Newsletter der Bundesvereinigung Soziokultureller Zentren e.V.: Interner Newsletter 06-2010
Bundesvereinigung Soziokultureller Zentren e.V.
 

Interner Newsletter 06-2010

ZENTRENRUNDMAIL an:

  • alle Landesverbände der Bundesvereinigung
  • alle Mitgliedszentren der Bundesvereinigung
  • ausgewählte Einzelpersonen mit engen Arbeitskontakten zur Bundesvereinigung

Liebe NewsletterempfängerInnen,

hiermit erhaltet ihr den letzten Newsletter vor der so genannten Sommerpause. Für Juli und August werde ich die Meldungen zusammenfassen und einen Newsletter versenden. Last but not least habt ihr heute eine Mail mit den Zugangsdaten zum Statistikfragebogen erhalten.

Unsere TesterInnen waren insgesamt sehr positiv in ihren Rückmeldungen, sie haben durchschnittlich eine Stunde zum Ausfüllen gebraucht. Ich hoffe daher sehr, dass der Rücklauf groß sein wird, damit wir, die Landesverbände und auch ihr als Zentren selber wieder mit aktuellen zahlen arbeiten und argumentieren könnt.

Für Hilfestellungen stehen wir natürlich gern zur Verfügung.

Mit herzlichem Gruß
Conny Lüddemann
Geschäftsführerin der Bundesvereinigung

Inhaltsverzeichnis

Auflagenerhöhung der Zeitschrift „soziokultur“

In der zweiten Jahreshälfte wollen wir die Auflage unserer Zeitschrift „soziokultur“ erhöhen. In diesem Zuge wird es besondere Angebote

  • für Mitglieder (1),
  • im Rahmen eines Geschenk-Abos (2),
  • und eines Jahres-Abos geben (3).

Näheres findet Ihr nachstehend.
Wir bitten euch, intensiv Gebrauch von den neuen Möglichkeiten zu machen und innerhalb eures Umfeldes dafür zu werben. Um dieses werben zu vereinfachen, wollen wir einen Flyer drucken. Auf diesem sollen Menschen abgebildet werden, die in unterschiedlichen Situationen die Zeitschrift lesen. Im Zug, am Strand, am Spielplatz, in der Wanne, auf dem Sofa usw. usw. Eurer Fantasie sind keine Grenzen gesetzt und wir freuen uns auf spannende Einsendungen, die ihr bitte bis zum 31. Juli an Ute.Fuerstenberg@soziokultur.de mailt.

1.) Angebot an die Mitglieder

Bisher bekommen die Mitgliedszentren 1 Exemplar kostenlos. Sie können ab der Ausgabe 3/2010 zusätzlich 2 oder 5 kostenpflichtige Exemplare im Jahresabo bestellen. Pro zusätzliches Jahresabo werden 10,70 Euro brutto berechnet.

Im Online-Shop der Website werden folgende Artikel für die Mitglieder eingerichtet:
A) 3 Jahresabos der „soziokultur“ zum Preis von 21,40 Euro brutto (inkl. Versand und 1 kostenfreies Exemplar pro Ausgabe)
B) 6 Jahresabos der „soziokultur“ zum Preis von 53,50 Euro brutto (inkl. Versand und 1 kostenfreies Exemplar pro Ausgabe)

2.) Im Online-Shop wird außerdem ein Artikel „Geschenk-Abo“ angelegt:

Dieses Jahresabo wird einmalig mit dem Stempel „Vielfalt aus Prinzip“ verschickt und ist auf 4 Ausgaben begrenzt. Der Preis für Mitglieder beträgt auch hier 10,70 Euro brutto (inkl. Versand) pro Jahresabo. Der Preis ist für Nichtmitglieder so hoch wie bei einem „normalen“ Abo: 18,30 Euro brutto (inkl. Versand)

3.) Im Online-Shop wird für Mitglieder ein Artikel für ein unbefristetes Jahresabo zugunsten Dritter ebenfalls zum Preis von 10,70 Euro brutto (inkl. Versand) angelegt.

Vielen Dank für eure zahlreichen Anregungen im Blog zum Theater-Heft!

