Zeitschrift SOZIOkultur
 
Die SOZIOkultur informiert über Prinzipien, Praxis und Perspektiven soziokultureller Arbeit. Zu Wort kommen sowohl Praktiker*innen aus der Soziokultur als auch Autor*innen aus (Kultur-) Politik und (Kultur-) Wissenschaft. Die Zeitschrift berichtet über Entwicklungen und Projekte in den einzelnen Bundesländern und in der Kulturpolitik auf Bundesebene und richtet ihren Blick regelmäßig auf europäische Entwicklungen.
 
Sie können die quartalsweise erscheinende Zeitschrift in der Online-Version hier kostenlos einsehen oder als gedruckte Broschüre zum Preis von 3,50 Euro beziehen. Das jährlich zum 1. Dezember kündbare Jahresabo kostet 18,30 Euro.
 

Themen 2018

 
 

 

Informationsdienst Soziokultur 01/06

Fußball als Soziokulturelles Phänomen
 
Ein seltsames Paar sind Fußball und Soziokultur nur auf den ersten Blick. Denn sie haben
eine Menge Berührungspunkte, wie diese Ausgabe belegt. In viel mehr Zentren, als wir selbst vermuteten, wird Fußball gelebt und begriffen, wie es dem Prinzip Soziokultur entspricht: „solidarisch, lebendig, bunt und vielfältig, lebensnah, mit- statt gegeneinander, emanzipatorisch. Zum Beispiel mit „Bildung durch Fußball“ (Uli Glaser), welche die Integrationsbereitschaft auf allen Seiten erhöht. Zum Beispiel bei der antirassistischen Weltmeisterschaft, einem jährlich in Italien stattfindenden Festival rund um Fußball, Politik und Kultur. Zum Beispiel in St. Pauli, wo mit Corny Littmann ein offen schwuler Künstler als Vereinspräsident erfolgreich den Männlichkeitskult ad absurdum führt. Und nicht zuletzt durch Netzwerke wie FARE, das in mittlerweile 35 Ländern Europas gegen Rassismus und Fremdenfeindlichkeit kämpft, nicht nur in den Stadien, sondern auch an Schulen und in Vereinen.

Informationsdienst Soziokultur 04/05

 Arbeitsplatz Soziokulturelles Zentrum

Anders arbeiten ... ist Alltag in soziokulturellen Zentren, meist unbeachtet von Politik und Wirtschaft und von den Gewerkschaften ob des Ausmaßes an Identifikation mit dem Arbeitsort eher beargwöhnt. In Soziokulturellen Zentren arbeiteten 2004 etwa 21.500 Menschen, davon 9.500 bezahlt und 12.000 unentgeltlich, so die gerade ausgewertete Statistik. Für viele von ihnen sind die Zentren nicht nur Bindeglied, sondern auch Sprungbrett zwischen kultureller Freizeitbeschäftigung und professionellem Broterwerb, wie Jürgen Barth am Beispiel der Bessunger Knabenschule in Darmstadt beschreibt. Soziokulturelle Zentren sind zudem potenzielle Kristallisationspunkte neuer Formen von Arbeit, meint Andreas Kämpf und findet Bestätigung bei Gert-Andreas Oberfell, der den Zentren am Beispiel der Tauschringe viel nützliche Erfahrung mit Selbstorganisation attestiert und sie als Orte der Begegnung mit einer offenen, aber relativ stabilen Verwaltungsstrukturm schätzt. Und Soziokulturelle Zentren nehmen die Herausforderung von anderem Arbeiten selbst an. Das Steinhaus Bautzen zum Beispiel sieht sich auf gutem Weg zu einem modernen sozialwirtschaftlichen Unternehmen.

Informationsdienst Soziokultur 03/05

Ein Netz der Netze
Soziokultur in Europa

Europa braucht Begegnung, dann gelingt es auch. Wie auf dem Berliner Workshop des ENCC im Juni, als VertreterInnen Soziokultureller Zentren aus 8 Nationen zwei Tage lang Erfahrungen austauschten und ihre Netze fester knüpften.  Europa ist Vielfalt mit einem gemeinsamen Kern – wie auch die europäischen Kulturzentren es sind. So könn(t)en die Zentren Labore sein für ein funktionierendes Miteinander im europäischen Haus –jenseits ökonomischer und politischer Interessen. Die Kurzporträts von Seite 4 bis 7 geben Einblick in Vielfalt und Gemeinsamkeiten von Verbänden in verschiedenen Ländern Europas. Wie sich die Zentren selbst dem Thema Europa nähern, zeigt eine kleine Auswahl von Projektbeispielen. Politik und Wirtschaft können sich auch als Verbündete erweisen, wie das Porträt der EU-Parlamentarierin Helga Trüpel und das niederländische Kulturhus-Programm belegen. Und schließlich werfen wir noch einen Blick über den europäischen Tellerrand hinaus ins fernöstliche Japan.

