ID_1-2006

Informationsdienst Soziokultur 1-2006

Fußball als soziokulturelles Phänomen

Ein seltsames Paar sind Fußball und Soziokultur nur auf den ersten Blick. Denn sie haben eine Menge Berührungspunkte, wie diese Ausgabe belegt. In viel mehr Zentren, als wir selbst vermuteten, wird Fußball gelebt und begriffen, wie es dem Prinzip Soziokultur entspricht: „solidarisch, lebendig, bunt und vielfältig, lebensnah, mit- statt gegeneinander, emanzipatorisch. Zum Beispiel mit „Bildung durch Fußball“ (Uli Glaser), welche die Integrationsbereitschaft auf allen Seiten erhöht. Zum Beispiel bei der antirassistischen Weltmeisterschaft, einem jährlich in Italien stattfindenden Festival rund um Fußball, Politik und Kultur. Zum Beispiel in St. Pauli, wo mit Corny Littmann ein offen schwuler Künstler als Vereinspräsident erfolgreich den Männlichkeitskult ad absurdum führt. Und nicht zuletzt durch Netzwerke wie FARE, das in mittlerweile 35 Ländern Europas gegen Rassismus und Fremdenfeindlichkeit kämpft, nicht nur in den Stadien, sondern auch an Schulen und in Vereinen.

Preis: 2,50 €