aus dem Bundesverband, 25.11.2009

Was lange währt wird endlich wahr - die neue Website ist da!

www.soziokultur.de - 14 Jahre ist es her, dass der Server der Bundesvereinigung unter dieser Adresse online ging und damit eine sehr umfängliche Informationsplattform zum Thema Soziokultur im Internet bereitstellte. Warum wurde der Relaunch notwendig? 

Eines der wesentlichsten Instrumente für Informationstransfer und die Voraussetzung für einen hohen Wirkungsgrad in der Verbandsarbeit ist eine professionelle elektronische Kommunikation. Gerade weil bereits seit Jahren der Großteil der Kommunikation und Wissensvermittlung elektronisch läuft, bestand hier seit langem dringender Handlungsbedarf. Im Ergebnis der Diskussion darüber entschieden sich 2006 die Landesverbände für die Einrichtung einer komplexen elektronischen Vereinsverwaltung - genannt EVV - als integraler Bestandteil der Verbandswebsite.

Internetbasiert und allen Mitgliedern durch ein Passwort zugänglich werden in der EVV ausgewählte Informationen zentral und übersichtlich für die Weiterverwendung in der alltäglichen kulturpolitischen Arbeit für und durch alle Beteiligten bereitgestellt. Die Zeiten sind vorbei, in denen per E-Mail verschickte Dokumente im Versionschaos auf lokalen Rechnern oft ein Gefühl von Verunsicherung ob ihrer Aktualität hinterließen. Kontaktadressen auf der Website werden automatisch von der gemeinsamen Datenbank aus generiert - z.B. im Zentrenatlas, einer Landkarte mit unseren soziokulturellen Mitgliedszentren in Deutschland. Terminkalender sind gegenseitig einsehbar. Blogs können zu bestimmten Themen genutzt werden. Last but not least stellt die EVV ein digitales Archiv des Verbandes sicher - auch für alle Mitglieder, die diese Funktion für sich nutzen wollen. 

Dieses gesetzte Ziel nahm die Geschäftsführerin Christiane Ziller zum Anlass für eine gründliche Analyse der damaligen Website hinsichtlich ihrer technischen Möglichkeiten, Inhalte und der Bedarfe der Nutzer/-innen. Schnell wurde klar, dass eine völlig neue Seite programmiert werden musste. Dabei war die optische Verbesserung der Seite wichtig, aber nicht vordergründig.
 
Ein Antrag zur finanziellen Förderung wurde an den Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien gestellt, der die besondere Bedeutung dieses Projektes für die Bundesvereinigung unterstrich. Das Projekt wurde bewilligt und 2007 konnte mit der technischen Umsetzung begonnen werden. Personalengpässe erschwerten jedoch die adäquate Betreuung des Projektes. Zudem erwies sich die aus der Ausschreibung hervorgegangene Firma als technisch und organisatorisch nicht ausreichend kompetent. Die Reißleine musste gezogen, die Zusammenarbeit mit dieser Firma noch im gleichen Jahr gestoppt werden.
 
Im Oktober 2008 gab es im Rahmen eines Kooperationsvertrages mit dem Ausbildungsbereich eines Mitgliedszentrums - dem Pfefferwerk in Berlin - einen erneuten und diesmal erfolgreichen Anlauf zur Realisierung des Vorhabens. Die Bundesvereinigung verpflichtete sich neben der Projektkoordination, die Entwicklung der Produkte zu begleiten und simulierte dabei die Rolle eines realen Auftraggebers auf dem freien Markt. Somit hatte die Pfefferwerk Stadtkultur gGmbH im Rahmen der Ausbildung die Möglichkeit, Kompetenzen für die Akquise von Aufträgen und im Umgang mit den Kund/-innen zu vermitteln. Die Grundstruktur der EVV mit Portalfunktion wurde entwickelt und mit dem Bundesvorstand sowie den Landesverbänden fortlaufend abgestimmt. Das Ergebnis war eine detailgenaue Beschreibung der nötigen Anforderungen an die Funktionen einer webbasierten Vereinsverwaltung, deren Übersetzung fleißig auf dem Pfefferberg programmiert wurde.
 
Für die Datenbankanteile der EVV wurde die open-source-Software „e-groupware“ ausgewählt und angepasst. Für den öffentlichen Bereich entschieden sich die IT-Spezialisten für das CMS „Drupol“, was sehr komfortabel die weitestgehende Selbstverwaltung der Seite ermöglicht und damit Kosten spart.
 
Nach dem letzten gestalterische Feinschliff im Frühjahr dieses Jahres kam es nun darauf an, das Gerüst mit Inhalten zu füllen. Vielen Dank an dieser Stelle an unsere Vorstände, Landesverbände, Zentren und Partner für ihre Mitarbeit bis zu diesem Zeitpunkt!
Wir hoffen auf eine gute fortwährende redaktionelle Zusammenarbeit, denn - wie war das noch gleich? ... und auch, wenn es in diesem Falle nicht wirklich zutrifft ... - Vater werden ist nicht schwer ...? In diesem Sinne: Lasst uns gemeinsam die neue Website unseres Verbandes aktuell, informativ und lebendig halten und gestalten!
 
Tipps und Informationen bitte an Ellen Ahbe in der Geschäftsstelle: bundesvereinigung@soziokultur.de