ID_2-2002

Informationsdienst Soziokultur 2-2002

Werd bloß nicht groß!
Soziokultur im Spannungsfeld der Generationen

Der Blick vieler Erwachsener auf "die Jugend" ist von Eigeninteresse bestimmt, er zeigt ihnen vor allem Konkurrenten, Konsumenten, Störenfriede, eine unsichere Altersversorgung oder - siehe PISA - gar eigenes Versagen. Und obwohl die Gesellschaft immer "jugendlicher" wird, scheint die Verständigung zwischen den Generationen schwieriger zu werden. Wie aber sollen Jugendliche lernen, ihre Rolle in der Gesellschaft zu finden, wenn die Erwachsenen nicht erwachsen sein wollen?
Den Dialog zwischen den Generationen zu ermöglichen, die Jugendlichen zu selbstbewusster Artikulation zu ermutigen und zu befähigen ist eine der wichtigsten emotionalen und sozialen Leistungen Soziokultureller Zentren.
In dieser Ausgabe beschreibt eine junge Kulturmanagerin ihre Beobachtungen in der Berliner Szene. Der Initiator und Leiter des Archivs der Jugendkulturen versucht eine uneigennützige Analyse jugendkulturellen Verhaltens jenseits von PISA, SCHELL und NIKE. Ein ehemaliger Jugendsenator, der sich heute an vorderster Stelle für Kultur in der politischen Bildungsarbeit einsetzt, plädiert dafür, "immer mal wieder was Schräges (zu) machen". Das Kontrastprogramm liefert ein Bericht aus Dresden, wo aus Finanzgründen der Jugendarbeit in der Soziokultur der Hahn abgedreht werden soll.
 
Preis: 2,50 €