15. Januar 2019

Zeitschrift SOZIOkultur 4-2018 zum Thema "Stadt" erschienen

Pressemitteilung (ca. 2.500 Zeichen inkl. Leerzeichen)

Immer mehr Menschen leben in Städten. Doch in Städten zu leben wird immer schwieriger, vor allem für Einkommensschwächere. Wie soziokulturelle Zentren dazu beitragen, (Frei-) Räume zu erhalten und auch im Kontext von Kommerzialisierung und Gentrifizierung selbstbestimmte Wege der Transformation zu beschreiten, zeigt die aktuelle Ausgabe der SOZIOkultur.

Die Fachkonferenz „Soziokultur findet Stadt“ der Bundesvereinigung Soziokultureller Zentren am 12. und 13. September 2018 in der ufaFabrik in Berlin ging Fragen zur Gestaltung von Partizipationsprozessen in der Stadtgesellschaft nach. Mehr als 150 Akteure aus Kultur und Medien, Stadtteilarbeit und Wissenschaft sowie Politik und Verwaltung diskutierten, wie mit Kunst und Kreativität das Leben im Stadtteil freundlich gestaltet und zukunftsorientiert ausgerichtet werden kann. Der Ethnologe Jens Schneider betont, dass in vielen Städten die sogenannte „deutsche Mehrheitsgesellschaft“ nur noch eine Minderheit von vielen und häufig am stärksten segregiert sei. Ethnische Communitys dagegen seien Ankunftsorte und Hubs für Integration. Hans-Jörg Siewert hebt hervor, dass soziokulturelle Zentren als intermediäre Organisationen der Spaltung der (städtischen) Gesellschaft entgegenwirken und Teilhabe ermöglichen. Als „agents of change“ tragen sie zur Lebensqualität in Städten und Regionen bei und beeinflussen die Lebens- und Wohnortentscheidungen kreativer Menschen positiv. Einen magnetischen Zauber übt das bunte Leben im „ArtSocialSpace“ in der Brunnenpassage in Wien aus und signalisiert: Tretet ein und lernt euch dabei kennen. Ihr alle habt das Recht auf Kunst und Kultur.

Auch das Modellvorhaben „UTOPOLIS – Soziokultur im Quartier“, das die Bundesvereinigung Soziokultureller Zentren startete, richtet den Fokus auf Stadtentwicklungsprozesse. Im Rahmen einer ressortübergreifenden Strategie, die das Bundesministerium für Inneres, Bau und Heimat und die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien vereinbarten, werden über das Programm „Soziale Stadt“ Entwicklungskonzepte von zwölf soziokulturellen Zentren in elf Bundesländern mit dem Ziel gefördert, nachhaltige Strukturen im Kulturbereich zu schaffen. „Gegenwärtig nimmt der Stellenwert der Kultur – und damit auch der Soziokultur – weiter zu. […] Kernthemen des Koalitionsvertrages wie Integration, Zusammenhalt in Vielfalt, ländliche Räume, gleichwertige Lebensverhältnisse – all das sind auch wichtige kulturelle Themen. Die Soziokultur spielt hier seit den 70er Jahren eine echte Vorreiterrolle“, so Kulturstaatsministerin Monika Grütters.

Das und noch mehr lesen Sie in der aktuellen SOZIOkultur. Erhältlich im Shop auf www.soziokultur.de

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Weitere Informationen und Kontakt:
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Ute Fürstenberg, Mitarbeiterin für Öffentlichkeitsarbeit
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