu fördern. Auch wird die Aufgabe der Kulturbüros, Kulturschaffende zu unterstützen und zu vernetzen, gerade jetzt noch notwendiger. Uns ist es wichtig, die kulturelle Vielfalt und den Zugang zu Kultur auch für die Zukunft zu sichern und Kulturförderung einen verpflichtenden Charakter zu geben. Daher werden wir uns für ein Kulturfördergesetz einsetzen, das die Wertschätzung aller Kulturbereiche umfasst und eine planbare, finanzielle Förderung aller Sparten sicherstellt.

THOMAS ROTH, MdL (FDP)

Kulturpolitischer Sprecher der FDP-Fraktion Rheinland-Pfalz
Die Vielfalt an unterschiedlichen Lebensentwürfen ist der Kern unserer liberalen Gesellschaft und die entscheidende Antriebskraft für Innovation und Weiterentwicklung – unabhängig, ob durch Arbeit, Kunst oder eben Kultur. Kultur ist die soziale Basis unserer Gesellschaft und muss – unabhängig, ob Stadt oder Land – zugänglich sein. Die Corona-Pandemie hat diesen Auftrag noch verschärft. Wir werden uns daher für eine Enquete-Kommission „Kultur“ einsetzen. Zusammen mit den Kulturschaffenden wollen wir Kulturangebote sichern und weiterentwickeln. Hierfür müssen wir Freiräume schaffen, sie fördern und unterstützen. Finanzielle Unterstützungen in und nach der Corona-Pandemie sind für den Erhalt von flächendeckenden Angebote entscheidend. Dafür werden wir uns einsetzen.

KATHARINA BINZ, MdL (BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN)

Sprecherin für Integrations- und Asylpolitik, Hochschule, Wissenschaft, Forschung, Weiterbildung und Kultur, Verbraucherschutz, Gesundheit, Pflege und Drogenpolitik
Für uns GRÜNE ist Kultur absolut unverzichtbar für ein gutes Leben. Wir wollen deshalb sicherstellen, dass die Bedingungen für Künstler*innen und Kulturschaffende in unserem Land geeignet sind, sich mit voller Energie der Kunst zu widmen. In der kommenden Legislatur möchten wir eine Kultur-Enquetekommission einsetzen, mit dem Ziel, die Kulturförderung auf neue Füße zu stellen. Wir wollen mit den Kreativen über Fragen der Kulturförderung, aber auch über Entwicklungsmöglichkeiten der kulturellen Landschaft ins Gespräch kommen, um die Bedingungen für Kultur grundlegend zu verbessern. Die soziokulturellen Zentren nehmen wir dabei besonders in den Blick, da sie in einem Bundesland wie Rheinland-Pfalz oft die erste und manchmal die einzige Möglichkeit sind, Kultur mit allen Sinnen zu erleben.

Der Artikel erschien in der Zeitschrift SOZIOkultur zur Thema HÄUSER. Hier die Ausgabe zum Download.

v. l. n. r. Giorgina Kazungu-Haß, SPD. Foto © Susi Knoll | Marion Schneid CDU. Foto © LTW Thomas Roth, FDP. Foto © Sabrina Feige | Katharina Binz, BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN. Foto © Katharina Binz

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17.02.2021
UTOPOLIS, Zeitschrift SOZIOkultur

Das Foyer – Ein Begegnungsraum im Quartier

Idee

Die Projektidee, die hinter „Das Foyer“ steckt, greift auf die Funktion des Foyers in Theatern und Museen zurück: Es ist bestenfalls ein Ort der Begegnung, des Austauschs über das Gesehene, ein Ort des Ankommens und Verweilens, ein Ort der Kommunikation. Wie muss solch ein Raum gestaltet sein, damit er diesen Ansprüchen gerecht wird? Wo fühlt man sich wohl, eingeladen, dazugehörend?

Um das herauszufinden, gestalten und bespielen Künstler*innen, Pädagog*innen und Nachbar*innen bei zeitraumexit – ein Ort für erweiterte Kunst in Mannheim – dessen größten Veranstaltungsraum für jeweils sechs bis zwölf Wochen. Hierbei sollen die Bewohner*innen sich einbringen und ihre Wünsche thematisieren können. Woran fehlt es im Stadtteil Jungbusch? Gibt es zu wenig Wiesen, Spielplätze, nichtkommerzielle Orte zum Verweilen, zum Abhängen nach der Schule? Wie soll der Raum gestaltet sein? Welche Möbel, Accessoires und Spielangebote werden benötigt und eignen sich, um temporär eingesetzt zu werden?

