Newsletter der Bundesvereinigung Soziokultureller Zentren e.V.: Februar/März 2012
Bundesvereinigung Soziokultureller Zentren e.V.
 

Februar/März 2012

Liebe Freundinnen und Freunde der Soziokultur,

wir freuen uns sehr, dass wir momentan in der Geschäftsstelle Unterstützung von Manja Iwanow bekommen. Sie macht im Rahmen ihrer Ausbildung zur Fachangestellten für Medien- und Informationsdienste ein Praktikum bei uns. Manja recherchiert zu verschiedenen Themen Material und bringt unsere Datenbanken auf Zack. Auch unsere Website erfährt einen Frühjahrsputz. Klasse!

Und es gibt noch einen Grund zur Freude. Wir möchten unsere Mitgliedseinrichtungen bei der Implementierung von strategischem Fundraising unterstützen. Deshalb starteten wir Anfang des Jahres mit dem dreijährigen Pilotprojekt „SaatGut“. Diese Form der Strukturförderung zielt darauf, bundesweit die soziokulturellen Zentren und Initiativen für die Zukunft finanziell zu stabilisieren und damit nachhaltig ihre Weiterexistenz und Entwicklung zu gewährleisten. Das Projekt wird vom Fonds Soziokultur gefördert. Warum es für die Zentren allerdings erst Mitte des nächsten Jahres konkret wird, erfahrt ihr auf www.soziokultur.de

Herzliche Grüße aus der Bundesgeschäftsstelle!
Ellen Ahbe

Inhaltsverzeichnis

Deutscher Kulturrat ruft zum Aktionstag 2012 auf!

Der Aktionstag "Kultur gut stärken" des Deutschen Kulturrates geht ab sofort in die zweite Runde, deren Höhepunkt der 21. Mai sein wird. Der 21. Mai ist der UNESCO-Welttag der kulturellen Vielfalt. In diesem Jahr ist das Thema "Wert der Kreativität" Dreh- und Angelpunkt des Aktionstages. Zahlreiche Veranstaltungen sollen zu Fragen und Diskussionen bezüglich des (Stellen-)Wertes von geistigem Eigentum in Zeiten der Digitalisierung anregen. Wie ist es mit dem Respekt vor künstlerischen Leistungen in unserer Gesellschaft bestellt und was kann einer vermeintlichen Gratiskultur im Netz entgegengestellt werden, damit Künstler und Kulturschaffende auch weiterhin von ihren Werken leben können? Diese und weitere Fragen gilt es gesellschaftlich wie politisch in naher Zukunft zu beantworten, um zu einem angemessenen Umgang mit Kunst und Kultur digital wie analog zu gelangen. Aktuelle Informationen zum Aktionstag "Kultur gut stärken" auf www.kulturstimmen.de

Die Bundesvereinigung wird zu diesem Anlass am 8. Mai einen Workshop „Ein Bild sagt mehr als tausend Worte“ im Schlachthof Bremen veranstalten. Neben Übungen für die redaktionelle Auswahl von Bildmaterial geht es auch um die Vermittlung der Urheberrechte von FotografInnen und GrafikerInnen. Leitung: Fotojournalist Sami Atwa (angefragt)

Blätterrauschen in der puk: Artikel über die Zeitschrift „soziokultur“

In der aktuellen Ausgabe der Zeitung des Deutschen Kulturrats wird auf Seite 24 unsere Zeitschrift "soziokultur" vorgestellt, die seit 2000 viermal jährlich erscheint. Die Inhalte werden von einem ehrenamtlichen Redaktionsteam erarbeitet und beschäftigen sich mit aktuellen Fragen zu Theorie und Praxis soziokultureller Arbeit. Die aktuelle Ausgabe der "Politik & Kultur" steht zum Download bereit.

Die „soziokultur“ 2-2012 wird sich dem Thema „Internationale Arbeit“ widmen: Wie kann internationale Arbeit in den Alltag soziokultureller Zentren integriert werden, und inwieweit ist dies bereits der Fall? Die Ausgabe soll den interkulturellen Dialog fördern und Europa für die Akteure greifbarer machen. Konkrete Beratungshilfen sollen die Hemmschwelle vor aufwändigen Anträgen verringern und Möglichkeiten des Auslandsaustausches aufzeigen. Dazu unsere Frage:

Welche Zentren machen internationale Arbeit? Wer macht internationale Projekte?
Wir bitten hier um kurze (!) Rückmeldung dazu bis 20.3. !

