Bundesvereinigung Soziokultureller Zentren e.V., 5.4.2016

SOZIOkultur 1-2016 zum Thema "Fluchtpunkte. Kulturarbeit mit Geflüchteten" erschienen

Soziokulturelle Zentren sind geradezu prädestiniert für Integrationsaufgaben, meint Olaf Zimmermann, Geschäftsführer des Deutschen Kulturrates. Ihr bürgerschaftliches Engagement, ihre Verortung im Sozialraum und ihre jahrelange Praxis und Erfahrung in der interkulturellen Arbeit machen sie zu hervorragenden Brückenbauern, damit sich Geflüchtete in der neuen Gesellschaft zurechtfinden. Über geschlagene Brücken, tragende Pfeiler und Akteure und Zentren als Brückenbauer berichtet die neue Ausgabe der SOZIOkultur.

Bundesweit werden auch in der Kultur Strukturen und Netzwerke geschaffen, um die aktuellen Herausforderungen zu meistern und gegen Fremdenfeindlichkeit Position zu beziehen. So haben sich auf Initiative des Deutschen Kulturrates 142 bundesweite Organisationen, darunter auch die Bundesvereinigung Soziokultureller Zentren, zusammengeschlossen und die Allianz für Weltoffenheit gegründet. Mit dem Aufruf „Die Würde des Menschen ist unantastbar. Allianz für Weltoffenheit, Solidarität, Demokratie und Rechtsstaat – gegen Intoleranz, Menschenfeindlichkeit und Gewalt“ setzt sie ein wichtiges politisches Signal. 

Unter Trägerschaft der Initiative Solidarische Welt Ilmenau e.V. gründete sich in Ilmenau das Netzwerk „Refugees welcome – Flüchtlinge willkommen in Ilmenau“ mit mehr als 350 Bürger/-innen, die auf vielfältige Weise praktische Hilfe bei der Integration leisten.

Mit dem Fachportal willkommenskultur- hamburg.de konnte der Dachverband STADTKULTUR HAMBURG e.V. ein Instrument für Unterstützung und Vernetzung der soziokulturellen Arbeit mit Geflüchteten schaffen und gleichzeitig einen Paradigmen­wechsel in der Hamburgischen Stiftungslandschaft anstoßen.

Zahlreiche Beispiele belegen, dass Kulturarbeit mit, für und von Geflüchtete(n) in vielen soziokulturellen Zentren und Initiativen Alltag ist: Das AlarmTheater Bielefeld gibt jungen Geflüchteten in der Theaterarbeit Wirkungsraum und ein Zuhause – auf und hinter der Bühne. In der JugendAkademie Bad Segeberg machen junge Geflüchtete und junge Europäer/-innen mit dem Theaterstück „No limits – grenzenlos“ Flucht und Heimat konkret erlebbar und sinnlich erfahrbar. Und im Projekt „Bridge the Gap“ lassen Berliner Schüler/-innen und junge Geflüchtete bei Streifzügen durch die Stadt fotografische Selbstpositionierungen entstehen.

Trotz ihrer Expertise und Erfahrung mit interkultureller Arbeit sind soziokulturelle Zentren und Initiativen derzeit in besonderem Maße gefordert. Die Tagung „Mehr als willkommen! Kulturarbeit mit, für und von Geflüchtete(n) in der Soziokultur“ auf dem Gelände der Berliner KulturBrauerei am 20./21. Mai 2016 will Akteur/-innen zusammenführen, Praxiserfahrungen und Handlungsempfehlungen zusammentragen und mit der Bundespolitik ins Gespräch kommen. Die Veranstaltung findet im Rahmen der bundesweiten Initiative „Kultur öffnet Welten“ statt. Sie sind herzlich dazu eingeladen!

Das und noch mehr lesen Sie in der aktuellen SOZIOkultur. Erhältlich im Shop auf www.soziokultur.de.

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Weitere Informationen und Kontakt:
Bundesvereinigung Soziokultureller Zentren e.V.
Ute Fürstenberg, Mitarbeiterin für Öffentlichkeitsarbeit
Lehrter Str. 2730, 10557 Berlin, T 030.3 97 44 59/3, ute.fuerstenberg@soziokultur.de, www.soziokultur.de