Studien

Das Praxisfeld Soziokultur ist auch ein Feld für Studium und Forschung. Wir möchten hier neben den Publikationen renommierter Autor/-innen auch die Arbeiten von Student/-innen der Kulturwissenschaften bereitstellen. Wenn Sie uns ergänzend eine Studie empfehlen können, freuen wir uns über einen entsprechenden Hinweis.  


 

Institut für Demoskopie Allensbach (IfD)

JUGEND / KUNST / ERFAHRUNG. HORIZONT 2015

JUGEND / KUNST / ERFAHRUNG. HORIZONT 2015 - So lautet der Titel einer repräsentativen Umfrage, bei der bundesweit Schülerinnen und Schüler der 9. und 10. Klassen allgemeinbildender Schulen zu ihrem Kulturverständnis, ihren kulturellen Interessen und Aktivitäten befragt wurden. Die Studie wurde initiiert vom Rat für Kulturelle Bildung und durchgeführt durch das Institut für Demoskopie Allensbach (IfD). Ziel der Umfrage war es, herauszufinden, welche Begegnungsmöglichkeiten mit den Künsten Jugendliche bis zum Ende der verpflichtenden Schulzeit haben.

Aron Weigl, Experte des ifa-Forschungsprogramms „Kultur und Außenpolitik“

Kulturelle Bildung im internationalen Austausch

Kulturelle Bildung als lebensbegleitendes Lernen in den Künsten, mit den Künsten und durch die Künste, kann nicht nur kulturelle Vielfalt und den Zusammenhalt der Zivilgesellschaft in besonderem Maße fördern, sondern auch die Beziehungen zwischen verschiedenen Kulturen stärken. Dies geschieht vor allem im Bereich der kulturellen Bildung im internationalen Austausch, da dort interkulturelle Lernprozesse Teil und Folgen der Kooperationen sind. Nicht nur Akteure der Auswärtigen Kultur und Bildungspolitik (AKBP) sind im Bereich der kulturellen Bildung im Ausland tätig, sondern es kooperieren auch zahlreiche Akteure der kulturellen Bildung aus Deutschland international.

Prof. Dr. Gabriela B. Christmann, Leibniz-Institut für Regionalentwicklung und Strukturplanung

Impulsvortrag anlässlich einer Veranstaltungsreihe der "Zukunftsinitiative Rheinland-Pfalz" zur Bedeutung kultureller Bildung im ländlichen Raum

"Es hat mich sehr gefreut zu sehen, dass in der Veranstaltungsreihe der „Zukunftsinitiative Rheinland-Pfalz“ das Thema „Starke Wirtschaft – starke Regionen“ in Verbindung mit „Kultur“ gebracht wird. Dies ist sehr umsichtig, denn eine gute Kulturpolitik und ein reiches Kulturleben sind basale Entwicklungsfaktoren für Regionen – neben Maßnahmen, die im engeren Sinne der Wirtschafts- und Regionalentwicklung dienen. Dies ist nicht nur der Fall, weil Kultur eine Ressource für die Identitätsbildung ist, die Regionen nach innen und nach außen stärkt (vgl. dazu Grußwort von Herrn Staatssekretär Schumacher). Dies ist auch der Fall – und das wird im öffentlichen Diskurs nur selten diskutiert – weil Kultur und kulturelle Bildung in modernen Wissensgesellschaften als Faktoren für die Förderung von Kreativität, die Generierung neuen Wissens und damit auch für die Förderung von Innovationen gelten dürfen. Dies ist ein Aspekt, den ich hier heute beleuchten und als Impuls in die Diskussion einbringen möchte."

EDUCULT

Förderung von Modellprojekten Kultureller Bildung

Inzwischen fördert in Deutschland eine Vielzahl von öffentlichen wie zivilgesellschaftlichen Stellen Programme und Aktivitäten im Bereich kultureller Bildung. Diese finden unter unterschiedlichen Bedingungen und mit unterschiedlichen Zielsetzungen statt. Gemeinsam ist den AkteurInnen die Hoffnung, kultureller Bildung einen größeren Stellenwert im Kultur- und Bildungssektor zu geben.

