aus dem Bundesverband, 5.2.2010

Stärkung des bürgerschaftlichen Engagements als Ergänzung des Hauptamtes sinnvoll - Bundesvereinigung zur Genshagener Erklärung

Ein Sparten- und Politikfeld übergreifendes „Bündnis für Gemeinnützigkeit“ von bundesweit aktiven Dachorganisationen des Dritten Sektors hat in einer ersten gemeinsamen Erklärung sieben Vorschläge zur verbesserten Unterstützung des bürgerschaftlichen Engagements vorgelegt, die Genshagener Erklärung. Aus Sicht der soziokulturellen Zentren sind besonders

- die stärkere Förderung der Freiwilligendienste,
- verbesserte Rahmenbedingungen für nachhaltige Infrastruktur sowie stabiles Engagement und dauerhafte Partizipation sowie
- die Anerkennung des besonderen Wertes der Sozial- und Kulturdienstleistungen im Rahmen eines „Europas der Bürgerinnen und Bürger“ hervorzuheben.

Neben aller Förderung des bürgerschaftlichen Engagements weist die Bundesvereinigung Soziokultureller Zentren allerdings klar darauf hin, dass aktives Ehrenamt ohne rahmengebendes Hauptamt und angemessene Infrastruktur sinnlos ist. Hier darf in Zeiten fiskalischer Zwänge nicht der Fehler begangen werden, durch kurzfristige minimale Einsparungen einem hohen Anteil freiwillig Engagierten den Boden zu entziehen. In der Bundesvereinigung Soziokultureller Zentren sind derzeit 447 Zentren bundesweit organisiert. Aus der letzten Statistik der Bundesvereinigung geht hervor, dass 3.200 Hauptamtlichen 14.220 Ehrenamtliche, Praktikantinnen etc. gegenüberstehen.