Die Erfahrung hat allerdings gezeigt, dass es besser ist, die Ideensammlung schon im Vorfeld des Zeitraums, in dem sich die Zeitungsredakteure intensiv mit dem Thema beschäftigen, zu starten. Somit gibt es dann schon Vorschläge für Beiträge, die bei der Erarbeitung des Thementeils berücksichtigt werden können.

Deshalb haben wir für das Heft 3 zum Thema „Ländlicher Raum“ und für das Heft 4 zum Thema „Scheitern / Experiment / Try & Error“ bereits je einen Blog eingerichtet und freuen uns auf eure Anregungen und konstruktiven Vorschläge:

Blog für Heft 3 / geschaltet bis zum 31. Juli 2010: http://www.soziokultur.de/bsz/node/375

Blog für Heft 4 / geschaltet bis zum 31. Oktober 2010: http://www.soziokultur.de/bsz/node/376

Bitte ergänzt eure Kommentare zwecks Kontaktaufnahme auch immer mit eurem Namen und eurer E-Mail-Adresse und schreibt auch dazu, zu welcher Einrichtung ihr gehört. Kontakt für Nachfragen: Ellen.Ahbe@soziokultur.de

LAKS-Kulturpreis Hessen

Die Preisträger des LAKS-Kulturpreises „Bürgerschaftliches Engagement in der Soziokultur 2009/2010“ lauten:

Hauptpreise
1. Kunst in Rödermark e.V. (5.000 Euro)
2. FreeFlow-Festival, Kassel (2.500 Euro)

Sonderpreis
Conchita Imaculada Gomez und German Reina (1.000 Euro).

Infos und Fotos über den Preis sowie die Preisträger finden Sie in der Anlage (Gesamtinfo, Fotos und Urkunden der 3 Preisträger, Logo gemeinsam AKTIV). Wir möchten Sie bitten, im Rahmen Ihrer Möglichkeiten auf die Preisträger sowie ihre Projekte und ihr Engagement aufmerksam zu machen. Bitte weisen Sie in diesem Zusammenhang auch auf die Landesehrenamtskampagne „gemeinsam AKTIV“ hin.

Herzlichen Dank! Für weitere Informationen oder Fotos wenden Sie sich bei Bedarf bitte an jan.siebert@laks.de.

Bundesweite Studie "Unternehmerische Kulturförderung in Deutschland"

Warum und wie fördern Unternehmen Kultur? Welche Effekte hat die unternehmerische Kulturförderung und wie wird sie sich in der Zukunft entwickeln? Die Datenlage zu diesen Fragestellungen war bislang unzureichend. Der Kulturkreis der deutschen Wirtschaft im BDI e.V. hat daher – gemeinsam mit dem Handelsblatt und dem Institut für Handelsforschung an der Universität zu Köln – eine Untersuchung zur unternehmerischen Kulturförderung durchgeführt. Hierfür wurde das kulturelle Engagement von 265 Unternehmen im Hinblick auf Motivation, Förderbereiche und -formen, Umfang sowie Effekte sowohl quantitativ als auch qualitativ untersucht.

Angesichts der aktuellen Diskussion über das Verhältnis von Wirtschaft, Kultur und Gesellschaft sowie über die Verantwortung von Unternehmen schließt die Studie des Kulturkreises eine entscheidende Lücke hinsichtlich der Datenlage auf dem Feld der privaten Kulturförderung. Sie zeigt unter anderem, dass Unternehmen vor allem aus einer gesellschaftlichen Verantwortung heraus Kunst und Kultur fördern und dies zu einem wichtigen Bestandteil ihrer Unternehmenskultur machen.

Studie „Kulturelle Bildung: Aufgaben im Wandel“ jetzt kostenlos im Netz

Kulturelle Bildung auf internationaler, europäischer, Bundes-, Landes- und kommunaler Ebene
Berlin, den 26.05.2010.

Der Deutsche Kulturrat, der Spitzenverband der Bundeskulturverbände, stellt seine im Jahr 2009 herausgegebene Studie „Kulturelle Bildung: Aufgaben im Wandel“ anlässlich der zurzeit stattfindenden 2. UNESCO-Weltkonferenz für kulturelle Bildung in Seoul kostenlos im Internet zur Verfügung. Unter http://www.kulturrat.de/dokumente/studien/kulturelle-bildung-aufgaben-im-wandel.pdf kann die Studie als pdf-File geladen werden.