Lösungen

„Foyer I“ im Jahr 2019 – in diesem Jahr finanziell ermöglicht durch die Kulturstiftung des Bundes – basierte auf einer Quartiersbegehung und der Feststellung eines Mangels an Grünflächen. So schuf der erste „Foyer“-Künstler eine Indoor-Wiese mit einzelnen Kuben als Aufenthaltsorten, die gestaltet werden konnten. Die Einladung bestand darin, vorbeizukommen und diesen neu geschaffenen Raum als Treffpunkt, zum Picknick oder als eine Art Indoor-Spielplatz zu nutzen.

„Foyer II“ präsentierte sich in auffälliger äußerlicher Verkleidung und verwandelte den Raum in ein Abbild der Walhalla bei Regensburg. Der gestaltende Künstler stellte hier die Frage nach dem „Deutschsein“, wagte also eine Standort- und Identitätsbestimmung durch das Feedback der Anwohner*innen und Besucher*innen. Eine integrierte Eisdiele – welche es im Jungbusch ebenfalls nicht gibt – sorgte über die komplexe Fragestellung hinaus für ein niedrigschwelliges, attraktives Angebot, das von der Anwohnerschaft sehr gerne angenommen wurde.

Beim „Foyer III“, erstmals von einer Gruppe aus Gestalter*innen, Kunstpädagog*innen und Nachbar*innen kuratiert, entstand die Themensetzung aus einer aufsuchenden Befragung im Stadtteil. Ein Raum für (Familien-) Feiern wurde demnach vermisst und bei zeitraumexit angeboten. Eine Tischtennisplatte mit gelegentlichen Turnieren wurde vor allem für Kinder und Jugendliche im Jungbusch zum Anziehungsmagneten. Die visuell-skulpturale Gestaltung trat hier zugunsten einer prozesshaften, offenen Entwicklung sowie einer verstärkten Nutzung durch Anwohner*innen zurück.

Eine Schlüsselrolle bei dieser Öffnung nach außen kommt der aufsuchenden Stadtteilarbeit zu. Es gilt, eine tragfähige Beziehung zu den Stadtteilbewohner*innen aufzubauen: zuzuhören, ihre Anliegen ernst zu nehmen und Vertrauen zu gewinnen. Gute Erfahrungen wurden dabei beispielsweise mit der Unterstützung durch Menschen aus den migrantischen Communities gemacht, die als Sprach- und Kulturvermittler*innen Brücken bauen können.

Ausblick

Aktuell ist ein externer Faktor – eine Baumaßname im Quartier – ausschlaggebend für die Ausrichtung des vierten „Foyer“, das Ende 2020 gestartet ist. Der Umbau des zentralen Spielplatzes und Treffpunkts im Viertel betrifft vor allem Kinder und Jugendliche, aber auch Erwachsene mit Migrationshintergrund, die ihre Freizeit viel auf der Straße und den Plätzen verbringen und von der Gastronomie, die sich durch vermehrte Bestuhlung im Freien weiter in den öffentlichen Raum ausdehnt, zunehmend verdrängt werden. Die Künstlerin, die das vierte Foyer gestaltet, greift diesen Bedarf auf und möchte zusammen mit den Anwohner*innen eine Art Spieleparcours erarbeiten, der über mehrere Wochen zugänglich sein wird. Das Gesellschaftsspiel „Spiel des Lebens“ wird dazu als Grundlage dienen. Der Ansatz, auf aktuelle Problemlagen und Bedarfe einzugehen, verbindet „Das Foyer“ als Projektbaustein mit dem UTOPOLIS-Gesamtprojekt „Social Body Building“.

Für die Akteure von zeitraumexit ist mit dem „sozialen Muskeltraining“ die Hoffnung verbunden, dass das Haus von einem möglichst großen Spektrum der diversen Stadtteilbewohner*innen auch als Möglichkeitsraum genutzt wird, um eigene Ideen zu verwirklichen. Exemplarisch dafür steht das Format „Social Sunday“, bei dem Nachbar*innen mit eigenen Programmpunkten einen Sonntagnachmittag gestalten.

