Zeitschrift SOZIOkultur
 
Die SOZIOkultur informiert über Prinzipien, Praxis und Perspektiven soziokultureller Arbeit. Zu Wort kommen sowohl Praktiker*innen aus der Soziokultur als auch Autor*innen aus (Kultur-) Politik und (Kultur-) Wissenschaft. Die Zeitschrift berichtet über Entwicklungen und Projekte in den einzelnen Bundesländern und in der Kulturpolitik auf Bundesebene und richtet ihren Blick regelmäßig auf europäische Entwicklungen.
 
Sie können die quartalsweise erscheinende Zeitschrift in der Online-Version hier kostenlos einsehen oder als gedruckte Broschüre zum Preis von 3,50 Euro beziehen. Das jährlich zum 1. Dezember kündbare Jahresabo kostet 18,30 Euro.
 
 

 

Informationsdienst Soziokultur 01/04

 

elements of future - Bundeskongess Soziokultureller Zentren
open space als Methode
In dieser Ausgabe informieren über die Entstehungsgeschichte und das inhaltliche Konzept des Nürnberger Bundeskongresses, über den aktuellen Stand der Programmplanung sowie den Veranstaltungsort K4 und stellen die Beteiligten an Vorbereitung und Durchführung vor.  Auf dem Kongress bestimmen die TeilnehmerInnen im open-space-Verfahren selbst die Themen der bis zu 25 möglichenArbeitsgruppen. Sie können an weiteren Kunstaktionen teilnehmen, diskutieren, tanzen, historisch und soziokulturell interessante Orte in Nürnberg besuchen, sich über die Arbeit anderer Einrichtungen informieren bzw. ihre eigenen Häuser multimedial präsentieren. 25 Jahre Bundesvereinigung Soziokultureller Zentren – das ist der Anlass des Nürnberger Kongresses.

 

Informationsdienst Soziokultur 04/03

Wissen, Wille, klare Ziele
Soziokultur und Gender Mainstreaming

Dieses Heft will einen Beitrag leisten zum besseren Verständnis von Entstehung und Anliegen des hinter Gender Mainstreaming stehenden politischen und wissenschaftlichen Konzeptes, es will Auseinandersetzung provozieren und auf die alltägliche Relevanz selbst bei hochkarätigen Personalentscheidungen aufmerksam machen. Neben Häusern, die sich die Arbeit von, mit und für Frauen zur Hauptaufgabe gemacht haben und einigen wenigen Aktiven, für die die Geschlechterfrage ein treibendes Moment eigenen Handelns ist gibt es vor allem persönliche Erfahrungen, Meinungen und Haltungen. Und die liegen zum Teil weit auseinander. Die Beiträge in diesem Heft geben nicht die Meinung des Verbandes wieder (gibt es die überhaupt?), doch sollen sie durchaus als Aufforderung verstanden werden, sich intensiv(er) mit Stategien zur Gleichbehandlung der Geschlechter zu befassen.

 

Informationsdienst Soziokultur 03/03

Lehr- und Lernfeld
Soziokultur und kulturelle Bildung

Neben der klassischen kulturellen bereichern Soziokulturelle Zentren auch die Felder der ökologischen, politischen und sozialen Bildung. Sie sind „Orte für Demokratie und Dialog, für Prävention und Partizipation, für Mitmachen und Mitgestalten” , heißt es denn auch im Schwerpunktartikel dieses Heftes. Sie bilden ein Feld, auf welchem Lehrende und Lernende gemeinsam die Furchen ziehen und oft auch die Position wechseln – zum beiderseitigen Nutzen. Ganztagsbetreuung ist ein wichtiger, aber eben nur ein Aspekt der Debatte, daneben sind Ausbildung und Berufsorientierung, soziale und Arbeitsmarkt-(re)integration, Weiterbildung auch für die Lehrenden und die eigenen Leute, Wahrnehmungs- und Ausdruckserweiterung, demokratische und politische Bildung mindestens ebenso wichtige Bausteine „Lebenslangen Lernens” wie die Fortführung des theoretischen Diskurses, an dem wir uns weiter beteiligen werden.

Informationsdienst Soziokultur 02/03

Stadtentwicklung und Soziokultur
Intervention, Kooperation, Provokation

Ein Klassiker der Soziokultur ist das Thema Stadt. Einflussnahme auf die Stadt(teil)entwicklung war für viele Zentren sogar Gründungsmotiv. Mit kulturellen Aktivitäten kann die kulturelle Topografie von Quartieren entdeckt oder zurückgewonnen werden.