Die Studie stellt die vielfältigen Aktivitäten im Bereich der kulturellen Bildung auf internationaler, europäischer, Bundes-, Landes- und kommunaler Ebene sowie die Aktivitäten der organisierten Zivilgesellschaft vor.

Im Mittelpunkt der Studie stehen die veränderten Anforderungen an die Akteure der kulturellen Bildung und Verantwortlichen für kulturelle Bildung aufgrund des demografischen Wandels, der Anforderungen der interkulturellen Bildung, der Neujustierung der frühkindlichen Bildung sowie der Medienerziehung bzw. Ausbildung von Medienkompetenz. Auf fast 500 Seiten werden die aktuellen Herausforderungen beschrieben und dargestellt, wie im Bereich der kulturellen Bildung diese Herausforderungen angenommen und produktiv genutzt werden. Zusätzlich liefert das Buch im Anhang eine Zusammenstellung von Stellungnahmen und Positionen wichtiger Akteure der kulturellen Bildung zu den Herausforderungen demografischer Wandel, interkulturelle Bildung, frühkindliche Bildung und Medienerziehung.

• Kulturelle Bildung: Aufgaben im Wandel. Hg. v. Deutschen Kulturrat. Autoren: Kristin Bäßler, Max Fuchs, Gabriele Schulz, Olaf Zimmermann. 489 Seiten. Berlin 2009. ISBN 978-3-934868-18-2. • Kostenlos als pdf-File unter: http://www.kulturrat.de/dokumente/studien/kulturelle-bildung-aufgaben-im... (4,6 MB)

• Die Studie kann auch für 22,90 Euro in gedruckter Form bezogen werden. Die Printversion ist erhältlich in jeder Buchhandlung sowie direkt beim Deutschen Kulturrat unter: http://www.kulturrat.de/shop.php

Impressum: Deutscher Kulturrat e.V. Chausseestrasse 103 10115 Berlin Web: http://www.kulturrat.de

3. Bundesfachkongress Interkultur "Offen für Vielfalt - Zukunft der Kultur"

Call for Papers für das Nachwuchsförderprogramm zur Teilnahme am 3. Bundesfachkongress Interkultur "Offen für Vielfalt - Zukunft der Kultur"
27. bis 29. Oktober 2010, Bochum

Das Nachwuchsförderungsprogramm ist ein Angebot zur Teilnahme am 3. Bundesfachkongress Interkultur: Offen für Vielfalt – Fit für die Zukunft für junge (Altersgrenze 35), engagierte und interessierte MitdenkerInnen, die Interesse haben, sich an der Debatte zum Thema Einwanderungsland Deutschland zu beteiligen. Über die aktuelle Planung und die bisherigen Kongresse finden Sie Informationen unter www.bundesfachkongress-interkultur.de.

Das Nachwuchsförderprogramm beinhaltet:

  • kostenfreie Teilnahme an dem gesamten Kongress, inklusive Übernachtungs- und Reisekosten (innerhalb Deutschlands)
  • schriftlicher Bericht (zu einzelnen Themen, Aspekten des Kongresses) für die Internet-Dokumentation des Kongresses bis 30.11.2010 (Umfang ca. 10.000 Zeichen).

Hierfür werden bis zu 25 junge Leute aus allen Handlungsfeldern zwischen Theorie und Praxis gesucht mit nachgewiesener Kompetenz und Interesse an der Kongressthematik. Die Interessierten sind eingeladen, sich mit einem kurzen Paper (ca. 4.000 Zeichen) zu bewerben, in dem sie ihre persönliche Motivation, sich für das Thema zu engagieren, begründen und die für sie wichtigsten Fragestellungen aufgreifen. Insbesondere möchten wir junge Menschen mit biografischem Bezug zum Thema Migration/ Einwanderungsland Deutschland ermuntern, sich zu bewerben.

Bewerbungsfrist: 12. Juli 2010
Bewerbungsunterlagen:Paper (ca. 4.000 Zeichen), kurze biografische Angaben

Bewerbungen und Nachfragen zum Nachwuchsförderprogramm ausschließlich per E-Mail an: svetlana.acevic@forum-der-kulturen.de

Über die Entscheidung werden die BewerberInnen in der ersten Septemberwoche 2010 informiert. Die Auswahl der BewerberInnen erfolgt durch das Entscheidungsgremium der Veranstalter des 3. Bundesfachkongresses Interkultur.