Informationsdienst Soziokultur 02/05

Für eine Zukunft mit Zukunft
Soziokultur und Nachhaltigkeit

Wie hängen Soziokultur und Nachhaltigkeit zusammen? Martina Eick und Michael Wehrspaun vom Umweltbundesamt halten das Aufzeigen der Lebbarkeit von Nachhaltigkeitsorientierungen für eine „Kultur der Nachhaltigkeit“ für erfolgsentscheidend und erhoffen sich dies u. a. von den Akteuren der Soziokultur. Die Kulturwissenschaftlerin Hildegard Kurt sieht in dem offenen, inklusiven Kultur-(selbst)verständnis der Zentren „genau die Ressourcen, die heute entscheidend sind für die nötige gesellschaftliche Transformation“. Und die ehemalige Greenpeace-Aktivistin und Umweltministerin Monika Griefahn, Vorsitzende des Bundestagskulturausschusses, attestiert der Soziokultur auf Grund ihrer präventiven Wirkung und ihrer positiven Auswirkung auf die Lebensumstände zahlreicher Menschen sogar eine größere Nachhaltigkeit als der Sozialarbeit.

Informationsdienst Soziokultur 01/05

Soziokultur wirkt!
Aktuelle Beispiele gesellschaftlicher Partizipation und Intervention (2)

Soziokultur prägt mit ihren Aktivitäten heute in vielen Bereichen die kulturelle Atmosphäre
unseres Landes. „Für die meisten Menschen bilden diese den Mittelpunkt ihres täglichen kulturellen Lebens“, so die Vorsitzende der Enquetekommission Kultur in Deutschland, Gitta Connemann. Durch die Umnutzung brachliegender Immobilien wurden – und werden – nicht nur neue kulturelle Räume geschaffen, sie werden auch auf vielerlei Weise mit Leben gefüllt. Häufig suchen KünstlerInnen den Weg in solche Orte oder initiieren sie sogar selbst, verbinden künstlerische Arbeit mit dem Bedürfnis nach Kommunikation, Wissensvermittlung und Übernahme sozialer Verantwortung. Bürgerschaftliches Engagement sucht und findet eine Fülle von Betätigungsfeldern. In der Erprobung neuer Organisationsformen, inhaltlicher Konzepte und auch neuer Trägerschaftsmodelle hat sich Soziokultur professionalisiert, weiter entwickelt, jedoch auch schrittweise verändert.
Gitta Connemann jedenfalls attestiert der Soziokultur „... aber jede Chance für die Zukunft – durch ihr Vermögen, Kultur, Politik und Soziales miteinander in Einklang zu bringen, neue gesellschaftliche Themen mit Sensibilität und Offenheit aufzunehmen, darauf zu reagieren und sich einzumischen.“ Zum Beispiel auf den strukturellen und demographischen Wandel im ländlichen Raum oder auf die zunehmende Ökonomisierung aller Lebensbereiche.

Informationsdienst Soziokultur 04/04

Soziokultur wirkt!

Aktuelle Beispiele gesellschaftlicher Partizipation und Intervention (1)
 
Soziokultur wirkt - aber wie, wo, durch und für wen?
Im Mittelpunkt dieses Heftes stehen die nachhaltige Modernisierung von Stadtkultur – am Beispiel eines transatlantischen interkulturellen Stadtentwicklungsprojektes und eingefordert für die Kulturhauptstadt- Bewerbungen 2010 – sowie die vielfältigen Effekte für Kinder und Jugendliche: in der Verbindung zwischen kreativer Gemeinwesenarbeit und beruflicher Orientierung im FSJ Kultur, zwischen Soziokultur und Schule und in der Verknüpfung und Aktivierung verschiedenster lokaler Akteure für ein wohnortnahes, qualitativ hochwertiges und bezahlbares Kindertheater.Sehr lohnend auch der Blick auf die andere Seite der Welt, wo in Nicaragua Soziokultur zum – politisch gewachsenen – gesellschaftlichen Grundkonsens gehört und sich zugleich gegen den zunehmenden Druck von Globalisierung, Ökonomisierung und Liberalisierung behaupten muss.

