Soziokulturelle Zentren - unverzichtbar für NRW / LAG Soziokultureller Zentren Nordrhein-Westfalen e.V.

Die soziokulturellen Zentren haben in der Kulturlandschaft des Landes NRW längst einen zentralen Platz eingenommen. Mit dieser Broschüre stellt die Landesarbeitsgemeinschaft Soziokultureller Zentren Nordrhein-Westfalen e.V. (LAG NW) ihre und die Arbeit ihrer Mitgliedseinrichtungen vor.

Der Zuspruch des Publikums hat sich auf hohem Niveau stabilisiert, die Angebotsdichte in den Einrichtungen steigt weiterhin. Die jüngste Datenerhebung der Bundesvereinigung Soziokultureller Zentren e.V. für das Erhebungsjahr 2000 weist aus, dass rund 3,3 Millionen Menschen allein in NRW die kulturellen Veranstaltungen der soziokulturellen Einrichtungen besuchten. Darüber hinaus wurden rund 1,5 Millionen Menschen von den gastronomischen Angeboten der Einrichtungen angezogen und 13.000 Kulturveranstaltungen bzw. 80.000 Veranstaltungen insgesamt durchgeführt.
Auch qualitativ haben sich die soziokulturellen Einrichtungen als ‚eigene Marke' profiliert. Dabei gehören nicht nur ‚Leuchtturmprojekte' und Starprofile, sondern nach wie vor die fördernden, stadtteilbezogenen Angebote, die nachhaltig ausstrahlen, zu den beständigen und hochakzeptierten ‚Glühwürmchen' der soziokulturellen Praxis.
 
Dennoch wird die Arbeit der soziokulturellen Zentren von vielen Menschen und auch von der Kulturpolitik nicht immer als selbstverständlicher Bestandteil der öffentlichen Kultur wahrgenommen. Die meisten Menschen können mit dem Begriff "Soziokultur" häufig - auch dann, wenn sie ihr Zentrum vor Ort regelmäßig besuchen - kaum etwas anfangen. Was die konzeptionelle Arbeit der Zentren ausmacht, bleibt vielfach unverständlich, denn das Profil und der Arbeitsansatz sind scheinbar nur schwer zu vermitteln.
 
Die Broschüre verfolgt eine ‚klärende' Intention: Sie möchte den spezifischen Ansatz soziokultureller Arbeit, den die soziokulturellen Zentren vertreten, präsentieren und in die öffentliche Diskussion einbringen. Die Arbeitsansätze der soziokulturellen Zentren haben schon lange überzeugt und sollen innerhalb der kulturellen Szene als eigenständiger Faktor gleichwertig neben den herkömmlichen Sparten etabliert werden.
 
Nach der "Jubelbroschüre" aus dem Jahr 1990, den Geschäftsberichten sowie der Selbstdarstellungsbroschüre aus dem Jahr 1996 präsentiert die LAG NW hiermit eine aktuelle Bestandsaufnahme. Dabei sollen Ausblicke auf die Vielfalt des soziokulturellen Ansatzes gewährt und auch die Brüche und widersprüchlichen Momente des Wirkens berücksichtigt werden. Neben einer Beschreibung des soziokulturellen Ansatzes wird die Entwicklungsgeschichte des Konzept Soziokultur kurz beleuchtet. Aktuelle Zahlen, Daten und Fakten, die im Jahr 2000 unter den Mitgliedseinrichtungen der Bundesvereinigung erhoben wurden, werden für das Land NRW ausgewertet. Die inhaltlichen Arbeitsansätze der Einrichtungen - ihre Bandbreite, Sparten, Zugänge, Kooperationen und neuen Ideen - werden exemplarisch durch dreizehn ausgewählte Einzelprojekte veranschaulicht. Weiterhin gibt es eine Darstellung des Arbeitsprofils der LAG NW sowie ein Literaturverzeichnis mit publizistischen Standards zur Soziokultur und ein Adressenverzeichnis der Mitgliedszentren.
 

Gefördert vom Ministerium für Städtebau und Wohnen, Kultur und Sport des Landes NRW.

LAG Soziokultureller Zentren Nordrhein-Westfalen e.V. (Hg.), 2002, broschiert, 65 Seiten, ISBN 3 - 935715-05-6, 8,00 Euro

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