Bundesvereinigung Soziokultureller Zentren, 8.4.2015

"Unbezahlbar?" - Zeitschrift SOZIOkultur 1-2015 zum Thema Entlohnung erschienen

Ein Arbeitsplatz in der Soziokultur: hoher Zufriedenheitsfaktor oder drohender Burnout? Nach der Entlohnung der Mitarbeiter/-innen fragt die aktuelle Ausgabe der SOZIOkultur. Ein Thema von besonderer Brisanz, gerade im Hinblick auf den auch in der Soziokultur anstehenden Generationswechsel. Gut ausgebildeter Nachwuchs will wissen: Ein Job in einem soziokulturellen Zentrum – lohnt das?

Beim Blick in die eigenen Reihen wird deutlich, wie schwierig Antworten, wie unterschiedlich die Bedingungen in den einzelnen Bundesländern sind: einsamer Überlebenskampf hier, anerkannt etablierte Strukturen dort. Peter Krümmel hat nachgefragt und ein weites Feld tat sich auf ...

Zurück nach vorn sieht Georg Halupczok. Seit den 1970ern in der Soziokultur unterwegs, erinnert er sich: „Für meine Generation war die Frage des Geldverdienens höchstens zweitrangig. […] Wer jetzt im soziokulturellen Spektrum arbeitet, will zu Recht wissen, ob und wie er oder sie den Lebensunterhalt bestreitet.“

Christina Biundo hat mit der Kunstfähre Trier ein landesweit anerkanntes, vielfach ausgezeichnetes Projekt auf die Beine gestellt, das Künstler/-innen und Bildungseinrichtungen vernetzt und Kindern und Jugendlichen hochwertige kulturelle Bildung zugänglich macht. Doch trotz aller Ehrungen scheint es keinen Weg zur Verstetigung des Projektes zu geben. Ein ständiger Tanz auf dem Seil – für sie selbst und für die Tuchfabrik Trier als Projektträger.

Wie ihr geht es vielen Aktiven in der Soziokultur. Mit großem Idealismus leisten sie eminent wichtige gesellschaftliche Arbeit und gehen dabei viele Zugeständnisse an die Rahmenbedingungen ein. Doch jahrelang am Rande des existenziellen Kollapses drohen ihnen Burnout und Altersarmut.

Ein komplexes Thema, dem sich die Bundesvereinigung Soziokultureller Zentren künftig verstärkt widmen wird. Dazu zählt auch die statistische Umfrage, die der Verband alle zwei Jahre unter seinen Mitgliedern erhebt. Die Auswertung lässt Rückschlüsse auch auf die Existenzbedingungen in der Soziokultur zu und bietet eine unverzichtbare Grundlage für die kulturpolitische Arbeit auf Bundes- und Landesebene. Die aktuelle Statistik „Was zählt!?“ wird am 21. Mai 2015 in der Kunstfabrik Schlot in Berlin-Mitte präsentiert. Kommen Sie!?

Das und noch mehr erfahren Sie in der neuen SOZIOkultur. Erhältlich im Shop auf www.soziokultur.de.

Pressemitteilung | ca. 2.300 Zeichen inkl. Leerzeichen | Stand: 8. April 2015

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