Newsletter der Bundesvereinigung Soziokultureller Zentren e.V.: November 2015
Bundesvereinigung Soziokultureller Zentren e.V.
 

November 2015

Liebe Kolleginnen und Kollegen,
liebe Freundinnen und Freunde der Soziokultur,

es ist bei den heutigen Nachrichten nicht so einfach, sich auf die alltäglichen Herausforderungen zu konzentrieren. Dennoch sind sie da und wie gewohnt möchten wir deshalb mit unserem Newsletter über aktuelle Entwicklungen auf Bundesebene und die Aktivitäten unseres Verbandes informieren. 

Herzliche Grüße,
Ellen Ahbe
(Geschäftsführung)

Inhaltsverzeichnis

„Jugend ins Zentrum!“ 2016

Das über das Programm „Kultur macht stark. Bündnisse für Bildung“ vom Bundesministerium für Bildung und Forschung geförderte Projekt „Jugend ins Zentrum!“ der Bundesvereinigung Soziokultureller Zentren e.V. geht in die vierte Runde! Diesmal starten gleich 55 spannende Projekte, viele davon von bestehenden Bündnissen umgesetzt. Wir wünschen einen erfolgreichen Auftakt und viele interessierte Kinder und Jugendliche! Eine nach Bundesländern sortierte Liste finden Sie hier

„stART – Jugendkultur in Griechenland“ tritt in Phase II ein

Im Oktober hospitierten 30 stART-Fellows in 30 soziokulturellen Gastinstitutionen in ganz Deutschland. Dort entwickelten sie ihre jugendkulturellen Projekte weiter und bereiteten mit Hilfe der Gastinstitution ihren Antrag für die Phase II des Programms vor. Die Entscheidung für 12 der Fellows, die in Phase II im Rahmen des Stipendienprogramms ihr Projekt in Griechenland realisieren werden, ist der Auswahlkommission (Bundesvereinigung Soziokultureller Zentren, Goethe-Institut Thessaloniki, Robert Bosch Stiftung) aufgrund der durchgehend sehr hohen Qualität der Bewerbungen und der tollen Persönlichkeiten wahrlich nicht leicht gefallen.

Hier finden Sie die im Programm stART-Teilnehmenden Gastinstitutionen auf einen Blick.

Hier finden Sie die Namen der 12 Fellows und ihrer Projekte in Phase II.

Stellenausschreibung: Koordination Netzwerk Soziokultur

Die Landesarbeitsgemeinschaft Soziokultureller Zentren in Sachsen-Anhalt LASSA e. V. sucht ab dem 1. Januar 2016 oder später im Rahmen eines Honorarvertrages eine/n Koordinator/in für das Projekt "Netzwerk Soziokultur"! Im Fokus der Tätigkeit stehen u.a. die Weiterentwicklung der Soziokultur für aktuelle gesellschaftliche Herausforderungen (Flüchtlinge, Inklusion, demografischer Wandel), die Stärkung des Netzwerkes der soziokulturellen Zentren in Sachsen-Anhalt über den Verband hinaus sowie die Organisation von Bildungs- und Qualifizierungsseminaren und Foren für das Feld der Soziokultur.  Bewerbungen können formlos bis 7. Dezember 2015 erfolgen. Vorstellungsgespräche sind für den 15.12.2015 in Magdeburg vorgesehen.

Mehr Infos zu diesem und weiteren Stellenangeboten gibt es hier: 

Initiative "Kultur öffnet Welten"

Erstmalig 2016 wird die bundesweite Initiative „Kultur öffnet Welten“. Beteiligen können sich Kultureinrichtungen sowie Künstler/-innen, die sich durch ihr Programm zu den Zielen der UNESCO-Konvention für kulturelle Vielfalt bekennen und deren Vorhaben einen Bezug zur kulturellen Vielfalt aufweist. „Kultur öffnet Welten“ macht sichtbar, wie Kulturschaffende und Institutionen kulturelle Teilhabe ermöglichen. In der Aktionswoche 21. bis 29. Mai 2016 präsentieren alle AkteurInnen und UnterstützerInnen der Initiative aus Bund, Ländern und Kommunen gelebte kulturelle Teilhabe in ihrer Region mit Projekten, Aktionen und Initiativen und zeigen so die kulturelle Vielfalt der Einwanderungsgesellschaft. Gleichzeitig entsteht ein Dialog zwischen allen TeilnehmerInnen der Initiative, dessen Mittelpunkt Plattform www.kultur-oeffnet-welten.de ist.

