Newsletter der Bundesvereinigung Soziokultureller Zentren e.V.: Sepember 2011
Bundesvereinigung Soziokultureller Zentren e.V.
 

Sepember 2011

Liebe KollegInnen und FreundInnen der Soziokultur,

Noch 18 Tage - es geht in die heiße Phase unseres ersten bundesweiten Aktionstages!

Zeigt euch - ihr 25 Tausend Frauen und Männer, die an fast allen Tagen im Jahr soziokulturell konzipieren, agieren, sich engagieren und damit Millionen Menschen für die Entfaltung der eigenen Kreativität und für Kultur begeistern! Zeigt auch diejenigen, welche zu euch kommen!

Das geht ganz einfach. Informiert euch auf www.tag-der-soziokultur.de!

Hier gibt es auch ein Quiz "Was glauben Sie denn, ist Soziokultur?" 13 Fragen - recht amüsant - sind für niemanden zu schwer, um sich am Gewinnspiel zu beteiligen.

Alle Aktionen, die auf der Website hochgeladen werden, flankieren wir auch auf facebook!

Die Gästeliste unserer AUFTAKT-Veranstaltung am 12. Oktober auf dem pfefferberg in Berlin zum "Tag der Soziokultur" verspricht eine interessante Mischung. Wir freuen uns auf die Begegnung!

Einige kommen auch schon zum Workshop "soziokultur 2.0" am Vortag  und nehmen an der Herbst-MV teil. Hierzu sind selbstverständlich neben den LandesgeschäftsführerInnen auch immer KollegInnen aus Mitgliedszentren und -initiativen eingeladen, sich zu informieren, einzubringen und persönlich kennen lernen.

Mit aktuellen Hinweisen zur Kooperation von Kultur und Politik grüßt euch herzlich Ellen Ahbe

- Geschäftsführerin der Bundesvereinigung Soziokultureller Zentren e.V. -

Inhaltsverzeichnis

Kulturstaatsminister unterstützt auch in 2012 Modellprojekte für Kulturelle Bildung

Zur Finanzierung bundesweiter Modellprojekte der kulturell-künstlerischen Vermittlung stehen für das Jahr 2012 im Haushalt des Kulturstaatsministers über 1,2 Millionen Euro zur Verfügung. Voraussetzung ist, dass diese Projekte zu eigener Aktivität anregen, nachhaltig und innovativ sind und dabei vor allem diejenigen in den Blick nehmen, die bislang kaum oder wenig von den Angeboten der öffentlich geförderten Kultureinrichtungen Gebrauch machen.

Fördergrundsätze Kulturelle Vermittlung im pdf-Format (barrierefrei)
Antragsvordruck Kulturelle Vermittlung (vorläufige Fassung)
Infoblatt zum Antragsvordruck im pdf-Format (barrierefrei)

www.kulturstaatsminister.de

Kulturagenten für kreative Schulen sind ab sofort unterwegs!

46 Kulturagent/innen begannen im September im Rahmen des Modellprogramms „Kulturagenten für kreative Schulen“ ihre Arbeit an 138 Schulen in Berlin, Hamburg, Thüringen, Baden-Württemberg und Nordrhein-Westfalen. Vier Jahre lang werden sie gemeinsam mit den Schüler/innen, dem Lehrerkollegium, der Schulleitung, Künstler/innen sowie Kulturinstitutionen vor Ort ein umfassendes und fächerübergreifendes Angebot der kulturellen Bildung entwickeln. Zugleich werden langfristige Kooperationen zwischen den Schulen und Kulturinstitutionen aufgebaut.

www.kulturagenten-programm.de

Kulturkonvent in Sachsen-Anhalt mit bundesweitem Modellcharakter

Der Kulturkonvent wird sich aus 36 Mitgliedern gesellschaftlicher und kultureller Institutionen zusammensetzen und am 19. Oktober seine Arbeit aufnehmen. Die Mitglieder werden auf Vorschlag der jeweiligen Institutionen durch den Kultusminister berufen. Bis Ende 2012 soll das Gremium Empfehlungen zur künftigen Kulturentwicklung und -förderung erarbeiten. Diese sollen Grundlage für das Landeskulturkonzept sein. Der Kulturkonvent wird wie der Bildungskonvent (2007-2010) in Arbeitsgruppen arbeiten. Dazu kommt eine dem Kultusministerium angegliederte Geschäftsstelle. Der Geschäftsführer des Deutschen Kulturrates, Olaf Zimmermann, wird den Kulturkonvent für das Land Sachsen-Anhalt ehrenamtlich moderieren. Ein so breit aufgestelltes Gremium habe es in dieser Form in Deutschland noch nicht gegeben, so Zimmermann. „Wenn es uns gelingt, zu guten Ergebnissen zu kommen, kann dies Modellcharakter für ganz Deutschland haben.“

Beteiligt euch am Kaleidoskop der Vielfalt kultureller Ausdrucksformen!