Ist Soziokultur lehrbar?
Dokumentation des Forschungsprojektes »Arbeit und Wirkungsweisen von soziokulturellen Zentren als Berufsfelder für Absolventen von Kulturstudiengängen«

Sehr geehrte Damen und Herren,
im Sommer 2009 erhielt das Institut für Kulturpolitik der Kulturpolitischen Gesellschaft den Auftrag, den Qualifikationshintergrund der MitarbeiterInnen Soziokultureller Zentren zu erforschen, um daraus Perspektiven für deren zukünftige Ausbildung zu entwickeln. Ausgangspunkt für diese Entscheidung war u. a. der Abschlussbericht der Enquete-Kommission »Kultur in Deutschland«, der in einer seiner sechs Empfehlungen zur Soziokultur genau das angeregt hatte. Finanziert wurde das Vorhaben aus Mitteln des Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien, als Kooperationspartner wirkte zudem die Bundesvereinigung Soziokultureller Zentren.

Die nun in der Reihe »Materialien« als Band 12 vorliegende Publikation beschreibt die Anlage des Forschungsprojektes und referiert dessen zentrale Ergebnisse. Im Zentrum steht dabei die Arbeit der Projektgruppe, die in ausführlichen Interviews repräsentativer Einrichtungen bundesweit die Arbeit und Wirkungsweise Soziokultureller Zentren unter die Lupe nahm, um daraus Vorschläge für die weitere Qualifizierung soziokultureller Arbeit in Hochschulstudiengängen zu entwickeln.

Neben der Projektgruppe sind drei weitere AutorInnen mit Einzelbeiträgen vertreten. Wolfgang Schneider formuliert »kulturpolitische Anmerkungen zum Bedarf an kulturpädagogischem Nachwuchs«. Ulrike Blumenreich informiert über das »Studium Kultur an Hochschulen in Deutschland«. Und Tobias Knoblich entwickelt »Kriterien zur Qualitätsbestimmung und von Evaluationsmerkmalen für die Arbeit in soziokulturellen Einrichtungen«. Ein ausführlicher Anhang und Tabellenteil liefert zudem Einblicke in das empirische Fundament des Forschungsprojektes.

Der Band enthält Beiträge von Ulrike Blumenreich, Cornelia Iber-Rebentisch, Tobias Knoblich, Franz Kröger, Torsten Nagel, Prof. Dr. Wolfgang Schneider, Margret Staal, Dr. Thomas Strittmatter und Dr. Bernd Wagner

Weitere Informationen sowie eine Bestellmöglichkeit finden Sie hier: www.kupoge.de/publikationen/aktion_mat12.htmI
st Soziokultur lehrbar? DOKUMENTATION DES FORSCHUNGSPROJEKTES »ARBEIT UND WIRKUNGSWEISEN VON SOZIOKULTURELLEN ZENTREN ALS BERUFSFELDER FÜR ABSOLVENTEN VON KULTURSTUDIENGÄNGEN«
Institut für Kulturpolitik der Kulturpolitischen Gesellschaft (Hrsg.) • Bonn 2010 • Materialien Heft 12 • 137 Seiten • 8,00 Euro (Schutzgebühr) • ISBN 978-3-923064-33-5
Das Buch ist im Buchhandel über den Klartext Verlag oder ganz bequem über unsere Website www.kupoge.de/buchbestellung.html erhältlich.

Wir freuen uns, wenn dieses Buch Ihr Interesse findet.
Mit freundlichen Grüßen aus Bonn Kulturpolitische Gesellschaft e.V.
Weberstraße 59a | 53113 Bonn | T 0228/20167-0 begin_of_the_skype_highlighting              0228/20167-0      end_of_the_skype_highlighting begin_of_the_skype_highlighting              0228/20167-0      end_of_the_skype_highlighting begin_of_the_skype_highlighting              0228/20167-0      end_of_the_skype_highlighting

Gesellschaftlicher Zusammenhalt im Fokus von Politik und politischer Bildung

Berlin. Was stärkt und was gefährdet den gesellschaftlichen Zusammenhalt? Politik, Forschung und politische Bildung beantworten diese Frage auf je eigene Weise. Sie werden bei dieser Fachtagung der Bundeszentrale für politische Bildung über ihre Wahrnehmungen und Bewertungen des Zustandes der Gesellschaft in Deutschland ins Gespräch kommen. Welches sind die aktuellen Spannungsfelder, wo liegen die Ursachen aus Sicht der Wissenschaft, welche politischen Maßnahmen sind erforderlich und wie positioniert sich die politische Bildung in diesem Kontext – dies sind die Themen des ersten Teils.

