Newsletter der Bundesvereinigung Soziokultureller Zentren e.V.: November 2011
Bundesvereinigung Soziokultureller Zentren e.V.
 

November 2011

Liebe Freundinnen und Freunde der Soziokultur,

„Soziokultur braucht eine starke Lobby, denn die hat sie sich verdient“, verkündete Frau Dr. Berggreen-Merkel in ihrem Grußwort zum „Tag der Soziokultur“. „Sie braucht aber auch starke Strukturen und eine gut organisierte Interessenvertretung.“

Nun, gut organisiert sind wir. Seit dem 12. Oktober haben wir auch ein Leitbild für unseren Verband. Für starke Strukturen wollen wir uns weiterhin ganz konkret einsetzen. Im nächsten Jahr werden wir erneut an eine der Handlungsempfehlungen der Enquete-Kommission „Kultur in Deutschland“ anknüpfen, „angesichts des anstehenden Generationenwechsels ein spezifisches Programm nach dem Vorbild von Volontariaten einzurichten“. Wir streben ein Pilotprojekt an, welches einem Teil unserer Mitgliedseinrichtungen ermöglichen soll, ein Jahr lang qualifizierten Nachwuchs in die komplexen Aufgaben soziokultureller Zentren einzuarbeiten.

Neben der erfreulichen Nachricht zum Kulturhaushalt des Bundes für 2012 erhaltet ihr diesmal Hinweise zum Thema Beschäftigung und Qualifizierung.

Herzlich grüßt euch Ellen Ahbe!

- Geschäftsführerin der BV Soziokultureller Zentren e.V. -

Inhaltsverzeichnis

Kulturhaushalt für 2012 steigt erneut um 5,1 %

Staatsminister Bernd Neumann betonte: "Diese Etatsteigerung stellt in Zeiten der Wirtschafts- und Finanzkrise einen großen Erfolg für die Kultur dar. Ich bin stolz, dass der Deutsche Bundestag mit der Erhöhung des Kulturetats die Rahmenbedingungen für die Kultur erneut gestärkt hat. Die Koalitionsfraktionen unterstreichen damit eindrucksvoll, dass Ausgaben für Kultur keine Subventionen, sondern wichtige Investitionen in die Zukunft unserer Gesellschaft sind. Dies ist auch ein deutliches Signal für die Haushaltspolitik der Länder und Kommunen.“

Wir gratulieren dem Kulturstaatsminister zu diesem Erfolg, der den hohen Stellenwert von Kultur einmal mehr deutlich herausstellt!

Seminarprogramm „Kultur & Management“ 2012

Viele neue Seminare laufen nicht nur in Rheinland-Pfalz an, sondern auch im angrenzenden Baden-Württemberg, im Saarland und in Hessen. Die knapp 30 ein- oder zweitägigen Seminare richten sich an MitarbeiterInnen, die in der Kulturvermittlung oder im Organisations-, Verwaltungs- und Managementbereich von Kultureinrichtungen, also Kulturzentren, -ämter, -büros, -vereinen, -initiativen, Theater, Orchester, Kleinkunstbühnen, Festivalveranstalter etc., tätig sind bzw. in das Berufsfeld Kultur einsteigen wollen. Genauso interessant ist es aber auch für Künstlerinnen, die sich am Markt etablieren oder behaupten wollen.

Bei den »Kultur & Management«-Themen geht es schwerpunktmäßig um die Finanzierung kultureller Arbeit, Marketing und PR, Recht, Verwaltung und Rhetorik.

www.kulturseminare.de.

Gastronomiekultur ist mehr als Schneidebrett und Taschenrechner

Wertvolle Handreichungen für eine erfindungsreiche und ökonomische Gastronomie im Kulturbetrieb – ein Expertentreffen vom 15. bis 17. Januar 2012 in der Bundesakademie für Kulturelle Bildung. In diesem Seminar werden kulinarische, architektonische, ästhetische, atmosphärische, personelle, ökonomische Aspekte ausgetauscht, die für eine Gastronomie im Kulturbetrieb eine Überlegung wert sein können. In Arbeitsgruppen geht es um lebensnahe Tipps und Tricks, kollegiale Beratung. Hinzu kommen fünf fachliche und lebensnahe Inputs als Hilfestellung im Berufsalltag. Außerdem wird mit einer Spitzenköchin zusammen gekocht und im open space gefachsimpelt.

 Jahresprogramm 2012 der Bundesakademie für Kulturelle Bildung in Wolfenbüttel

Publikation der Kulturpolitischen Gesellschaft zum Arbeitsmarkt Kultur

Welche Kompetenzen werden auf dem Arbeitsmarkt Kultur(vermittlung) benötigt? Welche Erfahrungen haben die Absolventen von Studiengängen der Kulturvermittlung auf dem Arbeitsmarkt gemacht? Wie wird sich der Arbeitsmarkt Kulturvermittlung verändern? Dies sind einige der Fragestellungen, die im Projekt "Studium - Arbeitsmarkt - Kultur" vom Institut für Kulturpolitik der Kulturpolitischen Gesellschaft untersucht worden.

Der Band  "Arbeitsmarkt Kultur" enthält Beiträge von Ulrike Blumenreich, Thomas Strittmatter, Cornelia Iber-Rebentisch und Lena Jöhnk.

Richtlinien für die Beschäftigung von PraktikantInnen

Jüngst erschien die Richtlinie des Bundes für die Beschäftigung von PraktikantInnen.
Erinnern möchten wir in diesem Zusammenhang auch noch einmal an die Initiative der Kulturpolitischen Gesellschaft hinsichtlich der Grundsätze für ein „Faires Praktikum“ im Kulturbereich, die wir unterstützen.

Muster für Praktikumsvertrag