Im Jahr 2021 soll darauf aufbauend ein möglichst heterogener Nachbarschaftsbeirat die Arbeit des Kunsthauses und soziokulturellen Zentrums unterstützen: beratend, kritisierend, mit Vorschlägen für die Programmgestaltung und mit eigenen Aktivitäten im Sinne eines Empowerments.

www.zeitraumexit.de

Der Artikel erschien in der Zeitschrift SOZIOkultur zur Thema HÄUSER. Hier die Ausgabe zum Download.

Autorinnen: Nina Lenz, Mitarbeiterin für Stadtteilarbeit und Programm, und Stephanie Staib, Mitarbeiterin für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit bei zeitraumexit e.V.
Foyer I „Holodeck Jungbusch“ von zeitraumexit e.V. im Förderprogramm UTOPOLIS. Foto © Arthur Bauer

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Veranstaltungen

 

03. Jul -

03. Sep

AfP-Seminar in der Alten Feuerwache, Köln

Seminar zur Sicherheit von/bei Veranstaltungen in soziokulturellen Zentren.

Vorhang auf, Bühne frei … so heißt es nicht nur in Opernhäusern und großen Theatern, sondern auch in soziokulturellen Einrichtungen. Da in den Kulturzentren die Szenenflächen oft eher kleiner sind, auf denen die unzähligen Veranstaltungen stattfinden, so stellt der Gesetzgeber auch hier einige Anforderungen an die Sicherheit.

SEMINARINHALT

  • Überblick über die relevanten Gesetze und Verordnungen
  • Leitung und Aufsicht in Veranstaltungsstätten
  • Ermittlung von Gefährdungen, Erarbeiten von Schutzzielen und Ableitung von Maßnahmen
  • Brandschutz, Notfallmaßnahmen
  • Umgang mit veranstaltungstechnischem Equipment
  • Unterweisung von Mitwirkenden
  • Verantwortung und Haftung

REFERENT

Thomas Schiffmann ist Meister für Veranstaltungstechnik und technischer Betriebswirt. Nach Tätigkeiten für verschiedene Veranstaltungstechnik-Firmen und den Bayerischen Rundfunk hat er zwischen 2004 und 2011 die Abteilung Veranstaltungstechnik im Kulturzentrum E-Werk (Erlangen) geleitet. Mittlerweile ist er dort in der Verwaltung tätig, kümmert sich aber weiterhin u. a. um den organisatorischen Brandschutz, Fragen rund um die Besuchersicherheit und die Planung der Notfallorganisation.

ZIELGRUPPE

Das Seminar ist konzipiert für Mitarbeiter*innen von soziokulturellen Zentren, die mit der (technischen) Durchführung von Veranstaltungen betraut sind. Sinnvoll ist die Teilnahme auch für Mitarbeiter*innen in der Verwaltung und Leitung, die für die Personalauswahl für Veranstaltungen verantwortlich sind.

Anmeldungen bitte an: Anne Wöstemeyer 

DAUER

3 Tage (in der Regel Di. – Do.)
1. Tag: 10:30 – 17:00 Uhr
2. Tag: 09:00 – 17:00 Uhr
3. Tag: 09:00 – 15:00 Uhr

HINWEIS

Das Seminar wurde für ein zeitliches Minimum konzipiert. Eine zeitliche Verkürzung ist nicht möglich, auch eine teilweise Teilnahme ist nicht sinnvoll.

KOSTEN

Für Kolleg*innen von Mitgliedseinrichtungen des Bundesverbands Soziokultur e.V. übernimmt der Bundesverband einen Teil der Kosten.
Preis für Mitarbeiter*innen von Mitgliedseinrichtungen des Bundesverbands Soziokultur e. V.: 150,00 Euro (inkl. 7 % MwSt.) pro Person
Preis für externe Teilnehmer*innen: 400,00 € (inkl. 7 % MwSt.) pro Person

Im Preis inbegriffen sind eine warme Mahlzeit pro Seminartag, Tagungsgetränke und -snacks sowie umfangreiche Unterlagen.
Fahrt- und Übernachtungskosten sind im Preis nicht inbegriffen.

FÖRDERHINWEIS
Die Ausschreibung und Anmeldung erfolgt vorbehaltlich der Fortführung der Förderung des Bundesverbandes durch die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien.

