11. Oktober 2016

"Moos und los!" - SOZIOkultur 3-2016 erschienen

Pressemitteilung, 11. Oktober 2016 (ca. 2.600 Zeichen inkl. Leerzeichen)

Egal, ob man Knete, Kohle oder Moos sagt: Finanzierungs- und Arbeitsstrukturen sind Grundlage aller soziokulturellen Aktion und ausschlaggebend für den Erfolg der Sache. Neue Wege und Möglichkeiten zeigt die aktuelle Ausgabe der SOZIOkultur.

Genossenschaften gibt es bereits seit mehr als fünf Jahrhunderten. Ihre wichtigsten Merkmale sind Selbsthilfe, Selbstverantwortung und Selbstverwaltung, aber auch das Identitätsprinzip, das eine Mitgliedschaft nur über ökonomische Anteile ermöglicht. Neu ist, dass sich Genossenschaften auch sozialen und kulturellen Zwecken widmen und alternative Modelle der Beteiligung erproben - zum Beispiel die KulturGenossenschaft Neue Kammerspiele eG in Kleinmachnow, die Kulturgenossenschaft Lich eG und die Genossenschaft Saarbrücker Straße eG in Berlin.

Ein großes, international renommiertes Kulturareal ist der Pfefferberg in Berlin. Durch schrittweise Gründung eines Vereins, einer Stiftung und verschiedener Trägergesellschaften wurden Grundlagen zur langfristigen Entwicklung dieses Standortes und weiterer Angebote und Einrichtungen berlinweit geschaffen, wobei der denkmalgeschützte Pfefferberg als Stiftungskapital und Finanzierungsquelle für soziokulturelle Projekte dient. Über mehrere Schritte entstand auch die Trägerstruktur für das Kulturzentrum E-Werk in Erlangen. Das Konzept der GmbH umfasst die kulturellen und sozialen Bereiche sowie die Gastronomie. Seit 35 Jahren mit dabei: Geschäftsführer Berndt Urban. Tragende Säule der Arbeit des Kulturhauses Osterfeld in Pforzheim hingegen ist ein Förderverein. Mehr als zwei Millionen Euro konnte der 1991 gegründete Förderverein für das Kulturhaus Osterfeld in Pforzheim e.V. bereits akquirieren.

Ja, Geld regiert die Welt. Doch wer regiert das Geld?, fragt der Verein Monetative e.V. Er setzt sich für eine gemeinnützige Geldreform ein und verfolgt die Vision eines Geld- und Finanzsystems im Dienste der Gesellschaft. Optionen, das bestehende System sinnvoll zu nutzen, werden mit Crowdfunding und Crowd-investing aufgezeigt. Auf dem Austausch von Zeit und Leistungen basiert die Initiative TIMEREPUBLIK. Auch das erste Kultur-Symposium des Goethe-Instituts in Weimar widmete sich dem Thema „Tauschen und Teilen“.

Doch die Suche nach Alternativen in der Finanzierung soziokultureller Arbeit entlässt die öffentliche Hand nicht aus der Verantwortung. Der Landesverband STADTKULTUR HAMBURG fordert, dass sich die große Wertschätzung der Stadtteilkultur in der Hansestadt auch in deren finanzieller Unterstützung niederschlägt. Und auch in Erfurt brennt´s: Kürzungen des Kulturetats bedrohen den Erhalt einer ganzen Reihe soziokultureller Zentren und Initiativen in der thüringischen Landeshauptstadt.

Das und noch mehr lesen Sie in der aktuellen SOZIOkultur. Erhältlich im Shop auf www.soziokultur.de.

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Weitere Informationen und Kontakt:
Bundesvereinigung Soziokultureller Zentren e.V.,
Ute Fürstenberg, Mitarbeiterin für Öffentlichkeitsarbeit
Lehrter Str. 2730, 10557 Berlin, T 030.3 97 44 59-3, ute.fuerstenberg@soziokultur.de,
www.soziokultur.de