Zeitschrift SOZIOkultur
 
Die SOZIOkultur informiert über Prinzipien, Praxis und Perspektiven soziokultureller Arbeit. Zu Wort kommen sowohl Praktiker*innen aus der Soziokultur als auch Autor*innen aus (Kultur-) Politik und (Kultur-) Wissenschaft. Die Zeitschrift berichtet über Entwicklungen und Projekte in den einzelnen Bundesländern und in der Kulturpolitik auf Bundesebene und richtet ihren Blick regelmäßig auf europäische Entwicklungen.
 
Sie können die quartalsweise erscheinende Zeitschrift in der Online-Version hier kostenlos einsehen oder als gedruckte Broschüre zum Preis von 3,50 Euro beziehen. Das jährlich zum 1. Dezember kündbare Jahresabo kostet 18,30 Euro.
 

Themen 2017

 
 

 

Informationsdienst Soziokultur 01/05

Soziokultur wirkt!
Aktuelle Beispiele gesellschaftlicher Partizipation und Intervention (2)

Soziokultur prägt mit ihren Aktivitäten heute in vielen Bereichen die kulturelle Atmosphäre
unseres Landes. „Für die meisten Menschen bilden diese den Mittelpunkt ihres täglichen kulturellen Lebens“, so die Vorsitzende der Enquetekommission Kultur in Deutschland, Gitta Connemann. Durch die Umnutzung brachliegender Immobilien wurden – und werden – nicht nur neue kulturelle Räume geschaffen, sie werden auch auf vielerlei Weise mit Leben gefüllt. Häufig suchen KünstlerInnen den Weg in solche Orte oder initiieren sie sogar selbst, verbinden künstlerische Arbeit mit dem Bedürfnis nach Kommunikation, Wissensvermittlung und Übernahme sozialer Verantwortung. Bürgerschaftliches Engagement sucht und findet eine Fülle von Betätigungsfeldern. In der Erprobung neuer Organisationsformen, inhaltlicher Konzepte und auch neuer Trägerschaftsmodelle hat sich Soziokultur professionalisiert, weiter entwickelt, jedoch auch schrittweise verändert.
Gitta Connemann jedenfalls attestiert der Soziokultur „... aber jede Chance für die Zukunft – durch ihr Vermögen, Kultur, Politik und Soziales miteinander in Einklang zu bringen, neue gesellschaftliche Themen mit Sensibilität und Offenheit aufzunehmen, darauf zu reagieren und sich einzumischen.“ Zum Beispiel auf den strukturellen und demographischen Wandel im ländlichen Raum oder auf die zunehmende Ökonomisierung aller Lebensbereiche.

Informationsdienst Soziokultur 04/04

Soziokultur wirkt!

Aktuelle Beispiele gesellschaftlicher Partizipation und Intervention (1)
 
Soziokultur wirkt - aber wie, wo, durch und für wen?
Im Mittelpunkt dieses Heftes stehen die nachhaltige Modernisierung von Stadtkultur – am Beispiel eines transatlantischen interkulturellen Stadtentwicklungsprojektes und eingefordert für die Kulturhauptstadt- Bewerbungen 2010 – sowie die vielfältigen Effekte für Kinder und Jugendliche: in der Verbindung zwischen kreativer Gemeinwesenarbeit und beruflicher Orientierung im FSJ Kultur, zwischen Soziokultur und Schule und in der Verknüpfung und Aktivierung verschiedenster lokaler Akteure für ein wohnortnahes, qualitativ hochwertiges und bezahlbares Kindertheater.Sehr lohnend auch der Blick auf die andere Seite der Welt, wo in Nicaragua Soziokultur zum – politisch gewachsenen – gesellschaftlichen Grundkonsens gehört und sich zugleich gegen den zunehmenden Druck von Globalisierung, Ökonomisierung und Liberalisierung behaupten muss.

 

 

Informationsdienst Soziokultur 02+03/04

Irgendwas mit Future
Gedanken zum und nach dem Kongress
Den Blick über den Kongress hinaus auf Perspektiven von Zentren und Verband richten ein Landesgeschäftsführer, ein Kulturmanager, ein Gründungsvater und eine Beraterin im Thementeil. Ebenso behandeln weitere Beiträge dieser Ausgabe das Thema Zukunft: die Förderung von Soziokultur durch die Länder, die Entwicklungen im Bereich Bürgerschaftliches Engagement und Management, der frische Wind, den eine neue Kultursenatorin nach Hamburg brachte. Die von der UNESCO initiierte „Koalition zum
Schutz kultureller Vielfalt“ widmet sich, von der Öffentlichkeit noch weithin unbeachtet, einem der wichtigsten Zukunftsthemen überhaupt: wie weltweit die jeweiligen kulturellen Ausdrucksformen vor der Allmacht des Marktes bewahrt werden können. „Veränderungen werden kommen“ hat Olaf Zimmermann seinen Beitrag zur Zukunft von Kultur und Bildung im Föderalismus überschrieben.