Mehr Informationen
 

04. Aug -

04. Okt

AfP-Seminar in der Brunsviga/Braunschweig

Seminar zur Sicherheit von/bei Veranstaltungen in soziokulturellen Zentren.

Vorhang auf, Bühne frei … so heißt es nicht nur in Opernhäusern und großen Theatern, sondern auch in soziokulturellen Einrichtungen. Da in den Kulturzentren die Szenenflächen oft eher kleiner sind, auf denen die unzähligen Veranstaltungen stattfinden, so stellt der Gesetzgeber auch hier einige Anforderungen an die Sicherheit.

SEMINARINHALT

  • Überblick über die relevanten Gesetze und Verordnungen
  • Leitung und Aufsicht in Veranstaltungsstätten
  • Ermittlung von Gefährdungen, Erarbeiten von Schutzzielen und Ableitung von Maßnahmen
  • Brandschutz, Notfallmaßnahmen
  • Umgang mit veranstaltungstechnischem Equipment
  • Unterweisung von Mitwirkenden
  • Verantwortung und Haftung

REFERENT

Thomas Schiffmann ist Meister für Veranstaltungstechnik und technischer Betriebswirt. Nach Tätigkeiten für verschiedene Veranstaltungstechnik-Firmen und den Bayerischen Rundfunk hat er zwischen 2004 und 2011 die Abteilung Veranstaltungstechnik im Kulturzentrum E-Werk (Erlangen) geleitet. Mittlerweile ist er dort in der Verwaltung tätig, kümmert sich aber weiterhin u. a. um den organisatorischen Brandschutz, Fragen rund um die Besuchersicherheit und die Planung der Notfallorganisation.

ZIELGRUPPE

Das Seminar ist konzipiert für Mitarbeiter*innen von soziokulturellen Zentren, die mit der (technischen) Durchführung von Veranstaltungen betraut sind. Sinnvoll ist die Teilnahme auch für Mitarbeiter*innen in der Verwaltung und Leitung, die für die Personalauswahl für Veranstaltungen verantwortlich sind.

Anmeldungen bitte an: Anne Wöstemeyer 

DAUER

3 Tage (in der Regel Di. – Do.)
1. Tag: 10:30 – 17:00 Uhr
2. Tag: 09:00 – 17:00 Uhr
3. Tag: 09:00 – 15:00 Uhr

HINWEIS

Das Seminar wurde für ein zeitliches Minimum konzipiert. Eine zeitliche Verkürzung ist nicht möglich, auch eine teilweise Teilnahme ist nicht sinnvoll.

KOSTEN

Für Kolleg*innen von Mitgliedseinrichtungen des Bundesverbands Soziokultur e.V. übernimmt der Bundesverband einen Teil der Kosten.
Preis für Mitarbeiter*innen von Mitgliedseinrichtungen des Bundesverbands Soziokultur e. V.: 150,00 Euro (inkl. 7 % MwSt.) pro Person
Preis für externe Teilnehmer*innen: 400,00 € (inkl. 7 % MwSt.) pro Person

Im Preis inbegriffen sind eine warme Mahlzeit pro Seminartag, Tagungsgetränke und -snacks sowie umfangreiche Unterlagen.
Fahrt- und Übernachtungskosten sind im Preis nicht inbegriffen.

FÖRDERHINWEIS
Die Ausschreibung und Anmeldung erfolgt vorbehaltlich der Fortführung der Förderung des Bundesverbandes durch die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien.

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06. Mrz -

06. Mai

AfP-Seminar in der Zinnschmelze/Hamburg

Seminar zur Sicherheit von/bei Veranstaltungen in soziokulturellen Zentren.

Vorhang auf, Bühne frei … so heißt es nicht nur in Opernhäusern und großen Theatern, sondern auch in soziokulturellen Einrichtungen. Da in den Kulturzentren die Szenenflächen oft eher kleiner sind, auf denen die unzähligen Veranstaltungen stattfinden, so stellt der Gesetzgeber auch hier einige Anforderungen an die Sicherheit.