Im zweiten Teil wird anhand von vier Beispielen guter Praxis politischer Bildung geprüft, welche Lehr- und Lernarrangements sich bewährt haben, wo derzeit experimentiert wird und wo es gälte, ganz neu anzusetzen. Dies geschieht vor dem Hintergrund der Frage, welche generelle Bedeutung der politischen Bildung für die Gewährleistung oder Wiederherstellung gesellschaftlichen Zusammenhaltes zukommt oder zukommen sollte.

Abschließend wird die empirische Basis der politischen Jugendbildung unter die Lupe genommen – aktuelle Befunde aus der Forschung, die auch für die Politik von Interesse sind.

Termin: 06.07.2010, 10:30-17:00 Uhr
Ort: Katholische Akademie in Berlin e.V., Hannoversche Str. 5, 10115 Berlin
Anmeldeschluss ist der 18. Juni 2010.

Bundeszentrale für politische Bildung Adenauerallee 86 53113 Bonn Fon: 0228.99 51 50 Fax: 0228.995 151 13 E-Mail: info@bpb.de Web: www.bpb.de

Start der Initiative Transparente Zivilgesellschaft

Breites Bündnis aus dem gemeinnützigen Sektor bekennt sich zu Transparenz- Mindeststandard +++ Woher stammen die Mittel, wie werden sie verwendet, wer trifft Entscheidungen? +++ „Transparenz für Informationssuchende mit einem Mausklick“

Pressemitteilung des Bundesverbandes Deutscher Stiftungen
Transparency International Deutschland e.V. hat heute gemeinsam mit zahlreichen Partnern aus dem gemeinnützigen Sektor die Initiative Transparente Zivilgesellschaft vorgestellt. Ziel der Initiative ist es, einen einheitlichen Transparenz-Mindeststandard im gesamten Dritten Sektor zu etablieren. Erstmals haben sich wichtige Akteure aus fast allen Sparten des gemeinnützigen Sektors für eine solche Initiative zusammengefunden.

Die rund 590.000 Vereine und 17.400 Stiftungen in Deutschland werden mit der Initiative ermutigt, freiwillig in einem einheitlichen Format zu zehn Fragen Informationen über ihre gemeinnützige Organisation zu veröffentlichen. Diese Informationen sollen somit nicht nur dem Finanzamt oder der Stiftungsaufsicht, sondern auch der Öffentlichkeit zur Verfügung gestellt werden. Mit dem vorgestellten Transparenz-Mindeststandard geht die Initiative über die rechtlich verpflichtende Offenlegung für gemeinnützige Organisationen in Deutschland hinaus.

Bisherige Transparenz-Initiativen aus dem Sektor selbst decken nur einen jeweils kleinen Ausschnitt an Organisationen ab. Um den gesamten dritten Sektor abzudecken, haben sich jetzt auf Vorschlag von Transparency Deutschland zahlreiche Organisationen zum Trägerkreis der Initiative Transparente Zivilgesellschaft zusammengeschlossen. Zu den tragenden Dachverbänden gehören neben dem Bundesverband Deutscher Stiftungen u. a. der Deutsche Fundraising Verband, der Deutsche Kulturrat, der Deutsche Spendenrat, der Verband Entwicklungspolitik Deutscher Nichtregierungsorganisationen VENRO und der Deutsche Naturschutzring. Die Organisationen des Trägerkreises haben sich zu konkreten Maßnahmen für die Verbreitung, Kontrolle und Weiterentwicklung der Initiative verpflichtet.

