ID_4-2005

Informationsdienst Soziokultur 4-2005

Arbeitsplatz soziokulturelles Zentrum

Anders arbeiten ... ist Alltag in soziokulturellen Zentren, meist unbeachtet von Politik und Wirtschaft und von den Gewerkschaften ob des Ausmaßes an Identifikation mit dem Arbeitsort eher beargwöhnt. In Soziokulturellen Zentren arbeiteten 2004 etwa 21.500 Menschen, davon 9.500 bezahlt und 12.000 unentgeltlich, so die gerade ausgewertete Statistik. Für viele von ihnen sind die Zentren nicht nur Bindeglied, sondern auch Sprungbrett zwischen kultureller Freizeitbeschäftigung und professionellem Broterwerb, wie Jürgen Barth am Beispiel der Bessunger Knabenschule in Darmstadt beschreibt. Soziokulturelle Zentren sind zudem potenzielle Kristallisationspunkte neuer Formen von Arbeit, meint Andreas Kämpf und findet Bestätigung bei Gert-Andreas Oberfell, der den Zentren am Beispiel der Tauschringe viel nützliche Erfahrung mit Selbstorganisation attestiert und sie als Orte der Begegnung mit einer offenen, aber relativ stabilen Verwaltungsstrukturm schätzt. Und Soziokulturelle Zentren nehmen die Herausforderung von anderem Arbeiten selbst an. Das Steinhaus Bautzen zum Beispiel sieht sich auf gutem Weg zu einem modernen sozialwirtschaftlichen Unternehmen.

Preis: 2,50 €