19.11.2014, 14 – 20 Uhr Waschhaus Potsdam, 25.9.2014

Kunstgriff - Einladung für den Workshop zum Forschungsprojekt Soziokultur 2030

Braucht es 2030 noch soziokulturelle Zentren an festen Orten oder muss Soziokultur zu einem fluiden System werden? Wie bewegt es sich zwischen der Chance und dem Zwang zur Kreativität? Findet eine Soziokulturalisierung der Kultur statt und wie wirkt das auf die Zentren? Unter welchen Rahmenbedingungen agiert Soziokultur im Jahr 2030? Welche Visionen für eine Soziokultur im Jahr 2030 gibt es? Und wie sind sie zu umzusetzen? Diese Fragen waren der Startpunkt für die Entwicklung eines interdisziplinär ausgelegten Forschungsprojekts, an dem die drei Landesarbeitsgemeinschaften Niedersachsen, Thüringen und Baden-Württemberg und die Kulturpolitische Gesellschaft beteiligt sind.
 
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Worum geht es?
Verschiedene Akteure aus Kunst und Wissenschaft, so die Idee des Projekts, sollen aus ihren jeweiligen Perspektiven die Bedingungen befragen und Maßnahmen entwickeln. Crossover - so wie Soziokultur arbeitet - über die Sparten und Disziplinen hinweg. Der Workshop »Kunstgriff« lädt Mitglieder der Landesverbände und soziokulturelle Praktiker_innen zur Mitarbeit ein. Die Veranstaltung wird gemeinsam mit Künstler_innen und den Initiatoren gestaltet. So wird der Workshop auch ein Pre-Test für das Forschungsvorhaben sein, wie die die Verknüpfung von Wissenschaft und Künsten gelingt.
 
Die Forschung...
Ein Forschungsdesign ist grob entworfen. Wissenschaft und Kunst sollen verzahnt werden im Forschungsvorhaben der Soziokultur. Die Felder Akteure, Konzepte und Strukturen sind als Forschungsschwerpunkte benannt, erste Fragen entwickelt. Zurzeit werden die Grundlagen der Studie entwickelt, die in ihren Methoden soziokulturell ist, den interdisziplinären Charakter von Soziokultur aufgreift. Jetzt will die Forschungsgruppe die Fragen der Praktiker an die Zukunft der Soziokultur einbeziehen.
 
Der Workshop...
Die Veranstaltung Kunstgriff bietet ein spielerisches Forum, in dem die eigenen Fragen gestellt werden können, die dann in das Forschungsvorhaben eingebunden werden können. Der Contest Haben wir Fragen vergessen? Themen übersehen? Bereiche ausgeblendet? Kunstgriff gibt Raum für Anregungen und Platz zur Diskussion. Und Kunstgriff probiert das Prinzip des Forschungsprojektes - das Zusammenspiel von Kunst und Wissenschaft - mit dem Contest aus.
 
Und das geht so: Jede_r Teilnehmer_innen formuliert seine/ihre brennenden Fragen an die Zukunft der Soziokultur. Diese Forschungsfelder und -anlässe der Teilnehmer_innen treten in einem Contest spielerisch gegeneinander an. Geleitet wird der Contest von der REINIGUNGSGESELLSCHAFT, einer Künstlergruppe aus Berlin. In der offenen Form als Castingshow-Contest übernehmen die Teilnehmer im Rotationsprinzip verschiedene Aufgaben eines Filmsets. Jeder Teilnehmer wird neben den eigenen Aussagen vor der Kamera, auch einmal in der Jury sitzen, Aufnahmeleiter, Kameraassistent, Toningenieur, Make-up und Artist sein. Die Castingshow wird mit Video aufgezeichnet. Außerdem wird Protokoll geführt. Die wechselnde Jury, die muntere Versuchsanordnung, die unterschiedlichen Rollen, der dauernde Perspektivwechsel ist Programm.
 
Dieses Format hat die Künstlergruppe REINIGUNGSGESELLSCHAFT schon zu verschiedenen Themen in Mexiko und Deutschland genutzt. Es wirkt. Was müssen die Teilnehmer_innen im Vorfeld der Veranstaltung wissen und tun? Die Teilnehmer_innen sollen vorbereitet zur Tagung erscheinen. Sie sollen mit einer (drei) Fragen, die für sie zentral zu erforschen wären, zur Tagung kommen. Wer kann teilnehmen? Alle Aktiven aus den Zentren und Landesverbänden sind herzlich eingeladen, um gemeinsam wesentliche Forschungsthemen und Fragen zu erarbeiten. Wir wünschen uns aus jedem Landesverband mindestens drei Teilnehmer_innen. Der Contest läuft.