Förderprogramm zur Digitalisierung der Live-Musikclubs startet am 11. Januar 2016 und dann heißt es, schnell sein!

Das neue Förderprogramm der Initiative Musik, das gemeinsam mit der Live Musik Kommission e.V. (LiveKomm) realisiert wird, hat zum Ziel, dass die Spielstätten bundesweit auch von der technischen Seite eine kulturelle Rezeption und Bildung für ein anspruchsvolles Publikum auf internationalem Niveau gewährleisten können, denn neue Präsentations- und Aufführungsmöglichkeiten stellen wichtige Voraussetzungen für die künstlerische Entwicklung von Musikern dar.

Antragsberechtigt sind Live-Musikspielstätten mit einem festen Sitz in Deutschland, einer maximalen Kapazität von 2.000 Personen und mindestens 24 Live-Musik-Veranstaltungen im Jahr. Das Förderprogramm dient zur erstmaligen technischen Umstellung von Live-Musikspielstätten auf digitale Aufführungstechnik. Neben digitalen Monitor- und Hauptmischpulten, Lichtmischpulten sowie digitalem Showlicht werden auch DJ-Set-ups kofinanziert. Gefördert werden Anschaffungskosten zwischen 1.000 und 20.000 Euro mit einer gestaffelten Förderung in Höhe von 900 bis 10.000 EUR. Die Differenz muss als Eigenanteil getragen werden.

Für die „Digitalisierung der Aufführungstechnik in Live-Musikspielstätten in Deutschland“ werden von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM) 1,5 Mio. Euro bereitgestellt. Die LiveKomm entwickelte das Konzept und realisiert gemeinsam mit der Initiative Musik die Umsetzung des Förderprogramms. Die Informationen zum Antrags- und Vergabeverfahren sind für die Antragsteller ab sofort auf den Seiten der Initiative Musik und der LiveKomm verfügbar.

www.initiative-musik.de/digitalisierung | www.livekomm.org | PM als PDF >>> zum Download

Bundeskabinett fasst Rechtsrahmen für Verwertungsgesellschaften neu

Das Bundeskabinett hat am 11.11.2015 den vom Bundesminister für Justiz und Verbraucherschutz vorgelegten Gesetzentwurf zur kollektiven Rechtewahrnehmung durch Verwertungsgesellschaften beschlossen. Mit dem Gesetzentwurf zur Umsetzung der Richtlinie 2014/26/EU über die kollektive Wahrnehmung von Urheber- und verwandten Schutzrechten und die Vergabe von Mehrgebietslizenzen für Rechte an Musikwerken für die Online-Nutzung im Binnenmarkt sowie zur Änderung des Verfahrens betreffend die Geräte- und Speichermedienvergütung (VG-Richtlinie-Umsetzungsgesetz) werden die Rechtsvorschriften für die Tätigkeit von Verwertungsgesellschaften an die Vorgaben der Richtlinie 2014/26/EU angepasst. Anbei die PM als pdf-Datei.

Der Deutsche Kulturrat, der Spitzenverband der Bundeskulturverbände, legt das Dossier Save the Rights! zur Arbeit der Verwertungsgesellschaften in einer gedruckten und einer Online-Version vor.

Gebührenerhöhung für Musiknutzung unzulässig

Nach einem Instanzenmarathon hat das OLG München mit Urteil vom 29.10.2015 den utopischen Forderungen der Gesellschaft zur Verwertung von Leistungsschutzrechten (GVL) eine klare Absage erteilt und die bisherigen Gebühren als angemessen bestätigt. Mehr Informationen auf den folgenden Webseiten des EVVC, dem Handelsverband Hannover und dem Institut für Urheberrecht.