Newsletter der Bundesvereinigung Soziokultureller Zentren e.V.: August/September 2014
Bundesvereinigung Soziokultureller Zentren e.V.
 

August/September 2014

Liebe Kolleginnen und Kollegen,
liebe Freundinnen und Freunde der Soziokultur,

derzeit läuft noch bis zum 15. Oktober die bundesweite Befragung von ca. 500 soziokulturelle Zentren und Initiativen. Seit 1992 erhebt die Bundesvereinigung Soziokultureller Zentren regelmäßig Daten zu Situation und Perspektiven ihrer Mitgliedseinrichtungen. Auch auf Landesebene werden die Daten ausgewertet. Die Präsentation der Ergebnisse wird am 21. Mai 2015 in Berlin stattfinden. Dazu möchten wir schon heute herzlich einladen! Weitere Termine und Infos folgen im Newsletter …

Herzlich,
Ellen Ahbe

Inhaltsverzeichnis

Seminarprogramm „Rechtsberatung von Kulturzentren“ vom 16.10.-5.12.2014

Die Bundesvereinigung Soziokultureller Zentren e.V. veranstaltet ein umfassendes Seminarprogramm zur Rechtsberatung von Kulturzentren. Die Seminare werden regional verteilt durchgeführt und sind thematisch auf soziokulturelle Zentren zugeschnitten. Während RA Volker Löhr für mittlere und große Veranstaltungsbetriebe detailliert auf das Thema Versammlungsstättenverordnung und Betreiberpflichten eingeht, gibt RA Ulrich Poser für kleine und mittlere Zentren einen Überblick zu den Themen Verträge, Steuern und Sicherheit. Herr Kurt Ditschler gibt in seinem Seminar eine Einführung in das Thema Arbeits- und Tarifrecht.

Teilnahmegebühr inkl. Verpflegung: 90,00 Euro / Mitgliederrabatt: 50 %

> Seminarprogramm | Anmeldung

Bewerbungsphase für den BKM-Preis Kulturelle Bildung 2015 läuft bei der Bundesvereinigung Soziokultureller Zenten bis zum 31.10.14

Mit dem BKM-Preis Kulturelle Bildung zeichnet die Beauftragte für Kultur und Medien beispielhafte Projekte der kulturellen Vermittlung aus – Projekte, die Kunst und Kultur innovativ und nachhaltig vermitteln und bislang unterrepräsentierte Zielgruppen besonders berücksichtigen.

Vorschlagsberechtigt sind Dachverbände sowie Akteure von Bund, Ländern und Gemeinden. Aus den Vorschlägen nominiert eine unabhängige Jury zehn Projekte. Bereits die Nominierung ist mit einer Anerkennung in Höhe von 5.000 Euro verbunden. Für die Preise stehen insgesamt 60.000 Euro zur Verfügung. In der Regel werden drei Preise à 20.000 Euro vergeben.

Auch die Bundesvereinigung Soziokultureller Zentren wird bis zu drei beispielhafte Projekte vorschlagen. Soziokulturelle Träger können sich mit herausragenden Projekten, Netzwerken oder innovativen Formaten bewerben.

Projektvorschläge können bei der Geschäftsstelle der Bundesvereinigung Soziokultureller Zentren eingereicht werden. Einreichfrist ist der 31. Oktober 2014.

> Antragsformular

Einladung zum Workshop „Kunstgriff am 19.11.2014 von 14 bis 20 Uhr Waschhaus Potsdam

Braucht es 2030 noch soziokulturelle Zentren an festen Orten oder muss Soziokultur zu einem fluiden System werden? Wie bewegt es sich zwischen der Chance und dem Zwang zur Kreativität? Findet eine Soziokulturalisierung der Kultur statt und wie wirkt das auf die Zentren?

