Kunstgriff. Contest um die besten Forschungsfragen. Eine Einladung zum Mitdenken zu „Visionen Soziokultur 2030“ mit der REINIGUNGSGESELLSCHAFT

19. November 2014,  Potsdam

Braucht es 2030 noch soziokulturelle Zentren an festen Orten oder muss Soziokultur zu einem fluiden System werden? Wie bewegt es sich zwischen der Chance und dem Zwang zur Kreativität? Findet eine Soziokulturalisierung der Kultur statt und wie wirkt das auf die Zentren? Wie reagiert Soziokultur auf die sich ändernde Gesellschaft? Wie werden wir im Jahr 2030 arbeiten? Wie kommunizieren? In welcher Form werden sich Menschen in der Soziokultur engagieren? Inwieweit werden die Ideale der Gründergeneration dann noch präsent und richtungsweisend sein?
 
Unter welchen Rahmenbedingungen agiert Soziokultur im Jahr 2030? Wie und in welcher Form wird Soziokultur in 15 Jahren gefördert werden? Was sind Visionen für eine Soziokultur im Jahr 2030 und wie sind sie zu erreichen? Drei Landesverbände der Soziokultur und die Kulturpolitische Gesellschaft haben sich die Aufgabe gestellt, dies interdisziplinär herauszufinden. Kunst und Wissenschaft, so die Idee des Projekts, sollen gleichberechtigt die Bedingungen befragen und Maßnahmen entwickeln. Crossover - so wie Soziokultur arbeitet - über die Sparten hinweg.
 
Die Forschung
 
Ein Forschungsdesign ist grob entworfen. Wissenschaft und Kunst werden verzahnt werden im Forschungsvorhaben der Soziokultur. Die Felder Akteure, Konzepte und Strukturen sind als Forschungsschwerpunkte benannt, erste Fragen entwickelt. Zurzeit werden die Grundlagen der Studie entwickelt, die in ihren Methoden soziokulturell ist und den interdisziplinären Charakter von Soziokultur aufgreift. Jetzt will die Forschungsgruppe die Fragen aller interessierten Akteure aus Zentren und Verbänden an die Zukunft der Soziokultur einbeziehen. Die Veranstaltung Kunstgriff bietet ein spielerisches Forum, in dem die eigenen Fragen gestellt werden können, die dann in das Forschungsvorhaben eingebunden werden können.
 
Der Contest
 
Haben wir Fragen vergessen? Themen übersehen? Bereiche ausgeblendet? Kunstgriff gibt Raum für Anregungen und Platz zur Diskussion. Und Kunstgriff probiert das Prinzip des Forschungsprojektes - das Zusammenspiel von Kunst und Wissenschaft - mit einem Contest aus.
 
Und das geht so:
 
Jeder Teilnehmer_innen formuliert seine/ihre brennenden Fragen an die Zukunft der Soziokultur. Diese Forschungsfragen der Teilnehmer_innen treten in einem Contest spielerisch gegeneinander an. Geleitet wird der Contest von der REINIGUNGSGESELLSCHAFT, einer Künstlergruppe aus Berlin. In der offenen Form als Castingshow-Contest übernehmen die Teilnehmer im Rotationsprinzip verschiedene Aufgaben eines Filmsets. Jeder Teilnehmer wird neben den eigenen Aussagen vor der Kamera, auch einmal in der Jury sitzen, Aufnahmeleiter, Kameraassistent, Toningenieur, Make-up und Artist sein. Die Castingshow wird mit Video aufgezeichnet. Außerdem wird Protokoll geführt. Die wechselnde Jury, die muntere Versuchsanordnung, die unterschiedlichen Rollen, der dauernde Perspektivwechsel ist Programm. Dieses Format hat die REINIGUNGSGESELLSCHAFT schon zu verschiedenen Themen in Mexiko und Deutschland genutzt. Es wirkt.
 
Was können die Teilnehmer_innen im Vorfeld der Veranstaltung tun?
 
Die Teilnehmer_innen bereiten sich auf die Veranstaltung vor, indem sie ihre Fragen, die für sie zentral zu erforschen wären, zum Contest mitbringen. Und das ist unsere Frage:
 
Welche Herausforderung sehen Sie/seht ihr für das Jahr 2030.
 
Wer kann teilnehmen?
 
Alle Aktiven aus den Zentren und Landesverbänden sind herzlich eingeladen, um gemeinsam wesentliche Forschungsthemen und Fragen zu erarbeiten. Wir wünschen uns aus jedem Landesverband mindestens drei Teilnehmer_innen. Der Contest läuft.
 
Moderation
 
Klaus Bieligk, Schauspieler am Staatstheater Schwerin.
 
Zum Hintergrund
 
Aus dem Bedürfnis heraus, auf zukünftige gesellschaftliche und kulturpolitische Veränderungen vorbereitet zu sein und die Soziokultur und ihre Akteure auch in 15 Jahren handlungsfähig aufzustellen, haben sich die drei Landesverbände Niederachsen, Thüringen und Baden-Württemberg zu einem umfassenden Forschungsprojekt entschlossen. Unterstützt vom Institut für Kulturpolitik der Kulturpolitischen Gesellschaft formuliert die Gruppe Zielsetzungen und Fragestellungen für Wissenschaft und Kunst.
 
Mehr über den Partner der Veranstaltung unter www.reinigungsgesellschaft.de
 
Waschhaus Potsdam Schiffbauergasse 6, 14467 Potsdam Telefon: 0331 27156-0, Fax 0331 27156-33
 
Eine Anfahrtsbeschreibung ist unter www.waschhaus.de zu finden.