 

 

Informationsdienst Soziokultur 02+03/04

Irgendwas mit Future
Gedanken zum und nach dem Kongress
Den Blick über den Kongress hinaus auf Perspektiven von Zentren und Verband richten ein Landesgeschäftsführer, ein Kulturmanager, ein Gründungsvater und eine Beraterin im Thementeil. Ebenso behandeln weitere Beiträge dieser Ausgabe das Thema Zukunft: die Förderung von Soziokultur durch die Länder, die Entwicklungen im Bereich Bürgerschaftliches Engagement und Management, der frische Wind, den eine neue Kultursenatorin nach Hamburg brachte. Die von der UNESCO initiierte „Koalition zum
Schutz kultureller Vielfalt“ widmet sich, von der Öffentlichkeit noch weithin unbeachtet, einem der wichtigsten Zukunftsthemen überhaupt: wie weltweit die jeweiligen kulturellen Ausdrucksformen vor der Allmacht des Marktes bewahrt werden können. „Veränderungen werden kommen“ hat Olaf Zimmermann seinen Beitrag zur Zukunft von Kultur und Bildung im Föderalismus überschrieben.

 

Informationsdienst Soziokultur 01/04

 

elements of future - Bundeskongess Soziokultureller Zentren
open space als Methode
In dieser Ausgabe informieren über die Entstehungsgeschichte und das inhaltliche Konzept des Nürnberger Bundeskongresses, über den aktuellen Stand der Programmplanung sowie den Veranstaltungsort K4 und stellen die Beteiligten an Vorbereitung und Durchführung vor.  Auf dem Kongress bestimmen die TeilnehmerInnen im open-space-Verfahren selbst die Themen der bis zu 25 möglichenArbeitsgruppen. Sie können an weiteren Kunstaktionen teilnehmen, diskutieren, tanzen, historisch und soziokulturell interessante Orte in Nürnberg besuchen, sich über die Arbeit anderer Einrichtungen informieren bzw. ihre eigenen Häuser multimedial präsentieren. 25 Jahre Bundesvereinigung Soziokultureller Zentren – das ist der Anlass des Nürnberger Kongresses.

 

Informationsdienst Soziokultur 04/03

Wissen, Wille, klare Ziele
Soziokultur und Gender Mainstreaming

Dieses Heft will einen Beitrag leisten zum besseren Verständnis von Entstehung und Anliegen des hinter Gender Mainstreaming stehenden politischen und wissenschaftlichen Konzeptes, es will Auseinandersetzung provozieren und auf die alltägliche Relevanz selbst bei hochkarätigen Personalentscheidungen aufmerksam machen. Neben Häusern, die sich die Arbeit von, mit und für Frauen zur Hauptaufgabe gemacht haben und einigen wenigen Aktiven, für die die Geschlechterfrage ein treibendes Moment eigenen Handelns ist gibt es vor allem persönliche Erfahrungen, Meinungen und Haltungen. Und die liegen zum Teil weit auseinander. Die Beiträge in diesem Heft geben nicht die Meinung des Verbandes wieder (gibt es die überhaupt?), doch sollen sie durchaus als Aufforderung verstanden werden, sich intensiv(er) mit Stategien zur Gleichbehandlung der Geschlechter zu befassen.

 

Informationsdienst Soziokultur 03/03

Lehr- und Lernfeld
Soziokultur und kulturelle Bildung

Neben der klassischen kulturellen bereichern Soziokulturelle Zentren auch die Felder der ökologischen, politischen und sozialen Bildung. Sie sind „Orte für Demokratie und Dialog, für Prävention und Partizipation, für Mitmachen und Mitgestalten” , heißt es denn auch im Schwerpunktartikel dieses Heftes. Sie bilden ein Feld, auf welchem Lehrende und Lernende gemeinsam die Furchen ziehen und oft auch die Position wechseln – zum beiderseitigen Nutzen. Ganztagsbetreuung ist ein wichtiger, aber eben nur ein Aspekt der Debatte, daneben sind Ausbildung und Berufsorientierung, soziale und Arbeitsmarkt-(re)integration, Weiterbildung auch für die Lehrenden und die eigenen Leute, Wahrnehmungs- und Ausdruckserweiterung, demokratische und politische Bildung mindestens ebenso wichtige Bausteine „Lebenslangen Lernens” wie die Fortführung des theoretischen Diskurses, an dem wir uns weiter beteiligen werden.