SEMINARINHALT

  • Überblick über die relevanten Gesetze und Verordnungen
  • Leitung und Aufsicht in Veranstaltungsstätten
  • Ermittlung von Gefährdungen, Erarbeiten von Schutzzielen und Ableitung von Maßnahmen
  • Brandschutz, Notfallmaßnahmen
  • Umgang mit veranstaltungstechnischem Equipment
  • Unterweisung von Mitwirkenden
  • Verantwortung und Haftung

REFERENT

Thomas Schiffmann ist Meister für Veranstaltungstechnik und technischer Betriebswirt. Nach Tätigkeiten für verschiedene Veranstaltungstechnik-Firmen und den Bayerischen Rundfunk hat er zwischen 2004 und 2011 die Abteilung Veranstaltungstechnik im Kulturzentrum E-Werk (Erlangen) geleitet. Mittlerweile ist er dort in der Verwaltung tätig, kümmert sich aber weiterhin u. a. um den organisatorischen Brandschutz, Fragen rund um die Besuchersicherheit und die Planung der Notfallorganisation.

ZIELGRUPPE

Das Seminar ist konzipiert für Mitarbeiter*innen von soziokulturellen Zentren, die mit der (technischen) Durchführung von Veranstaltungen betraut sind. Sinnvoll ist die Teilnahme auch für Mitarbeiter*innen in der Verwaltung und Leitung, die für die Personalauswahl für Veranstaltungen verantwortlich sind.

Anmeldungen bitte an: Anne Wöstemeyer 

DAUER

3 Tage (in der Regel Di. – Do.)
1. Tag: 10:30 – 17:00 Uhr
2. Tag: 09:00 – 17:00 Uhr
3. Tag: 09:00 – 15:00 Uhr

HINWEIS

Das Seminar wurde für ein zeitliches Minimum konzipiert. Eine zeitliche Verkürzung ist nicht möglich, auch eine teilweise Teilnahme ist nicht sinnvoll.

KOSTEN

Für Kolleg*innen von Mitgliedseinrichtungen des Bundesverbands Soziokultur e.V. übernimmt der Bundesverband einen Teil der Kosten.
Preis für Mitarbeiter*innen von Mitgliedseinrichtungen des Bundesverbands Soziokultur e. V.: 150,00 Euro (inkl. 7 % MwSt.) pro Person
Preis für externe Teilnehmer*innen: 400,00 € (inkl. 7 % MwSt.) pro Person

Im Preis inbegriffen sind eine warme Mahlzeit pro Seminartag, Tagungsgetränke und -snacks sowie umfangreiche Unterlagen.
Fahrt- und Übernachtungskosten sind im Preis nicht inbegriffen.

FÖRDERHINWEIS
Die Ausschreibung und Anmeldung erfolgt vorbehaltlich der Fortführung der Förderung des Bundesverbandes durch die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien.

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Publikationen

Programme des Bundesverbandes

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Jugend ins Zentrum!

Unser Förderprogramm im Rahmen des Bundesprojekts „Kultur macht stark. Bündnisse für Bildung“ (BMBF) für Kunst- und Kulturprojekte mit Kindern und Jugendlichen.

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UTOPOLIS - Soziokultur im Quartier

Zur Aktivierung der Nachbarschaft erproben ausgewählte soziokulturelle Zentren künstlerische Beteiligungsformate in ihren Stadtteilen.

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START - Create Cultural Change

Ein Fortbildungs- und Stipendienprogramm für Kulturmanager*innen in Griechenland in Kooperation mit der Robert Bosch Stiftung und dem Goethe-Institut Thessaloniki

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Jetzt in Zukunft

Jetzt in Zukunft

In Kooperation mit dem Institut für Kulturpolitik der Universität Hildesheim entstehen zwischen Mai 2018 und September 2020 praxisnahe Handlungsansätze Nachhaltiger Entwicklung.

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NEUSTART. Sofort­programm für Corona-bedingte Investitionen in Kultur­einrichtungen

Das Programm der BKM richtet sich an Museen, Ausstellungs­hallen, Gedenk­stätten, Veranstaltungs­orten für Konzert, Tanz- und Theater­auf­führungen sowie sozio­­kultu­rellen Zentren und Kulturhäuser.

Land intakt – Soforthilfeprogramm Kulturzentren Logo

LAND INTAKT - Soforthilfe­programm Kultur­zentren

Mit diesem Projekt werden Investitionen für Kulturzentren in ländlichen Räumen gefördert und damit ihr Betrieb und ihre Weiterentwicklung gestärkt.