Die Initiatoren erhoffen sich eine große Breitenwirkung, denn die Transparenz-Mindestanforderungen der Initiative lassen sich von gemeinnützigen Organisationen aller Größen, Sparten und Rechtsformen leicht umsetzen. Organisationen, die sich der Initiative anschließen, erklären sich durch eine Selbstverpflichtung zur Offenlegung von wichtigen Informationen in einem einheitlichen Format bereit; dazu gehören die Satzung, die Namen der wesentlichen Entscheidungsträger sowie Angaben über Mittelherkunft, Mittelverwendung und Personalstruktur. Auf ihrer Internetseite verknüpfen sie diese Informationen gut sichtbar mit dem Logo der Initiative. Auf www.transparente-zivilgesellschaft.de wird zudem eine Liste aller unterzeichnenden Organisationen veröffentlicht.

Diejenigen Organisationen, die ihre Aktivitäten nicht ausschließlich über Erträge aus eigenem Vermögen finanzieren (wie Stiftungen mit entsprechendem Vermögen), erhalten in der Summe mehr als sechzig Prozent ihrer Fremdmittel aus Steuergeldern. Eine besondere Aufsicht - neben dem zuständigen Finanzamt - gibt es nur für gemeinnützige rechtsfähige Stiftungen. Transparenz trägt dazu bei, die Fälle von Missbrauch zu begrenzen, und erkennen zu lassen, wer die Organisation finanziert und wessen fremde Interessen sie gegebenenfalls vertritt.

Karenina Schröder, Transparency Deutschland, Initiatorin der Initiative Transparente Zivilgesellschaft: „Die Glaubwürdigkeit und Integrität des gemeinnützigen Sektors wurde von wenigen schwarzen Schafen geschädigt. Einem beginnenden Vertrauensverlust, wie wir ihn in Politik und Wirtschaft bereits beobachten konnten, muss für den gemeinnützigen Sektor mit aller Entschiedenheit entgegen gewirkt werden. Transparenz ist ein gutes Mittel dafür.“

„Mit der Unterstützung der neuen Initiative von Transparency Deutschland setzen wir ein weiteres Signal für stärkere Transparenz auch im Stiftungssektor“, sagt Prof. Dr. Hans Fleisch, Generalsekretär des Bundesverbandes Deutscher Stiftungen. „Die zusätzliche Internetseite liefert Informationssuchenden mehr Transparenz mit einem Mausklick; sie sollte sich durchsetzen als ein zweites Impressum für gemeinnützige Organisationen.“

Eine Studie des Bundesverbandes Deutscher Stiftungen hatte jüngst ergeben, dass Stiftungen zwar regelmäßig für Gremien, Finanzamt und Stiftungsaufsicht die gesetzlich verlangten Berichte erstellen. Doch nur 13 Prozent veröffentlichen wirtschaftliche Angaben in Form eines gedruckten Jahresberichts, lediglich neun Prozent im Internet. Bereits 2006 hatte der Dachverband die Grundsätze Guter Stiftungspraxis verabschiedet, die sich zu Transparenz als Ausdruck der Verantwortung gegenüber der Gesellschaft bekennen. Diese Grundsätze haben inzwischen einen hohen Akzeptanz- und Bekanntheitsgrad erreicht: Etwa vier Fünftel der Mitglieder des Bundesverbandes kennen sie, bereits 24 Prozent der befragten Stiftungen haben sich auch formal ausdrücklich für ihre Anwendung entschieden und weitere zwölf Prozent haben daraus eigene ergänzende Leitlinien abgeleitet.

Der Bundesverband Deutscher Stiftungen vertritt als Dachverband die Interessen der gemeinnützigen deutschen Stiftungen. Der größte Stiftungsverband in Europa hat mehr als 3.500 Mitglieder; über Stiftungsverwaltungen sind ihm über 6.000 Stiftungen mitgliedschaftlich verbunden, die drei Viertel des Kapitals deutscher Stiftungen verwalten.

