Zeitschrift SOZIOkultur
 
Die SOZIOkultur informiert über Prinzipien, Praxis und Perspektiven soziokultureller Arbeit. Zu Wort kommen sowohl Praktiker*innen aus der Soziokultur als auch Autor*innen aus (Kultur-) Politik und (Kultur-) Wissenschaft. Die Zeitschrift berichtet über Entwicklungen und Projekte in den einzelnen Bundesländern und in der Kulturpolitik auf Bundesebene und richtet ihren Blick regelmäßig auf europäische Entwicklungen.
 
Sie können die quartalsweise erscheinende Zeitschrift in der Online-Version hier kostenlos einsehen oder als gedruckte Broschüre zum Preis von 3,50 Euro beziehen. Das jährlich zum 1. Dezember kündbare Jahresabo kostet 18,30 Euro.
 

Themen 2017

 
 

 

Informationsdienst Soziokultur 01/02

CROSSCULTURE oder: Was kommt nach MultiKulti?
 
Inter-,Trans-, Hybridkultur, Akkulturation oder Glokalisierung - im Stakkato werden immer neue Begriffe auf den Medienmarkt geworfen und sind entwertet, noch ehe sie verstanden wurden. In einem aber sind sich alle einig: MultiKulti ist out and over. Als politische Vision gescheitert sagen die einen, als Abgrenzungskonzept überwunden die anderen.

Und was hat das Ganze mit der Soziokultur zu tun? Viel, denn die Begegnung mit Kunst und KünstlerInnen aus nichtdeutschen ethnischen und kulturellen Kontexten war schon immer ein wesentlicher Programmbestandteil soziokultureller Zentren.

Die Beiträge in diesem Heft versuchen denn auch, sich dem Thema "cross over" zu nähern. In den Schwerpunkttexten werden die Hauptbegriffe des wissenschaftlichen Diskurses und die aus ihnen abgeleiteten politischen Konzepte einander gegenüber gestellt. Aus jüdisch-amerikanischer Sicht betrachtet erscheint die "Ossipolitik" als ideales Versuchsfeld für die bundesdeutsche pluralistische Einwanderungsgesellschaft. Und eine Germanistin denkt im senegalesischen "Negerdorf" über Mischehen, Goethe und die Muselmanen nach.
 
 

Informationsdienst Soziokultur 04/01

Soziokultur zwischen Kunst und Kommerz

Money makes ...
... the world go around, auch in der Soziokultur. Anspruchsvolle Kunst zu machen und zu bieten, obwohl oder weil es dafür kein/ wenig/nie genug Geld gibt, gehört zum Gründungskonsens vieler Einrichtungen. Dennoch scheint der derzeitige Trend zur Ökonomisierung aller Lebensbereiche auch an ihnen nicht spurlos vorbei zu gehen.

Grund genug für ein Themenheft zur Frage, wo zwischen paralysierendem Existenzkampf und vorauseilendem (Markt-) Gehorsam Möglichkeiten liegen, "trotz alledem" neue Kreativität zu gewinnen, auf ungewohnten Wegen zu Geld zu kommen und dabei die Souveränität des eigenen Handelns nicht zu verlieren.

Wie schwierig dies ist, belegen die Versuche in diesem Heft, sich dem Thema zu nähern. Denn die mit der Ökonomisierung verbundene Simplifizierung und Beschleunigung gesellschaftlichen Lebens ist auch ein Prozess von Verarmung und Entwertung durch Gleichschalten, Glätten und Enttabuisieren, in dem für manche Idee soziokulturellen Handelns, für Selbstverwaltung, Minderheitenkultur, Entschleunigung & Co. kein Platz mehr zu sein scheint.

Informationsdienst Soziokultur 03/01

Anmut sparet nicht noch Mühe
Soziokultur Ost
 
Die kulturellen Differenzen zwischen Ost- und West(deutschen), die Thema dieses Heftes sind, brauchen das Miteinander im Gespräch. Im Schwerpunktartikel versucht die Soziologin Uta Karstein, die „ostdeutsche“ Soziokultur aus ihren kulturellen Traditionen heraus zu erklären. In der Rubrik „Aus den Ländern“ kommen gleich vier ostdeutsche Bundesländer zu Wort. Einen ungewöhnlichen (West-)Zugang zum Thema, um die vermutlich bestehenden, aber verbandintern kaum thematisierten Unterschiede zwischen Soziokultur Ost und West anzureissen, wählte „Günner“. Und Franziska Lüdtke berichtet von zwei Möglichkeiten, die Kultur der oder des anderen jenseits der Oder zu erleben.

Informationsdienst Soziokultur 02/01

" ... ein leerer Stuhl auf die Synkope"
Anmerkungen über Soziokultur, Kapitalismus und Zeit

"Zeit und Soziokultur" ist das Schwerpunktthema dieses Heftes, dem wir uns auf verschiedenen Wegen zu nähern versuchen. So begegnen sich westdeutsche Gründerväter mit ostdeutschen Seiteneinsteigern (Thema), Newcomer (in persona) mit alten Hasen (in actio), das drohende Ende einer Vision von "Kultur für alle" (Aus den Ländern: Sachsen) und das Aufblitzen einer anderen (Nordrhein-Westfalen). Sich als einen institutionellen Rahmen, als einen Ort mit freien Räumen und Zeiten für die Versuche zu verstehen, die in subversiver Absicht gegen die kapitalistische Beschleunigungskultur einer humanen Zeitkultur Geltung verschaffen wollen, darin besteht aus Sicht des Leitartiklers die Perspektive von Soziokultur.

Informationsdienst Soziokultur 01/01

Kunst und Soziokultur: Moderne Zentren
 
Die erste Bundestagsrede des Kulturstaatsministers Nida-Rümelin seit seinem Amtsantritt galt der Soziokultur; was er sagte, lässt auf einiges Engagement für dieses Thema hoffen ...  Und er führte einen weiteren Aspekt in die Debatte ein: die Integration der avantgardistischen, der "zeitgenössischen, oft unbequemen Kunst", die die "notwendigen neuen inhaltlichen Impulse" in die "Bürgerschaft ... nirgendwo besser" aussenden kann "als in solchen soziokulturellen Zentren".

Wir haben uns von dieser - uns natürlich nicht neuen - Sichtweise anregen lassen, das vorliegende Heft dem Verhältnis von Kunst und Soziokultur zu widmen: Das Interview mit dem Staatsminister selbst und Beiträge von Dörte Mierau, Kerstin Hof, Matthias Dachwald und Wolfgang Renner beleuchten aus verschiedenen Perspektiven diesen Zusammenhang.

Informationsdienst Soziokultur 04/00

Willkommen in der Hybridgesellschaft

Das Verhältnis zwischen Hoch- und Off-Kultur ist der Themenschwerpunkt dieser Ausgabe. Seit langem ein Dauerthema in den kulturpolitischen Debatten, scheint sich ein neuer Brückenschlag abzuzeichnen. Während in der Politik (trotz der positiven Haltung der Bundesregierung) eher der Rückfall in alte Förder-Zeiten droht, als die Off-Kultur ihre gesellschaftliche Relevanz noch täglich neu begründen mußte, haben zum Beispiel die Deutsche Staatsoper und das Berliner Kunsthaus Tacheles am 31. Oktober 2000 in einer gemeinsamen Aktion demonstriert, dass sie sich nicht länger gegeneinander ausspielen lassen.
 
(Diese Ausgabe ist leider vergriffen.)