Institut für Kulturmanagement Ludwigsburg, 2002

Marketing in der Soziokultur

Der Begriff der Soziokultur ist selbst nach über dreißigjähriger Geschichte immer noch nicht so richtig erfasst und wird im Konkreten häufig unterschiedlich interpretiert. Spektrum und Ausgestaltung sind äußerst vielfältig.

Daher wird im Folgenden der Begriff des „privatgemeinnützigen Kulturbetriebs“ verwendet, auch in Abgrenzung zum öffentlich-rechtlichen einerseits und zum privatwirtschaftlich-kommerziellen Kulturbetrieb andererseits. Gemeint sind damit Einrichtungen und Initiativen aller Kunst- und Kultursparten - in der Regel als gemeinnützige Vereine organisiert, zumindest immer im non-profit-Bereich tätig -, die gesellschafts-, kultur- oder bildungspolitische Zielsetzungen verfolgen: soziokulturelle Zentren, Kinder- und Jugendkultureinrichtungen, Begegnungsstätten, Künstlerinitiativen, Kulturvereine ohne eigenes Haus, Kleinkunstbühnen usw. Dazu gehört auch der Bereich der kulturellen Bildung, also Einrichtungen wie Jugendkunstschulen, freie Musikschulen, Kreativwerkstätten und andere freie Bildungsträger; auch hier in der Abgrenzung zu den öffentlich-rechtlichen Einrichtungen. Nicht selten wird für diese Arbeit auch der Begriff der "freien Szene" verwandt.
 
Im Folgenden verwenden die Begriffe synonym verwendet, wenn es auch unterschiedliche Interpretationen gibt. Dies trifft die Lebensrealität in der Bundesrepublik des 21. Jahrhunderts, wo sich einzelne Kunst- und Kultursparten immer weniger voneinander abgrenzen lassen und aufgrund wachsender Interdisziplinarität ineinander fließen. Es bildet auch die Realität der gemeinsamen Arbeit und des gemeinsamen Auftretens verschiedenster Einrichtungen vor Ort ab. (Aus der Einleitung)
 
Vortrag von Stephan Bock beim Forum Kulturmarketing am Ludwigsburger Institut für Kulturmanagement, gehalten im April 2002. Die Beiträge des Forums erschienen im Sammelband "Innovatives Kulturmarketing", Hg.:  Armin Klein, Nomos Verlag 2002
 
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