Workshop Bildredaktion und Bildrechte „Ein Bild sagt mehr als tausend Worte“

8. Mai 2012,  Bremen

"Das war eine der Kernthesen des gut besuchten Workshops der Bundesvereinigung Soziokultur am 8. Mai 2012 im Kulturzentrum Schlachthof, bei dem es um bessere Fotos von Veranstaltungen und Events für die eigene Öffentlichkeitsarbeit ging. Denn vor allem der erste visuelle Eindruck lenkt die Aufmerksamkeit der BetrachterInnen auf die dahinter stehenden Themen. Und das ist in den ersten drei Sekunden geschafft - oder nicht.

Andreas Caspari, freier Fotograf aus Bremen, machte anhand von zahlreichem Bildmaterial der Webseiten, Flyer und Zeitschriften aus soziokulturellen Zentren sowie eigenen Material deutlich, wie eine gelungene Präsentation von Veranstaltungen und Einrichtungen aussehen kann. Die verwendeten Fotos brauchen dafür eine klare Aussage, dürfen nicht zu viel Information enthalten, sollen die Betrachter neugierig machen und das Interesse anziehen. Die Haltung der Fotografin gegenüber den Fotografierten, die richtige Bildauswahl, die Bildbearbeitung (und mögliche Bearbeitungsprogramme) wurden dabei erörtert.

Dass es auch ohne professionelle Fotografen möglich ist, bessere Fotografien von den eigenen Veranstaltungen zu machen, wurde dann erprobt: Die TeilnehmerInnen widmeten sich mit Kameras gewappnet zwei praktischen Aufgaben: der Außendarstellung des Kulturzentrums Schlachthof und der Kampagne „Kultur gut stärken“ (die wunderbaren  Ergebnisse sind hier zu sehen).  Auch dieser Teil des Workshops diente der Schärfung des fotografischen Blicks.

Das Recht am Bild, Abdruckgenehmigungen und Veröffentlichungsrechte bildeten den Abschluss des Nachmittags. Andreas Caspari beantwortete fundiert und aufmerksam die zahlreichen Fragen, die bei der lebhaften Diskussion aufkamen und lieferte darüber hinaus gute Hintergrundquellen für die eigene Recherche. Wie bei jedem Workshop der Bundesvereinigung war der Austausch mit den Kulturschaffenden aus anderen Zentren und Städten mal wieder eine bereichernde Erfahrung."

Bericht von ANDREA MUNJIC, Kultur vor Ort e.V. / Stadtkultur Bremen