Unter welchen Rahmenbedingungen agiert Soziokultur im Jahr 2030? Welche Visionen für eine Soziokultur im Jahr 2030 gibt es? Und wie sind sie zu umzusetzen? Diese Fragen waren der Startpunkt für die Entwicklung eines interdisziplinär ausgelegten Forschungsprojekts, an dem die drei Landesarbeitsgemeinschaften Niedersachsen, Thüringen und Baden-Württemberg und die Kulturpolitische Gesellschaft beteiligt sind. Verschiedene Akteure aus Kunst und Wissenschaft, so die Idee des Projekts, sollen aus ihren jeweiligen Perspektiven die Bedingungen befragen und Maßnahmen entwickeln. Crossover - so wie Soziokultur arbeitet - über die Sparten und Disziplinen hinweg.

Der Workshop »Kunstgriff« lädt VertreterInnen der Landesverbände und soziokulturelle PraktikerInnen zur Mitarbeit ein. Die Veranstaltung wird gemeinsam mit KünstlerInnen und den InitiatorInnen gestaltet. So wird der Workshop auch ein Pre-Test für das Forschungsvorhaben sein, wie die die Verknüpfung von Wissenschaft und Künsten gelingt.

Die Forschung
Ein Forschungsdesign ist grob entworfen. Wissenschaft und Kunst sollen verzahnt werden im Forschungsvorhaben der Soziokultur. Die Felder Akteure, Konzepte und Strukturen sind als Forschungsschwerpunkte benannt, erste Fragen entwickelt. Zurzeit werden die Grundlagen der Studie entwickelt, die in ihren Methoden soziokulturell ist, den interdisziplinären Charakter von Soziokultur aufgreift. Jetzt will die Forschungsgruppe die Fragen der Praktiker an die Zukunft der Soziokultur einbeziehen. Die Veranstaltung Kunstgriff bietet ein spielerisches Forum, in dem die eigenen Fragen gestellt werden können, die dann in das Forschungsvorhaben eingebunden werden können.

Der Contest
Haben wir Fragen vergessen? Themen übersehen? Bereiche ausgeblendet? Kunstgriff gibt Raum für Anregungen und Platz zur Diskussion. Und Kunstgriff probiert das Prinzip des Forschungsprojektes - das Zusammenspiel von Kunst und Wissenschaft - mit dem Contest aus. Und das geht so: Jede_r Teilnehmer_innen formuliert seine/ihre brennenden Fragen an die Zukunft der Soziokultur. Diese Forschungsfelder und -anlässe der Teilnehmer_innen treten in einem Contest spielerisch gegeneinander an. Geleitet wird der Contest von der REINIGUNGSGESELLSCHAFT, einer Künstlergruppe aus Berlin. In der offenen Form als Castingshow-Contest übernehmen die Teilnehmer im Rotationsprinzip verschiedene Aufgaben eines Filmsets. Jeder Teilnehmer wird neben den eigenen Aussagen vor der Kamera, auch einmal in der Jury sitzen, Aufnahmeleiter, Kameraassistent, Toningenieur, Make-up und Artist sein. Die Castingshow wird mit Video aufgezeichnet. Außerdem  wird Protokoll geführt. Die wechselnde Jury, die muntere Versuchsanordnung, die unterschiedlichen Rollen, der dauernde Perspektivwechsel ist Programm. Dieses Format hat die REINIGUNGSGESELLSCHAFT schon zu verschiedenen Themen in Mexiko und Deutschland genutzt. Es wirkt.

Was müssen die TeilnehmerInnen im Vorfeld der Veranstaltung wissen und tun? Die TeilnehmerInnen sollen vorbereitet zur Tagung erscheinen. Sie sollen mit einer (drei) Fragen, die für sie zentral zu erforschen wären, zur Tagung kommen.

Wer kann teilnehmen? Alle Aktiven aus den Zentren und Landesverbänden sind herzlich eingeladen, um gemeinsam wesentliche Forschungsthemen und Fragen zu erarbeiten. Wir wünschen uns aus jedem Landesverband mindestens drei TeilnehmerInnen. Der Contest läuft.

Anmeldungen für den Workshop bitte per E-Mail an: bundesvereinigung@soziokultur.de > Anmeldeformular

Am 20.11.2014 findet im Waschhaus Potsdam die Mitgliederversammlung der Bundesvereinigung Soziokultureller Zentren statt. Auf der Tagesordnung steht an diesem Tag auch die filmische Präsentation der Workshop-Ergebnisse.