Wir werfen Schlaglichter auf den aktuellen Stand der Debatte und der soziokulturellen Praxis. Im Kontext von Bürgergesellschaft und Eventisierung beschreiben Alex Flohé und Reinhold Knopp neue Herausforderungen an die Akteure der Soziokultur. Projektbeispiele aus Bremen, Forst und Stockholm zeigen, wie Soziokultur gesellschaftlich virulente Themen wie Innere Sicherheit, Stadtschrumpfung und Wahlsysteme mit künstlerischen Mitteln aufgreifen. Mit dem Stadtteil&Kulturzentrum MOTTE in Hamburg-Ottensen wird ein Zentrum mit seinen positiven Einflüssen auf die städtische Umgebung porträtiert und mit AUROVILLE auch ein wahrhaft internationales Wohn- und Lebensprojekt vorgestellt.
 

Informationsdienst Soziokultur 01/03

Soziokultur und neue Medien
Medienpraxis - Kunst, Kultur, Kompetenz
 
PC, Video, Internet ...
... gehören heute zum Alltag. Auch als künstlerisches und kulturelles Mittel und Material werden sie auf vielfältige Weise eingesetzt. Soziale Interaktion und der spielerische und subversive Umgang mit neuen Medien schaffen interkulturelle und interdisziplinäre Netzwerke.

Auch für viele soziokulturelle Zentren ist die Arbeit mit neuen Medien ein wichtiges Anliegen. Kunst, Kommunikation und Kompetenz sind Stichworte, mittels derer Andreas Broeckmann, Leiter des Medienkunstfestivals ´transmediale´ dieses sehr komplexe Aktionsfeld von Soziokultur erschließt. Stellvertretend für viele andere wird die Medienwerkstatt Rostock porträtiert; ein weiterer Beitrag informiert über den Stellenwert von Medienarbeit in der LAG Bremen. Auch auf Bundes- sowie europäischer Ebene wird für unser aller mediale Zukunft Richtungweisendes diskutiert.

Aktuelles gibt es zum Thema Ganztagsschule und kulturelle Bildung sowie von der Mitgliederversammlung der Bundesvereinigung. Und wir berichten vom 3. Workshop der Reihe "Soziokultur im Spiegel".

Informationsdienst Soziokultur 03 + 04/02

Hans im Glück?
Soziokultur und Finanzen
 
Ach wie gut, dass niemand weiss, dass ich Hans im Glücke heiß´? Da kann doch was nicht stimmen. Seit Jahrzehnten viel und gut arbeitend, innovativ, experimentell, mit flachen Hierarchien und schlanker Verwaltung, selbstausbeutend, höchste Ansprüche stellend, mit geringerem Subventionsbedarf als alle anderen Kulturanbieter und sehr erfolgreich, gemessen an Besucherzahlen - und dennoch schmilzt der Goldklumpen Soziokultur dahin, schrammt manches Zentrum und mancheR AkteurIn hart am Rande des wirtschaftlichen Abgrunds, steht schon mit einem Bein darüber.

Ohne Moos nix los gilt auch für die Soziokultur. Einige  Artikel widmen sich daher grundsätzlichen Fragen: Kommunale Förderung, Fundraising, Sponsoring, GEMA und Förderpraxis des Fonds Soziokultur. In Porträts aus Berlin und Mühlheim, Hohenbüssow und Düsseldorf stehen kulturelle und künstlerische Visionen versus finanzielle Machbarkeit. Und Berichte aus sechs Bundesländern und Europa beweisen, dass es in der Soziokultur wider alle Vernunft doch manchmal gelingt, aus Stroh Gold zu spinnen.

Informationsdienst Soziokultur 02/02

Werd bloß nicht groß!
Soziokultur im Spannungsfeld der Generationen
 
Der Blick vieler Erwachsener auf "die Jugend" ist von Eigeninteresse bestimmt, er zeigt ihnen vor allem Konkurrenten, Konsumenten, Störenfriede, eine unsichere Altersversorgung oder - siehe PISA - gar eigenes Versagen. Und obwohl die Gesellschaft immer "jugendlicher" wird, scheint die Verständigung zwischen den Generationen schwieriger zu werden. Wie aber sollen Jugendliche lernen, ihre Rolle in der Gesellschaft zu finden, wenn die Erwachsenen nicht erwachsen sein wollen? Den Dialog zwischen den Generationen zu ermöglichen, die Jugendlichen zu selbstbewusster Artikulation zu ermutigen und zu befähigen ist eine der wichtigsten emotionalen und sozialen Leistungen soziokultureller Zentren.