 

Informationsdienst Soziokultur 01/04

 

elements of future - Bundeskongess Soziokultureller Zentren
open space als Methode
In dieser Ausgabe informieren über die Entstehungsgeschichte und das inhaltliche Konzept des Nürnberger Bundeskongresses, über den aktuellen Stand der Programmplanung sowie den Veranstaltungsort K4 und stellen die Beteiligten an Vorbereitung und Durchführung vor.  Auf dem Kongress bestimmen die TeilnehmerInnen im open-space-Verfahren selbst die Themen der bis zu 25 möglichenArbeitsgruppen. Sie können an weiteren Kunstaktionen teilnehmen, diskutieren, tanzen, historisch und soziokulturell interessante Orte in Nürnberg besuchen, sich über die Arbeit anderer Einrichtungen informieren bzw. ihre eigenen Häuser multimedial präsentieren. 25 Jahre Bundesvereinigung Soziokultureller Zentren – das ist der Anlass des Nürnberger Kongresses.

 

Informationsdienst Soziokultur 04/03

Wissen, Wille, klare Ziele
Soziokultur und Gender Mainstreaming

Dieses Heft will einen Beitrag leisten zum besseren Verständnis von Entstehung und Anliegen des hinter Gender Mainstreaming stehenden politischen und wissenschaftlichen Konzeptes, es will Auseinandersetzung provozieren und auf die alltägliche Relevanz selbst bei hochkarätigen Personalentscheidungen aufmerksam machen. Neben Häusern, die sich die Arbeit von, mit und für Frauen zur Hauptaufgabe gemacht haben und einigen wenigen Aktiven, für die die Geschlechterfrage ein treibendes Moment eigenen Handelns ist gibt es vor allem persönliche Erfahrungen, Meinungen und Haltungen. Und die liegen zum Teil weit auseinander. Die Beiträge in diesem Heft geben nicht die Meinung des Verbandes wieder (gibt es die überhaupt?), doch sollen sie durchaus als Aufforderung verstanden werden, sich intensiv(er) mit Stategien zur Gleichbehandlung der Geschlechter zu befassen.

 

Informationsdienst Soziokultur 03/03

Lehr- und Lernfeld
Soziokultur und kulturelle Bildung

Neben der klassischen kulturellen bereichern Soziokulturelle Zentren auch die Felder der ökologischen, politischen und sozialen Bildung. Sie sind „Orte für Demokratie und Dialog, für Prävention und Partizipation, für Mitmachen und Mitgestalten” , heißt es denn auch im Schwerpunktartikel dieses Heftes. Sie bilden ein Feld, auf welchem Lehrende und Lernende gemeinsam die Furchen ziehen und oft auch die Position wechseln – zum beiderseitigen Nutzen. Ganztagsbetreuung ist ein wichtiger, aber eben nur ein Aspekt der Debatte, daneben sind Ausbildung und Berufsorientierung, soziale und Arbeitsmarkt-(re)integration, Weiterbildung auch für die Lehrenden und die eigenen Leute, Wahrnehmungs- und Ausdruckserweiterung, demokratische und politische Bildung mindestens ebenso wichtige Bausteine „Lebenslangen Lernens” wie die Fortführung des theoretischen Diskurses, an dem wir uns weiter beteiligen werden.

Informationsdienst Soziokultur 02/03

Stadtentwicklung und Soziokultur
Intervention, Kooperation, Provokation

Ein Klassiker der Soziokultur ist das Thema Stadt. Einflussnahme auf die Stadt(teil)entwicklung war für viele Zentren sogar Gründungsmotiv. Mit kulturellen Aktivitäten kann die kulturelle Topografie von Quartieren entdeckt oder zurückgewonnen werden.

Wir werfen Schlaglichter auf den aktuellen Stand der Debatte und der soziokulturellen Praxis. Im Kontext von Bürgergesellschaft und Eventisierung beschreiben Alex Flohé und Reinhold Knopp neue Herausforderungen an die Akteure der Soziokultur. Projektbeispiele aus Bremen, Forst und Stockholm zeigen, wie Soziokultur gesellschaftlich virulente Themen wie Innere Sicherheit, Stadtschrumpfung und Wahlsysteme mit künstlerischen Mitteln aufgreifen. Mit dem Stadtteil&Kulturzentrum MOTTE in Hamburg-Ottensen wird ein Zentrum mit seinen positiven Einflüssen auf die städtische Umgebung porträtiert und mit AUROVILLE auch ein wahrhaft internationales Wohn- und Lebensprojekt vorgestellt.
 