Vorsicht vor Abmahnungen durch Zeitungsverlage

Quelle: Christlicher Popularmusikverband/RockBüro-Süd: "Konkret geht es darum, dass es in letzter Zeit verstärkt zu Abmahnungen großer Zeitungsverlage gegen Kulturschaffende und -institutionen gekommen ist. Dabei werden Vergütungen für die Veröffentlichung von Zeitungsartikeln, speziell Konzertkritiken, auf den jeweiligen Webpräsenzen eingefordert. Der Sender 3Sat berichtet in seinem Onlinekulturdienst über den Fall des Baritons Peter Schöne, der an SZ und FAZ insgesamt 1.400 € zahlen musste, weil er Konzertkritiken unkommentiert auf seiner Webseite für den Zeitraum von mehreren Jahren eingestellt hatte. Angesichts der finanziellen Risiken, die aus einer nicht genehmigten Nutzung von urheberrechtlich geschütztem Material entstehen können, raten wir deswegen zur Überprüfung eigener Webangebote auf Konformität mit dem Urheberrechtsgesetz." Folgender Artikel stellt den konkreten Sachverhalt detailliert dar.

Für die Zentren heißt das natürlich auch: Stehen Kritiken oder sonstige Zeitungsartikel auf der Website? Ist die Veröffentlichung genehmigt? Diese sollte eingeholt werden, denn ohne ist das Risiko groß. Das Gleiche gilt wahrscheinlich auch für die eigenen Dokumentationen, Broschüren und Rundbriefe.

Fonds Soziokultur: Jetzt bewerben zum Thema „Inklusion“

Gefördert werden, neben allgemeinen soziokulturellen, vor allem solche Projekte, die sich mit dem Thema „Inklusion“ auf ungewöhnliche Weise auseinandersetzen und mit originellen Entwürfen die Bedeutung von kultureller Teilhabe und sozialer Partizipation in unserer Gesellschaft in den Blick nehmen und helfen, unsere Sichtweisen zu ändern. Wie lassen sich eingefahrene Standards überwinden? Wie überkommene Normen aufweichen? Wie an die Stärken und besonderen Qualitäten von „Behinderten“ anknüpfen? Entscheidend ist nicht die „Behinderung“, sondern der Umgang mit ihr. Es gilt, an dieser Schnittstelle einmal mehr deutlich zu machen, dass künstlerische Produktionsprozesse die Gesellschaft insgesamt ändern können, wenn sie die alltägliche Lebenswelt aus ungewohnter Perspektive zum Thema machen.

Als zusätzlichen Anreiz für Projekte zum Leitthema zeichnet der Innovationspreis Soziokultur ein Projekt aus, das dieses in herausragender Weise bearbeitet hat. Teilnehmen können ausschließlich Projekte, die vom Fonds Soziokultur zum Thema »Inklusion« gefördert wurden. Der Innovationspreis Soziokultur wird im Jahr 2012 zum sechsten Mal vergeben. Mitmachen lohnt sich: Der Preis ist mit 10.000 € dotiert.

Einsendeschluss ist der 1. Mai 2012.
www.fonds-soziokultur.de

»Lernanstoß« - Ausschreibung für den Fußball-Bildungspreis 2012

Der »Lernanstoß« ist ein mit 5.000 € dotierter Förderpreis für innovative pädagogische Projekte, die sich an Kinder und Jugendliche richten und die Fußball erfolgreich als Mittel der Bildungsarbeit einsetzen. Die Ausschreibung richtet sich an verschiedenste Projekte - unabhängig von Größe, TeilnehmerInnenzahl,Trägern, Organisationsformen oder Zielgruppen. Der Preis wird durch die Deutsche Akademie für Fußball-Kultur zum siebten Mal vergeben. Der TESSLOFF Verlag, der zahlreiche Fußball-Bücher für junge LeserInnen herausgibt, spendet erneut das Preisgeld in Höhe von 5.000 €. Bewerben können sich Projekte aus ganz Deutschland, die zwischen August 2011 und Juli 2012 durchgeführt wurden. Prämiert werden können auch früher begonnene, jedoch in diesem Zeitraum weitergeführte Projekte; die Bewerbungsfrist endet am 15. Juni 2012. Der »Lernanstoß« wird im Rahmen des Deutschen Fußball-Kulturpreises am 19. Oktober 2012 in Nürnberg verliehen.

Infos: www.fussball-kultur.org/AusschreibungLA.html
Kontakt: Tel.: 0911/231-7054, E-Mail: info@fussball-kultur.org