Soziokulturelle Zentren in Zahlen - Statistischer Bericht 2013

Statistischer Bericht "Soziokulturelle Zentren in Zahlen 2013" (Online-Version) 

Am 16. Mai 2013 präsentierte die Bundesvereinigung Soziokultureller Zentren e.V. im Paul-Löbe-Haus des Deutschen Bundestages ihren aktuellen statistischen Bericht „Soziokulturelle Zentren in Zahlen“. Die Veranstaltung stand in Bezug zum Aktionstag 2013 „Kulturelle Bildung“ des Deutschen Kulturrates, zu dem unter dem Motto „Kultur gut stärken“ dieser Tage bundesweit kulturelle Aktionen stattfinden.

Seit 1992 erhebt die Bundesvereinigung Soziokultureller Zentren e.V. in regelmäßigen Abständen Daten zu Situation und Perspektiven ihrer Mitgliedseinrichtungen. Die Auswertung erfolgte in Kooperation mit dem Karlsruher Institut für Technologie (KIT) und basiert auf den Daten der bundesweiten Befragung von 460 Mitgliedseinrichtungen im Jahr 2012, von denen sich 54 Prozent beteiligten.

Die wichtigsten Daten und Fakten lassen sich wie folgt zusammenfassen: Bundesweit besuchen jährlich mehr als 9,5 Mio. Menschen fast 90.000 Kulturveranstaltungen. Darüber hinaus werden von einem Großteil der Zentren kontinuierlich künstlerisch-kreative Workshops, Kurse und Bildungsveranstaltungen angeboten. In Zeiten des demografischen Wandels und finanzieller Knappheit der Länder und Kommunen leisten diese Arbeit ca. 24.000 Akteure.
 
Die Ergebnisse des vorliegenden Berichts zeigen jedoch auch, dass sich die steigende öffentliche Anerkennung nicht entsprechend in der Förderpolitik niederschlägt. Die finanzielle und personelle Situation der soziokulturellen Zentren hat sich verschlechtert. Trotz der gestiegenen Nachfrage ist die Beschäftigungsquote gesunken. Die zur Verfügung stehenden Räume reichen nicht aus, um alle Ideen und Vorhaben in die Tat umzusetzen. Mittlerweile sind es nur noch weniger als ein Drittel der Einnahmen, die den Zentren als institutionelle Förderung sicher zur Verfügung stehen.
 
Die Bundesvereinigung Soziokultureller Zentren e.V. nimmt deshalb die Veröffentlichung des statistischen Berichts zum Anlass, ein Positionspapier mit dem Titel Postulat 2013 herauszugeben. Sie fordert darin unter anderem erneut Bund, Länder und Kommunen auf, die Soziokultur als eine zeitgemäße kulturelle Praxis zu sichern, zu entwickeln und entsprechend ihrer gesellschafts- und kulturpolitischen Dimension zu fördern.