10. Januar 2017

Zeitschrift SOZIOkultur 4-2016 zum Thema "Interventionen" erschienen

Pressemitteilung, 10. Januar 2017 (ca. 2.500 Zeichen inkl. Leerzeichen)

Intervention kann „Protest“ und „Störung“, aber auch „Einmischung“ und „Einwirkung“ bedeuten. Der Begriff wird in medizinischen und militärischen, in sozialen und künstlerischen Kontexten verwendet. Wie sich soziokulturelle Akteure in gesellschaftliche Prozesse einmischen, zeigt die aktuelle Ausgabe der SOZIOkultur.

Rechten Tendenzen widersetzen sich junge Leute im selbst verwalteten Jugend- und Kulturzentrum Demokratiebahnhof im vorpommerschen Anklam. Der kreative Freiraum, den sie sich geschaffen haben, erfährt einerseits große Unterstützung, wird andererseits aber auch kritisch beäugt. Zähe Auseinandersetzungen mit Investoren und Eigentümern führten Kristine Schütt, Verena Völkel und Julia Oppenhauer vom RAW in Berlin-Friedrichshain. In jahrelangem Kampf gelang es ihnen mit weiteren Aktiven, im begehrten Stadtgebiet einen Ort für die Soziokultur zu verteidigen. Das Institut für Angewandte Heterotopie erforscht urbane Räume spielerisch und experimentell. Mit künstlerischen Mitteln, partizipativ und dialogorientiert führt es im Projekt „re-b(u)ild“ in Nürnberg den Diskurs um die Stadt von morgen. Eine imaginäre Baustelle für die „Schule der Zukunft“ errichtet die Künstlergruppe REINIGUNGSGESELLSCHAFT. Sie stellt den Bildungsnotstand im Leipziger Osten infrage und beteiligt Bewohner/-innen mit Vorschlägen zu Bildungsinhalten. In einem knallpinken Bauwagen reist das Wortfindungsamt der Hamburger Künstlerin Sigrid Sandmann durch die Republik. Mit der Sammlung von Wörtern, die auf Schildern gedruckt und öffentlich angebracht das Lebensgefühl im Stadtteil ausdrücken, will es Menschen wieder Lust machen auf Partizipation am urbanen Lebensraum.

Ein exemplarisches Projekt von RESPEKT! Stiftung zur Förderung von jugendkultureller Vielfalt und Toleranz, Forschung und Bildung widmet sich jungen Geflüchteten und Kulturschaffenden aus Syrien. Die aus dem Archiv der Jugendkulturen hervorgegangene Stiftung lässt sie als Expert/-innen in eigener Sache zu Wort kommen. Auch das Projekt „Kunstasyl“ der Künstlerin Barbara Caveng thematisiert die Probleme von Geflüchteten in Deutschland. Durch künstlerische Aktionen und Eingriffe wird das Leben in der Flüchtlingsunterkunft sichtbar und die Kommunikation nach innen und außen gestärkt. Der Erforschung und kreativen Entwicklung der jiddischen Kultur hat sich die Other Music Academy in Weimar unter Leitung von Alan Bern verschrieben. In Projekten werden neue Weisen des Zusammenlebens und Zusammenseins erprobt – in der Gewissheit, dass wir ein tieferes Selbstverständnis nur durch das Verstehen des anderen erreichen können.

Das und noch mehr lesen Sie in der aktuellen SOZIOkultur. Erhältlich im Shop auf www.soziokultur.de.

Pressemitteilung, 10.1.2017, 2.500 Zeichen inkl. Leerzeichen

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