Den Wortlaut der Selbstverpflichtung und weitere Informationen finden Sie unter: www.transparente-zivilgesellschaft.de www.stiftungen.org/transparente-zivilgesellschaft www.stiftungen.org/grundsaetze_guter_stiftungspraxis www.stiftungen.org/kpmg-studie

Kontakt Initiative Transparente Zivilgesellschaft: Dr. Christian Humborg, Geschäftsführer Transparency International Deutschland e.V. Telefon: (030) 54 98 98-0

Pavillon braucht neuen Chef in schwerer Zeit

Übernahme aus dem Onlineangebot der Hannoverschen Allgemeinen Zeitung http://www.haz.de/Hannover/Aus-der-Stadt/Uebersicht/Pavillon-braucht-neuen-Chef-in-schwerer-Zeit übersandt von Jochen Molckk

Für den Trägerverein des Kulturzentrums Raschplatz ist der geplante Weggang des Geschäftsführers Uwe Kalwar ein harter Schlag. Wie am Freitag berichtet, will Regionspräsident Hauke Jagau den 53-Kalwar zum Leiter des Teams Kultur in der Regionsverwaltung machen.

Der geplante Weggang des Geschäftsführers Uwe Kalwar ein harter Schlag. Wie am Freitag berichtet, will Regionspräsident Hauke Jagau den 53-Jährigen zum Leiter des Teams Kultur in der Regionsverwaltung machen. „Wir haben davon ganz frisch erfahren“, sagt die Vorsitzende des Trägervereins, Prof. Monika Tibbe. Wenn die Regionspolitiker am Dienstag der Wahl Kalwars zustimmen, muss im Pavillon die Suche nach einem Nachfolger beginnen. „Bei uns arbeiten viele qualifizierte und kreative Menschen“, sagt Tibbe: „Mindestens eine Interimslösung wird es aus dem eigenen Haus geben.“

Kalwar selbst will sich vor Dienstag nicht äußern. Er sagte am Freitag nur, dass er die Leitung des Kulturteams für eine „interessante, reizvolle Aufgabe“ halte. Sein Weggang trifft das Kulturzentrum allerdings in schwerer Zeit. 33 Jahre alt wird der Pavillon in diesem Jahr, aktuell laufen die Planungen für die räumliche Grunderneuerung. Der Rat wird voraussichtlich nächste Woche das 6,3-Millionen-Euro-Paket für den ersten Sanierungsschritt beschließen. Unklar ist aber noch, was mit der oberen Etage passiert und wie es mit Erweiterungsbauten weitergeht. „Uwe Kalwar hat eine große Stärke als Außenminister“, sagt Tibbe: „Er hat gut moderiert und die Interessen des Pavillons exzellent gegenüber der Stadt vertreten.“ Der Zeitpunkt des Abschieds sei zwar „ungünstig – aber wir freuen uns für ihn“.

Gut 20 Jahre ist Kalwar Geschäftsführer, zuvor hat er mit Unterbrechungen schon jahrelang in der Programmgestaltung und beim Aufbau des Zentrums mitgearbeitet. Aus dem alternativen Besetzerprojekt ist so über Jahre ein etabliertes Kulturzentrum geworden. 444 öffentliche Veranstaltungen gab es im vergangenen Jahr, der Etat von gut 1,8 Millionen Euro musste nur zu knapp 22 Prozent von der Stadt bezuschusst werden. Dieser wirtschaftliche Erfolg, sagt Vorstand Tibbe, könnte demnächst aber auch zum Problem werden: „Wenn im Gebäude der Umbau startet, dann wissen wir nicht, wie wir den hohen Eigenanteil erwirtschaften sollen.“

Kritik in der Region: Aus der CDU-Regionsfraktion gab es am Freitag Kritik an der geplanten Einstellung Kalwars. „Die Region ist finanziell ausgeblutet“, sagt Fraktionschef Eberhard Wicke. Da hätte die Stelle besser mit eigenem Personal besetzt werden können, statt sie mit einem externen Bewerber zu besetzen, meint er. Regionspräsident Jagau (SPD) hingegen lobt, Kalwar habe Führungsqualität bewiesen und sei in der regionalen Kulturszene fest verankert. Das Team Kultur der Region umfasst 15 Mitarbeiter. Es organisiert das Kulturprogramm auf Schloss Landestrost, Veranstaltungen wie den Kultursommer oder den jährlichen Atelierspaziergang, kümmert sich aber auch etwa um die Beratung von Heimatstuben in den Dörfern. [Conrad von Meding]

Anmerkung der Redaktion. Kalwar hat inzwischen seinen neuen Dienstposten angetreten.