Seit 1992 erhebt die Bundesvereinigung Soziokultureller Zentren e.V. in regelmäßigen Abständen Daten zu Situation und Perspektiven ihrer Mitgliedseinrichtungen. Die Auswertung erfolgte in Kooperation mit dem Karlsruher Institut für Technologie (KIT) und basiert auf den Daten der bundesweiten Befragung von 460 Mitgliedseinrichtungen im Jahr 2012, von denen sich 54 Prozent beteiligten.
 
Die wichtigsten Daten und Fakten lassen sich wie folgt zusammenfassen: Bundesweit besuchen jährlich mehr als 9,5 Mio. Menschen fast 90.000 Kulturveranstaltungen. Darüber hinaus werden von einem Großteil der Zentren kontinuierlich künstlerisch-kreative Workshops, Kurse und Bildungsveranstaltungen angeboten. In Zeiten des demografischen Wandels und finanzieller Knappheit der Länder und Kommunen leisten diese Arbeit ca. 24.000 Akteure.
 
Die Ergebnisse des vorliegenden Berichts zeigen jedoch auch, dass sich die steigende öffentliche Anerkennung nicht entsprechend in der Förderpolitik niederschlägt. Die finanzielle und personelle Situation der soziokulturellen Zentren hat sich verschlechtert. Trotz der gestiegenen Nachfrage ist die Beschäftigungsquote gesunken. Die zur Verfügung stehenden Räume reichen nicht aus, um alle Ideen und Vorhaben in die Tat umzusetzen. Mittlerweile sind es nur noch weniger als ein Drittel der Einnahmen, die den Zentren als institutionelle Förderung sicher zur Verfügung stehen.
 
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