Seit sechs Jahren ist das UNESCO-Übereinkommen über den Schutz und die Förderung der Vielfalt kultureller Ausdrucksformen in Kraft. Bis Frühjahr 2012 wird die Bundesrepublik Deutschland – zeitgleich mit weiteren 94 Vertragsparteien – erstmalig einen Umsetzungsbericht erstellen. Als ein Fachbeitrag zu diesem Bericht soll anhand folgender Fragen und eines Einreichungsformulars ein Kaleidoskop aus Projekten, Initiativen und Maßnahmen entstehen, das die Vielfalt kultureller Ausdrucksformen und die Umsetzung der Konvention in und durch Deutschland spiegelt. Damit wird die Handlungsempfehlung „Monitoring beginnen“ des Weißbuchs „Kulturelle Vielfalt gestalten“ umgesetzt, inspiriert von der Publikation „Mapping Cultural Diversity – Good Practices from Around the Globe“ (DUK/ASEF, Dezember 2010).

Willkommen ist eine vielfältige Bandbreite von Beispielen der Zivilgesellschaft, den Institutionen und Organisationen aus Politik, Wissenschaft, Wirtschaft, Kunst und Kultur, Bildung und Forschung, aus dem Bereich Medien und Kommunikation sowie der internationalen- und Entwicklungszusammenarbeit. Im Sinne der UNESCO-Konvention gelten als „Beispiele“

  • z.B. kultur- und medienpolitische, künstlerische oder Bildungs-Initiativen;
  • z.B. politische Maßnahmen, Strukturen und Rahmenbedingungen, die die Vielfalt kultureller Ausdrucksformen bedingen (z.B. auch fiskale und/oder wirtschaftliche Politiken);
  • z.B. Projekte und Programme, die den internationalen Austausch, Künstlermobilität, kulturelle Ausdrucksformen, Professionalisierung von Künstlern, Koproduktionen, Nord-Süd-Kooperationen, Zugang zu Kultur, Bewusstseinsbildung für kulturelle Vielfalt fördern.

Die Beispiele sollten folgende Bereiche betreffen:

  • Politische Maßnahmen, Programme und Strukturen in den Feldern Kultur, Handel, Medien, Informations- und Kommunikationstechnologien und weitere relevante Politikfelder
  • Kulturelle Ausdrucksformen fördern und schützen: visuelle, darstellende Künste, kulturelle Bildung, Kulturjournalismus, Zugang zu Kunst und Kultur
  • Internationale Zusammenarbeit: Mobilität von Künstlern, Zusammenarbeit mit Kunst- und Kulturschaffenden aus Entwicklungsländern, Capacity-Building im Bereich Management und Technologietransfer, Unterstützung der unabhängigen Kultur- und Kreativwirtschaft, technische und finanzielle Entwicklungshilfe, Koproduktionen und -vertrieb
  • Capacity Building: Professionalisierung von Kunst- und Kulturschaffenden, Vernetzung, Informations- und Wissenstransfer
  • Kultur und Entwicklung: Integration von Kultur in Entwicklungspolitik und -projekten
  • Informationsaustausch und -analyse: Sammlung und Verbreitung von Daten und Informationen über Rahmenbedingungen und die Situation der Vielfalt kultureller Ausdrucksformen, Unterstützung von Transparenz und Nachvollziehbarkeit auf Verwaltungsebene, Forschung

Das Kaleidoskop der Vielfalt kultureller Ausdrucksformen soll das gesamte FarbSpektrum an Initiativen, Maßnahmen und Projekten widerspiegeln – erfolgreiche als auch weniger erfolgreiche bis nicht-funktionierende Praxis; fehlende, hinderliche bis förderliche Strukturen und Rahmenbedingungen.