Mag. Clemens Christl, Dr. Mag. Markus Griesser

„Unselbstständig | Selbstständig | Erwerbslos. Studie zu Problemen von Kunstschaffenden in der sozialen Absicherung aus juristischer und sozialwissenschaftlicher Sicht“

Studie Titel

Im Herbst 2017 ist die Studie „Unselbstständig | Selbstständig | Erwerbslos. Studie zu Problemen von Kunstschaffenden in der sozialen Absicherung aus juristischer und sozialwissenschaftlicher Sicht“ erschienen. Im Auftrag der Arbeiterkammer Wien wurde sie von Mag. Clemens Christl (Kulturrat Österreich), Dr. Mag. Markus Griesser (Universität Wien) verfasst.

Die Studie analysiert ausgehend von der aktuellen Rechtslage (und Durch­führungs­praxis) sowie unter Einbeziehung der kulturpolitischen Auseinandersetzung des Kulturrat Österreich Reibungs­punkte im Sozialsystem für Kunstschaffende. Sie stellt Probleme an den Kreuzungspunkten der verschiedenen Systemkomponenten anhand von Beispielen aus der Beratungspraxis der Interessengemeinschaften dar und zeigt vorhandene Lücken der sozialen Absicherung auf (ins­besondere bezogen auf Arbeitslosigkeit). Aus der eingehenden sozialrechtlichen Analyse werden mögliche Lösungsansätze – nicht nur – für Kunstschaffende abgeleitet.

Der juristische Teil der Studie fokussiert auf die für Künstler*innen zentralen Gesetze im Bereich der Sozialversicherung ‒ Allg. Sozialversicherungsgesetz (ASVG), Gewerbliches Sozialver­sicherungs­gesetz (GSVG), Arbeitslosenversicherungsgesetz (AlVG) sowie Künstler*innen-Sozial­versiche­rungs­fondsgesetz (K-SVFG) und Künstler*innensozialversicherungs-Strukturgesetz (KSV-SG) ‒ und betrachtet die arbeits- und versicherungsrechtlichen Konsequenzen im historisch-sozial­politischen Kontext und im Hinblick auf die Arbeits- und Lebensrealität von Kunst­schaffen­den. Ausgehend von typischen Erwerbsbiografien wird untersucht, inwieweit mangelnde Kom­pa­ti­bi­litäten der Rechtsnormen, Anwendungsmängel und Informationsdefizite problemgenerierend sind.

Als zeitlicher Rahmen für den sozialwissenschaftlichen Teil der Untersuchung wurden die Jahre 2008 bis 2015 gewählt, beginnend mit der Präsentation der letzten umfassenden Studie zur sozialen Lage von Kunstschaffenden in Österreich (vgl. Schelepa et al. 2008) sowie dem Inkrafttreten der Novelle des Arbeitslosenversicherungsgesetzes (AlVG) von 2007, die einen zentralen Einschnitt im Feld markiert. Der Untersuchungszeitraum endet im Jahr 2015 mit der letzten Novelle des Künstler*innen-Sozialversicherungsfondsgesetzes (K-SVFG).

Teil 1: Studie zu Problemen von Kunstschaffenden in der sozialen Absicherung aus juristischer Sicht
Veröffentlicht im ÖGB Verlag. Bezug hier.

Teil 2: Studie zu Problemen von Kunstschaffenden in der sozialen Absicherung aus sozialwissenschaftlicher Sicht
Veröffentlicht im Eigenverlag. Download hier.

Mehr Informationen dazu hier.