Spielstättenprogrammpreis Pop, Rock, Jazz 2014 zeichnet herausragende Livemusikprogramme aus

Am 17. September 2014 hat die Staatsministerin für Kultur und Medien Prof. Monika Grütters in der Hamburger Markthalle den „Spielstättenprogrammpreis Rock, Pop, Jazz 2014“ verliehen. Auch im zweiten Jahr sind bei der Initiative Musik über 300 Bewerbungen für den bundesweiten Preis eingegangen. Diese stehen dabei stellvertretend für die vielfältige wie hochwertige Livemusikkultur in Rock, Pop und Jazz, die einen essentiellen Beitrag zur kulturellen Vielfalt in Deutschland leistet.

Unter den Preisträgern sind auch die folgenden Mitgliedseinrichtungen der Bundesvereinigung Soziokultureller Zentren e.V.:

·        domicil, Dortmund, NRW
·        Karlstorbahnhof Heidelberg, Heidelberg, BW
·        Kulturzentrum E-Werk, Erlangen, BY
·        Objekt 5, Halle (Saale), ST
·        Räucherkammer/Kulturzentrum Schlachthof Wiesbaden, Wiesbaden, HE
·        Bunker Ulmenwall-Bielefeld, Bielefeld, NRW
·        Kulturwerkstatt Disharmonie, Schweinfurt, BY

Die Initiative Musik realisierte den Spielstättenprogrammpreis Rock, Pop, Jazz 2014 unter Einbeziehung der BK Jazz und LiveKomm. Insgesamt 900.000 Euro standen für Preisgelder zur Verfügung. Antragsberechtigt waren Spielstätten mit einer maximalen Besucherkapazität von bis zu 1.000 Gästen.

Netzwerk Inklusion mit Medien bietet Plattform für Projekte

Projekte, Meinungen und Methoden werden auf www.inklusive-medienarbeit.de veröffentlicht, um zu zeigen, wie spannend das Thema ist und wie inklusive Medienarbeit “in echt” aussehen kann – als Inspiration und Ermutigung für andere! Hier kommt der Aufruf: Sie

…sind eine Einrichtung, die (inklusive) (Medien-) Projekte anbietet oder anbieten möchte? Schreiben Sie uns! Sie erhalten einen individuell auf Ihre Einrichtung zugeschnittenen Fragebogen und für das Ausfüllen eine kleine Aufwandsentschädigung. Zusammen mit Ihren Fotos gestalten wir daraus ein Porträt Ihrer Einrichtung. Zuletzt vorgestellt haben wir zum Beispiel das Cafe Leichtsinn, das HiP, die Inklusive OT Ohmstraße, das Jugendhaus Sürth und den JULE-Club.

… möchten sich, Ihre Arbeit bzw. Ihr interessantes Projekt rund um Inklusion und Medien in Form eines Gastbeitrags selbst vorstellen? Schreiben Sie uns! Wir bieten hierfür ebenfalls eine Aufwandsentschädigung!

Und worüber kann man bei uns berichten? Die bereits veröffentlichten Gastbeiträge zeigen, wie facettenreich das Thema ist: Inklusive Medienarbeit mit Menschen mit Down Syndrom, gegen soziale Benachteiligung, Inklusive Filmarbeit mit Heranwachsenden mit Sehbehinderung und Lernschwierigkeiten, Social-Media-Angebote für Gehörlose und Menschen mit Lernschwierigkeiten, Radio-, Liedermacher-, futuristisch-experimentelle Musik-ohne-Hände-Projekte, Projekte, die das Bild von Menschen in den Medien gerade rücken wollen (satirisches Film-im-Filmprojekt, inklusive Medienagentur), vorurteilsbewusste medienpädagogische Arbeit, Inklusive Medienprojekte in Kommunen und in ländlichen Regionen, Brickfilmprojekte mit Leseförderung, Audioprojekte in KITAs und anderes mehr!

Weitere Infos gibt es hier: http://www.inklusive-medienarbeit.de/mitmachen-aktiv-werden-texten-einrichtungen-und-gastautorinnen-gesucht-fuer-alles-rund-um-inklusion-und-medien/#more-4581