Newsletter der Bundesvereinigung Soziokultureller Zentren e.V.: Juni/Juli 2014
Bundesvereinigung Soziokultureller Zentren e.V.
 

Juni/Juli 2014

Liebe Kolleginnen und Kollegen,
liebe Freundinnen und Freunde der Soziokultur,

nach Inkrafttreten des Bundeshaushalts 2014 wird die Zuwendung des Bundes, die seit dem Jahr 2006 von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien an die Bundesvereinigung Soziokultureller Zentren ausgereicht wird, einmalig verdoppelt! Wir freuen uns darüber außerordentlich und möchten uns hiermit auch öffentlich insbesondere bei den jeweiligen Arbeitsgruppen „Kultur und Medien“ der beiden Bundestagsfraktionen von SPD und CDU/CSU für ihr Engagement in dieser Sache bedanken!

Für unsere künftige Arbeit am wichtigsten erachten wir derzeit, dass wir aktuell für einen kurzen Zeitraum finanziell und damit auch personell in die Lage versetzt werden, verschiedene Ideen und Vorhaben, welche wir als dringend notwendig erachten, zu entwickeln und in ein konkretes Konzept zu überführen. Ein wesentlicher Schwerpunkt hierbei ist der Generationenwechsel, verbunden mit der Sicherung und Weitergabe von Wissen und Erfahrungen der soziokulturellen Arbeit.

Dank gebührt auch allen Kolleginnen und Kollegen, die im Laufe der letzten 35 Jahre daran mitgewirkt haben, dass die Bundesvereinigung als Dach- und Fachverband kontinuierlich und mit zunehmender Themenvielfalt die Koordinierung und Förderung der soziokulturellen Arbeit sowie deren Vertretung gegenüber der Öffentlichkeit und den politischen Gremien wahrnimmt. In diesem Sinne: Auf weiterhin gute Zusammenarbeit!

Herzliche Grüße,
Ellen Ahbe

Inhaltsverzeichnis

Neue Ausschreibung „Jugend ins Zentrum!“ hat begonnen

Vom 10. Juli bis 28. September 2014 können bei der Bundesvereinigung Soziokultureller Zentren e.V. Anträge für Projekte mit einem Start ab 1. Januar 2015 eingereicht werden. Mit dem vom Bundesministerium für Bildung und Forschung unter dem Motto „Kultur macht stark. Bündnisse für Bildung“ geförderten Konzept „Jugend ins Zentrum!“ wird die Bundesvereinigung Soziokultureller Zentren e.V. auch in 2015 Angebote der künstlerischen und kulturpädagogischen Arbeit mit Kindern und Jugendlichen mit erschwertem Zugang zu Kunst und Kultur fördern. Innerhalb von drei- bis zwölfmonatigen Projekten aus den Bereichen der bildenden oder darstellenden Kunst und der Medienarbeit können Kinder und Jugendliche zwischen 8 und 18 Jahren mit ihren Ideen aktiv werden und sich in künstlerischen Disziplinen erproben. Es können Fördermittel in Höhe von 22.000 Euro von lokalen Bündnissen aus mindestens drei Projektpartnern beantragt werden.

Die Antragsunterlagen und wichtige Hinweise zur Antragstellung finden sich unter https://foerderung.buendnisse-fuer-bildung.de, wo die Bundesvereinigung Soziokultureller Zentren über den Navigationsbutton "Teilnehmende Verbände" rechts oben angewählt werden kann. Die konkreten Ausschreibungsbedingungen finden sich in der Anlage.

Weitere Informationen: Dienstag bis Donnerstag von 13 bis 16 Uhr: Bundesvereinigung Soziokultureller Zentren e. V., Kristina Rahe (Projektleitung) / Madlen Hinze (Projektadministration), Lehrter Str. 27-30, 10557 Berlin, fon. 030 - 397 445 9 -2 oder -4, E-Mail. madlen.hinze[at]soziokultur.de/ kristina.rahe[at]soziokultur.de

"Total nah dran...??! Sozialräumliche Zugänge in der Jugendkulturarbeit" – Regionalkonferenz in Nordrhein-Westfalen

Die Bundesvereinigung Soziokultureller Zentren e.V. führt gemeinsam mit der Akademie Remscheid die erste Regionalkonferenz im Programm „Kultur macht stark“ durch. Die Fachtagung zum Thema „Sozialraum“ richtet sich neben den Akteuren aus dem Programmkontext auch generell an MultiplikatorInnen der Jugendkulturarbeit aus NRW.

Die Konferenz findet am 26. August 2014 unter dem Motto "Total nah dran...??! Sozialräumliche Zugänge in der Jugendkulturarbeit" in der Alten Feuerwache Köln statt. Als Referenten werden unter anderem Prof. Dr. U. Deinet (FH Düsseldorf) und Hans-Heinrich Grosse-Brockhoff (Juryvorsitzender "Kultur macht stark") zu hören sein. Zudem gibt es spannende Berichte aus der Praxis, z.B. von Julia Dill aus der Kraftstation Remscheid, sowie themenspezifische Workshops und Raum für Austausch und Vernetzung.

Die Teilnahme ist kostenlos, Fahrtkosten können erstattet werden.

Den Flyer zur Veranstaltung finden Sie im hier Das Anmeldeformular gibt es als pdf und als doc
Anmeldeschluss ist der 1. August 2014!

