Brief zum Jahreswechsel, 18.12.2009

„Kultur als immateriellen Wert in der Krise schützen“ – so lautet der Appell des Deutschen Städtetages, dem wir uns ausdrücklich anschließen!

Sehr geehrte / Liebe Mitwirkende, Partner, UnterstützerInnen, Fördernde und MitarbeiterInnen,
Hilmar Hofmann formulierte vor 30 Jahren das Credo der Soziokultur: „Jeder Bürger muss grundsätzlich in die Lage versetzt werden, Angebote in allen Sparten und mit allen Spezialisierungsgraden wahrzunehmen, und zwar mit einem zeitlichen Aufwand und einer finanziellen Belastung, die so bemessen sein muss, dass keine einkommensspezifischen Schranken aufgerichtet werden. Weder Geld noch ungünstige Arbeitszeitverteilung, weder Familie oder Kinder noch das Fehlen eines privaten Fortbewegungsmittels dürfen auf die Dauer Hindernisse bilden, die es unmöglich machen, Angebote wahrzunehmen oder entsprechende Aktivitäten auszuüben“.
 
Dies war und ist Entstehens- und Arbeitsgrundlage sowie Zielsetzung der Akteure in der Soziokultur in dem Bestreben, Kultur in unterschiedlichster Form möglichst vielen Menschen zugänglich und verständlich zu machen, Menschen aller Schichten und jeden Alters teilhaben zu lassen und zur Kultur zu „verführen“. In diesem Bestreben entwickelt und probiert Soziokultur immer wieder neue Wege und Möglichkeiten aus. Über die Teilhabe an Kultur und kultureller Bildung werden auch gesellschaftliche Probleme wie Integration, Perspektivlosigkeit oder Politikverdrossenheit bearbeitet. Soziokulturelle Angebote sind oft da zu finden, wo öffentliche Kultureinrichtungen rar sind. Sie sichern an vielen Stellen die kulturelle Grundversorgung der Bürger.
 
So arbeiten die soziokulturellen Initiativen und Zentren ganz im Sinne des europäischen Mottos für 2010 Gegen Armut und Ausgrenzung und hoffen, dass gemeinsam mit ihren Partnern die aufgebauten Strukturen auch im kommenden Jahr – trotz der drohenden Finanzentwicklungen – zu sichern sind.
 
Wir möchten uns bei allen bedanken, die diese Leistung im vergangenen Jahr möglich gemacht haben - als Mitwirkende, Partner, UnterstützerInnen, Fördernde oder MitarbeiterInnen -, und wünschen ein friedliches Weihnachtsfest und ein
erfolgreiches Jahr 2010!
 
Mit freundlichen Grüßen
 
Ellen Ahbe
- Mitarbeiterin Geschäftsstelle -
im Namen des Bundesvorstandes