Eine junge Kulturmanagerin beschreibt ihre Beobachtungen in der Berliner Szene. Der Initiator des Archivs der Jugendkulturen analysiert jugendkulturelles Verhaltens jenseits von PISA, SCHELL und NIKE. Ein ehemaliger Jugendsenator plädiert dafür, "immer mal wieder was Schräges (zu) machen". Das Kontrastprogramm liefert ein Bericht aus Dresden, wo aus Finanzgründen der Jugendarbeit in der Soziokultur der Hahn abgedreht werden soll.

Informationsdienst Soziokultur 01/02

CROSSCULTURE oder: Was kommt nach MultiKulti?
 
Inter-,Trans-, Hybridkultur, Akkulturation oder Glokalisierung - im Stakkato werden immer neue Begriffe auf den Medienmarkt geworfen und sind entwertet, noch ehe sie verstanden wurden. In einem aber sind sich alle einig: MultiKulti ist out and over. Als politische Vision gescheitert sagen die einen, als Abgrenzungskonzept überwunden die anderen.

Und was hat das Ganze mit der Soziokultur zu tun? Viel, denn die Begegnung mit Kunst und KünstlerInnen aus nichtdeutschen ethnischen und kulturellen Kontexten war schon immer ein wesentlicher Programmbestandteil soziokultureller Zentren.

Die Beiträge in diesem Heft versuchen denn auch, sich dem Thema "cross over" zu nähern. In den Schwerpunkttexten werden die Hauptbegriffe des wissenschaftlichen Diskurses und die aus ihnen abgeleiteten politischen Konzepte einander gegenüber gestellt. Aus jüdisch-amerikanischer Sicht betrachtet erscheint die "Ossipolitik" als ideales Versuchsfeld für die bundesdeutsche pluralistische Einwanderungsgesellschaft. Und eine Germanistin denkt im senegalesischen "Negerdorf" über Mischehen, Goethe und die Muselmanen nach.
 
 

Informationsdienst Soziokultur 04/01

Soziokultur zwischen Kunst und Kommerz

Money makes ...
... the world go around, auch in der Soziokultur. Anspruchsvolle Kunst zu machen und zu bieten, obwohl oder weil es dafür kein/ wenig/nie genug Geld gibt, gehört zum Gründungskonsens vieler Einrichtungen. Dennoch scheint der derzeitige Trend zur Ökonomisierung aller Lebensbereiche auch an ihnen nicht spurlos vorbei zu gehen.

Grund genug für ein Themenheft zur Frage, wo zwischen paralysierendem Existenzkampf und vorauseilendem (Markt-) Gehorsam Möglichkeiten liegen, "trotz alledem" neue Kreativität zu gewinnen, auf ungewohnten Wegen zu Geld zu kommen und dabei die Souveränität des eigenen Handelns nicht zu verlieren.

Wie schwierig dies ist, belegen die Versuche in diesem Heft, sich dem Thema zu nähern. Denn die mit der Ökonomisierung verbundene Simplifizierung und Beschleunigung gesellschaftlichen Lebens ist auch ein Prozess von Verarmung und Entwertung durch Gleichschalten, Glätten und Enttabuisieren, in dem für manche Idee soziokulturellen Handelns, für Selbstverwaltung, Minderheitenkultur, Entschleunigung & Co. kein Platz mehr zu sein scheint.

Informationsdienst Soziokultur 03/01

Anmut sparet nicht noch Mühe
Soziokultur Ost
 
Die kulturellen Differenzen zwischen Ost- und West(deutschen), die Thema dieses Heftes sind, brauchen das Miteinander im Gespräch. Im Schwerpunktartikel versucht die Soziologin Uta Karstein, die „ostdeutsche“ Soziokultur aus ihren kulturellen Traditionen heraus zu erklären. In der Rubrik „Aus den Ländern“ kommen gleich vier ostdeutsche Bundesländer zu Wort. Einen ungewöhnlichen (West-)Zugang zum Thema, um die vermutlich bestehenden, aber verbandintern kaum thematisierten Unterschiede zwischen Soziokultur Ost und West anzureissen, wählte „Günner“. Und Franziska Lüdtke berichtet von zwei Möglichkeiten, die Kultur der oder des anderen jenseits der Oder zu erleben.