Dr. Christoph Mager, Institut für Geographie und Geoökologie, Karlsruher Institut für Technologie

Alternative kulturelle Einrichtungen in deutschen Städten und Gemeinden. Ein Beitrag zur Kritik ökonomischer Perspektiven auf Kreativräume

Mit der umfassenden Bestandsaufnahme im Enquetebericht des Deutschen Bundestages „Kultur in Deutschland“ von 2007 rücken neben öffentlichen und privatwirtschaftlichen Infrastrukturen auch zunehmend alternative Einrichtungen des zivilgesellschaftlichen Kultursektors in das Blickfeld von Kulturpolitik, Raumplanung und Kreativwirtschaft. Der Beitrag von Dr. Christoph Mager argumentiert am Beispiel der materiellen und diskursiven Entwicklungen soziokultureller Zentren seit den 1960er Jahren, dass kultur- und kreativwirtschaftliche Perspektiven zentrale Dimensionen kultureller Infrastrukturen systematisch ausblenden. Unter anderem unterschätzt ein bevorzugt innerstädtischer Fokus die Rolle von Kultureinrichtungen im suburbanen Raum und auf dem Lande, deren zivilgesellschaftliche Formen dort wichtige und die oftmals einzigen Ankerpunkte für kreative Praktiken darstellen.

Robert Hillmanns

Interkulturelle Öffnung von soziokulturellen Zentren. Bestandsaufnahme und Reflexion (Master-Thesis, 2014)

Deutschland ist ein Einwanderungsland und der demografische Wandel lässt die deutsche Gesellschaft in Zukunft älter, bunter und weniger werden, wie es die Stiftung Niedersachsen (2006) formulierte. Diese Entwicklung stellt nicht zuletzt auch öffentlich finanzierte Kultureinrichtungen vor neue Herausforderungen und Chancen. Denn mehr Menschen mit Migrationshintergrund in der Gesamtbevölkerung verändern auch das Publikum und seine Interessen. Um der steigenden kulturellen Vielfalt in der Gesellschaft begegnen zu können, scheint ein Prozess der interkulturellen Öffnung zwingend notwendig.

Christin Engelbrecht

Analyse der Machbarkeit einer ethischen Kulturstätte (Masterarbeit, 2014)

Kann eine Kulturstätte sich nachhaltig aufstellen? Und können hierbei ethische Prinzipien auf sämtlichen Ebenen berücksichtigt werden? Diese Fragen versucht die vorliegende Publikation zu klären und gibt damit einerseits einen möglichen Lösungsvorschlag zu den umfangreichen Herausforderungen, denen sich der Kulturbereich durch sinkende Subventionen und steigenden Legitimationsdruck ausgesetzt sieht. Andererseits kann die ethische und nachhaltige Kulturstätte auf die veränderten Ansprüche vieler Verbraucher reagieren und einen wegweisenden Platz in der Nachhaltigkeitsdebatte einnehmen.

Mareike Alscher, Patrick J. Droß, Eckhard Priller, Claudia Schmeißer

Vereine an den Grenzen der Belastbarkeit (2013)

Deutschland ist das Land der Vereine. Mehr als jeder zweite Deutsche ist Mitglied in einem Verein, viele gleich in mehreren. Weit über die Hälfte aller ehrenamtlich ak­tiven Bürgerinnen und Bürger engagieren sich unter dem organisatorischen Dach von Vereinen. Deren Vielfalt ist beeindruckend, doch ihr Selbstverständnis und ihre Möglichkeiten haben sich stark verändert, wie eine Befragung des Wissenschaftszentrums Berlin für Sozialforschung (WZB) zeigt.

Landesverband Freier Theater Baden-Württemberg e.V.

Agieren mit Kunst (2013)

Im Sommer 2013 kamen Tanz-, Theaterschaffende und Kulturpädagogen aus ganz Deutschland sowie Kinder und Jugendliche aus der Region Stuttgart zu zwei intensiven Tagen im Theaterhaus Stuttgart zusammen, um ihre Erfahrungen mit Projekten der Kulturellen Bildung auszutauschen. Im Gegensatz zu den meisten anderen Veranstaltungen dieser Art stand die Praxis der Kulturellen Bildung im Bereich Darstellende Künste im Mittelpunkt, nicht die konzeptionelle oder theoretische Arbeit. Die Ergebnisse der Tagung wurden in einem ansprechenden Buch plus DVD-Dokumentation festgehalten. Ergänzt wird der Report durch Interviews mit Kulturschaffenden aus der freien Szene sowie eine umfassend angelegte qualitative Auswertung der kulturellen Bildungsarbeit und ihrer Medienpräsenz.

Hanna-Julia Terbrack

Soziokultur and its evaluation. How to evaluate the impacts of Soziokulturelle projects

Die Masterarbeit von Hanna-Julia Terbrack, der Geschäftsführerin der Seefelder Mühle, beschäftigt sich mit der Evaluation soziokultureller Projekte.