Newsletter der Bundesvereinigung Soziokultureller Zentren e.V.: Rundmail intern 02/2010
Bundesvereinigung Soziokultureller Zentren e.V.
 

Rundmail intern 02/2010

Inhaltsverzeichnis

Stärkung des bürgerschaftlichen Engagements als Ergänzung des Hauptamtes sinnvoll

Bundesvereinigung Soziokultureller Zentren zur Genshagener Erklärung

Ein Sparten- und Politikfeld übergreifendes „Bündnis für Gemeinnützigkeit“ von bundesweit aktiven Dachorganisationen des Dritten Sektors hat in einer ersten gemeinsamen Erklärung sieben Vorschläge zur verbesserten Unterstützung des bürgerschaftlichen Engagements vorgelegt, die Genshagener Erklärung.
Aus Sicht der soziokulturellen Zentren sind besonders

  • die stärkere Förderung der Freiwilligendienste,
  • verbesserte Rahmenbedingungen für nachhaltige Infrastruktur sowie stabiles Engagement und dauerhafte Partizipation sowie
  • die Anerkennung des besonderen Wertes der Sozial- und Kulturdienstleistungen im Rahmen eines „Europas der Bürgerinnen und Bürger“ hervorzuheben.

Neben aller Förderung des bürgerschaftlichen Engagements weist die Bundesvereinigung Soziokultureller Zentren allerdings klar darauf hin, dass aktives Ehrenamt ohne rahmengebendes Hauptamt und angemessene Infrastruktur sinnlos ist. Hier darf in Zeiten fiskalischer Zwänge nicht der Fehler begangen werden, durch kurzfristige minimale Einsparungen einem hohen Anteil freiwillig Engagierten den Boden zu entziehen. In der Bundesvereinigung Soziokultureller Zentren sind derzeit 447 Zentren bundesweit organisiert. Aus der letzten Statistik der Bundesvereinigung geht hervor, dass 3.200 Hauptamtlichen 14.220 Ehrenamtliche, Praktikantinnen etc. gegenüberstehen.
 

In eigener Sache - Neues aus dem Bundesvorstand

Der im November neu bzw. wiedergewählte Vorstand der Bundesvereinigung Soziokultureller Zentren e. V. kam Anfang Februar zu einer Klausursitzung in Berlin zusammen. Einen ausführlichen Bericht findet ihr in der nächsten Ausgabe des Informationsdienstes "soziokultur".
Zu Beginn verschafften sich die VorständlerInnen einen Überblick über die organisatorischen Veränderungen in der Geschäftsstelle. Es wurden weitere Möglichkeiten der Verbesserung in der Kommunikation zwischen Geschäftsstelle und Vorstand sowie mit den Landesarbeitsgemeinschaften und Mitgliedszentren erörtert. Künftig soll deutlich mehr Wert auf kontinuierliche Öffentlichkeits- und Lobbyarbeit gelegt werden, auf das Finden und Erhalten strategischer Partnerschaften. Ein längerer Punkt war die Diskussion um die Entwicklung eines Leitbildes. Nach 30 Jahren scheint es geboten, eine aktualisierte Zusammenfassung unserer Geschichte, vor allem aber unserer Ziele und der dazu sinnvollen Instrumente zu erarbeiten. Viele Zentren haben so etwas, einige Landesarbeitsgemeinschaften. Dies ist Material, auf welchem die Bundesvereinigung aufbauen kann. Ein Leitbild dient der Transparenz unserer Arbeit, erleichtert die Suche nach strategischen Partnern und ist ein gutes Mittel in der Öffentlichkeits- und Lobbyarbeit. Hier sind für die nächsten Monate Vorarbeiten geplant, die spätestens in der Herbst-Mitgliederversammlung intern vorgestellt werden sollen. Hierfür brauchen wir eure Hilfe! Solltet ihr ein Leitbild, eine Selbstdarstellung o. ä. haben, sendet uns diese bitte zu. Am besten per Mail direkt an die Geschäftsführerin Cornelia Lüddemann.

Bitte vormerken:
Der nächsten Zentrenworkshop wird am 18. Mai in Weimar stattfinden zu Fragen der effektiven Öffentlichkeitsarbeit, Verbesserung unserer Kampagnenfähigkeit und zum Training für Auseinandersetzungen mit KommunalvertreterInnen. U. a. hat Raimund Bartelle, Kulturreferent des Deutschen Städtetages sein Kommen zugesagt.

Am nächsten Tag, dem 19. Mai, findet dann unsere Frühjahrs-Mitgliederversammlung statt, ebenfalls in Weimar.
 

