Bundesvereinigung, 25.6.2012

Fundraisingprojekt "SaatGut"

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„Mach doch mal was mit Fundraising!“ Das hören Kulturschaffende nicht selten, wenn sie auf dem politischen Parkett um finanzielle Unterstützung aus öffentlicher Hand kämpfen. Das trifft ganz besonders für soziokulturelle Zentren zu, die bis zu 70% ihrer Mittel selbst erwirtschaften müssen. Doch wer Fundraising erfolgreich in seinen Kulturbetrieb implementieren will, muss zuvor Zeit und Geld investieren.

Deshalb hat die Bundesvereinigung Soziokultureller Zentren e.V. mit der Agentur fundamente aus Duisburg das Programm „SaatGut“ entwickelt. Es sieht für die teilnehmenden soziokulturellen Zentren zunächst eine intensive Schulung vor. Anschließend wird mit fachlicher Beratung ein individuelles Konzept erstellt. Beim Aufbau der Strukturen und Maßnahmen vor Ort steht über mehrere Monate hinweg ein Coach zur Seite. Dieser Aspekt erhöht nach Meinung der Expertin die Chancen deutlich, dass alle Hürden genommen und erste Erfolge bei der Akquise von UnterstützerInnen erzielt werden. „Erst dann kann die Saat aufgehen“, so Wiebke Doktor von der Agentur fundamente.

Mit viel Herzblut leisten mehr als 15.000 ehrenamtlich Engagierte und 2.500 Hauptamtliche in den fast 500 Zentren bundesweit eine wertvolle Arbeit. Sie ermöglichen vielfältige kulturelle Veranstaltungen und Aktivitäten, insbesondere in Stadtteilen mit sozialen Brennpunkten oder im ländlichen Raum. Das Angebot umfasst alle Genres. Im Fokus steht besonders die kulturelle Bildung von Kindern und Jugendlichen. Allerorten schlägt das Leitbild der Soziokultur „Kultur von allen für alle“ facettenreich und nachhaltig Brücken für ganz unterschiedliche Auffassungen von Kunst und Kultur und sorgt somit für ein friedliches Miteinander in der Gesellschaft.

Für die Durchführung der Pilotphase mit zehn ganz unterschiedlichen soziokulturellen Zentren werden nun bundesweit UnterstützerInnen gesucht. Pro Zentrum werden 7.000 Euro als „SaatGut“ benötigt. Die Bundesvereinigung Soziokultureller Zentren will hierfür mit Stiftungen und Sponsoren kooperieren. Ansprechpartnerin ist die Geschäftsführerin Ellen Ahbe.

Das Projekt wird vom Fonds Soziokultur gefördert.