Gesetz zur Stabilisierung des Künstlersozialabgabesatzes beschlossen

Der Deutsche Bundestag hat am 3. Juli 2014 den Gesetzentwurf der Bundesregierung zur Stabilisierung des Künstlersozialabgabesatzes (KSAStabG) einstimmig beschlossen. Unternehmen, die freischaffende KünstlerInnen und PublizistInnen beschäftigen, müssen nun mit intensiveren Prüfungen rechnen. Durch das Gesetz soll der Anstieg des Künstlersozialabgabesatzes gestoppt werden. Stärkere Kontrollen der Deutschen Rentenversicherung und der Künstlersozialkasse (KSK) bei den ArbeitgeberInnen sollen für Abgabegerechtigkeit sorgen und die Künstlersozialversicherung soll damit zukunftsfest gemacht werden.

Derzeit sind rund 180.000 selbständige Künstler und Publizisten über die KSK bei der gesetzlichen Kranken-, Pflege- und Rentenversicherung pflichtversichert. Sie tragen wie abhängig beschäftigte ArbeitnehmerInnen die Hälfte ihrer Sozialversicherungsbeiträge. Die andere Beitragshälfte wird durch einen Bundeszuschuss von 20 Prozent und durch die Künstlersozialabgabe der Unternehmen (30 Prozent), die künstlerische und publizistische Leistungen verwerten, finanziert. Die Künstlersozialabgabe wird als Umlage erhoben. Der Abgabesatz wird jährlich für das jeweils folgende Kalenderjahr festgelegt und beträgt seit Anfang des Jahres 5,2 Prozent. Zuvor betrug er 4,1 Prozent; die Anhebung erfolgte wegen der schlechten Zahlungsmoral vieler sozialabgabepflichtiger Unternehmen. Bemessungsgrundlage der Abgabe sind alle in einem Kalenderjahr an selbständige KünstlerInnen und PublizistInnen gezahlten Entgelte.

Im Zuge der nun beschlossenen intensiveren Kontrollen rechnet man mit Mehreinnahmen von rund 32 Millionen Euro. Wenn der KSK Hinweise vorliegen, dass ein Arbeitgeber die Sozialabgaben nicht leistet, kann sie künftig außerdem eigene Kontrollen durchführen.

Europäische Bürgerinitiative zum Verhandlungsstopp von TTIP und CETA startet

Am 15. Juli 2014 hat die 47. Europäische Bürgerinitiative (EBI) ihren Antrag auf Registrierung bei der Europäischen Kommission gestellt. Die Initiative "Stop TTIP" fordert die EU-Kommission auf, dem EU-Ministerrat zu empfehlen, das Verhandlungsmandat über die Transatlantische Handels- und Investitionspartnerschaft (TTIP) aufzuheben und auch das umfassende Wirtschafts- und Handelsabkommen (CETA) nicht abzuschließen. Hinter der Initiative stehen knapp 150 Organisationen aus 18 EU-Mitgliedsländern. In Deutschland koordinieren die Organisationen Attac, Campact, BUND, Mehr Demokratie e.V., das Umweltinstitut München und der Naturschutzbund Deutschland e.V. (NABU) die EBI. Auch Brot für die Welt, der Deutsche Kulturrat und die GEW gehören dem stetig wachsenden Bündnis an. Die EBI ist erfolgreich, wenn eine Millionen Unterschriften nach einem bestimmten Proporz-Schlüssel in sieben Mitgliedsstaaten gesammelt wurden. Der Start der Unterschriftensammlung der Anti-TTIP-EBI ist für September 2014 geplant. Den genauen Forderungstext der EBI finden Sie hier:
http://stop-ttip.org/registration/

Kulturpolitische Mitteilungen mit Schwerpunkt »Kreatives Prekariat« erschienen

»Kreatives Prekariat. Wie lebt es sich von und mit der Kunst?« war Thema des diesjährigen Loccumer Kulturpolitischen Kolloquiums. In der aktuellen Ausgabe der KuMi werden dort gehaltene Vorträge von Alexandra Manske, Michael Söndermann, Dieter Haselbach, Hans Abbing und Adrienne Goehler dokumentiert. Deutschland leistet sich – nach den Verlautbarungen der Kulturpolitiker – die teuerste kulturelle Infrastruktur weltweit und kann nicht dafür sorgen, dass die kulturellen Produzenten von ihrer Tätigkeit auskömmlich leben können? Oder besteht gerade in dem Missverhältnis zwischen Infrastrukturförderung und Künstlerförderung das Problem? Weitere Themen sind u.a. der Referentenentwurf des Kulturfördergesetztes NRW und die Neuerungen beim Künstlersozialabgabesatz. Weitere Informationen sowie Bestellmöglichkeit: www.kupoge.de

Ausnahme beim Mindestlohn: Praktikumsvergütungen im Kultur- und Medienbereich

Am 3. Juli wurden im Rahmen des „Gesetzes zur Stärkung der Tarifautonomie“ auch Regelungen zur Vergütung von PraktikantInnen getroffen. Mit dem „Gesetz zur Stärkung der Tarifautonomie“ wird ein Mindestlohn von 8,50 Euro/Stunde in Deutschland eingeführt. Der Deutsche Kulturrat hatte in seiner Stellungnahme „Praktika im Kultur- und Medienbereich differenziert betrachten“ gefordert, dass die Regeln zum flächendeckenden gesetzlichen Mindestlohn für PraktikantInnen erst nach drei Monaten und nicht wie zuerst geplant nach sechs Wochen greifen.

Günstige Soft- und Hardware für gemeinnützige Organisationen

Über das Online-Spendenportal Stifter-helfen.de können alle gemeinnützigen Organisationen in Deutschland in nur drei Schritten Soft- und Hardwarespenden namhafter IT-Unternehmen erhalten.
Der Link http://www.stifter-helfen.de/

 

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