Werkstatt-Tagung "Zukunft Soziokultur!?" für Leute u30

Am 31. Mai/ 1. Juni 2010 führt die LAG Rheinland-Pfalz in der Landesmusikakademie RLP in Neuwied-Engers eine vom Fonds Soziokultur unterstützte Werkstatt-Tagung "Zukunft Soziokultur!?" durch. Sie richtet sich an junge Arbeiter/innen unter 30 Jahre, die Soziokultur als ihr Arbeitsfeld begreifen und darüber diskutieren möchten, was Soziokultur für sie heute bedeutet etc. Die Kosten sind mit 35 Euro für Unterbringung und Verpflegung bewusst gering gehalten. Infos anbei. Mit diesem Mail möchten wir Euch als Landesverbände zunächst bitten, mal kurz zu überlegen, in welchen Zentren von Euch junge Menschen aktiv sind. Ferner bitten wir Euch dann, diese gezielt auf die Werkstatt-Tagung aufmerksam zu machen. Wir halten die Diskussion und Vernetzung junger "Soziokultis" für wichtig und müssen gezielt an die Leute rankommen. Ohne Eure Hilfe geht es nicht. Von daher bedanke ich mich schon Mal im voraus und grüße freundlichst, Lukas Nübling

zur Einladung
 

Seminare „Europäische Förderung für bürgerschaftliches Engagement“ in Bonn

Die Kontaktstelle Deutschland „Europa für Bürgerinnen und Bürger“ (KS EfBB) bietet in Kooperation mit dem Projekt „BBE für Europa“ am Mittwoch, dem 24.03.2010, ein Seminar über „Europäische Förderung für bürgerschaftliches Engagement“ an. Es findet von 9.30 bis 18.00 Uhr im Haus der Kultur in Bonn statt. Das Seminar richtet sich an Vereine, Verbände und andere zivilgesellschaftliche Organisationen, die europäische Kooperationsprojekte zu Themen wie Partizipation, Demokratie, Geschichte und Kultur in Europa, Institutionen und Zukunft der EU durchführen möchten. Neben einem Überblick über die EU-Förderprogramme für bürgerschaftliches Engagement wird die Projektförderung des Programms »Europa für Bürgerinnen und Bürger« (Aktion 2, Maßnahme 3) ausführlich vorgestellt. Unkostenbeitrag: 40 Euro, Anmeldung bis 19.02.2010

Weitere Informationen
 

Wettbewerb „Wortschatz Rheinland-Pfalz“

Zum ersten Mal lobt das Kinder- und Jugendtheater Speyer im Auftrag der Stiftung Rheinland-Pfalz für Kultur einen Theaterautorenpreis aus. Der Wettbewerb „Wortschatz Rheinland-Pfalz“ sucht nach noch nicht aufgeführten Stücken für das Kindertheater (bis 12 Jahre) und für das Jugendtheater (ab 12 Jahre). Der Wettbewerb möchte Autorinnen und Autoren aus Rheinland-Pfalz stärken und die Qualität dramatischer Texte im Kinder- und Jugendtheater fördern. Der Wettbewerb richtet sich an Autorinnen und Autoren, die in Rheinland-Pfalz geboren sind oder ihren Lebensmittelpunkt haben.

vollständige Ausschreibung
 

Zusätzliche 3 Millionen für Digitalisierung kleiner Kinos

Nach dem Scheitern eines branchenweiten Modells zur Digitalisierung der deutschen Kinos sucht die Politik nach einer Alternative, bei der die großen Kinobetriebe außen vor bleiben. Noch gestern rügte die Opposition Staatsminister Bernd Neumann dafür, dass im bisherigen Haushaltsentwurf seines Ressorts keinerlei Vorsorge für die “drängende Aufgabe der Digitalisierung der Kinos” getroffen sei. “Gemeinsam mit meiner Fraktion fordere ich den Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien auf, ein Konzept zur Förderung der Kinodigitalisierung vorzulegen und die entsprechenden Haushaltsmittel bereitzustellen. Wir wollen eine Förderung nach kulturellen und strukturellen Kriterien. Gefördert werden sollen insbesondere die ökonomisch schwachen Filmtheater und Kinos in der Fläche”, hatte die filmpolitische Sprecherin der SPD, Angelika Krüger-Leißner erklärt. Digitalisierung: zusätzliche 3 Mill. Euro für kleine Kinos eingestellt Bei den gestrigen Haushaltsberatungen im Ausschuss für Kultur und Medien wurde diese Forderung nun aufgegriffen. Wie der Sprecher der Arbeitsgruppe Kultur und Medien, Siegmund Ehrmann und Krüger-Leißner in einer gemeinsamen Mitteilung erklären, haben alle im Ausschuss vertretenen Fraktionen beschlossen, für die Digitalisierung der Kinos im weiteren Haushaltsverfahren zusätzlich drei Mio. Euro in den Haushalt von Kulturstaatsminister Bernd Neumann einzustellen. Diese Summe soll, so der Kulturstaatsminister nach Angaben aus dem Ausschuss, einem “ersten Schritt” dienen. Er selbst ist nun aufgefordert, ein konkretes Konzept vorzulegen. Das mit dieser Summe zu unterstützende Modell richtet sich nach dem Scheitern der flächendeckenden Lösung nicht an die großen Ketten. Auf Drängen der SPD wurde auch noch eine entsprechende Klarstellung in den Beschluss aufgenommen, dass es insbesondere um die Unterstützung der Filmtheater in der Fläche geht und die großen Kinoketten von einer Förderung ausgeschlossen werden.

