Bundesvereinigung Soziokultureller Zentren e.V., 20.10.2015

SOZIOkultur 3-2015 zum Thema "25plus - 25 Jahre deutsche Einheit" erschienen

Ein Vierteljahrhundert ist das schon her? In der turbulenten Zeit seit der „Wende“ ist Gegenwart fast unbemerkt zu Geschichte geronnen. Zurück nach vorn blickt die aktuelle Ausgabe der SOZIOkultur.

Soziokultur West entstand in den 1970er Jahren mit den Neuen Sozialen Bewegungen. Soziokultur Ost gründete sich nach der Wende oder reformierte sich aus den Kultureinrichtungen der DDR. „Wie war das bei dir?“, fragen sich Detlef Franke (Soziokultur Ost) und Siegfried Dittler (Soziokultur West). Seit mehreren Jahren arbeiten sie in Brandenburg eng zusammen und stoßen dabei immer wieder auf ihre unterschiedlichen „Subtexte“. Mancher Hintergrund fehlt, manche Anspielung läuft ins Leere. Doch Verschiedenheiten sind ihnen eher Vergnügen als Last. Im Gespräch interpretieren sie ihre Erinnerungen, knüpfen ein Gewebe aus den Zeiten, immer mit der Absicht, daraus konkrete Projekte zu entwickeln. Das Eigene und seine Kontexte als Forschungsgegenstand.

Angelika Janz, Künstlerin und Autorin, ging vor mehr als 20 Jahren in die vorpommersche Provinz. „Für mich ist es ein Geschenk, an der Entwicklung der deutschen Einheit als ‚Wessi‘ […] beteiligt zu sein, und zwar auf der ‚anderen Seite‘“, resümiert sie. Dennoch sei die Grenze auf beiden Seiten noch lange nicht offen. „Dauer-West-Ost-Austausch ist angesagt!“. Wie sich Grenzen im gemeinsamen Alltag öffnen, zeigt die langjährige Kooperation zwischen dem Bürgerzentrum Schuhfabrik (BÜZ) im nordrhein-westfälischen Ahlen und der Kulturfabrik Hoyerswerda (Kufa) in Sachsen. Durch Hoyerswerda habe sie mehr über Interkultur gelernt als durch Kontakte mit anderen Kulturen, so Christiane Busmann vom BÜZ über ihre Zusammenarbeit.

Münster, Bonn, Berlin – auch die Biografie von Bundeskulturministerin Monika Grütters führt quer durch die Republik. Im Interview beschreibt sie ihre Erfahrungen in Berlin, das sie erst als wieder ungeteilte Stadt richtig kennenlernte, und die Dynamik und Komplexität, in der sie das Zusammenwachsen erlebt und mitgestaltet.

Franz Kröger berichtet vom 8. Kulturpolitischen Bundeskongress „Kultur.Macht.Einheit? Kulturpolitik als Transformationspolitik“ im Juni in Berlin. Auch dieser stand im Zeichen der deutschen Einheit. Kulturpolitik habe diese zwar nicht bewirkt, aber mitgestaltet. Aus europäischer und globaler Perspektive gesehen ist Kulturpolitik jedoch oftmals weniger Gesellschaftspolitik als vielmehr der Versuch, in einer globalisierten Welt Kurs zu halten – so sein Fazit.

Das und noch mehr lesen Sie in der neuen SOZIOkultur. Erhältlich im Shop auf www.soziokultur.de.

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