Die Nürnberger Soziokultur im Fokus der Stadtstatistik, 22.4.2010

Gezählte und befragte KulturnutzerInnen

Kundenbefragungen gibt es viele – auch in der Soziokultur. Aber die Chance etwas über diejenigen zu erfahren, die nicht kommen, ist seltener. Eine repräsentative Umfrage des Amtes für Stadtforschung und Statistik der Stadt Nürnberg hat den Kulturnutzer und Abstinenzler befragt und gute Argumente für die Arbeit der Einrichtungen gebracht. Die Umfrage bestätigt, dass die Soziokultur in Nürnberg ein Ort der Integration verschiedener Altersgruppen, sozialer Schichten und Nationalitäten ist.

So sind z.B. 24,4 % der Nutzer der Nürnberger Stadtteilläden Arbeitslose, während die entsprechende Quote bei Schauspielhaus und Oper bei der Befragung nur bei 11,7% liegt. Fragen zu Einkommen, Bildung, kultureller Herkunft und Nutzung im Wohnumfeld belegen die Lebendigkeit der Stadtteileinrichtungen in Nürnberg, zeigen aber auch, wie und von wem klassische Angebote der Hochkultur nachgefragt werden.
 

Der Artikel zur Umfrage von Dr. Hermann Burkard (wiss. Mitarbeiter im Amt für Stadtforschung und Statistik der Stadt Nürnberg) und Peter Hautmann ( Abteilungsleiter im Amt für Kultur und Freizeit und dort zuständig für den Bereich der Begegnungsstätten und soziokulturellen Stadtteilarbeit) erschien erstmals in den „kulturpolitischen mitteilungen“ Nr. 127 (IV/2009), Zeitschrift für Kulturpolitik der Kulturpolitischen Gesellschaft