zum weiterlesen: Quelle: heise online
 

Neue Online-Datenbank für Studienangebote der Kulturvermittlung und Interkultur

Detaillierte Informationen zu 269 Studienangeboten der Kulturvermittlung und Interkultur an Hochschulen in Deutschland bietet die neue Online-Datenbank, die vom Institut für Kulturpolitik im Rahmen des vom BMBF geförderten Projektes »Studium-Arbeitsmarkt-Kultur« erarbeitet wurde. Mit nutzerfreundlich gestalteten, vielfältigen Suchfunktionen können neben den strukturellen Angaben (u.a. Abschluss, Voraussetzungen, Semester- und Studienbeiträge, Kontaktdaten) auch Informationen zu Zielen, Inhalten, vermittelten Kompetenzen sowie zur Arbeitsmarktorientierung der Studienangebote kostenlos recherchiert werden. Entdecken Sie die Landschaft der Studienangebote hier.
 

Petition: Urheberrecht - Staatsaufsicht über die Verwertungsgesellschaften vom 18.01.2010

Text der Petition
Der Deutsche Bundestag möge beschließen, die Bundesregierung, vor allem das Justizministerium, aufzufordern, die Staatsaufsicht gegenüber den Verwertungsgesellschaften wie GEMA, VG Wort und den anderen endlich konkret wahrzunehmen.

Begründung
Insbesondere soll durch das Ministerium und die Kontrollbehörden im Deutschen Patent- und Markenamt eine 'Expertenkommission' eingerichtet werden. Diese Kommission hat für eine unvoreingenommene und unabhängige Aufarbeitung der Geschichte der deutschen Verwertungsgesellschaften Sorge zu tragen. Das Versagen der Staatsaufsicht im Bereich der Verwertungsgesellschaften ist hinlänglich dokumentiert. Die Enquetekommission Kultur in Deutschland hat dafür die Belege gesammelt und die richtigen Konsequenzen gezogen. Der geneigte Beobachter muss den Eindruck gewinnen, dass jede beliebige Frittenbude einer ausgeprägteren Staatsaufsicht unterliegt als das Milliardenkunstwerk Verwertungsgesellschaften. Die Bundesregierung sollte die Empfehlungen der Enquete im Maßstab eins zu eins umsetzen. Deshalb hier...

weiterlesen und ggf. mitzeichnen

Kulturzentrum Faust in Hannover sucht Geschäftsführer/in

Faust e.V. ist im hannoverschen Stadtteil Linden als gemeinnütziger Verein seit 1991 auf dem Gelände einer ehemaligen Bettfedernfabrik angesiedelt. Ursprünglich gegründet als multikulturelles Stadtteilzentrum hat das Kulturzentrum Faust inzwischen mit seinem vielfältigen und schwerpunktmäßig interkulturellen Kulturprogramm Strahlkraft bis weit in die Region entwickelt. Wir suchen zum nächstmöglichen Zeitpunkt für unser Kulturzentrum eine(n) Geschäftsführer/in zunächst in Teilzeit. Das Kulturzentrum Faust spricht Menschen aus allen Gesellschaftsbereichen und jeden Alters an. Jährlich wird das umfangreiche kulturelle Angebot von etwa 150.000 Besuchern genutzt. Im Trägerverein Faust e.V. sind 25 Einzelvereine aus der gesamten Bandbreite kultureller Initiativen zusammengeschlossen. Der ehrenamtliche Vorstand regelt gemeinsam mit der Geschäftsführung alle Belange des Kulturzentrums.

zur vollständigen Ausschreibung
 

Ausstellung "Demografie und kulturelle Orte"

