Bundesvereinigung, 10.4.2013

"soziokultur" 1-2013 zum Thema "SportKultur" erschienen

Fragende Blicke: Wie, Sport? Dass in soziokulturellen Zentren Musik und Kunst, Film und Theater, Kabarett und neue Medien beheimatet sind, ist klar. Breakdance und Hiphop gehen auch noch durch. Aber Sport? Was auch Marathonlaufen und Tischtennisspielen, Fußball und Boxen mit Soziokultur zu tun haben können, erfahren Sie in der neuen Ausgabe der „soziokultur“.

Zum Beispiel von Stefan Carl vom IN´s NETZ e.V. Der Verein aus Jena verbindet in lockerer Atmosphäre Kultur und Sport – und lässt unter anderem verwaiste Tischtennisplatten zu angesagten Treffs werden. Oder von Mustafa Gündar, Filmemacher, Sozialpädagoge und Fußballer. Er nimmt den Fußball als Grundlage, um in „Streetbolzer“-Projekten Jugendliche auch für anderes zu begeistern, zum Beispiel fürs Filmen. Oder von Stephanie Haury und Stefan Willinger vom Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung. Sie verstehen Jugendliche, die ein Parkhaus in eine Skaterstrecke und eine U-Bahn-Station in eine Box-Arena umnutzen, als konstruktive Partner, die neue Nutzungskonzepte für urbane Räume entwickeln und leben.
 
Indoor oder outdoor, temporär oder etabliert: Viele soziokulturelle Zentren nutzen die Möglichkeiten des Sports, um im doppelten Sinne zu bewegen. Die LAKS-Allstars in Hessen werden aktiv, wenn ein Match ansteht, treten dann z.B. gegen die Elf des Landtags an, und neben der Freude am „gepflegten Kick“ leisten sie auch Lobbyarbeit für die Soziokultur. spokusa hingegen, der Verein für Sport, Kultur und soziale Arbeit in Hannover, kann auf 25 Jahre kontinuierliche Arbeit im Stadtteil verweisen. Weitgehend selbstorganisiert bietet er neben vielen Formen des Tanzes auch Volleyball, Basketball, Badminton und Fußball. Im Sportgarten in Bremen wächst der Sport - durch Bildung, Begegnung und Integration, treffen sich Szenen, die einander sonst nicht begegnen. Und im Goldbekhaus in Hamburg-Winterhude lernen sich beim Inlineskaten und an der Kletterwand Eltern und Kinder besser verstehen, werden aus Trapeztanzworkshops Performances, aus Jongliertreffs Varietés der besonderen Art. Überall geht es darum, Potenziale zu entfalten, Gemeinschaft zu fördern und Sport mit Kultur zu verbinden.
 
In der Rubrik „Kontinent Kultur“ lenkt Ludmil Duridanov den Blick auf die Tschitalischtas in Bulgarien. Mitte des 19. Jahrhunderts als multifunktionale Lesehallen gegründet, haben sie sich inzwischen zu Kulturklubs gewandelt und landesweit fest etabliert. Mit ca. 3.600 Mitgliedern ist der Săjuz na narodnite tschitalischta, der Volksverband der traditionellen Kulturklubs, heute die größte NGO in Südosteuropa.
Eine neue Folge starten wir in der Rubrik „Aus den Ländern“: In mehreren Bundesländern werden derzeit – angestoßen von den Ministerien – landesweite Kulturentwicklungsstrategien erarbeitet. Wir fragen nach, wie es dabei für die Soziokultur aussieht – zum Auftakt in Brandenburg. Um Zukunft geht es auch den Azubis aus der Soziokultur. Beim Workshop-Treffen in der musa in Göttingen formulierten sie im Hinblick auf ihre beruflichen Perspektiven in den soziokulturellen Zentren ihre drängendste Frage: Unmöglich zu bleiben?
 
Das und noch mehr lesen Sie in der neuen „soziokultur“. Erhältlich im Shop auf www.soziokultur.de
 
Pressemitteilung, 10.4.2013 (ca. 3.000 Zeichen inkl. Leerzeichen)
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Weitere Informationen und Kontakt: Ute Fürstenberg, Mitarbeiterin für Öffentlichkeitsarbeit
Bundesvereinigung Soziokultureller Zentren e.V., Lehrter Str. 27‐30, 10557 Berlin, T 030.39 74 45 93
ute.fuerstenberg@soziokultur.de, www.soziokultur.de