Informationsdienst Soziokultur 01/03

Soziokultur und neue Medien
Medienpraxis - Kunst, Kultur, Kompetenz
 
PC, Video, Internet ...
... gehören heute zum Alltag. Auch als künstlerisches und kulturelles Mittel und Material werden sie auf vielfältige Weise eingesetzt. Soziale Interaktion und der spielerische und subversive Umgang mit neuen Medien schaffen interkulturelle und interdisziplinäre Netzwerke.

Auch für viele soziokulturelle Zentren ist die Arbeit mit neuen Medien ein wichtiges Anliegen. Kunst, Kommunikation und Kompetenz sind Stichworte, mittels derer Andreas Broeckmann, Leiter des Medienkunstfestivals ´transmediale´ dieses sehr komplexe Aktionsfeld von Soziokultur erschließt. Stellvertretend für viele andere wird die Medienwerkstatt Rostock porträtiert; ein weiterer Beitrag informiert über den Stellenwert von Medienarbeit in der LAG Bremen. Auch auf Bundes- sowie europäischer Ebene wird für unser aller mediale Zukunft Richtungweisendes diskutiert.

Aktuelles gibt es zum Thema Ganztagsschule und kulturelle Bildung sowie von der Mitgliederversammlung der Bundesvereinigung. Und wir berichten vom 3. Workshop der Reihe "Soziokultur im Spiegel".

Informationsdienst Soziokultur 03 + 04/02

Hans im Glück?
Soziokultur und Finanzen
 
Ach wie gut, dass niemand weiss, dass ich Hans im Glücke heiß´? Da kann doch was nicht stimmen. Seit Jahrzehnten viel und gut arbeitend, innovativ, experimentell, mit flachen Hierarchien und schlanker Verwaltung, selbstausbeutend, höchste Ansprüche stellend, mit geringerem Subventionsbedarf als alle anderen Kulturanbieter und sehr erfolgreich, gemessen an Besucherzahlen - und dennoch schmilzt der Goldklumpen Soziokultur dahin, schrammt manches Zentrum und mancheR AkteurIn hart am Rande des wirtschaftlichen Abgrunds, steht schon mit einem Bein darüber.

Ohne Moos nix los gilt auch für die Soziokultur. Einige  Artikel widmen sich daher grundsätzlichen Fragen: Kommunale Förderung, Fundraising, Sponsoring, GEMA und Förderpraxis des Fonds Soziokultur. In Porträts aus Berlin und Mühlheim, Hohenbüssow und Düsseldorf stehen kulturelle und künstlerische Visionen versus finanzielle Machbarkeit. Und Berichte aus sechs Bundesländern und Europa beweisen, dass es in der Soziokultur wider alle Vernunft doch manchmal gelingt, aus Stroh Gold zu spinnen.

Informationsdienst Soziokultur 02/02

Werd bloß nicht groß!
Soziokultur im Spannungsfeld der Generationen
 
Der Blick vieler Erwachsener auf "die Jugend" ist von Eigeninteresse bestimmt, er zeigt ihnen vor allem Konkurrenten, Konsumenten, Störenfriede, eine unsichere Altersversorgung oder - siehe PISA - gar eigenes Versagen. Und obwohl die Gesellschaft immer "jugendlicher" wird, scheint die Verständigung zwischen den Generationen schwieriger zu werden. Wie aber sollen Jugendliche lernen, ihre Rolle in der Gesellschaft zu finden, wenn die Erwachsenen nicht erwachsen sein wollen? Den Dialog zwischen den Generationen zu ermöglichen, die Jugendlichen zu selbstbewusster Artikulation zu ermutigen und zu befähigen ist eine der wichtigsten emotionalen und sozialen Leistungen soziokultureller Zentren.

Eine junge Kulturmanagerin beschreibt ihre Beobachtungen in der Berliner Szene. Der Initiator des Archivs der Jugendkulturen analysiert jugendkulturelles Verhaltens jenseits von PISA, SCHELL und NIKE. Ein ehemaliger Jugendsenator plädiert dafür, "immer mal wieder was Schräges (zu) machen". Das Kontrastprogramm liefert ein Bericht aus Dresden, wo aus Finanzgründen der Jugendarbeit in der Soziokultur der Hahn abgedreht werden soll.