Die Landesarbeitsgemeinschaft Niedersachsen will dieses Jahr ihre Ausstellung "Demografie und kulturelle Orte" Mit Soziokultur den Wandel gestalten", auf Reisen schicken und damit möglichst vielen Menschen diese Ausstellung zeigen. Deshalb würden wir uns freuen, wenn es bei euch Möglichkeiten gäbe auszustellen, dabei müssten es nicht unbedingt eure eigenen Räumlichkeiten sein.
Wie lange und in welchem Zeitraum ihr ausstellen möchtet ist euch überlassen. Die Ausstellung stellt 40 soziokulturelle Zentren aus Niedersachsen und ihr vielfältiges Kulturprogramm zum Thema demografischer Wandel vor, welche vom 12.11 – 01.12.09 im Niedersächsischen Landtag stand. Niedersachsen, aber auch ganz Deutschland sind im Wandel. Mehr Senioren, weniger Geburten, nebeneinander wachsende und schrumpfende Regionen und eine interkulturell durchmischte Gesellschaft. Wie stellt sich die Soziokultur diesen wichtigen Veränderungen? Mit welchen Ideen und Methoden kann sie auf die sich verändernden Zielgruppen und demografischen Strukturen eingehen?
Die Landesarbeitsgemeinschaft Soziokultur (LAGS) hat eine Ausstellung konzipiert, die unter den Aspekten "wir werden: älter, bunter, weniger und vereinzelter" die facettenreichen Kulturangebote für alle Bevölkerungsteile präsentiert.

Hier die technischen Daten zur Ausstellung der Landesarbeitsgemeinschaft Soziokultur in Niedersachsen (LAGS) "Demografie und kulturelle Orte " Mit Soziokultur den Wandel gestalten"

1 Einleitungstafel 66,5 x 133,5 cm (Breite x Höhe)
4 Abteilungen zu je 11 Tafeln, jeweils 49 x 134 cm
1 Tafel Impressum 49 x 133,5 cm
1 Tafel Überblick Soziokultur in Niedersachsen 68,5 x 114,5 cm

Ein Film der gezeigt werden könnte und Ausstellungskataloge sind auch dabei und wir werden selbstverständlich zu euch kommen und zur Ausstellung etwas sagen. Das einzige was zu klären wäre ist, wie die Ausstellung zu euch und wieder zu uns zurück kommt.:-)
Die Abteilungen können auch halbiert werden, falls Platzprobleme auftauchen. Um die Tafeln aufzuhängen, sind Ausstellungswände im Format 120 x 150 cm notwendig. Die vier Abteilungen können so gehängt werden, dass Vorder- und Rückseite der Ausstellungswände benutzt werden können. Insgesamt werden somit, "je nach Abstand" ca. 32 lfd. Meter Ausstellungswand mit ca. 1,50m Höhe benötigt. Die Tafeln sind aus ca. 3 mm starkem Material und relativ leicht; sie haben sog. Klettbänder (nur die Seite mit den Haken) zur Befestigung und lassen sich damit problemlos aufhängen." Voraussetzung ist allerdings, dass die Ausstellungswände mit aufgerautem Stoff bespannt sind! Bei den Ausstellungswänden ist zu berücksichtigen, dass die Tafeln im Hochformat aufzuhängen sind; Standard-Ausstellungswände müssen ggf. ummontiert werden. Unter www.soziokultur-niedersachsen.de/377.html kannst du dir die Bilder der Ausstellung noch einmal anschauen, vor allem das letzte Bild. Wenn Flyer oder Plakate gebraucht werden, werden diese in Absprache mit euch, von uns gedruckt.

Es wäre toll wenn wir mit euch zusammen ausstellen könnten und einen Termin finden. Über eine zeitnahe Rückmeldung würden wir uns sehr freuen Erreichen könnt ihr uns unter 0511 / 5909040 oder kluever@soziokultur-niedersachsen.de

Herzliche Grüße, Katrin Hamann
 

Ehrenamtspauschale - Übergangsregelung

Das Bundesministerium der Finanzen hat in einem Schreiben eine Übergangsregelung für die Aufwandsentschädigung des Vorstands gemeinnütziger Vereine getroffen. Nach einer Reihe von Schreiben zur Anwendung vom § 3 Nr. 26a EStG war die steuerlichen Konsequenzen einer nach dem 14. 10.2009 vorgenommene satzungswidrige Zahlung einer Vorstandsvergütung für einen gemeinnützigen Verein noch nicht geklärt. Die jetzt gültige Regelung legt fest, dass gemeinnützige Vereine Vorständen bis zum 31. Dezember 2010 ohne gemeinnützigkeitsrechtliche Nachteile eine angemessene Tätigkeitsvergütung zahlen können. Dies ist dann in Ordnung wenn die Satzung bis zum 31.10.2010 entsprechend geändert wird.

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