Bundesvereinigung Soziokultureller Zentren e.V., 1.7.2014

SOZIOkultur 2-2014 zum Thema "Woher? Wohin?" erschienen

2014, ein Jahr voller Jubiläen und Gedenktage: Geschichte hat Konjunktur. Und in vielen Projekten, auch der „Hochkultur“, ist der Umgang mit ihr soziokulturell geprägt – durch Aktivierung, Teilhabe, niedrigschwelligen Zugang, künstlerische Interventionen … Die neue SOZIOkultur zeigt anhand einer Fülle von Beispielen, wie sich aktuelle Geschichts- und Erinnerungsarbeit nach soziokulturellen Prinzipien gestaltet.

Da geht es um Jahrhunderte alte Verbindungen zum Orient. In dem interdisziplinären Bildungsprogramm „Der Pascha von Magdeburg“ des ICATAT Magdeburg suchen Kinder und Jugendliche in Stadtrundgängen und Workshops historische Stätten auf, die von den Verbindungen der Stadt zum Osmanischen Reich zeugen.

Da wird Migrationsgeschichte deutlich gemacht: Die multiethnische Migrantengruppe Die Unmündigen aus Mannheim engagiert sich in einem Oral-History-Projekt für eine gleichberechtigte Erinnerungskultur. BerlinerInnen mit und ohne Migrationshintergrund recherchierten zur Migrationsgeschichte im Stadtbezirk – für einen riesigen Stadtplan, der in der Ausstellung „ortsgespräche“ des Friedrichshain-Kreuzberg-Museums mit allen Sinnen erkundet werden kann.
 
Den Holocaust thematisiert das Hamburger Erinnerungs- und Verständigungsprojekt „Sound in the Silence“, das der 2013 verstorbene Künstler Jens Huckeriede gemeinsam mit dem Stadtteil- und Kulturzentrum MOTTE initiierte: An authentischen Orten setzen sich SchülerInnen aus Hamburg und Koszalin (Polen) gemeinsam mit amerikanischen, polnischen und deutschen KünstlerInnen mit der deutschen und polnischen Geschichte auseinander.
 
Der Geschichte der Sinti und Roma widmete sich das Projekt „Denk_mal im Kopf“ des Werkhaus e.V., Krefeld: Ein handlungsorientiertes Konzept führte zu einer Ausstellung, die sich während des Ausstellungszeitraums immer weiter veränderte.
 
Und auch die jüngere Geschichte wird befragt: Im Projekt „Endstation Twin Towers“ des Tanzenden Theaters Wolfsburg versuchen Jugendliche mit künstlerischen Mitteln die Schicksale Einzelner während des Terroranschlags am 11. September 2001 zu verstehen und zu rekonstruieren.
 
Das und noch mehr lesen Sie in der neuen SOZIOkultur. Erhältlich im Shop auf www.soziokultur.de.
 
Pressemitteilung, ca. 2.100 Zeichen inkl. Leerzeichen
Pressemitteilung als pdf
Cover als jpg

Weitere Informationen und Kontakt:
Bundesvereinigung Soziokultureller Zentren e.V.
Ute Fürstenberg, Mitarbeiterin für Öffentlichkeitsarbeit
Lehrter Str. 2730, 10557 Berlin, T 030.39 74 45 93
ute.fuerstenberg@soziokultur.de,
www.soziokultur.de