4. April 2017

Zeitschrift SOZIOkultur 1-2017 zum Thema "Live-Musik" erschienen

Pressemitteilung, 4. April 2017 (ca. 2.500 Zeichen inkl. Leerzeichen)

Gehen Sie in ein beliebiges soziokulturelles Zentrum. Fast immer werden gerade Konzerte organisiert, wird an der Bühne geschraubt, schallt es aus den Proberäumen. Musik hören und Musik machen ist Bestandteil fast aller Programme. Und deshalb Live-Musik das Thema der aktuellen SOZIOkultur.

Auch in Zeiten des Streamings ist das musikalische Live-Erlebnis nicht zu ersetzen. Neue Konzertformate wie das „Lieblingsplatte-Festival“ im Düsseldorfer zakk und das „Husum Harbour“ im Speicher Husum begeistern die Besucher/-innen. Aus der ganzen Republik reisen sie auch in den Club Manufaktur nach Schorndorf bei Stuttgart – ein Kult-Ort, an dem sich engagierte Leute gegenseitig beflügeln. Die integrative Kraft der Musik nutzt das MusikZentrum Hannover. Es hat sich auf Projektarbeit mit Jugendlichen, auch aus sozial benachteiligten Räumen, spezialisiert. Mit Golden City, einer temporären Bremer Hafenbar, in der vor allem viel gesungen wird, betreibt Frauke Wilhelm kulturelle Stadtentwicklung und Integration.

Den vielfältigen Aktivitäten zum Trotz beklagt Berthold Seliger, Konzertveranstalter und Autor, eine kulturelle Verödung der musikalischen Landschaft. Weltweit operierende Großkonzerne dominierten das globale Konzertgeschäft und erzeugten eine Monokultur, in der nur Quote und Profit zählten. Dies habe verhängnisvolle Folgen für die kulturelle Vielfalt in unserer Gesellschaft. Im ständigen Kampf um das Grundrecht auf kulturelle Teilhabe seien gerade soziokulturelle Zentren prädestiniert, eine Vorreiterrolle zu spielen. Sie sollten sich wieder ihres Muts und ihrer Kampfkraft früherer Jahrzehnte besinnen.

Zivilcourage zeigt das BOK, das Büro für Offensivkultur. Gegründet von Konstantin Wecker und Heinz Ratz bildet es eine Plattform für die bundesweite Vernetzung von Musiker/-innen, Veranstaltungsorten, Initiativen und Helfer/-innen. Innerhalb kürzester Zeit können Veranstaltungen organisiert werden, wo es gerade brennt, sei es bei rechtsgerichteten Aktivitäten oder Umweltskandalen.

Auch Sabine Bartsch vom Kulturzentrum Dieselstrasse in Esslingen sieht die soziokulturellen Zentren und ihr Publikum in der Pflicht. "Einfach mal runter vom Sofa und rein in den Club. [...] Den Bands eine Chance geben, die sich ihr Publikum erst noch erspielen müssen. Und denen wir Clubs und Zentren verpflichtet sind. Dafür unter anderem bekommen wir öffentliche Mittel. Mainstream rechnet sich auch ohne Förderung."

Das und noch mehr lesen Sie in der aktuellen SOZIOkultur – nach dem Relaunch im frischen Look. Erhältlich im Shop auf www.soziokultur.de.

Die Online-Version der Zeitschrift finden Sie hier.

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Weitere Informationen und Kontakt:
Bundesvereinigung Soziokultureller Zentren e.V.,
Ute Fürstenberg, Mitarbeiterin für Öffentlichkeitsarbeit
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ute.fuerstenberg@soziokultur.de, www.soziokultur.de